Wirtschaft

Ist jetzt die Nr. 2 der US-Autobauer: Tesla.  Bild: Jeff Chiu/AP/KEYSTONE

Wachablösung mit Symbolcharakter: Tesla hat jetzt mehr Wert als Ford 

04.04.17, 14:16

Auf der einen Seite steht Ford. Der uramerikanische Autobauer setzt auf Benzin und vor allem auf seine Aushängeschilder, den Pickup-Truck F-150 (11,7l/100km) und den Mustang (9,5l/100km). Auf der anderen Seite steht Tesla: Das ultra moderne Unternehmen, gegründet 2003, stellt ausschliesslich Elektrofahrzeuge her. 

Benzin- vs. Elektroantrieb, Tradition vs. Moderne, Vergangenheit vs. Zukunft – und die Zukunft ist gerade etwas näher gerückt.

Tesla baut zusammen mit Panasonic in der Wüste von Nevada eine riesige Fabrik. Ab 2018 sollen hier Batterien für 500'000 Elektrofahrzeuge pro Jahr hergestellt werden.   Bild: MIKE NELSON/EPA/KEYSTONE

Dank 25'000 ausgelieferten Autos im ersten Quartal wird Teslas Wert neu auf 48,7 Milliarden Dollar geschätzt (Stand 4.4.2017). Damit hat Tesla den ehemaligen Branchenprimus Ford überholt, der mit 45,31 Milliarden unter den US-Autobauern nur noch den dritten Platz belegt. Mit einem Firmenwert von 51,11 Milliarden Dollar den Platz an der Sonnte hält (noch) General Motors.

Es ist eine Wachablösung mit Symbolcharakter. Bei Tesla überwiegen die Good News. Es konnten deutlich mehr Autos ausgeliefert werden, als das Analysten dem Unternehmen zugetraut hatten. In Michigan hingegen hängen dunkle Wolken über dem Hauptsitz von Ford. Die Verkäufe beim exakt 100 Jahre älteren Unternehmen haben im letzten Monat um sieben Prozent abgenommen. Ausserdem müht man sich gerade mit einer Rückrufaktion für die F-150er-Serie ab. 

Übrigens: Auch Ford bietet Elektroautos an. Die Konkurrenz – so schrieb Focus in einem entsprechenden Test 2016 – sei dem Hersteller aber enteilt.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Walter Sobchak 04.04.2017 18:22
    Highlight Wenn man sich die verkauften und produzierten Autos anschaut, ist Ford immer noch viel grösser.

    Tesla - eine Wette auf die Zukunft.
    2 0 Melden
  • Froggr 04.04.2017 18:09
    Highlight Das ist brandgefährlich für Tesla: Der Fremdfinanzierungsgrad ist viel zu hoch. Beinahe kein Eigenkapital ist im System. Die Folge: Mit der Zeit werden die Investoren, welche eben dafür verantwortlich sind, dass ein so hoher Fremdfinanzierungsgrad besteht, misstrauisch weeden und ihr Geld abziehen. Ein Dominoeffekt wäre die Folge.
    2 2 Melden
    • yannis675 05.07.2017 13:20
      Highlight Wer nicht wagt der nicht gewinnt..
      0 0 Melden
  • Typu 04.04.2017 16:27
    Highlight Den börsenkurs mit Wert zu verbinden ist so ne sache. Tesla hat eine hohe marktkapitalisierung. Kann auch rasch schwinden. Mal schauen.
    8 3 Melden
  • Matthias Studer 04.04.2017 15:56
    Highlight Ok, gut bewertet aber nach Gerüchte fast zahlungsunfähig.

    Finde den Fehler im System.
    6 2 Melden
    • Schlumpfinchen 04.04.2017 18:02
      Highlight Zugegeben, ich bin ne Niete in Wirtschaft, aber wenn eine Firma fast jeden eingenommenen Cent für die Entwicklungskosten braucht, gilt sie wohl meist als zahlungsunfähig. Ob das nun gut oder schlecht ist, kann ich schlecht beurteilen.
      0 0 Melden
    • Matthias Studer 04.04.2017 18:21
      Highlight @Bernie, zwangsläufig muss mal was wieder reinkommen. Und anscheinend ist auch dort der Hund begraben.
      Entwicklungskosten müssen am Schluss finanziert werden.
      2 0 Melden
  • elmono 04.04.2017 15:37
    Highlight Und ist Tesla jetzt profitabel oder nicht? Der profitabelste Autohersteller der Welt kommt meines Wissens nach aus dem süddeutschen Raum und trägt den Stern auf der Haube. Elektroautos schön und gut. Viel interessanter sind Dinge wie autonomes Fahren oder Mobilitysharing und die dazugehörigen Finanzierungsmodelle. Dort liegt die Zukunft - die Antriebsart ist aktuell zweitrangig - langfristig allerdings klar elektrisch.
    8 15 Melden
    • Teslaner 04.04.2017 15:42
      Highlight Die Zukunft ist entscheidend. Wer im jetzt lebt, wie Mercedes, wird eben in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein.

