Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Internationaler Tag gegen Kinderarbeit

85 Millionen Kinder werden ausgebeutet 

Bild: AP

12.06.14, 12:04 13.06.14, 12:50

168 Millionen – so viele Menschen leben in Nigeria. Es ist damit das mit Abstand bevölkerungsreichste Land Afrikas. 168 Millionen – das ist auch die Anzahl der Kinder in Arbeitsverhältnissen weltweit. 85 Millionen von ihnen sind laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) Opfer von Ausbeutung.

5,5 Millionen Kinder befinden sich in einer Form von Zwangsarbeit.

Quelle: ILO

Die meisten Fälle von Zwangsarbeit (90%) finden unter privaten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen statt: sexuelle Ausbeutung, Hausarbeit, handwerkliches Gewerbe, industrielle Produktion oder landwirtschaftliche Arbeit.

Pakistani Thaminah Sadiq, 7, works in a brick factory, on World Day Against Child Labor, on the outskirts of Islamabad, Pakistan, Tuesday, June 12, 2012. The World Day Against Child Labor is observed on June 12 across the world including Pakistan to raise awareness and contribute to end child labor. Thaminah earns 250 Rupees ($2 .77) per day according to her father. (AP Photo/Muhammed Muheisen)

Pakistan: Kinder stellen Ziegel her. Bild: AP

«Die Not der 5,5 Millionen Kinder, die weltweit Opfer von Zwangsarbeit sind, ist einem grossen Teil der Schweizer Öffentlichkeit unbekannt. Einerseits, weil dieses Problem in erster Linie in weit entfernten Ländern vorkommt, vor allem aber, weil diese Kinder nicht imstande sind, davon zu berichten. ‹Was, wenn das mein Kind wäre?›, lautet die Frage, die sich die Menschen stellen sollen», schreibt Vito Angelillo, Geschäftsführer von Terre des hommes, anlässlich des Internationalen Tag gegen Kinderarbeit in einer Pressemitteilung.

Kinderarbeit in Zahlen

Die Internationale Arbeitsorganisation hat die Hintergründe der Kinderarbeit sowie deren Auswirkungen in einer Langzeitstudie (engl.) untersucht und 2013 erstmals publiziert. Wir haben für Sie die relevanten Grafiken rausgesucht.

Prognose Kinderarbeit und gesundheitsgefährdende (hazardous) Kinderarbeit bis 2020

Grafik: ILO

Pakistani Naginah Sadiq, 5, carries clay while working in a brick factory on World Day Against Child Labor, in the outskirts of Islamabad, Pakistan, Tuesday, June 12, 2012. The World Day Against Child Labor is observed on June 12 across the world including Pakistan to raise awareness and contribute to end child labor. Naginah earns 250 Rupees ($2 .77 cents) per day according to her father. (AP Photo/Muhammed Muheisen)

5,5 Millionen Kinder leisten Zwangsarbeit.  Bild: AP

Jungen und Mädchen

Grafik: ILO

Altersklassen

Grafik: ILO

Region

Grafik: ILO

Sektoren

Grafik: ILO

epa03513346 An Indian girl, Arati Mondal, 5, breaks stones with a steel hammer as she works as a stone crasher on the bank of Balason river, 582 km north of Calcutta, India, 18 December 2012. The stone breakers live on the bank of Balason river near Matigara village at Darjeeling district. Thousands of families depend on this job and every member of the family is involved. They earn one to three euros per day per head and local stone dealers buy the stones and stone chips from the villagers.  EPA/PIYAL ADHIKARY

85 Millionen Kinder sind laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) Opfer von Ausbeutung. Bild: EPA



Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Arbeitgeber finden Schweizer Krippen zu teuer – «Der Staat muss endlich vorwärts machen»

Während Deutschland auf Gratis-Kitas setzt, harzt es in der Schweizer Betreuungs-Debatte. Nun machen die Arbeitgeber Druck: Es sei eine Staatsaufgabe, ein attraktives Krippen-Angebot bereitzustellen, findet Simon Wey vom Verband.

Herr Wey, die Arbeitgeber sind unglücklich über die Krippensituation in der Schweiz. Warum?Simon Wey: Das Kinderbetreuungs-Angebot in der Schweiz ist nachweislich ungenügend – und vor allem zu teuer. Warum sollten Mütter ihr Pensum auch erhöhen, wenn der Krippenplatz für das Kind den zusätzlichen Lohn gerade wieder wegfrisst? Der Staat muss bei der Bereitstellung von qualitativ und finanziell attraktiven Krippen und Tagesschulen endlich vorwärts machen!

Krippenfinanzierung als Staatsaufgabe? Für …

Artikel lesen