WM 2014
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Switzerland's national soccer team player Xherdan Shaqiri smiles as he addresses a news conference in Porto Seguro June 13, 2014.   REUTERS/Arnd Wiegmann (BRAZIL  - Tags:  SOCCER SPORT WORLD CUP)

Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

«Nicht wir, die kleine Schweiz»

Shaqiri spürt vor dem Spiel gegen Ecuador keinen Druck und ist sichtlich gut gelaunt

48 Stunden vor dem Anpfiff zum ersten Schweizer WM-Spiel gegen Ecuador ist Xherdan Shaqiri so locker wie immer. Keine Spur vom grossen Druck, der vor allem auch auf ihm, dem Star des Teams, lastet.

So locker, dass er sogar in die Rolle des Journalisten schlüpft und vor den Medien dem Assistenztrainer Michel Pont eine Frage stellt: «Wenn du Ecuador-Trainer wärst, was würdest du den Spielern sagen?» Pont wusste, was er als Ecuador-Trainer täte: «Ich würde der Schweiz zum 2:0 gratulieren.»

Switzerland's Xherdan Shaqiri, right, and Swiss assistant coach Michel Pont, left, talk to journalists during a media conference of the Swiss national soccer team in Porto Seguro, Brazil, Friday, June 13, 2014. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Die letzte Frage an Pont stellte Shaqiri persönlich. Bild: KEYSTONE

Xherdan Shaqiris gute Laune ist ansteckend. Druck hätten die grossen Teams, nicht sie, «die kleine Schweiz», sagt er. Und dann formuliert Shaqiri noch ein ganz spezielles Ziel für diese WM: «Das wichtigste ist, dass wir nach der WM in der Schweiz unser Haus verlassen können und das ganze Land stolz ist auf uns.»

Xherdan Shaqiri, Sie sind der Star der Schweizer, sogar in Brasilien erkennt man Sie.

Xherdan Shaqiri: «Das ist klar, weil ich bei einem grossen Klub spiele. Vielleicht schaut man sogar in Brasilien die Bundesliga. Wenn ich als Fussballer unterwegs bin, kennt man mich als Spieler von Bayern München auf der ganzen Welt. Ich glaube aber nicht, dass die Leute mich hier in Brasilien auf der Strasse erkennen würden, wenn ich privat hier wäre.»

Setzt Sie der Rummel zusätzlich unter Druck?

«Den Druck spürt man als Fussballer immer. Aber den grossen Druck haben die grossen Mannschaften wie Spanien, Frankreich oder Brasilien. Nicht wir, die kleine Schweiz.»

epa04254099 Switzerland's Xherdan Shaqiri talks to journalists during a media conference of the Swiss national soccer team in Porto Seguro, Brazil, 13 June 2014. Switzerland will face Ecuador in their FIFA World Cup 2014 group E preliminary round match on 15 June in Brasilia.  EPA/PETER KLAUNZER

Gute Laune beim kleinen Schweizer. Bild: EPA/KEYSTONE

Aber es wird von Ihnen erwartet, dass Sie das Offensivspiel der Schweiz prägen. Es heisst sogar, das Team wäre von Ihnen abhängig.

«Mit dem Druck muss ich klar kommen. Aber ich sage immer, dass die Mannschaft das Wichtigste ist, denn nur als Kollektiv können wir als Schweiz Erfolg haben. Natürlich gibt es auch bei uns Spieler, die eine Partie entscheiden können. Auch ich bin ein solcher Spieler. Aber dazu brauche ich die Mannschaft. Und wir brauchen alle einen guten Tag, um zu gewinnen.»

Man spricht von der besten Schweizer Mannschaft. Was zeichnet diese aus?

«Wir verstehen uns sehr gut. Es ist eine grosse Harmonie zu spüren. Wir respektieren uns gegenseitig als Menschen. Dieses Team ist eine wirkliche Einheit. Deshalb klappt auch das Zusammenspiel auf dem Platz sehr gut.»

Und wie sieht nun gegen Ecuador der perfekte Start ins WM-Turnier aus?

«Ganz einfach: Wir gehen auf den Platz, gewinnen und am Ende sind alle gesund. Das ist das Allerwichtigste: Dass alle gesund bleiben. Ansonsten ist es schwierig, zu sagen, welche Gedanken man hat. Ich habe schon im Kopf, wie ich spielen möchte. Aber meistens ist es so, dass es eben nicht läuft, wie man sich das vorgestellt hat. Dann ist es nötig, dass man fähig ist, mit Instinkt und aus dem Bauch heraus zu agieren.» (si/qae)



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Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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