Ukraine
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
An aerial footage shot by a drone shows the terminal building of the Sergey Prokofiev International Airport damaged by shelling during fighting between pro-Russian separatists and Ukrainian government forces, in Donetsk, eastern Ukraine, seen in this still image taken January 15, 2015 handout video by Army.SOS, a Ukrainian group that supports the army by buying ammunition, food and supplies for soldiers. Fighting raged on Saturday at the main airport of Ukraine's city of Donetsk as separatists resumed attempts to break the tenuous grip of government forces on the complex and Kiev's military said three more Ukrainian soldiers had been killed. REUTERS/Army.SOS/Handout via Reuters (UKRAINE - Tags: POLITICS CIVIL UNREST CONFLICT) ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO SALES. NO ARCHIVES

Drohnenbilder zeigen den zerstörten Flughafen. Bild: HANDOUT/REUTERS

«Massenoperation» gegen Separatisten

Ukraine-Konflikt: Donezk unter Beschuss – Grossangriff der Armee auf Flughafen

Die Gefechte in der Ostukraine sind so stark wie seit Wochen nicht mehr: In Donezk ringen Regierungstruppen und Rebellen erbittert um die Kontrolle über den Flughafen. Die Armee will grosse Teile des Gebiets zurückerobert haben.

18.01.15, 17:04 18.01.15, 18:34

Ein Artikel von

Die ukrainische Armee und die prorussischen Rebellen haben sich erneut schwere Gefechte um den Flughafen der ostukrainischen Stadt Donezk geliefert. Die ukrainischen Truppen hätten den Befehl erhalten, massiv gegen die bekannten Separatisten-Stellungen vorzugehen, teilte Präsidentenberater Juri Birjukow über Facebook mit. Eine Offensive der Rebellen habe zurückgedrängt werden können.

Militärsprecher Andrej Lyssenko sprach von einer «Massenoperation». Demnach seien zuvor an die Separatisten verlorene Gebiete zurückerobert worden. «Wir haben fast den ganzen Flughafen zurückgeholt, der zum ukrainischen Territorium gehört», sagte Lyssenko. Der Einsatz stelle seiner Meinung nach keinen Verstoss gegen das Minsker Abkommen dar.

Die Armee hatte am Vortag mithilfe von mindestens zehn Panzern einen Korridor für Verstärkung bei den Gefechten am Flughafen schaffen können. Über diesen Weg wurden auch Opfer der Kämpfe fortgebracht. Bei den Gefechten soll es bis zu drei Tote und laut ukrainischen Medien etwa 20 Verletzte gegeben haben.

Ein Kampf, obwohl es nichts mehr zu erobern gibt

Das Drohnenvideo stammt von der Bürgerbewegung Armee SOS, die Geld für die ukrainischen Truppen sammelt. youtube

Aktuelle Drohnenaufnahmen zeigen: Der 400 Millionen Dollar teure Flughafen Donezk liegt in Trümmern. Seit Monaten versuchen Separatisten das Gelände einzunehmen, doch bislang leisteten ukrainische Soldaten erfolgreich Gegenwehr. Sie werden wegen den unmenschlichen Bedingungen in den Ruinen ehrfürchtig Cyborgs genannt. 

Am Freitag hatten die Separatisten erklärt, nunmehr den gesamten Flughafen zu kontrollieren. Kiew dementierte umgehend. Angesichts der Zerstörung wird klar, dass es sich «nur» noch um einen Kampf von hoher Symbolkraft handelt, denn eigentlich gibt es den Flughafen nicht mehr, nur noch Trümmer. 

Mehrere Stadtteile unter Beschuss

Obwohl sich die Ukraine und die prorussischen Rebellen im Dezember auf eine Feuerpause geeinigt hatten, waren die Kämpfe zuletzt wieder aufgeflammt. Seit Donnerstag sollen laut ukrainischen Behörden elf Menschen getötet worden sein, 18 weitere Armeeangehörige seien verletzt worden. Bei einem Rebellenangriff auf einen Kontrollpunkt bei Luhansk sei ein Zivilist getötet worden.

Am Sonntag waren auch mehrere Stadtteile von Donezk unter Beschuss, in einigen Vierteln kam das öffentliche Leben zum Erliegen. Wie AFP-Reporter berichteten, war die ganze Nacht über Beschuss mit schweren Waffen im Stadtzentrum zu hören, der sich am Morgen verstärkte. Öffentliche Verkehrsmittel stellten den Betrieb ein, Geschäfte blieben geschlossen. Bewohner berichteten zudem von Schüssen im Nordwesten der Stadt.

Der Ukraine-Konflikt

bka/AFP/Reuters



Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Ukraine-Krise

Nato erwägt dauerhafte Stationierung in Osteuropa

Die Krise in der Ukraine sorgt offenbar für ein Umdenken in der Nato. Die Allianz erwägt nach Angaben von Chefkommandeur General Breedlove, in Osteuropa permanent Truppen des Bündnisses zu stationieren.

Die Nato will ihre militärische Präsenz in Osteuropa offenbar weiter verstärken. Das Bündnis hatte im April bereits einen Minenräumverband für ein Manöver Richtung Baltikum geschickt. Doch jetzt erwägt die westliche Allianz, dauerhaft Truppen in Osteuropa zu stationieren.

«Ich denke, das ist etwas, was wir erwägen müssen», sagte der oberste Nato-Kommandeur General Philip Breedlove am Dienstag im kanadischen Ottawa. Die Idee werde den politischen Führern der Mitgliedstaaten zur Diskussion …

Artikel lesen