Unvergessen
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Spieler und Fans feiern den Gewinn des ersten Spengler Cups des neuen Jahrtausends. Bild: KEYSTONE

Nach über 40 Jahren Warterei gewinnt der HCD endlich wieder den Spengler Cup

31. Dezember 2000: Am letzten Tag des Jahres holt der HCD den ersten Titel in der Ära von Trainer Arno Del Curto. In einem von A bis Z begeisternden Spengler Cup besiegt das Heimteam im Final das Team Canada mit 4:2 und gewinnt das Turnier zum ersten Mal seit 1958 wieder.

31.12.17, 00:01 31.12.17, 15:06


1990 ist der HC Davos an seinem Tiefpunkt angekommen. Der stolze Rekordmeister steigt in die 1. Liga ab. Keiner denkt an Titel, es geht ums nackte Überleben. Am Spengler Cup fehlt das nicht konkurrenzfähige Team erstmals überhaupt.

Zehn Jahre später strahlen die Davoser wieder mit der Bündner Wintersonne um die Wette. Seit 1996 steht Arno Del Curto an der Bande des HCD, der mittlerweile wieder Bestandteil der Nationalliga A ist. Der Trainer baut eine Equipe auf, die mehrmals Schweizer Meister und Spengler-Cup-Sieger wird.

Der bislang letzte Davoser Sieg am Spengler Cup war 1958. Bild: KEYSTONE

Finalsieg nicht unbedingt zwingend

Am Silvester 2000 schlägt dieser «neue» HC Davos erstmals zu. Im Final um 12 Uhr – High Noon im Landwassertal – stehen sich der Gastgeber und das favorisierte Team Canada gegenüber. Verstärkungsspieler Morgan Samuelsson bringt den HCD früh in Führung, doch mit einem Doppelschlag durch Jean-Yves Roy und Christian Dubé wenden die Kanadier das Spiel noch im Startdrittel. Sie spielen defensiv und lassen wenig zu. Pat Falloons Ausgleich zum 2:2 nach 35 Minuten entspricht laut der NZZ «in keiner Weise den Stärkeverhältnissen in dieser Phase.»

Auch im Schlussabschnitt sind die Kanadier dem Sieg näher. Doch sie scheitern entweder an HCD-Goalie Lars Weibel oder am eigenen Unvermögen. Fredrik Nilsson (53.) und erneut Falloon (59.) sorgen für den 4:2-Sieg der Davoser und damit für eine grosse Hockeyparty im Eisstadion, das erstmals überhaupt bei einem Spengler-Cup-Final ausverkauft ist. Dass die Kanadier erst 13 Stunden vor dem ersten Bully des Endspiels noch das letzte Gruppenspiel absolviert hatten, interessiert die Fans nicht.

Das Siegerfoto – ohne Leitwolf Reto von Arx, der in jener Saison in der NHL bei den Chicago Blackhawks spielt. Bild: KEYSTONE

Der HC Davos am Spengler Cup 2000

Tor: Lars Weibel, Peter Rönnquist.
Verteidigung: Beat Equilino, Marc Gianola, Ralph Ott, Michael Kress, Andrea Häller, Marko Kiprusoff (Kloten), Mika Strömberg (Chur), Jan von Arx.
Sturm: Kevin Miller, Pat Falloon, Mario Schocher, Lonny Bohonos, René Müller, Marco Bayer, Thierry Paterlini, Fredrik Nilsson (Kloten), Ivo Rüthemann (Bern), Sandro Rizzi, Frédéric Rothen, André Baumann, Patrick Fischer, Morgan Samuelsson (Thurgau).
Head Coach: Arno Del Curto.

Titelgewinn als Beginn einer Ära

42 Jahre nach dem bislang letzten Turniersieg darf der HC Davos endlich wieder über einen Erfolg am Spengler Cup jubeln. Sie werden sich in den kommenden Jahren daran gewöhnen: 2001, 2004, 2006 und zuletzt 2011 holten sie sich den Siegerpokal. Klubpräsident Ernst Wyrsch ist stolz und er kündigt an: «Von diesem Erfolg können wir für die Meisterschaft profitieren. Nun wollen wir den Titel anpeilen. Mit diesem Trainer und dieser Mannschaft packen wir es.»

Der «Tagesschau»-Bericht zum Final. Video: YouTube/swissNLAfanBackUp

Es gelingt dem HCD dann in der Meisterschaft 2001/02 erstmals nach 17 Jahren wieder, den Titel zu holen. Arno Del Curto und seine Spieler lassen weitere Meistertitel in den Jahren 2005, 2007, 2009, 2011 und 2015 folgen. Der Absturz in die 1. Liga 1990 ist schon längst weit, weit entfernt.

Trainer Del Curto scheint die Bierdusche zu geniessen. Bild: KEYSTONE

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.
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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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