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Selbst Schnee kann die Trump-Fans nicht abhalten. Bild: AP/The Grand Rapids Press

Good bye, Pax Americana! Eine neue Welt mit starken Männern entsteht

Liberalismus und Freihandel haben die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt. Jetzt kommt die Zeit der starken Männer und des Protektionismus.

03.01.17, 16:15 04.01.17, 03:21

Als eine seiner ersten Amtshandlungen will Donald Trump einen Strafzoll in der Höhe von fünf bis zehn Prozent installieren. Das besagen jüngste Gerüchte aus Washington. Der gewählte Präsident will dabei auf den mühseligen Umweg durch Abgeordnetenhaus und Senat verzichten und die Massnahme mit einer sogenannten «executive order» direkt umsetzen.  

Donald Trump mit Ehefrau Melania an der Silvesterparty in seinem Hotel in Mar-a-Lago in Palm Beach (Florida). Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Dazu passt, dass Trump als neuen US-Handelsrepräsentanten Robert Lighthizer ernennen will. Dieser gilt als überzeugter Protektionist und hat schon in der Regierung von Ronald Reagan an vorderster Front gegen japanische Importe gekämpft.  

Die Protektionisten erobern das Weisse Haus

Bereits vor Weihnachten hatte Trump als Chef der nationalen Handelsdelegation Peter Navarro vorgeschlagen. Der Titel seines Buch «Death by China» spricht für sich selbst. Schliesslich wird mit dem Milliardär Wilbur Ross als Minister ein Mann die US-Handelspolitik bestimmen, der als entschiedener Gegner des Nafta und der anderen Freihandelsverträge gilt.  

Alles deutet darauf hin, dass nicht nur der freie Handel vor die Hunde geht. Die Ära der Pax Americana neigt sich dem Ende zu. Darunter versteht man die liberale Weltordnung unter der Schirmherrschaft der Vereinigten Staaten seit dem Zweiten Weltkrieg.

Der UN-Sicherheitsrat tagt. Die Vereinten Nationen sind ein wichtiger Bestandteil der Pax Americana. Bild: JASON SZENES/EPA/KEYSTONE

Im Kalten Krieg sah diese Weltordnung wie folgt aus: Um die Sowjetunion in Schach zu halten, stationierten die Amerikaner Truppen in Europa und in Teilen von Asien. «Unter diesen Rahmenbedingungen wuchs die gegenseitige Abhängigkeit, und zwar wirtschaftlich, sozial und ökologisch», stellt der Harvard-Politologe Joseph Nye in «Foreign Affairs» fest. «Um 1970 war die wirtschaftliche Globalisierung wieder auf dem Stand, den sie vor dem Ersten Weltkrieg bereits erreicht hatte.»  

Die Finanzkrise brachte die Wende

Die Länder, die sich unter den amerikanischen Schild begaben – Westeuropa, Japan und Südkorea –, genossen mehr als ein halbes Jahrhundert Frieden und Wohlstand. Nach dem Fall der Berliner Mauer suchten vermehrt auch Schwellenländer den Schutz der Pax Americana. In den Neunzigerjahren zweifelte niemand daran, dass die USA für längere Zeit die unbestrittene Supermacht der Welt sein würden.  

Mehr als ein Machtwechsel: Der gewählte und der noch amtierende US-Präsident im Weissen Haus. Bild: KEVIN LAMARQUE /REUTERS

Seit der Finanzkrise schwindet der Glaube an die USA. Als Thailand, Südkorea und Indonesien 1998 in eine schwere Krise gerieten, mussten sie sich von US-Ökonomen Belehrungen in Sachen «crony capitalism» (Vetterliwirtschaft) anhören und brutale Reformen über sich ergehen lassen.  

Als 2008 der Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers beinahe das Finanzsystem zum Einbruch brachte, warfen die US-Notenbank und die Europäische Zentralbank die Notenpresse an und halfen den Banken aus der Patsche. Diese Lektion in Sachen Doppelmoral hat man in Asien nicht vergessen.  

In den Schwellenländern wächst der Frust

In verschiedenen Schwellenländern hat der Ruf der Pax Americana ebenfalls gelitten. «Seit Jahren äussern verschiedene Länder – darunter Brasilien, Indien, Südafrika und die Türkei – ihren Frust mit den bestehenden Regeln», stellt Michael Mazarr ebenfalls in «Foreign Affairs» fest.  

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Gleichzeitig gibt es im 21. Jahrhundert eine Alternative zu Liberalismus und Marktwirtschaft. Wladimir Putin wird nicht nur in Russland bewundert. Auch in China (Xi Jinping), Indien (Narendra Modi), in der Türkei (Recep Erdogan), auf den Philippinen (Rodrigo Duterte) und in Ungarn (Viktor Orban) sind «gelenkte Demokratien» entstanden. Darunter versteht man einen autoritären Staatskapitalismus mit starken Männern an der Spitze.  

Donald Trump ist nicht nur ein bekennender Putin-Fan. Er hat auch eine Neigung zum Protektionismus und eine Abneigung gegen NATO und UNO. Die Pax Americana dürfte dies wohl kaum überleben. Wie aber eine Welt funktionieren soll, wenn sie von nationalistischen Machos beherrscht wird, ist völlig ungewiss.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Soli Dar 06.01.2017 06:12
    Highlight USA haben in 231 Jahren seit ihrer Gründung, insgesamt 219 mal selbst Krieg geführt, militärisch interveniert oder waren in kriegsähnliche Handlungen verwickelt, beispielsweise über eine Geheimdienstbeteiligung an Terroranschlägen, Putsch- und Umsturzversuchen auf dem Territorium eines anderen Staates. Dabei wurde die USA kein einziges Mal selbst angegriffen. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges, von 1946 bis heute haben die Kriege der US-Regierung fast 7 Millionen (andere schätzen 20-30Mio Tote) Menschen das Leben gekostet.
    2 0 Melden
  • rodolofo 04.01.2017 22:26
    Highlight Der Staatskapitalismus Philippinischer Prägung existiert seit der Marcos-Diktatur, ist also keine Erfindung von Duterte. In diesem Feudalistischen System beherrscht die Familie des Diktators zusammen mit Günstlingen und dem Militär Staatliche Monopole.
    Nach einem Aufstand breiter Bevölkerungskreise, zusammen mit der Katholischen Kirche kam mit dem Aquino-Clan ein rivalisierendes Oligarchen-Netzwerk an die Macht, ohne dass sich deswegen die Strukturen wirklich änderten.
    Marcos war wie Tschautschesku.
    Die Philippinen ähneln also Rumänien, oder dem heutigen Russland.
    Das ist die "Dritte Welt"...
    3 0 Melden
  • tinmar 04.01.2017 10:39
    Highlight Alles nur halb so wild. Auch Trump wird nicht die NATO aufkündigen und sich von Europa abwenden.
    12 3 Melden
  • R&B 04.01.2017 08:50
    Highlight @Philipp Löpfe: Wiederum ein bereichernder Artikel von Ihnen.

