Unvergessen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mon dieu! Experte Armin Assinger und Reporter Robert Seeger müssen miterleben, wie ein Franzose den Österreichern den Olympiasieg in der Abfahrt wegschnappt. Video: YouTube/skischus

Die Ösis reiben schon gierig die Hände – da klaut ein Franzose einfach «ihr» Abfahrts-Gold

12. Februar 2006: Abfahrts-Gold liegt bereit für Michael Walchhofer – da ist Antoine Dénériaz doch tatsächlich so frech und schnappt es ihm weg. Zuviel für die Nerven unserer österreichischen Freunde.

12.02.18, 00:01 12.02.18, 16:16

Vorhang auf, herrrreinspaziert meine Damen und Herren! Geniessen Sie die Vorführung des Zirkus ORF mit Dompteur Robert Seeger und Clown Armin Assinger. Das Duo bietet Wortwitz und Körpereinsatz auf höchstem Niveau.

Der Franzose Antoine Dénériaz schickt sich in der Olympia-Abfahrt in Turin 2006 mit Startnummer 30 an, den Österreicher Michael Walchhofer noch vom ersten Platz zu verdrängen. Während Seeger der Profi bleibt, der er Zeit seiner Reporterkarriere ist, legt Ex-Weltcupsieger Assinger jegliche Zurückhaltung ab und wird zum Fan.

Es ist ein grosser Genuss, Assinger bei seinem Leiden zuzuschauen.

Kurz nach dem Start

«Schau, wie der die Stecken eini tuet!»

Assinger lobt Dénériaz. Ob er schon eine Ahnung hat, was ihn erwartet?

Bild: AP



22,75 s

«Hey! Hu! Hu! Ganslhaut-Alarm!»

Dénériaz liegt bei der ersten Zwischenzeit voraus. Assingers Sorgen werden grösser.

1:02,90 s

«Der ist schnell! Bist du deppert?!»

Bei der nächsten Zwischenzeit baut der Franzose den Vorsprung auf Walchhofer weiter aus.

Bild: AP

Zehn Sekunden später

«Ja spinnt denn der?! Foahrt der do abe wie die gsengte Sau! Muess es so sogn. Unwoarscheinlich!»

Assinger hält die Hand vor die Augen. Er will das alles gar nicht mehr sehen.

Zwei Atemzüge darauf

«Ja Wahnsinn. Der foahrt, du! I fang a schwitzn!»

Eigentlich keine Überraschung, bei diesem schönen Norweger-Pulli.

Bild: AP

Hoffnung nach 1:25 Min

«Leichter Fehler! Aber sofort korrigiert. Fährt wieder sauber auf zwei Schi durch die Kurven und ist vorn.»

Die Zuversicht, doch noch Gold feiern zu können, wähnt nur sehr kurz.

In der zweitletzten Kurve

«Der holt des. Wenn er jetzt nicht niederliegt, dann holt er's!»

Kurz vor dem Ziel ist alles aus. Assinger ist am Boden zerstört.

1:48,80 Min

«Boah!»

Assinger sinkt völlig kaputt in seinen Stuhl.

Bild: EPA

Antoine Dénériaz schafft den Exploit. Überlegen wird der Franzose mit 72 Hundertstelsekunden Vorsprung Abfahrts-Olympiasieger.

Bild: AP

Michael Walchhofer (links) bleibt nur die Silbermedaille. Über Bronze freut sich der Berner Oberländer Bruno Kernen.

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.

Ski alpin: Schweizerinnen und Schweizer mit mehr als 10 Weltcupsiegen

Olympische Winterspiele 2018 in Pyeongchang

Mit diesem Flussdiagramm findest auch du deine Olympia-Sportart

Der ultimative Test: Welcher Schweizer Olympionike bist du?

Olympische Spiele oder Street Parade – welcher Slogan gehört wohin?

Nach dem Erfolg die Magersucht – das wurde aus dem 15-jährigen Star der Spiele von Sotschi

12 wahnwitzige Curling-Szenen, die die Lust auf Olympia wecken

7 bemerkenswerte Fakten zu den 171 Schweizer Olympia-Teilnehmern

Noch ein Monat bis Olympia – das sind unsere grössten Medaillen-Hoffnungen

Ein Langläufer aus Tonga?! Pita Taufatofua hat sich tatsächlich für Olympia qualifiziert

Olympia droht Doping-Skandal, weil sich diese Fläschchen öffnen lassen

Vier neue Disziplinen: In Pyeongchang geht's um 102 Medaillensätze

Hier finden die Wettkämpfe der Olympischen Winterspiele 2018 statt

Wir sind Soohorang und Bandabi, die Maskottchen der Winterspiele 2018

Pyeongchang wie Sapporo und Nagano? Die Schweizer Bilanz bei Winterspielen in Asien

So kam Pyeongchang zu den Olympischen Winterspielen 2018

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Roberto Baggios Penalty in die Erdumlaufbahn lässt ganz Italien weinen

17. Juli 1994: Italien und Brasilien streben im WM-Final von Los Angeles ihren vierten Titel an. Nach 120 torlosen Minuten entscheidet erstmals ein Elfmeterschiessen, wer den Weltpokal holt. Drei Italienern versagen die Nerven, Superstar Roberto Baggio scheitert als Letzter kläglich.

Weisst du noch, wer an der WM 1994 in den USA Torschützenkönig wurde? Nein? Es war Oleg Salenko. Du erinnerst dich aber bestimmt noch an Roberto Baggio. An den «göttlichen Zopf» und wie er im Final gegen Brasilien zum tragischen Helden wurde. Das Scheitern im wichtigsten Moment seiner Karriere.

0:0 steht es im WM-Final im Rose Bowl Stadium in Pasadena nahe Los Angeles nach 120 Minuten zwischen der Squadra Azzurra und der Seleção. Erstmals in der WM-Geschichte muss ein …

Artikel lesen