Virale Werbung
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bild: Cailler

Cailler macht im Moment die schnellste Werbung. Und deshalb auch die beste

01.04.15, 11:07 28.08.17, 12:12


Menschen sitzen im Bus oder Postauto. Schauen auf die Bildschirme mit der Werbung über ihren Köpfen. Und müssen plötzlich lachen. Denn da ist, nur gefühlte Stunden nach der Verkündigung des umstrittensten Schweizer Bauprojekts dieser Tage: der Turm von Vals aus Schoggi. Genauer aus einer Schoggi, die wir alle seit unserer Geburt erkennen, ein Branchli oder Prügeli oder auch einfach Schoggistängeli. Das ist gute Werbung: Schnell, frech, einfach und total vertraut. Lustig. Sympathisch. Ein paar Tage zuvor: Der Schoggimeteor. Sofortwerbung zum Liken, für Retro-Fetischisten und Newsjunkies.

Man nennt das «Newsjacking», sagt André Hefti, Marketingleiter von Cailler. Neben planbaren Themen wie der Sommerzeit oder Ostern «suchen wir nach tagesaktuellen Themen in den Medien und entscheiden uns für diese am selben Tag». Am nächsten Morgen laufen die neuen Sujets auf den Social Media und auf den Screens im öffentlichen Verkehr. Partner ist die Agentur Jung von Matt, der Zeitdruck ist hoch, Nachtschicht gäbe es deswegen aber keine, versichert Hefti. 

Bild: Cailler

Bild: Cailler

Das Medium macht die Message, im Print oder auf Plakaten wäre dieses Tempo nicht vorstellbar, da müssen aber auch andere Geschichten erzählt werden, eher von ewigen Werten und nicht von spontanen Spinnereien. «Erfolgreiches Marketing heisst heute, nicht nur für die Zukunft zu denken, sondern auch spontan ‹im Heute› zu kommunizieren», sagt Hefti. Carpe diem. Und iss ein Branchli dazu.

Dass die Cailler-Kampagne ihre Zielgruppe findet, zeigen die zahlreichen und vollkommen misslungenen Versuche, die Bewegtwerbung für die sozialen Medien festzuhalten (auf Rücksicht auf die unglücklichen Fotografen verzichten wir hier auf die Wiedergabe). Und es zeigt sich: Je klarer die Sujets, je direkter das Branchli ein erkennbares Einzelding ersetzt (Turm, Meteor, Mond), desto grösser der Erfolg. Metathemen wie die Sommerzeit (ein Branchli im Röckli) funktionieren nicht wirklich. Auch Sportthemen wirken gesucht.  

Ach ja, das beworbene Produkt haben wir bereits getestet, es handelt sich um die limitierten «Caramel salé»-Branchli. Sie sind gut. Aber nicht ganz so gut wie die Werbung dafür. (sme)

Bild: Cailler

Kennst du schon die watson-App?

Über 100'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Hier werden sexistische Werbungen umgedreht

Werbung kann nerven. Das war schon immer so. Denn sie will nur eins: verkaufen. Und wie macht man das? – Logisch, mit Logik! Man tut so, als wäre der Erwerb eines beliebigen Produkts das einzig Logische, um in einer Gesellschaft zu überleben.

In den 1950er Jahren war es logisch, dass Frauen in der Küche Frikadellen brieten und Männer die Kohle nach Hause brachten. Und demnach waren die Männer auch die einzigen, die sich etwas kaufen konnten. Ja, die Logik der 50er hat einen Namen: derber …

Artikel lesen