    Wiederum bereichernde Diskussion in den Kommentarspalten.

    ABER: die Herzchen und Blitze können ohne Programmierkenntnisse kinderleicht manipuliert werden.

    Bitte bringt dies endlich in Ordnung. Wenn dies technisch zu aufwändig ist, dann schaltet diese Funktion besser ab. Ansonsten leidet die Qualität der Kommentarspalten.
    40 30 Melden
    • R&B 05.01.2017 08:33
      Highlight @Watson:
      @Philipp Löpfe:
      Schade, dass ich hierzu keine Antwort erhalte.
      31 2 Melden
    • stan1993 05.01.2017 09:55
      Highlight Das liegt nicht am manipulieren, die Kommentarschreiber sind einfach sehr selten deiner Meinung..
      2 33 Melden
    • R&B 05.01.2017 13:13
      Highlight @stan1993: ja klar.... du Troll
      2 3 Melden
  • m. benedetti 04.01.2017 00:12
    Highlight Während die Kapitalsammelbecken bald nicht mehr wissen, wohin sie mit ihrem vom Staat und den Menschen gestohlenen Buchgeldern hin sollen, verliert die Mittelschicht mehr und mehr an Boden. Der amerikanische Traum ist längst Geschichte und der König steht momentan ohne Kleider da. Die Zukunft wird multipolar und das US-Imperium wird über kurz oder lang verschwinden. Dass sich die Menschen wieder lokal besinnen und überschaubare Verhältnisse wünschen, ist letztlich das Werk eines überbordenden Kapitalismus und deren gierigen Protagonisten.
    27 5 Melden
    • Fabio74 04.01.2017 10:09
      Highlight @stipps Komm endlich in der Realität an. Die meisten Länder sind nun mal nicht links regiert. Also liegt die Verantwortung nun mal nicht bei den Linken.
      Vielleicht solltest du mal aufhören der SVP nachzuplappern
      20 10 Melden
    • Saraina 04.01.2017 16:22
      Highlight Sozis und offene Grenzen in den USA? In welchem Universum wäre das?
      9 1 Melden
    • Fabio Kunger 04.01.2017 17:52
      Highlight @Stipps: 62 Menschen besitzen soviel wie die ärmsten 3.5 Milliarden Menschen. Das ist das Ergebnis der westlichen Rechtspolitik.
      11 2 Melden
    • Soli Dar 04.01.2017 19:10
      Highlight @Stipps, Grenzen dicht machen ist nun wirklich eine rechtspopulistische Symbolpolitik und reine Symptombekämpfung!
      4 1 Melden
  • http://bit.ly/2mQDTjX 03.01.2017 21:43
    Highlight Nachdem die Pax Americana vorüber geht, sollten wir uns eine neue Weltordnung überlegen.

    Im Mittelalter folgten Jahrzehnte von Zerstörung, Chaos und Krieg, als die Radikalen Luther und Calvin zu Krieg aufstachelten und die Protestanten auf die Strasse gingen.

    Und endlich der Westfälische Frieden:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Westf%C3%A4lischer_Friede

    Nachdem nun Reformatoren wie Trump auf die Pauke hauen, die Welt aufmischeln und scharenweise Protestanten aufwiegeln, sollten wir vielleicht den Krieg etc. gleich auslassen, vorspulen, und uns den Westfälischen Frieden zum Vorbild nehmen.
    22 2 Melden
    • ThomasHiller 03.01.2017 23:58
      Highlight In Deutschland sollten wir es besser wissen - trotzdem würden ca. 12% die rechtsradikale und fremdenfeindliche AfD wählen.
      Ich fürchte also, aus deinem Traum wird nichts - leider.
      10 8 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 04.01.2017 02:00
      Highlight Ja, in Deutschland bewegt die Reformatorin Frauke Petry die Massen von Protestanten auf die Strasse. Die versammeln sich vor den Kirchen und schreien "Lügenpresse!".

      Die Kleriker können's kaum fassen. Die empören sich in den Medien und schreien zurück: "Fakenews!"

      Als ob jemand die Wahrheit für sich gepachtet hätte. Wie bei Luther und Calvin geht's offenbar wieder nur um die Frage, wem die Wahrheit gehört.

      Im Westfälischen Frieden fanden die Hitzköpfe eine (für damalige Verhältnisse) gerechte Lösung. Wir könnten es als Blaupause nehmen und wieder so tun.
      10 2 Melden
    • Fabio74 04.01.2017 10:11
      Highlight @Stipps um welche Abstimmung handelt es sich? Falls du die Wahlen meinst, fragt sich warum du Nazis an der Macht haben willst?
      10 7 Melden
    • ElendesPack 04.01.2017 11:45
      Highlight Nazis...ja, klar. Nur nie in Gefahr laufen, mal einen schwächeren Begriff zu verwenden.
      6 9 Melden
    • ThomasHiller 04.01.2017 15:30
      Highlight @ElendesPack: Ist mir wurscht, wie das einer nennt. Ob "Neue Rechte", "Nazi", "Neonazi" oder "Faschist", von Menschen, die nur lügen, heucheln, hetzen und auf Minderheiten rumtrampeln kann man nichts Gutes erwarten.
      Heute mögen es Muslime sein, die das Feindbild der AfD prägen, morgen vielleicht Juden, dann Schwule, Lesben und danach ? Liberale ? Christen ? Linke ? Grüne ? Irgendeine Gruppe findet sich immer, diese Leute brauchen ein klares Feindbild, das ist ihre einzige Existenzbegründung. Mir macht das Angst, nach wie vor weit mehr als Terroristen.
      6 3 Melden
    • ThomasHiller 04.01.2017 15:35
      Highlight @Lorent Patron: So relativ ist die Wahrheit nicht. Sie orrientiert sich an den Fakten, an den tasächlichen Ereignissen, an der Realität.
      Dazu kann man verschiedene Meinungen haben, sie unterschiedlich interpretieren, am Ereignis selbst ändert sich nichts.
      Das Ereignis ändert sich nur in der Wahrnehmung, wenn man es unwarheitsgemäß wiedergibt.
      Und da sind jene wie Trump, Putin, die AfD und heutzutage viele sehr gut drin, deshalb nennt man es zutreffend postfaktisch.
      Ich höre nur noch, was ich hören will, die Realität interessiert mich nicht mehr .... ganz toll und ganz angsteinflösend!
      2 2 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 04.01.2017 16:42
      Highlight Thomas: Ähnlich argumentierten vermutlich auch die Kleriker im Mittelalter gegen die Protestanden wie Luther und Calvin. Sie wollten es nicht wahrhaben.

