Unvergessen
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Simon Ammann Super10kampf

Ein Bild und alle wissen, was gleich passieren wird. screenshot: srf

Sein grösstes Missgeschick – Simon Ammann knallt ungebremst in die Krankamera

11. November 2005: Skispringer Simon Ammann machte sich mit seinen zwei Doppel-Olympiasiegen unsterblich. Fast noch lieber erinnern sich seine Fans aber an sein vermutlich grösstes Missgeschick.



Simon Ammann hat sich 2005 längst etabliert in der Schweizer Sportwelt. Der überraschende Doppel-Olympiasieger von Salt Lake City geniesst eine ungebrochene Popularität – vor allem wegen seiner direkten, ehrlichen Art. 

Zur Freude der Fans wird Ammann 2005 zum Super10Kampf eingeladen, dem grossen Sammelevent der Sporthilfe. Nach zwei Jahren Pause ist das Hallenstadion bei der 27. Austragung mit 12'000 Zuschauern endlich wieder rappelvoll. 

Moderator Sascha Ruefer begrüsst die Sportler einzeln. Als er Simon Ammann ankündigt, tobt das Stadion. Der 24-Jährige zieht sich das Shirt über den Kopf und imitiert den damals beliebten Fussball-Torjubel. Dumm nur: Die Krankamera hängt zu tief, verpasst den Einlauf Ammanns und der Wuschelkopf kracht blind und ungebremst in die Kamera! Der Skispringer knallt auf den Boden, das Publikum verstummt.

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Ammanns Rencontre mit der Krankamera. Video: YouTube/The Scrucialists

Moderator Ruefer erinnert sich Jahre später: «Da dachte ich, der Event sei gelaufen.» Doch Ammann hat Glück im Unglück: Er schüttelt sich kurz, realisiert wohl noch nicht ganz, was passiert ist, steht auf und springt Ruefer in die Arme. Nichts passiert.

Also nichts, ausser dass sich Ammann mit dieser Aktion definitiv für immer ins Gedächtnis der Sportfans gebrannt hat. Ammann erklärt am Tag danach: «Das war kein Gag, sondern ein Unfall, der im wahrsten Sinne des Wortes ein wenig ins Auge ging.» Doch das Auge ist in Ordnung, nur die Lippe blutet ein wenig.

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Ammann schlägt sich die Lippe blutig. bild: screenshot youtube

Der Super10Kampf

Zum 39. Mal trug die Schweizer Sporthilfe 2017 den Super10Kampf im Hallenstadion vor 12'000 Fans aus. Im witzigen Wettkampf bei unterhaltenden Mini-Games treten jeweils Schweizer Sportler in sechs Teams gegeneinander an. Gewinnen ist dabei weniger wichtig als Spass. In diesem Jahr siegten Armon Orlik, Jeremy Seewer und Jeannine Gmelin. 

Zum 40-jährigen Jubiläum 2010 erinnert sich der mittlerweile Doppel-Doppelolympiasieger erneut an sein Missgeschick: «Gerne erinnere ich mich zurück an den Crash», kann er jetzt lachend sagen, «das hätte ich nicht besser machen können.»

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Simon Ammann erinnert sich 2010 an seinen Crash. Video: YouTube/Super10Kampf

Mit der Kamera versöhnt sich Ammann übrigens in Vancouver 2010 auch. Vor der Flower Ceremony kommt ihm eine Schwenkkamera zu nahe, cool weicht er ihr lächelnd mit grossen Gesten aus. 

2010 gewinnt Ammann übrigens mit Sängerin Melanie Oesch, Unihockey-Spieler Matthias Hofbauer und Wettbewerbsgewinner Andreas Bolinger bei seiner 4. Teilnahme den Super10Kampf erstmals. Er sagt danach: «Das war der letzte grosse Triumph, der mir im Palmarès noch fehlte.» Stimmt leider nicht ganz. Noch immer fehlt dem Toggenburger der Sieg bei der Vierschanzentournee .

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei. 
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Die Karriere von Simon Ammann

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    Alle Leser-Kommentare
  • The Host 11.11.2017 17:30
    Highlight Highlight Einen peinlichen Moment von einem B-Promi vor über zehn Jahren ausgraben und damit einen Artikel schreiben? Was hat Watson von mir als potentieller Leser für ein Bild?
    • John J. Collenberg 11.11.2017 21:39
      Highlight Highlight Nun dieser B-Promi ist vierfacher Olympiasieger und einer der erfolgreichsten Schweizer Sportler aller Zeiten. Nebenbei bemerkt ist er mit diesen 4 Goldmedaillen der erfolgreichste Schweizer Winteroympiade-Teilnehmer und wenn man auch die Sommerolympioniken dazu zählt, muss er sich nur dem Turner Georges Miez geschlagen geben, der von 1924-1936 noch erfolgreicher war.
    • Mia_san_mia 11.11.2017 21:50
      Highlight Highlight Hallo?? Ein mehrfacher Olympiasieger ist für Dich ein B-Promi?? 🙈 Mehr Promi als er geht in der Schweiz fast nicht...
    • Roaming212 11.11.2017 22:32
      Highlight Highlight Dein Niveau ist nicht am Fallschirmspringen, es existiert erst gar nicht.
  • .:|Caballito de Mantequilla|:. 11.11.2017 15:08
    Highlight Highlight Unser Zauberlehrling, einfach ein Supertyp!

Ammann gewinnt nach 1722 Tagen endlich wieder – und schreibt mit Kumpel Küttel Geschichte

2. Dezember 2006: Simon Ammann gewinnt nach 1722 sieglosen Tagen endlich wieder ein Weltcup-Springen. Weil sein guter Freund Andreas Küttel Zweiter wird, sorgt das Duo für den ersten und bislang einzigen Schweizer Skisprung-Doppelsieg.

Viereinhalb Jahre oder umgerechnet 1722 Tage hat sie gedauert, die Leidenszeit des Simon Ammann. So lange musste er warten, bis er endlich, endlich seinen zweiten Weltcupsieg feiern durfte. In Lillehammer siegt der Toggenburger im zweiten Springen der Saison 2006/07 vor seinem Kumpel Andreas Küttel.

Genau ein Jahr nach seinem ersten Weltcupsieg an gleicher Stätte liegt Küttel bei Halbzeit noch knapp in Führung – 0,8 Punkte vor Ammann. Doch «Simi» kann das Blatt im Final noch …

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