Waffen

Ostermarsch: Friedensweg am Bodensee fordert Ende von Waffenexporten

06.04.15, 15:37 06.04.15, 16:04

Mehr als 600 Menschen haben sich am Ostermontag im österreichischen Bregenz zum Internationalen Bodensee-Friedensweg versammelt.

Auf Transparenten forderten die Aktivisten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz ein Ende von Waffenexporten und einen humanen Umgang mit Flüchtlingen. 

Der Ostermarsch stand dieses Jahr unter dem Eindruck der Konflikte in der Ukraine und Syrien und fand zum Thema «Krieg ächten – Frieden schaffen» statt. Traditionell richtet sich die Veranstaltung gegen die Zuliefererbetriebe der Rüstungsindustrie, die um den Bodensee angesiedelt sind.

Die Kundgebungsteilnehmer versammelten sich um 11 Uhr am Bahnhof von Bregenz und wanderten durch die Stadt und dem Bodensee entlang in Richtung Festspielhaus. Unter den Teilnehmern waren zahlreiche Familien mit Kindern.

Höhere Beteiligung

Bei der Schlusskundgebung sprachen der Journalist Andreas Zumach und die Präsidentin des Internationalen Versöhnungsbunds Davorka Lovrekovic zu den rund 600 Menschen. Laut den Organisatoren haben seit der ersten Ausgabe im Jahr 2009 noch nie so viele Menschen am Internationalen Bodensee-Friedensweg teilgenommen. Die Organisatoren erklärten die höhere Beteiligung mit der zunehmend unsicheren Weltlage.

Zur Kundgebung hatten nach Angaben der Veranstalter rund 60 Organisationen aufgerufen. Dazu zählen Amnesty International, der Schweizerische Friedensrat, die Evangelisch-reformierte Kirche des Kanton St.Gallen und die internationale katholische Friedensbewegung Pax Christi. (dhr/sda)

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wie «Zwinglis Helm» eine katholische Trophäe wurde

Der Eisenhelm in der Sammlung des Schweizerischen Nationalmuseums soll einmal das Haupt des sterbenden Ulrich Zwingli (1484-1531) geschützt haben. Belege für die tatsächliche Herkunft dieser katholischen Trophäe gibt es aber nicht.

Zahlen haben eine hohe Glaubwürdigkeit und Geburtstage von Menschen, Ereignissen und Dingen feiern wir. Welchen Geburtstag, welche Zahlen können wir als Fixpunkt in der Überlieferung und dabei für die Echtheit eines Eisenhuts ins Feld führen, der als «Zwinglis Helm» in die Geschichte eingegangen ist? 

Das Design des Eisenhuts legt ein Alter von rund 500 Jahren nahe. Eine Materialanalyse könnte es präziser bestimmen. Wissen möchten wir aber vor allem, ob der Helm tatsächlich einmal dem …

Artikel lesen