      "Postfaktisch" kann man so (wie du) oder anders interpretieren. Kurz:

      1. Wahrheit ist relativ:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Relativismus

      2. Es gibt nicht eine sondern viele Wahrheiten (soviele wie Erfahrungen):
      https://de.wikipedia.org/wiki/Perspektivismus

      3. Es ist eine Frage des Standpunkts,
      https://de.wikipedia.org/wiki/Standpunkt-Theorie

      4. ob und wie man eine Nachricht versteht:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Seiten-Modell
      2 0 Melden
    • ThomasHiller 04.01.2017 20:54
      Highlight Ich glaube kaum, daß die Aussagen von Leuten wie Trump, Putin, Erdogan oder Petry auch nur andeutungsweise an diese Betrachtungsmodelle herankommen, da sie zu einem nicht unerheblichen Teil Wahrheiten mit Unwahrheiten verknüpfen.

      Ansonsten sind das auch nur Perspektiv- bzw. Betrachtungsmodelle. Bevor man zu denen kommt, sollte man unphilosophisch die Ereignisse betrachten, vergleichbar einem Informationsjournalisten.
      1 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.01.2017 01:37
      Highlight Das ist dein Glauben, Thomas.

      Ich meinerseits glaube allerdings, dass Trump, Putin, Erdogan, Petry usw. nicht wie du glauben, dass sie Wahrheiten mit Unwahrheiten verknüpfen. Die glauben doch eher, dass das alles wahr sei, was sie sagen.

      In diesem Sinne besteht vermutlich nur eine Inkongruenz zwischem dem, was diese Leute sagen (was der Sender an Inhalt schickt), und dem, was bei dir ankommt (was der Empfänger an Inhalt versteht). Empfangene Unwahrheiten können beim Sender wahr sein, umsomehr sich gesendeter mit empfangenen Inhalt nicht deckt. Das wäre dann nur ein Kommunikationsproblem.
      1 0 Melden
    • ElendesPack 05.01.2017 08:13
      Highlight Hiller: Wenn Du völlig unsachgemäss beliebig Leute als Nazis bezeichnest, bist Du genauso postfaktisch unterwegs wie Du es diesen Leuten vorwirfst. Wer beim politischen Gegner nicht differenzieren kann, sagt ebenso die Unwahrheit.
      Auch dass Du pauschal all den von Dir Genannten Lüge vorwirfst, obwohl x Aussagen gerade von Putin und Petry nachweislich richtig sind, ist "postfaktisch" und in seiner Pauschalität schlicht unwahr.
      3 1 Melden
    • ThomasHiller 05.01.2017 10:46
      Highlight Du meinst so richtig, wie die russischen Soldaten, die nur in der Ostukraine "Urlaub" machen ?
      0 1 Melden
    • ElendesPack 05.01.2017 12:50
      Highlight Willkürliche Falschaussagen herauspicken und dann pauschalisieren ist ebenfalls eine Unwahrheit. Ohnehin fällt es auf, dass sowohl rechts als auch links den Begriff der Wahrheit immer sehr selektiv im Rahmen ihres eigenen Weltbildes verwenden. Das gilt auch für die Medien, die heute grösstenteils keinen Berichtsjournalismus sondern weitestgehend Meinungsjournalismus verbreiten, was an sich schon die Gefahr der Unwahrheit birgt.
      1 1 Melden
    • ThomasHiller 05.01.2017 14:56
      Highlight Und gibt es für die letztere Aussage zum "Meinungsjournalismus" auch Beweise ?
      Was dem "Postfaktischen" fehlt ist die Objektivität, also die Befähigung, einen Sachverhalt unabhängig und ohne Beinflussung wiederzugeben.
      Davon sind Leute wie Trump und Erdogan, genauso wie ein (Groß- ?)Teil der AfD weit entfernt. Das macht deren Vortrag nicht an sich zur Lüge, das Abwägen eines "Für" und "Wider" geht dabei aber verloren. Das kann innerhalb gewisser Grenzen zulässig sein - innerhalb der politischen Auslegung auch notwendig - findet aber dort seine Grenzen, wo man der Lüge nahe kommt.
      0 0 Melden
    • ElendesPack 05.01.2017 16:55
      Highlight Beweise zum Meinungsjournalismus: Eigne Dir Medienkompetenz an und lies dann die heutige Berichterstattung über x Ereignisse, suche die wertenden Adjektive oder Nomen und die subjektiven Aussagen und Interpretationen, die in scheinbaren Berichten enthalten sind.
      Ah ja, viel Spass dabei.
      Zum zweiten Abschnitt kann ich Dir zustimmen, abgesehen davon, dass Du dabei die andere politische Richtung ausklammerst, die sich genau der selben Instrumentarien bedient.
      0 0 Melden
    • ThomasHiller 05.01.2017 23:24
      Highlight Du meinst die linke politische Richtung ? Klar, da gebe ich dir ebenfalls recht. Aber die war ja hier nicht Thema ;)
      0 0 Melden
    • ElendesPack 06.01.2017 08:34
      Highlight Womit Du auch wieder Recht hast.
      0 0 Melden
  • atomschlaf 03.01.2017 21:13
    Highlight Angesichts der vielen Kriege, die die Amis schon angezettelt haben, sollte der Begriff "Pax Americana" längst nicht mehr verwendet werden...
    55 12 Melden
    • R&B 04.01.2017 11:42
      Highlight Berggurke:
      Tatsächlich kann sagen, dass es so etwas wie die "Pax Americana" gibt. Die Zeit seit dem 2. WK ist die friedlichste, die die Menschheit seit hunderten, wenn nicht gar tausenden von Jahren erlebt hat. Dies fühlt sich natürlich wegen der immer besseren Verfügung von Informationen nicht so an, ist aber tatsächlich so.
      "Pax americana" ist ein an die "pax romana" angelehnter Begriff und dieser beschreibt wiederum nichts anderes, als das ein Imperium (Rom) in seinem Einflussbereich für relative Stabilität sorgt. Das heisst aber nicht, dass es in der Peripherie keine Kriege mehr gibt...
      5 6 Melden
    • Soli Dar 04.01.2017 19:16
      Highlight Na ja, wenn man 20-30 Mio. durch die USA, direkt oder indirekt, ermordete Menschen als 'relativ friedlich' bezeichnet dann gute Nacht...
      3 3 Melden
    • R&B 05.01.2017 08:31
      Highlight @Soli Dar: Mit Ihrem Kommentar haben Sie sich gerade selber als unseriösen Diskussionspartner disqualifiziert. Gute Nacht...
      1 4 Melden
    • Soli Dar 05.01.2017 21:37
      Highlight USA haben in 231 Jahren seit ihrer Gründung, insgesamt 219 mal selbst Krieg geführt, militärisch interveniert oder waren in kriegsähnliche Handlungen verwickelt, beispielsweise über eine Geheimdienstbeteiligung an Terroranschlägen, Putsch- und Umsturzversuchen auf dem Territorium eines anderen Staates. Dabei wurde die USA kein einziges Mal selbst angegriffen. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges, von 1946 bis heute haben die Kriege der US-Regierung fast 7 Millionen (andere schätzen 20-30Mio Tote) Menschen das Leben gekostet.
      3 1 Melden
    • R&B 06.01.2017 08:41
      Highlight @Soli Dar: Man kann die Fakten auch verdrehen. Oh je.... Das ist absoluter Humbug, den Sie hier schreiben. Beweisen Sie es mit Ereignissen.
      1 1 Melden
  • Dusel 03.01.2017 20:06
    Highlight Starke Männer? Ein kleiner Russe der mit Geheimdienstmethoden hantiert, machtbesessen ist und komplexe hat wegen seiner Grösse?... Dazu ein 70 jähriger alter, dicker, ignoranter Mann der sich vor dem Vergessen werden fürchtet? Ich wüsste nicht was daran stark sein soll... Und die Lemminge folgen ihren Königen in den Abgrund, weil sie selber nicht denken wollen oder können...
    34 47 Melden
  • FancyFish 03.01.2017 19:38
    Highlight "Die Ära der Pax Americana neigt sich dem Ende zu. Darunter versteht man die liberale Weltordnung unter der Schirmherrschaft der Vereinigten Staaten seit dem Zweiten Weltkrieg."

