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Roger Federer of Switzerland celebrates with the winners trophy after winning the 2004 Australian Open mens title Sunday 01 Febuary 2004. Federer defeated Russian Marat Safin in straight sets 7-6, 6-4, 6-2.  EPA/JULIAN SMITH AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Der «Maestro» mit seinem ersten Pokal vom Australian Open Anfang 2004. Bild: EPA AAP

Roger Federer gewinnt das Australian Open und wird erstmals die Nr. 1

2. Februar 2004: Der 22-jährige Roger Federer erobert den Tennisthron. Der Basler gewinnt dank dem Finalsieg gegen Marat Safin erstmals das Australian Open und wird damit die Nummer 1 – und gibt diese einige Jahre nicht mehr ab. 

02.02.17, 00:01 02.02.17, 17:25
Janick Wetterwald
Janick Wetterwald



In den Jahren 2003 und 2004 beginnt der Stern des Roger Federer im Tenniszirkus so richtig aufzugehen. Sein erster Major-Titel holt der Basler 2003 in Wimbledon. Die «Grand-Slam-Blockade», welche bereits über Federer beschworen wurde, ist gelöst. Zu Beginn des Jahres 2004 gelingt dem 22-jährigen Federer der zweite Streich. In Melbourne beim Australian Open schlägt der Schweizer im Final den Russen Marat Safin.

Roger Federer of Switzerland holds his arms aloft as he celebrates winning the 2004 Australian Open mens title Sundfay 01 Febuary 2004. Federer defeated Russian Marat Safin in straight sets 7-6, 6-4, 6-2.  EPA/JULIAN SMITH AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

So freut sich Federer über seinen zweiten Grand-Slam-Titel. Bild: EPA AAP

Dieser Sieg ist aber noch viel mehr wert: Der Triumph verhilft Roger Federer zum Sprung an die Weltspitze des Tennis. Nach dem Turnier ist das langersehnte Ziel, die Nummer 1, erreicht. 

Der Weg an die Spitze

Bis in den Achtelfinal läuft es für Federer wie geschmiert. Ohne Satzverlust gegen die beiden Amerikaner Alex Bogomolov junior und Jeff Morrison sowie den Australier Todd Reid. Der erste Prüfstein wartet im Achtelfinal mit dem einheimischen Lleyton Hewitt. Er besiegt die ehemalige Weltnummer 1 nach verlorenem Startsatz nach vier Durchgängen. Später sagte Federer über dieses Spiel: 

«Ich trat schon mit gemischten Gefühlen in der Rod-Laver-Arena an, denn schliesslich habe ich mit dem Schweizer Davis-Cup-Team an dieser Stätte erst vor kurzem den Halbfinal verloren. Dann kam dieser Achtelfinal gegen meinen Davis-Cup-Bezwinger Lleyton Hewitt. Das war für mich ein Schlüsselspiel hier.»

Roger Federer Berner Zeitung

Noch etwas zäher wurde es im Viertelfinal gegen David Nalbandian. Gegen den Argentinier musste Federer zwei Long-Sets spielen, setzte sich aber am Ende wie schon die Runde zuvor in vier Sätzen durch. 

Switzerland's Roger Federer, right, is congratulated by Argentina's David Nalbandian after his quarterfinal win at the Australian Open in Melbourne, Australia, Wednesday, Jan. 28, 2004. Federer won in four sets 7-5, 6-4, 5-7, 6-3. (AP Photo/Eugene Hoshiko)

Shake-Hands nach dem Sieg von Federer gegen Nalbandian. Bild: AP

Im Halbfinal bekommt es der Schweizer dann mit der spanischen Weltnummer 1, Juan Carlos Ferrero zu tun. Das Spiel wird mit 6:4, 6:1 und 6:4 eine klare Sache für den «Maestro». Somit fehlte noch ein Sieg zum zweiten grossen Erfolg.

Roger Federer of Switzerland and Juan Carlos Ferrero of Spain shake hands after the semi-finals of the Australian Open in Melbourne, Friday 30 January 2004 . Federer won in straight sets 6-4, 6-1, 6-4.  EPA/JULIAN SMITH / AAP AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Auch Ferrero musste sich Federer geschlagen geben. Bild: EPA AAP

Im Final steht ihm Marat Safin, zu dieser Zeit nur die ATP-Nummer 86, gegenüber. Im ersten Satz geht das Duell mit dem Russen ins Tie-Break, danach holt sich Federer die Sätze 2 und 3 souverän, gewinnt die Australian Open 2004 und wird erstmals die Nummer 1.

Die Highlights des Australian Open Final 2004. Video: YouTube/Australian Open TV

In einem Interview mit der «Berner Zeitung» wird Federer danach gefragt: «Als Nummer 1 werden Sie jetzt von Turnier zu Turnier zum Gejagten. Eine grosse Herausforderung?» Bereits zu diesem Zeitpunkt der Karriere gibt er ganz cool Antwort: 

«Es ist mir sehr wichtig, meine Spitzenposition möglichst lange zu verteidigen. Dass ich jetzt noch mehr der Mann bin, denn jeder schlagen will, ist klar. Als Nummer 1 kann ich nicht weiter nach oben kommen, also muss ich mich fortan über Bestätigungen und Turniersiege freuen.»

Roger Federer berner zeitung

Ohne Trainer, aber mit Erfolg

Der zweite Major-Titel und den Sprung zur Nummer 1 in der ATP-Weltrangliste meistert Roger Federer ohne Trainer. Im Dezember 2003 trennt er sich überraschend von seinem Trainer Peter Lundgren. «Trennung auf dem Höhepunkt» oder «Der Erfolgstrainer muss gehen» lauten die Schlagzeilen in der Schweizer Presse. Federer selbst begründet seine Entscheidung wie folgt: 

«Ich bin nach der Zusammenarbeit mit Peter Lundgren gut gewappnet für die Zukunft. Aber es gibt das Bedürfnis nach einer Neuorientierung im sportlichen Umfeld.»

Roger Federer zur Trennung von Peter Lundgren

Der Schweizer Roger Federer, rechts, zusammen mit seinem Coach Peter Lundgren, links, waehrend einer Trainingspause, aufgenommen am Montag, 25. August 2003, anlaesslich des Grand-Slam Tennisturniers US-Open in Flushing Meadows in Queens/New York. (KEYSTONE/Eddy Risch)

Peter Lundgren und Roger Federer am US Open 2003. Bild: KEYSTONE

«Die Trennung von Peter Lundgren hat auch zum Zweck, mich selbst als Menschen besser kennen zu lernen und weiterzuentwickeln.»

Roger Federer

Eine überstürzte Suche nach einem neuen Trainer ist dann nicht im Sinne von Federer. Erst auf die Saison 2005 verpflichtet der Schweizer einen neuen Trainer, Tony Roche. Er geht also ein Jahr ohne Coach auf die Tour – mit Erfolg. Nachdem er gleich zu Beginn 2004 die Nummer 1 geworden ist, schnappt sich der Schweizer auch die Major-Titel in Wimbledon und New York. Zum Ende der Saison siegte Federer auch am Masters-Turnier. 

Mit diesen Erfolgen baute Roger Federer natürlich auch seinen Vorsprung im ATP-Ranking aus. Dank weiteren Titeln und Grand-Slam-Siegen blieb der Schweizer bis zum 17. August 2008 die Weltnummer 1. Insgesamt stand der «Maestro» ganze 302 Wochen an der Spitze – das ist Rekord. 

Roger Federers Major-Titel – ALLE Grand-Slam-Titel des Schweizer Tennisstars

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