Wallis
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Zehn pädophile Priester im Wallis identifiziert



Im Bistum Sitten sind nach einem Aufruf der Schweizerischen Bischofskonferenz vor einem Jahr rund zehn pädophile Priester identifiziert worden. Bischof Jean-Marie Lovey bat die Opfer um Vergebung.

Die Übergriffe ereigneten sich zwischen den 1950er- und den 1990er- Jahren, wie Radio Rhône FM am Mittwoch berichtete. Die Fälle sind mittlerweile verjährt.

Drei der Priester leben heute noch. Identifiziert wurden die Priester aufgrund von Zeugenaussagen von rund zehn Opfern, die sich beim Bistum Sitten letztes Jahr gemeldet haben.

Laut Gérard Falcioni, einem der Opfer, sind die Zahlen jedoch weit von der Realität entfernt. Er habe allein im Wallis rund 50 Opfer getroffen, sagte Falcioni dem Radiosender. Viele der Betroffenen wollten aber nicht öffentlich über das Erlebte sprechen.

Falcioni ist zudem der Ansicht, dass die Kirche die pädophilen Priester gedeckt hat, indem diese beispielsweise in andere Kirchgemeinden versetzt worden seien. Frühere Bischöfe hätten von all dem gewusst, aber nichts dagegen unternommen.

Der amtierende Bischof Jean-Marie Lovey zeigt sich hingegen überzeugt, dass ihm seine Vorgänger nichts verschwiegen haben. Versetzungen seien damals üblich gewesen, um sicherzustellen, dass ein fehlbarer Priester nicht mehr in Kontakt mit Kindern kommen könne. So habe man versucht, Rückfälle zu verhindern.

Gesamtschweizerisch wurden der Schweizerischen Bischofskonferenz zwischen 2010 und 2016 rund 220 Fälle von sexuellem Missbrauch gegenüber Kindern und Jugendlichen durch katholische Ordensleute gemeldet. Die Fälle im Wallis dürften in der Statistik von 2017 erscheinen, die noch nicht publiziert wurde. (sda)

Exorzismus in der Schweiz

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Video: watson/SDA SRF

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gavi 06.01.2018 15:23
    Highlight Highlight Das Schlimmste, nein, das Allerschlimmste: diese Schweine werden versetzt und kommen nie ins Gefängsnis. Diese Kohlensäcke wischen alles unter den Teppich und nach einer Beichte kann ein anderer Pädopfarrer diese Typen von ihrer Sünde lossprechen.
    Ego te absolvo!! und die Sache ist vom Tisch!!
    Ich bin vor 50 Jahren ausgetreten und habe es nie bereut.
    Diesem Klub wollte ich nie angehören.
  • chäsli 05.01.2018 11:44
    Highlight Highlight Die kath. Kirche ist und bleibt unbelehrbar, das Zölibat bleibt uns somit alles beim alten. Der einzige Ausweg, so viele Menschen wie möglich austreten aus dieser Kirche.
  • Iko5566 04.01.2018 13:24
    Highlight Highlight Liebe „Journis“ beginnt doch bitte die Begriffe Pädophilie, Pädosexualität, Hebephilie etc. zu unterscheiden. Ist besonders bei Pädophilie und Pädosexualität ein nicht ganz unbedeutender Unterschied. Merci
    • Gavi 06.01.2018 15:17
      Highlight Highlight Sagen Sie das mal den Missbrauchten. Denen sind solche Spitzfindigkeiten egal.
  • Mandra 04.01.2018 12:33
    Highlight Highlight Immerhin wird es mehr oder weniger sachlich diskutiert.... will mir nicht vorstellen wie im forum diskutiert würde wären es immer wieder islamische predeiger.
  • andrew1 04.01.2018 11:55
    Highlight Highlight Ich bin entsetzt. Nur 10 priester? Kaum zu glauben. Ich gehe allerdings von einer hohen dunkelziffer aus da dies früher schlicht nicht ernstgenommen wurde.
  • Waldorf 04.01.2018 08:42
    Highlight Highlight Weiss irgendjemand wie es dazu kommt, dass so viele pädophile gerade im kirchlichen Umfeld anzutreffen sind? Thesen? Muss ja Gründe haben. Ansonsten müsste man den verschiedenen Kirchen (Missbrauch kommt oft auch in anderen Glaubensgemeinschaften vor) schon fast eine bösartige Systematik unterstellen.
    • Wald Gänger 04.01.2018 09:07
      Highlight Highlight In der Kirche arbeitet man mit Kindern, ergo zieht sie Pädophile an. Ausserdem dürfte es sich rumgesprochen haben bzw. schon lange bekannt sein, auch unter Pädophilen, dass die Kirche solche Fälle aufgrund struktureller Unzulänglichkeiten unter den Teppich kehrt bzw. deckt.
    • türülüü 04.01.2018 11:22
      Highlight Highlight Ich empfehle dir die Dokumentation "hinter dem Altar" von John Dickie
      https://www.srf.ch/sendungen/dok/hinter-dem-altar
      Dort sagt ein Psychiater, dass durch den frühen Eintritt ins Priesterseminar und das dort völlige Ausblenden der Sexualität, die angehenden Priester in einer "jugendlichen" Sexualität verharren und sie sich somit in dieser Beziehung zu Kindern und Jugendlichen hingezogen fühlen.
    • Waldorf 04.01.2018 17:07
      Highlight Highlight türülüü, danke. Dann kann auch eine Tabuisierung im Kindesalter eventuell schon seinen Teil dazu beitragen?
  • Matrixx 03.01.2018 21:59
    Highlight Highlight Ach. Drei Ade Marias und den Priestern ist vergeben.
    Ich glaube, so irgendwie läuft das mit dem Busse tun, oder?