    Lieber Löpfe, findest du das etwa gut? Und wenn ja, was und wie viel bekommst du von den Amis?
    14 45 Melden
    • R&B 04.01.2017 08:21
      Highlight @FancyFish: Was daran soll bitte schlecht sein? Lieber FancyFish, was und wie viel bekommst du von Putin?
      8 15 Melden
  • Stachanowist 03.01.2017 19:37
    Highlight "Pax Americana" - zu Deutsch: Amerikanischer Frieden.

    Etwas zynisch, angesichts der Angriffskriege in Vietnam und Irak mit Millionen Toten von einer "Pax Americana" zu sprechen. Das Schlagwort des Amerikanischen Friedens ist ein im Kalten Krieg popularisierter US-amerikanischer Propagandabegriff und ein Euphemismus, der meines Erachtens in einer sachlichen Analyse zumindest kritisch hinterfragt werden sollte.
    68 16 Melden
    • _kokolorix 03.01.2017 21:18
      Highlight Das ist natürlich nur aus europäischer Sicht ein friedlicher Abschnitt der Geschichte, aber im Zeichen des Nationalismus darf man ja den Rest der Welt ausklammern und nur an sich selber denken...
      15 6 Melden
    • Luca Brasi 03.01.2017 22:22
      Highlight Zur Verteidigung des Begriffs "Pax Americana": Der Begriff lehnt sich auch an den älteren Begriff "Pax Romana" und war diese Zeitepoche durchwegs friedlich? Das zweite Wort ist entscheidend. ;)
      20 0 Melden
    • Berggurke 03.01.2017 22:36
      Highlight Tatsächlich kann sagen, dass es so etwas wie die "Pax Americana" gibt. Die Zeit seit dem 2. WK ist die friedlichste, die die Menschheit seit hunderten, wenn nicht gar tausenden von Jahren erlebt hat. Dies fühlt sich natürlich wegen der immer besseren Verfügung von Informationen nicht so an, ist aber tatsächlich so.
      "Pax americana" ist im übrigen ein an die "pax romana" angelehnter Begriff und dieser beschreibt wiederum nichts anderes, als das ein Imperium (Rom) in seinem Einflussbereich für relative Stabilität sorgt. Das heisst aber nicht, dass es in der Peripherie keine Kriege mehr gibt...
      28 4 Melden
  • thestruggleisreal 03.01.2017 18:57
    Highlight Ich weiss nicht wo die starken Männer sein sollen? Die kleinen frühpubertierenden Kinder Putin und Trump können ja wohl nicht gemeint sein.
    28 43 Melden
    • Saraina 04.01.2017 16:29
      Highlight Tatsächlich verfügen sowohl Putin als auch Trump über beträchtliche Macht, und den Willen, diese zum eigenen Nutzen einzusetzen. Das macht sie durchaus stark. Dagegen helfen auch verständliche Pöbeleien wenig.
      2 0 Melden
    • thestruggleisreal 04.01.2017 23:14
      Highlight ich sehe was du meinst - ist Definitionssache. Ich setze Macht nicht mit Stärke gleich. Aber das waren keine Pöbelein - ich denke ernsthaft das Persönlichkeitsanteile beider noch kindlich sind.
      0 1 Melden
  • flugsteig 03.01.2017 18:30
    Highlight Merci Löpfe, der beste Watsonartikel seit einer ganzen Weile. 👌🏻👍🏻
    41 44 Melden
  • stadtzuercher 03.01.2017 18:26
    Highlight Die starken Männer lösen die starken Frauen (Märkel) ab. So geht das.
    29 52 Melden
    • w'ever 03.01.2017 19:57
      Highlight ok, wenn ich weder trump, noch putin, noch merkel als staatsführer haben will?
      13 1 Melden
    • _kokolorix 03.01.2017 21:29
      Highlight Dann kriegst du eben Le Pen
      25 2 Melden
    • Majoras Maske 03.01.2017 21:58
      Highlight Oder Doris. Oder noch besser: Johann.
      13 2 Melden
    • SemperFi 04.01.2017 08:05
      Highlight Was? Trump löst Merkel ab? Hab ich im Feiertagstrubel verpasst😄
      4 1 Melden
  • Fabio Kunger 03.01.2017 18:07
    Highlight Wenn alle Länder auf Protektionismus machen, werden alle Länder mit hohem Exportanteil verlieren, allen voran China. Grosser Gewinner wird Russland sein, was haben die schon zum exportieren, ausser unverzichtbares wie: Öl, Gas, Aluminium und Kriegsmaterial.
    35 5 Melden
    • Majoras Maske 03.01.2017 20:29
      Highlight Nur wird das kaum gut kommen für die Protektionismus-Länder. Würden alle Produkte der Schweizer in der Schweiz zu Schweizer Löhnen hergestellt, könnte sich ja kaum noch jemand was leisten.
      Andererseits gibt's ja auch Berichte, dass dank Digitalisierung und Automatisierung wieder Produktionen in der Schweiz angesiedelt werden konnten zu wettbewerbsfähigen Preisen. Nur so viele Arbeitsplätze gibt das dann nicht mehr...
      16 0 Melden
    • _kokolorix 03.01.2017 21:32
      Highlight Wenn China und Deutschland nichts mehr exportieren, wer braucht dann Öl, Gas und Aluminium?
