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Neuer Doping-Bericht zeigt: Radsportverband UCI schützte Lance Armstrong

Der Radsportweltverband UCI hat Dopingsünder Lance Armstrong über Jahre geschützt – obwohl er längst unter Verdacht stand. Das hat die Doping-Untersuchungskommission der UCI ermittelt. Der Verband habe Doping über lange Zeit vertuscht.

09.03.15, 08:57 09.03.15, 09:26

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Ein Untersuchungsbericht hat schwere Versäumnisse des Radsport-Weltverbands UCI im Anti-Doping-Kampf festgestellt und wirft der früheren Führung eine Verzugsbehandlung des überführten Lance Armstrong vor. Es gebe «zahlreiche Beispiele», dass der Amerikaner von der UCI «verteidigt» oder «beschützt» worden sei, heisst es in dem 227-seitigen Report der unabhängigen Untersuchungskommission Circ. Diese war von der UCI im Januar 2014 eingesetzt worden.

227 Seiten gegen Lance Armstrong und die UCI. Bild: CHRISTOPHE KARABA/EPA/KEYSTONE

Der Weltverband hatte Armstrong vor gut zwei Jahren wegen Dopingvergehen unter anderem seine sieben zwischen 1999 und 2005 gewonnenen Titel bei der Tour de France aberkannt. «Die UCI befreite Lance Armstrong von Regeln, verpasste es, ihn trotz Verdächtigungen gezielt zu testen und unterstützte ihn öffentlich gegen Dopinganschuldigungen», analysierte die Kommission nun. Allerdings seien keine Belege gefunden worden, dass der heute 43-Jährige für eine mögliche Vertuschung von positiven Tests an die UCI gezahlt habe.

Die umstrittenen Vorgänger des heutigen heutigen UCI-Präsidenten Brian Cookson, der Ire Pat McQuaid und der Niederländer Hein Verbruggen, hatten sich bereits zuvor gegen die Vorwürfe verteidigt. Auch für den heutigen Radsport sieht die Circ aber noch Probleme: «Der Kampf gegen Doping ist noch lange nicht gewonnen.» (aha/dpa)



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Brikne, 20.7.2017
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