    In letzter Zeit häufen sich solche Nachrichten weltweit...
    • mogad 04.01.2018 10:17
      Highlight Highlight Ade Maria ist gut. Ein Freudscher? Passt aber!
    • Matrixx 04.01.2018 11:06
      Highlight Highlight Definitiv ein Freudscher Verschreiber.
      Sollte Ave Maria heissen. 🤦‍♂️
  • Echo der Zeit 03.01.2018 19:37
    Highlight Highlight "Versetzungen seien damals üblich gewesen, um sicherzustellen, dass ein fehlbarer Priester nicht mehr in Kontakt mit Kindern kommen könne. So habe man versucht, Rückfälle zu verhindern" Einfach Unglaublich - Versetzung ist wohl besser als eine Anzeige. Jo Jo, in der Kirche sind ja alle so Angestrengt Moralisch.
  • FrancoL 03.01.2018 19:29
    Highlight Highlight Ich habe den Satz 3 x lesen müssen:
    Der Bischof sagt:
    "Versetzungen seien damals üblich gewesen, um sicherzustellen, dass ein fehlbarer Priester nicht mehr in Kontakt mit Kindern kommen könne. So habe man versucht, Rückfälle zu verhindern"
    Also heisst dies nichts anderes als dass man eine strafbare Tat gedeckt hat und sogar sich bewusst war dass beim nächsten Kontakt mit Kindern dieser Tatbestand nochmals anfallen könnte.
    Für wie dämlich hält dieser Bischof uns alle, wenn er dieses Vorgehen mit der Deckung eines klaren Straftatbestandes intern regeln will?
    Rücktritt ist das Mindeste.
    • mogad 04.01.2018 08:18
      Highlight Highlight Schlimmer als ein Straftatbestand. Jahrtausendelang hat die Kirche die Menschen, besonders die Frauen (entweder Heilige und keusch oder Hure, Sex nur in der Ehe, wenn der Mann es will) mit ihrer "Sexuallehre" terrorisiert. Bischof Huonder sagt heute noch, geschiedene, Wiederverheirateten müsse die Kommunion verweigert werden. Während viele Geistliche Kinder sexuell missbrauchen. Dann sagen sie, sie seien "verführt" worden. Sie hätten gebetet und Gott habe ihnen verziehen. Der Teufel lacht sich kaputt und Gott hat hoffentlich bald genug von diesem Bodenpersonal.
    • Echo der Zeit 04.01.2018 11:40
      Highlight Highlight @AMU - Sry - Sie vergleichen hier zwei völlig verschiedene Sachen. Sie können gerne selber nachforschen in wie vielen Fällen die Kirche Sexualstraftäter geschützt hat - Die Kirche als Moralische Instanz das ich nicht Lache. Arroganz des Humanismus - Ja man kann auch wieder zurück und die Vergewaltigten Frauen mit Gottes Segen als Hexen auf dem Scheiterhaufen Verbrennen - hat die Kirche je für ihre Gräueltaten für Vergebung gebietet - Nur vor Gott nicht vor dem Rechtsstaat - Zum Glück hat sich die säkulare Gesellschaft durchgesetzt.
    • FrancoL 04.01.2018 12:12
      Highlight Highlight @AMU; Ach so und dann wussten wir also von diesen internen Vorfällen bestens Bescheid und natürlich brauchen sich die erniedrigten Menschen (meistens Kinder) nicht zu scheuen dies auch anzuprangern denn es ist ja alles bekannt und klar geregelt, die Bestrafung vollzogen.
      DIESE Arroganz von Ihnen und Konsorte sollte tatsächlich abgetrieben oder ausgetrieben werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • flv 03.01.2018 19:12
    Highlight Highlight Schafft doch endlich dieses bescheuerte Zölibat ab! Vielleicht würde das ja helfen, den Trieb auf verantwortungsvollere Weise zu befriedigen...
    • Wald Gänger 04.01.2018 09:06
      Highlight Highlight Es ist eine der sonderbareren Vorstellungen, dass die Pädophilie von Priestern mit dem Zölibat zu tun hat.
      Wenn Sie, sagen wir mal zwei Jahre lang, keinen Sex haben könnten: Würden Sie dann plötzlich auf Kinder scharf?
      Bei einem psychisch gesunden Priester würde der Triebabbau einfach über Prostituierte oder eine Geliebte stattfinden, jedenfalls über Erwachsene.
    • mogad 04.01.2018 10:19
      Highlight Highlight @Waldgänger. Oder das Samenpäckli der Priester findet im Schlaf seinen Gang aus dem Körper. Nach dem Motto: Den Seinen nimmts der Herr im Schlaf.
    • flv 04.01.2018 13:22
      Highlight Highlight @waldgänger: Ich gebe dir zwar Recht, dass Pädophilie grundsätzlich nicht viel mit dem Zölibat zu tun. Trotzdem kann ich mir nicht anders erklären, dass Pädophilie unter katholischen Priester so häufig vorkommt. Von protestantischen Pfarrern, die sich an Kinder vergehen, hört man deutlich seltener.
  • Gegu 03.01.2018 18:50
    Highlight Highlight für sowas sollte es keine Verjährung geben!
  • Kong 03.01.2018 18:11
    Highlight Highlight Durch Versetzungen lassen sich Rückfälle verhindern... Eine interessante These die mit Roms Segen bestimmt auch auf andere Serientäter (Betrüger, Diebe, Mörder) angewendet werden könnte. Klerikale Weisheiten die weltlich Rückständigen (die z.B. ein Strafgesetzbuch zu kennen dachten) weiterhilft.
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