      Bleibt nur noch das Kriegsmaterial...
      10 2 Melden
    • R&B 04.01.2017 08:30
      Highlight Alle werden verlieren, weil jedes Land Waren importiert, die es selber nicht herstellen kann oder nur teurer herstellen kann.
      Ich bin gegen eine hemmungslose Globalisierung, aber Protektionismus ist der falsche Weg.
      5 10 Melden
    • ElendesPack 04.01.2017 11:51
      Highlight Ja, als die Globalisierung sich noch nicht als ideologisches Konstrukt durchgesetzt hatte und es weit und breit keine EU gab, da mussten wir in den 70ern und 80ern noch Grassuppe essen und zum Dessert gabs Alpengranit. Supermärkte waren ein Fremdwort und als Bekleidung mussten wir uns mit Kuhfellen begnügen.
      Echt! Und das Alles war nur wegen diesen bösen Zöllen und dem elenden Protektionismus.
      3 7 Melden
  • sowhatopinion 03.01.2017 17:54
    Highlight Die sogenannte Friedensordnung funktioniert nun nicht mehr, denn diese Hackordnung mit Unle Sam der sagt wo es lang geht, stammt aus dem kalten Krieg als man sich rein ideologisch mit rivalisierenden Wirtschaftssystemen in die Haare geriet. Der Kommunismus ist längst tot und das Rad des Freihandels lässt sich bremsen aber kaum gross zurück drehen. Den Menschen ist es auch egal wenn sie pauschal als postfaktische Populisten oder Putinversteher beschimpft werden. Aber Europa wird sich aus den Fängen lösen müssen und Merkel & Co. tun gut daran, ihren fatalen Kurs der Afd u Co. stärkt aufzugeben
    39 16 Melden
    • Danyboy 03.01.2017 18:32
      Highlight Und was ist jetzt dein Ansatz? Wenn jemand ein Populist oder postfaktisch ist, dann darf und soll man das auch sagen. Kritik an einem bestehenden System? Kein Problem! Aber bitte mit Fakten und Argumenten unterlegen, und nicht mit faktenfremdem Müll...
      28 11 Melden
    • sowhatopinion 03.01.2017 19:27
      Highlight Les grands simplificateurs, donc. Fakten...na ja...wann ist Wasser kalt, wann warm? In welcher Umgebung u für wen? Fliesseend die Grenzen und hüben wie drüben manipulierbar, sei es durch Geld, Macht und/oder Interessenspolitik. Es ist nicht populistisch, Meinungen rechts von Merkel u. Obama zu vertreten. Wer nur ein klein wenig sein Gehirn trainiert, weiss was ich meine, für alle anderen bin ich halt postfaktisch und meinetwegen populistisch, lasse mich aber nicht in eine unanständig braune Ecke stellen, abdernfalls sie bitte den faktenfremden Müll besser vor der eigenen Haustüre kehren. Punkt
      16 12 Melden
    • Fabio74 03.01.2017 19:48
      Highlight Falsch ist es der AfD und anderen braunen hinten reinzukriechen und deren Sprache und Politik zu übernehmen. Es gilt hinzustehen und eine klare und eindeutige Politik zu fahren und klar zu zeigen warum man was macht
      25 15 Melden
    • _kokolorix 03.01.2017 21:41
      Highlight Ja und was sollen denn nun Merkel und co tun?
      Den Amis und Russen kräftig in den Arsch treten? Alle Ausländer rausprügeln, Deutschland den Deutschen und so weiter?
      Das einzige was absolut Sinn machen würde, wäre das angemessene Besteuern von Unternehmensgewinnen, Erbschaften und grossen Vermögen um dem Mittelstand wieder etwas Aufschwung zu geben.
      Und den Euro abzuschaffen, und den Banken Zügel anzulegen statt ihnen ständig aus der Patsche zu helfen...
      14 3 Melden
  • giandalf the grey 03.01.2017 17:24
    Highlight Vielleicht ist jetzt einfach der Moment für einen Pax Europica gekommen. Die EU muss dezentralistischere Strukturen anstreben, aber näher zusammenstehen. Amerikanischer Protektionismus ist DIE Chance um aus dem Schatten der USA zu treten. Würde Europa als eine Volkswirtschaft auftreten mit einer Bevölkerung, fast doppelt so gross wie die Russische UND Amerikanische zusammen, und hätte man endlich etwas mehr Selbstbewusstsein, könnte man durchaus eine prägende Vormachtstellung auf der Welt einnehmen. Auch ohne Nato, welche Russland nur unnötig Provoziert, dafür mit einer europäischen Armee.
    122 5 Melden
    • sowhatopinion 03.01.2017 17:33
      Highlight ....genau so
      29 2 Melden
    • Jason84 03.01.2017 17:49
      Highlight Ich bin gespannt was von diesen Worten nach dem Wahljahr 2017 in Europa noch übrig bleibt.
      Die Chance für einen grösseren Stellenwert ist sicher da. Nur müssen dafür die Wahlen in Frankreich, Deutschland und Holland in die richtige Richtung gehen. Die EU muss sich reformieren. Nebenbei ist dann auch immer noch der Brexit aktuell.

