Unvergessen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE – In this Feb. 21, 1980 file photo, U.S. Olympic Speedskater Eric Heiden skates in winning the 1500 meters speedskating event at Lake Placid, N.Y. Along with heiden, current speedskater Dutch Sven Kramer stands among one of the greatest speedskaters of all time. Kramer delicately framed his Olympic blunder for the ages four years ago in Vancouver when his coach inexplicably pointed him toward the wrong lane on a crossover and Kramer, just as inexplicably followed that road to Olympic ruin. Now, he has 15 days in which to turn that failure into the redemption story of the games, starting with Saturday’s 5,000 meters, where he is the defending champion. (AP Photo/File)

Eisschnellläufer Eric Heiden

Das zweite «Miracle on Ice» – in neun Tagen fünfmal Olympiasieger

23. Februar 1980: Von den Olympischen Spielen 1980 erinnern sich die Amerikaner vor allem an den gloriosen Hockeysieg der US-Amateure gegen die Sowjet-Profis. Dabei schlägt einer sämtliche Olympia-Rekorde.

23.02.14, 00:01

klaus zaugg

Die Amerikaner feiern bei den Olympischen Spielen 1980 in Lake Placid nicht nur den wundersamen Eishockey-Olympiasieg, das «Miracle on Ice». Sie hatten auch einen Helden namens Eric Heiden. Der Eisschnellläufer gewinnt in neun Tagen fünfmal Gold.

U.S. speed skater Eric Heiden bends to receive his fifth gold medal  from Olympic official during awards ceremony at Lake Placid,N.Y. Feb.23,1980. Heiden took the gold for his victory in the 10,000- meter  speed skating event with a world record time of 14:28.13. (AP Photo)

Wenn Gold um den Hals zur Gewohnheit wird. Bild: AP

Die fünf Olympiasiege im Detail

Das Olympia-Märchen von Eric Heiden Video: Youtube/SportCity



Hälfte des Goldes geht an die Familie Heiden

Dr. Eric Heiden, winner of 5 gold medals in speed skating at the 1980 Olympic Games in Lake Placid, stands with his medals Friday, Jan. 29, 2010, near his home in Park City, Utah. Heiden also raced bicycles in the 1986 Tour de France before going on to medical school and becoming an Orthopedic Surgeon. (AP Photo/Steve C. Wilson)

Heiden zeigt seine fünf Goldmedaillen. Bild: AP

Der amerikanische Kult-Sportsender ESPN führt Eric Heiden als Nummer 63 der grössten Athleten des 20. Jahrhunderts. Seine Schwester Beth holt über 3000 Meter die Bronze-Medaille. Damit gewinnt die Familie Heiden bei diesen Spielen in Lake Placid exakt die Hälfte der insgesamt zwölf Medaillen der Amerikaner (6 Gold/4 Silber/2 Bronze).

Fünfmal Gold – das hat ausser Heiden bis noch keiner bei Olympischen Winterspielen geschafft. Nur Clas Thunberg war im Eisschnelllaufen noch erfolgreicher: Er holte ebenfalls fünfmal Gold und zusätzlich einmal Silber und einmal Bronze. Aber im Rahmen von zwei Olympischen Spielen (1924 und 1928). 

Zweite Karriere auf dem Drahtesel

Eric Heiden ist weltberühmt als Eisschnellläufer. Weniger bekannt ist seine Karriere als Radrennfahrer. Er steigt nach 1980 aufs Rennvelo um – an und für sich logisch. Denn als Eisschnellläufer trainiert er im Sommer jeweils auf dem Rennvelo. 1981 kommt er bei der Bahn-WM in Brünn im Punktefahren allerdings nicht über den 19. Platz hinaus. 1985 wird er US-Profimeister.

Olympic gold medalist Eric Heiden raises his hands in victory at the finish line of the Core States U. S. Pro Cycling Championship Race, Sunday, June 23, 1980, Philadelphia, Pa. Heiden earned $20,000 for first place from a $100,000 purse. At left is second place finisher Jesper Worre of Denmark. (AP Photo/George Widman) (KEYSTONE/AP/George Widman)

Eric Heiden ist auch als Radfahrer erfolgreich. Bild: AP

Den Giro d’Italia 1985 beendet er auf dem 131. Schlussrang und bei der Tour de France 1986 gibt er als 117. nach einem Sturz in der 18. Etappe auf. Später wird er TV-Kommentator. Der publikumsscheue Olympiaheld lebt mit seiner Familie (verheiratet mit Karen, ein Sohn und eine Tochter) heute in Utah und arbeitet als Sport-Orthopäde.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Gaby Andersen-Schiess torkelt in der Hitze von L.A. völlig dehydriert ins Marathon-Ziel

28. Juli 1984: Gaby Andersen-Schiess geht als Unbekannte zur olympischen Eröffnungsfeier. Acht Tage später kennt die ganze Welt die Schweizer Marathonläuferin. Völlig dehydriert mutet sie sich unmenschliche Qualen zu. Aufgeben ist keine Option.

6797 Athletinnen und Athleten pilgern 1984 nach Los Angeles, um sich eine der 663 olympischen Medaillen zu sichern. Bei der Eröffnungsfeier am 28. Juli im Memorial Coliseum stiehlt ihnen ein Amerikaner die Show – und das obwohl er mit Sport rein gar nichts am Hut hat. Bill Suitor, der «Rocketman», wird mit seinem spektakulären Auftritt zum Gesprächsthema Nummer 1.

Vor 100'000 staunenden Zuschauern im Stadion und Abermillionen an den TV-Bildschirmen segelt Suitor im goldenen Anzug mit …

Artikel lesen