Ukraine

Ukraine-Krise

Poroschenko zu Friedensvertrag mit Putin bereit 

27.06.14, 02:16
Ukranian presidential candidate Petro Poroschenko (C) talks to the media after talks with Andreas Schockenhoff (not pictured) of the ruling Christian Democratic Union (CDU) party in Berlin, May 7, 2014. Poroshenko urged Europe and the United States to agree on a third wave of sanctions against Russia if the Kremlin supports a referendum organised by separatists in eastern Ukraine on May 11. REUTERS/Thomas Peter (GERMANY - Tags: POLITICS)

Bild: THOMAS PETER/REUTERS

Zur Lösung des Konflikts im Osten seines Landes ist der ukrainische Präsident Petro Poroschenko auch zum Abschluss eines Friedensvertrags mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin bereit. Dies sagte Poroschenko am Donnerstag dem US-Fernsehsender CNN. 

Er würde jede Chance für die Rückkehr von Frieden und Stabilität in der Ostukraine nutzen. Poroschenko machte sein Angebot an Putin einen Tag vor dem Auslaufen der Waffenruhe in der Ostukraine. 

«Ich bin bereit, mit der ganzen Welt Frieden zu schliessen», sagte Poroschenko zu CNN auf die Frage, ob er auch einen Friedensvertrag mit Putin für möglich halte. «Ich hasse die Vorstellung, nicht wirklich jede Chance für Frieden in der Region zu ergreifen.» 

«Ich hasse die Vorstellung, nicht wirklich jede Chance für Frieden in der Region zu ergreifen.» 

Petro Poroschenko

Bei einer Rede vor der parlamentarischen Versammlung des Europarates in Strassburg hatte Poroschenko am Donnerstag Russland aufgefordert, «den Friedensprozess mit Taten und nicht nur mit Worten zu unterstützen». Ohne Putin sei keine friedliche Lösung möglich. 

Poroschenko hatte am Freitag vergangener Woche für die Ostukraine eine einwöchige Feuerpause seitens der Armee ausgerufen, der sich am Montag ein Teil der bewaffneten prorussischen Separatisten in der Region anschloss. 

Die Waffenruhe endet am Freitagabend um 22.00 Uhr (Ortszeit). Obwohl sie in vergangenen Tagen mehrfach gebrochen wurde, gilt sie als wichtiger Schritt für eine Befriedung der Situation. Der Westen drängt die Regierung in Kiew zu einer Verlängerung und fordert von Putin, dass er seinerseits seinen Einfluss auf die Separatisten nutzt, damit auch diese die Waffenruhe fortsetzen. Diese zeigten sich offen für entsprechende Gespräche. (sda/afp/dpa) 

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Adonis 27.06.2014 09:44
    Highlight Lieber Herr Poroschenko, trinken Sie einen "Porosecco" lieber mit jemanden anderen als mit Hr. Putin einen Pusch(t)in, wer weiss, was sie da trinken:-)
    1 1 Melden

Ex-Boxer Vitali Klitschko: «Donald Trump ist ein Fan von mir»

Vitali Klitschko, der Bürgermeister von Kiew, spricht im Interview über Putin, die WM und seinen Hausbesuch beim US-Präsidenten.

Der Hüne ist nicht zu übersehen. Vitali Klitschko (46), zwei Meter gross, 112 Kilogramm schwer, wird in Davos nach einer Gesprächsrunde von allen Seiten belagert. Die Menschen wollen ein Selfie mit dem ehemaligen Boxweltmeister und Bürgermeister von Kiew.

Viele davon sind mehr interessiert am Champion als an dem ukrainischen Politiker. Anschliessend nimmt sich Klitschko eine halbe Stunde Zeit für ein Interview mit der «Nordwestschweiz». Er redet über Feinde, seine Beziehung zu …

Artikel lesen