      Ich denke das wird schwierig.
      42 2 Melden
    • Toerpe Zwerg 03.01.2017 18:05
      Highlight Wären da bloss nicht die Militärische Impotenz, die Separationstendenzen, die Schuldenkrise, das mangelhafte Wachstum ... tja ... Wunschdenken.
      40 7 Melden
    • giandalf the grey 03.01.2017 18:23
      Highlight Deshalb muss die EU unbedingt schnell handeln! Man sollte sich meiner Meinung nach am System Schweiz richten, in dem es trotz enormer Unterschiede ein grosser Zusammenhalt in der Bevölkerung gibt. Ausserdem muss ein EU-Bürger direkteren Einfluss auf die gesamteuropäischen Entscheide haben. Die EU darf nicht eine Dachorganisation sein, die einfach handelt ohne viel Bezug zum Volk. Ausserdem muss es die Möglichkeit geben dass Dinge von "Kanton" zu "Kanton" unterschiedlich sind und es darf nicht sein dass es einem "Kanton" schlecht geht. Es müssen alle wirklich eins sein, auch wirtschaftlich.
      32 2 Melden
    • giandalf the grey 03.01.2017 18:36
      Highlight Es wurde noch nie etwas erreicht ohne dass vorher jemand einen Wunsch gehabt hat. Aber wir können natürlich auch der schönen alten Zeit nachtrauern und melancholisch zuschauen wie Europa auseinander bricht und der Nationalismus in den verschiedenen Ländern einen verheerenden Krieg auslöst. Darauf habe ich aber eigentlich keinen Wunsch, deshalb suche ich nach Alternativen.
      29 0 Melden
    • Maett 03.01.2017 19:48
      Highlight @giandalf the grey: ein vereinigtes Europa nach dem System Schweiz wäre auch nach meiner Überzeugung ein sinnvolles Ziel.

      Aber wie soll man das erreichen können? Die einzige direkte Demokratie dieser Welt, ist eine, weil es ihr aufgezwungen wurde. Kein Politiker und kein Wirtschaftsvertreter gibt freiwillig Macht ab.

      Ich wäre ja für freiwillige Expansion. Z.B. dass wir uns mit Österreich zusammentun (falls beide Bevölkerungen mehrheitlich ja sagen) und dort ebenfalls die direkte Demokratie etablieren. Dann z.B. Tschechien wäre noch realistisch. Einfach wachsen, solange es Fürstimmen gibt.
      15 2 Melden
    • Majoras Maske 03.01.2017 21:00
      Highlight Die Schweiz war damals auch wegen dem Sonderbundskrieg sehr gespalten. Da hatte jemand eine geniale Idee: Um die Kriegsverliehrer, welche ja für die "nationale" Souveränität ihrer Kantone in den Krieg gezogen sind, für den neuen Staat zu gewinnen, musste echte Demokratie etabliert werden. Was nützte dem Urner schon die Souveränität seiner Kantonsregierung, die sowieso nur tat, was die katholische Kirche wollte, wenn er sie gegen direkte Demokratie, Einfluss auf nationale Politik und dem Zückerchen des Ständemehrs eintauschen konnte? Das wär auch ein Weg, den Europa gehen sollte...
      11 0 Melden
    • Maett 03.01.2017 23:02
      Highlight @Majoras Maske: nein, dieser Weg kann Europa nicht gehen. Der Sonderbundskrieg hat dazu geführt, dass die Kriegsgewinner den konservativen Kantonen eine neue Verfassung aufdrücken konnten. Das war aus heutiger Sicht eine gute Tat, aber freiwillig hätten die Kantone das nicht umgesetzt. Im späteren Bildungsprozess des Bundesstaates hat Fribourg z.B. bewusst nicht einmal die Bevölkerung abstimmen lassen, weil sie eine Ablehnung befürchteten.

      Anderen Ländern neue Verfassungen aufzwingen kann man nur per Krieg, und das braucht Europa nicht.

      Ich bleibe bei der friedlichen Expansion der CH.
      7 1 Melden
    • Jason84 03.01.2017 23:28
      Highlight Also ganz klar, es wäre ein schöner Gedanke, aus Europa einen föderalen Staat zu machen. Nur sehe ich im Moment niemals ein einvernehmen das alle Staaten Politikfelder wie Finanzpolitik, Aussenpolitik, Innenpolitik, Verteidigungspolitik, Finanzpolitik, Sozialpolitik usw. abgeben. Da spricht ja eben gerade der walldnde Rechtspopulismus und der run auf den Protektionismus dagegen.
      5 1 Melden
    • giandalf the grey 04.01.2017 00:01
      Highlight Diesen Run kann man nur mit einem gutem Gegenvorschlag kontern. Der Rechtspopulismus ist deshalb beliebt weil er Veränderung verspricht. Also müssen die Gegner mit besseren Veränderungsvorschlägen kommen, sonst gehen sie unter! Und in einer Zeit, in der sich Menschen davon überzeugen lassen, dass es realistisch ist was Trump rausgelassen hat, kann man sie auch von einem föderalen Europa überzeugen. Wenn nicht nur konstruktive Argumente, dann ebenfalls durch die bereits von den Rechten geschürten Ängste.
      9 0 Melden
    • Majoras Maske 04.01.2017 00:11
      Highlight Ich bezog mich ja sicher auch nicht auf den Krieg oder das Aufzwingen als wünschenswerte Optionen, sondern das Tauschen der "Souveränität der Regierungen" gegen echte und direkte Demokratie, wo der Einzelne auch ein reales Gewicht hat, als mögliches Argument. Denn das Urproblem der EU ist ja gerade, dass die Macht (auch über die EU-Gesetzgebung) bei den nationalen Regierungen liegt mit der Begründung, sie würden das Volk vertreten. Eine "verschweizerte" Confoederatio Europa wirds wohl nie geben, weil einzelne Länder auf Einfluss verzichten müssten oder die Vorstellungen zu verschieden sind.
      2 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 04.01.2017 06:19
      Highlight Und so bleibt es ein Traum.
      4 2 Melden
    • R&B 04.01.2017 08:37
      Highlight @giandalf the grey: Es wäre schön, wenn die EU dies schaffen würde, aber ich schliesse mich den Zweifeln in dieser Runde an. Träumen sollte man aber.
      NATO: Dieses Säbelrasseln ist von den EU-Staaten gewollt. Es ist eine bewährte Methode, um Russland aufzuzeigen, dass sich ein Angriff nicht lohnt. So konnte die NATO die UdSSR von einem konventionellen Krieg abhalten. Es hört sich an wie im Kindergarten, aber die visuelle und überprüfbare Demonstration der Truppenstärke funktioniert.
      3 7 Melden
  • Hackphresse 03.01.2017 17:20
    Highlight Riecht nach Wiederholung der Geschichte vor dem Ersten Weltkrieg...


