Unvergessen
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Perfekte Haltung beim Absprung, aber mit dem Telemark hapert es. Bild: Havard finstad

01.01.2007: Schöner als beim Neujahrsspringen fliegen sie nur noch in der Premier League

1. Januar 2007: Skispringer Andreas Küttel gewinnt in Garmisch-Partenkirchen den Jahresauftakt der Wintersportler. Aber den schönsten Flug des Tages legt eindeutig Sean Davis vom FC Portsmouth hin.

01.01.16, 00:01


Zu sagen, die Neujahrs-Schwalbe im Fratton Park habe für grossen Wirbel gesorgt, wäre masslos übertrieben. Weder im Matchbericht der BBC noch in dem des Guardian wird die Szene überhaupt erwähnt. Dabei ist sie wirklich äusserst witzig:

Die Szene ist ein perfektes Beispiel dafür, wie sich die Medienwelt in den letzten Jahren verändert hat. Jede Wette, dass die einschlägigen Portale – selbstverständlich auch watson – die «Gegenschwalbe» von Sean Davis im Spiel zwischen Portsmouth und Tottenham (1:1) gross thematisieren würden, wenn sie heute passierte.

Davis setzt vor neun Jahren zum kleinen Singvogel an. Der Mittelfeldspieler von Portsmouth befindet sich im Zweikampf mit seinem Gegenspieler Lee Young-Pyo. Als dieser etwas gar widerstandslos zu Boden geht, zeigt Sean Davis dem Koreaner, was er davon hält. «Deine Schwalbe ist lächerlich. SO geht eine richtige Schwalbe», gibt er Lee über alle Sprachgrenzen hinaus zu verstehen.

Schon die Altmeister wussten, wie man richtig fliegt

Das Publikum tobt, schliesslich ist so ein Gaudi genau das richtige, wenn man mit einem Silvester-Kater im kalten Stadion hockt. Legende Gary Lineker kommentiert im Fernsehen: «Was Davis gemacht hat, fasst zusammen, was wir alle von Schwalben halten.»

Dabei handelt es sich keineswegs um eine Uraufführung. Schon Jahrzehnte vorher, im November 1971, wirft sich Manchester-City-Spieler Francis Lee im Derby gegen Manchester United spektakulär in den Rasen:

GIF: mcfcvideos

Ob sich Davis von Altmeister Lee inspirieren liess? Gut möglich, denn die Szene wird in England in den Jahren danach immer wieder gezeigt, wenn ein Manchester-Derby ansteht. Oder sprachen Davis' Lehrmeister doch eher Italienisch?

Video: paynustheanus

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.

Schöner fliegen – mit Arjen Robben durch die Strafräume dieser Welt

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Nach 10 Minuten als Trainer wird Leroy Rosenior schon wieder gefeuert

17. Mai 2007: Als Schweizer Fussballfan ist man sich ja bezüglich Trainerentlassungen einiges gewohnt. Doch was sich beim englischen Fünftligisten Torquay United ereignete, das gab es selbst beim FC Sion noch nie. Dass nämlich ein Trainer unmittelbar nach der Einstellung bereits wieder entlassen wird.

Leroy Rosenior ist in den 80er-Jahren ein passabler Stürmer, der sein Geld in der Heimatstadt London verdient. Fulham, die Queens Park Rangers und West Ham sind seine Arbeitgeber. Ein grosser Star ist er nie. Deshalb muss er, als er Trainer wird, auch durch die Provinz tingeln. Gloucester, Merthyr Tydfil, Torquay, Brentford – es sind keine Adressen mit Weltruhm, an denen Rosenior eine Mannschaft anvertraut wird.

Als im Frühsommer 2007 das Telefon klingelt, ist er deshalb froh über ein neues …

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