    Paradeiser! 😂
    31 17 Melden
  • Angelo C. 03.01.2017 17:19
    Highlight Die "pax americana" hatte bestenfalls oekonomisch einen gewissen Bestand, während der Begriff militärisch interpretiert seit Korea, Vietnam, Afghanistan, Serbien, Irak, Libyen, die Bewaffnung syrischer Rebellen und der daraus entstandenen Konsequenzen usw. längst seine einstige Bedeutung nach 1945 nachhaltig verloren hat.

    Und ja, jetzt kommt offensichtlich die Zeit der sog. starken Männer und Frauen, welche die USA, Russland, Türkei, Philippinen, Frankreich, Ungarn regieren werden. Die kommenden Jahre, mit all ihren grossen Umbrüchen werden spannend, wenngleich nicht unbedingt friedlicher.

    54 11 Melden
    • Jason84 03.01.2017 17:34
      Highlight In wiefern sollen denn die schwachen/armen Menschen profitieren wenn dann weltweit das Recht des stärkeren herrscht?
      Kann es denn ein logisches Ziel sein wenn man von Anfang an schon absieht das die Zukunft so nicht friedlicher wird?
      23 20 Melden
    • Toerpe Zwerg 03.01.2017 18:12
      Highlight Vermutlich hätte es in Korea, Vietnam, Serbien, Afghanistan ohne die USA keine Kriege gegeben ...
      35 14 Melden
    • FrancoL 03.01.2017 19:24
      Highlight @toerpe zwerg; vermutlich hätte es ohne die Amis auch keinen 2.WK oder keinen 30-jährigen Krieg gegeben. ;-()
      7 17 Melden
    • Fabio74 03.01.2017 19:51
      Highlight @Toerpe: In Korea gab es Krieg weil der Norden mit Duldung Stalins in den Süden eingedrungen ist und die USA mit UNO-Mandat eingegriffen haben. Vietnam haben die Franzosen den Krieg angezettelt, Serbien? Die Serben haben den Krieg in Kroatien, Bosnien und im Kosovo angezettelt und geführt, ohne USA würde Europa noch heute zuschauen, wie Zivilisten abgeschlachtet werden. Afghanistan sind die Sowjets 1979 einmarschiert und 10 Jahre später rausgegangen, ohne Frieden geschaffen und Strukturen hinterlassen zu haben.
      Alles den USA zuzuschieben ist sehr billig
      15 24 Melden
    • FrancoL 03.01.2017 21:21
      Highlight @Toerpe Zwerg; Ich frage mich bei vielen Deiner Posts, ob Du wirklich das glaubst was Du schreibst. Deine Interpretation der von Dir erwähnten Kriege ist geschichtlich so verkehrt dass ich vermuten muss dass Du ein Kontrastprogramm zur Realität zum Besten geben willst. Vermutlich hätte sich der 2.WK auch ohne eingreifen der Amis in Luft aufgelöst, ja so muss es sein. Tierleben, Geschichte muss nicht Deine Stärke sein.
      6 16 Melden
    • Toerpe Zwerg 03.01.2017 22:00
      Highlight Ganz offensichtlich wurde ich missverstanden.

      Ironiebutton vergessen.
      10 9 Melden
    • R&B 04.01.2017 08:39
      Highlight @Toerpe Zwerg: Ja bei so vielen Posts von Trollen ist der Ironiebutton notwendig. Ich habe dich zu Beginn auch missverstanden.
      2 6 Melden
    • FrancoL 04.01.2017 09:28
      Highlight @Toerpe Zwerg; Sry auch missverstanden, allerdings sollten für mich ironische Aussagen etwas anders getextet werden.
      2 4 Melden
  • Luca Brasi 03.01.2017 16:51
    Highlight In China ist eine gelenkte Demokratie entstanden? 😰
    31 3 Melden
    • Philipp Löpfe 03.01.2017 16:59
      Highlight Es heisst dort «Sozialismus mit chinesischen Eigenschaften».
      28 23 Melden
    • Luca Brasi 03.01.2017 17:32
      Highlight Hat sich also seit Ende der 70er Jahre nichts geändert. ;)
      20 2 Melden
  • Sapere Aude 03.01.2017 16:30
    Highlight Treffende und unpolemische Analyse der laufenden Entwicklung. Nachdenklich stimmt mich vor allem diese Aussage: «Um 1970 war die wirtschaftliche Globalisierung wieder auf dem Stand, den sie vor dem Ersten Weltkrieg bereits erreicht hatte.»
    Eine vernetzte und offene Weltgemeinschaft alleine ist noch keine Friedensgarantie. Schaut man sich das Wohlstandsgefälle an, wachsendes Misstrauen zwischen den Staaten und die Konflikte die auf der Welt am lodern sind, scheint eine massive Verwerfung nur eine Frage der Zeit. Einzig die Form der Verwerfung wird sich noch zeigen.
    42 4 Melden
    • Ruffy 03.01.2017 17:18
      Highlight Die Vernetzung vo dem 1. WK war eine ganz andere. Wohl waren die Eliten vernetzt nicht aber die Einfachen Bürger. Heute sieht das ganz anders aus.
      17 0 Melden
    • Majoras Maske 03.01.2017 20:14
      Highlight Die einfachen Bürger konnten damals schon vernetzt sein. Der Tourismus wurde ja damals erfunden und die Schweiz hatte vor dem Ersten Weltkrieg auch einen etwa gleich hohen Ausländeranteil wie heute. Was aber anders ist: Die meisten Staaten waren Monarchien und bezüglich Menschenrechte (z. B. auch Todesstrafe oder Rassismus) und Meinungsfreiheit herrschten ganz andere Vorstellungen vor. Ausserdem waren die Menschen damals deutlich extremer nationalistisch-imperialistisch und die Länder Europas waren damals längst nicht so einig, sondern änderten die Bündnisse so launisch wie etwa Erdogan heute.
      5 0 Melden
    • Sapere Aude 03.01.2017 22:49
      Highlight Ruffy, natürlich lässt die Situation nicht eins zu eins miteinander vergleichen. Aber gerade die Vernetzung der Elite dazumal, sollte uns aufhorchen lassen. Nur ein kleines Beispiel: Deutschland und Grossbritannien waren die wichtigsten Handelspartner füreinander, die jeweiligen Könige Cousins und trotzdem bekriegten diese sich gegenseitig.
      3 0 Melden
    • Ruffy 03.01.2017 23:39
      Highlight Die Könige sind nicht in den Gräben gestorben, das waren die kleinen Leute wie du und ich. Darin liegt der riesengrosse Unterschied.
      2 0 Melden
    • Sapere Aude 03.01.2017 23:49
      Highlight Nur entscheiden die Könige von Heute über Krieg und Frieden und leider nicht die kleinen Leuten wie du und ich.
      0 0 Melden
    • Sapere Aude 04.01.2017 00:01
      Highlight Und die Mächtigen von Heute haben in vielen Fällen wenig Skruppel, die Kleinen wie du und ich in einen Krieg zu schicken. Daraus folgere ich nicht, dass ein Krieg unvermeindlich sei, nur geb ich mich auch nicht der Illusion hin, dieser sei unmöglich. Denn die gundlegenden Gründe für Kriege haben sich in der Menschheitsgeschichte nichht gross geänder, lediglich die spezifischen Umstände und damit verbundenen Narrativen.
      3 0 Melden
  • Firefly 03.01.2017 16:30
    Highlight "Wie aber eine Welt funktionieren soll, wenn sie von nationalistischen Machos beherrscht wird, ist völlig ungewiss."

    die Situation war schon mal da, vor den Weltkriegen.
    49 13 Melden
    • Amboss 03.01.2017 17:03
      Highlight Vor den Weltkriegen reiste man mit Kutschen. Heizte mit Holz. Fuhr mit Dampfzügen. Rechnete man von Kopf oder gar nicht. Handelte man Lokal. Kommunizierte man per Brief oder direkt. Stellte man Kleider in der noch Schweiz her.

      Völlig absurd, die damalige Situation mit der Situation heute zu vergleichen. Zu vieles ist einfach anders.
      24 6 Melden
    • Firefly 03.01.2017 20:04
      Highlight Wir sprechen hier von der politischen situation, nicht von technologie. Ja, technologisch haben wir heute viel mehr Möglichkeiten, politisch jedoch keine Entwicklung, im gegenteil, zurück zum Nationalismus und Personenkult.
      6 1 Melden
    • Amboss 04.01.2017 00:08
      Highlight Klar, du kannst diese Begriffe bringen, aber sie sind völlig nichtssagend.Personenkult und Nationalismus 2016 ist was völlig anderes als Personenkult und Nationalismus neunzehnhundert irgendwas. Die Welt tickt völlig anders
      1 4 Melden
    • Firefly 04.01.2017 11:01
      Highlight @Amboss nein, die Menschen in ihren Grundzügen ticken immer noch genau gleich. Nur die Möglickeiten haben sich potenziert.
      0 0 Melden
  • Jason84 03.01.2017 16:25
    Highlight Na ganz einfach. Es gilt dann jeder gegen jeden und das Recht des Stärkeren. Die Konflikte werden vervielfältigt und undurchschaubar. Wie vor dem 1. WK. Das Ergebnis wird evt der 3. WK sein.
    35 15 Melden
    • Amboss 03.01.2017 17:12
      Highlight Sorry, das jeder gegen jeden und das Recht des Stärkeren, das haben wir doch heute bereits.

      In Deutschland arbeiten Rumänen in Schlachthöfen für 3 Euro/Stunde, damit D Fleisch exportieren kann.
      Subventionierte Hühnerfleisch macht die Märkte in Afrika kaputt. Unser Elektroschrott landet in Ghana. In Syrien hat einzig Putin reagiert. Der Rest hat zugeschaut.

      Alles Beispiele, wo man sich Fragen muss, ob eine neue Weltordnung wirklich schlechter wäre.
      Sie wäre anders. Aber schlechter?
      32 12 Melden
    • Jason84 03.01.2017 17:30
      Highlight In Deutschland gilt seit 01.01.2017 ein neuer Mindestlohn von 8,84€, auch für Rumänen.
      Das mit dem Hühnerfleisch ist so nicht ganz richtig. Die Firmen verkaufen die Hälse und die Füsse nach Afrika weil diese hier nicht verwertet werden. Hier in Europa wird fast nur das Filet gekauft. Ich sage auch nicht das das gut ist. Jedoch geht dann die Weltpolitik auch wieder in eine andere Richtung denn bei Protektionismus in Europa geht es dann auch wieder Deutschland gegen Italien oder Frankreich gegen Spanien. Europa wird seine geschlossene Stimme verlieren und auch vermehrt gegeneinander streben.
      12 3 Melden
    • Amboss 03.01.2017 18:06
      Highlight Die sind auch nicht un D angestellt, sondern in Rumänien und arbeiten bei Sub-Sub-Subunternehmern. Musst nur ein bisschen recherchieren zum Thema...

      Jetzt mal im Ernst: Hat die "geschlossene Stimme" wirklich so ein Gewicht? Ist die wirklich wichtig?
      6 2 Melden
    • sowhatopinion 03.01.2017 18:16
      Highlight Geschlossene Stimme? His Master's voice, what else?
      1 0 Melden
    • LandeiStudi 04.01.2017 16:29
      Highlight Das Recht des Stärkeren galt und gilt auf internationaler Ebene noch immer, siehe UNO-Sicherheitsrat oder das Beispiel mit der Bankenrettung während der Finanzkrise aus dem Artikel.
      0 0 Melden
  • MacB 03.01.2017 16:22
    Highlight Titel: *mit starken MännerN"!
    25 1 Melden
    • Philipp Löpfe 03.01.2017 16:34
      Highlight Stimmt. Sorry
      18 9 Melden

Hat Novartis Trump geschmiert?

400’000 Dollar hat das Schweizer Pharmaunternehmen an eine Briefkastenfirma von Michael Cohen, dem persönlichen Anwalt von Donald Trump, überwiesen. Es besteht der begründete Verdacht, dass es sich dabei um Bestechungsgelder handelt.

Es könnte aus dem Drehbuch eines billigen Thrillers stammen: 99’980 Dollar hat Novartis jeden Monat zwischen Oktober 2017 und 2018 an eine Firma namens Essential Consultants LLC überwiesen. Das schreit förmlich danach, dass diese Zahlungen nicht sauber sind. Zu offensichtlich ist es, dass die 100’000-Dollar-Grenze nicht überschritten werden durfte, sei es, um interne Controller oder externe Behörden nicht aufzuschrecken.

Nicht nur die Art und Weise der Zahlungen ist suspekt, auch der Empfänger. …

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