      (Bsp: Nokia)

      12 3 Melden
    • Posersalami 04.04.2017 16:08
      Highlight Was hat der Börsenwert mit profitabel sein zu tun? Richtig, nichts.
      8 2 Melden
    • elmono 04.04.2017 17:04
      Highlight Naja Teslaner, ca. 14 Milliarden in F&E in den letzten drei Jahren. Um Mercedes muss man sich glaub ich keine Sorgen machen. Der Premiumhersteller schlechthin im Moment.
      0 0 Melden
    • elmono 04.04.2017 17:23
      Highlight @Posersalami: Richtig. Nur interessiert mich ein aufgeblasener Hipstertitel ala Tesla als langfristiger Anleger nicht. Die Profitabilität eines Daimlerkonzerns allerdings schon.
      1 4 Melden
    • Gohts? 04.04.2017 18:05
      Highlight @elmono: Nicht mehr Toyota?

      Langfristig elektrisch? Nope. Kapazitäten reichen bei Weitem nicht. Druck dir ansonsten einen Aufkleber. "Öko? Logisch. Ich fahre mit Uran." Giftmüll der Akkus ist auch nicht zu unterschätzen.

      However. Eine Alternative wär Zukunft.
      1 4 Melden
    • Typu 04.04.2017 20:00
      Highlight Mercedes wäre sehr wohl in der lage einen tesla klon zu bauen. Das rentiert aber noch nicht. Die werdens schon nicht verschlafen. Ein tesla ist auch nur ein chassis, emotor mit batterien und kabeln. Sorry aber in tesla fahrzeuge wird viel hineinphantasiert.
      1 3 Melden
    • Posersalami 04.04.2017 21:27
      Highlight Gerade was Akkus und Antriebstechnik angeht, ist Tesla den Deutschen ein paar Jahre voraus. Wo Mercedes & co gerade einsteigen, schon wieder aussteigen oder gross ankündigen, bringt Tesla Innovationen zur Serienreife. Die Deutschen können dafür wunderbare Getriebe für Verbrennungsmotoren bauen. Davon können sie sicher auch noch eine Weile lang gut leben. Aber Tesla hat erstmal einen grossen technischen Vorsprung und wächst rasant: 2010 haben sie 3100, 2016 schon 75000 Autos verkauft, Tendenz stark steigend. Ab 2018 wird Tesla 500k Autos im Jahr bauen.
      1 3 Melden
    • Typu 04.04.2017 23:47
      Highlight Tesla in ehren aber sie brennen durch milliarden, ohne gewinne und die steuertechnik sowie motoren entwickeln sie nicht mal selbst.
      1 0 Melden
    • Posersalami 05.04.2017 08:00
      Highlight Na dann teilen sie ihr wissen! Wer hat für Tesla den Antriebsstrang entwickelt.
      0 0 Melden
    • Typu 05.04.2017 10:30
      Highlight Kann man googeln. AGC Automotive, Brembo, Fisher Dynamics, Inteva Products, Modine Manufacturing, Sika, Stabilus, ZF Lenksysteme, ABC Group, usw usw
      0 0 Melden
    • Typu 05.04.2017 10:35
      Highlight Die Elektromotoren werden von Fukuta Electric and Machine Company in Taiwan gefertigt. Wird auch von Luxgen Motors verwendet. Der Hype um Tesla ist cool, aber wäre es nicht Elon Musk ginge das nicht. Das Model S ist keine Wunderding der Technik.
      1 0 Melden
    • Posersalami 05.04.2017 11:28
      Highlight Ja und, es hat nie jemand behauptet dass Tesla keine Zulieferer hat. Die Entwickeln genug selbstständig: http://bazonline.ch/wirtschaft/Was-hinter-dem-PatentGeschenk-von-Tesla-steckt/story/29961287
      Mercedes oder VW entwickeln auch nicht alles selbst. Das ist doch in unserem Wirtschaftssystem das normalste der Welt. Das ändert nichts am technischen Vorsprung von Tesla gegenüber Deutschen Autobauern. Aber hey, kauft eure Mercedes und BWM Aktien. Der Deutsche Staat tut schon alles dafür, dass die weiterhin ihre Drecksschleudern verkaufen können.
      1 1 Melden
    • Typu 05.04.2017 14:13
      Highlight Worin liegt denn der technische vorsprung? Ist doch einfach so dass momentan niemand sonst durch so viele milliarden brennen will um dann am schluss nichts zu verdienen. Denkst du echt, niemand wäre in der lage einen tesla zu bauen?
      1 0 Melden
    • Posersalami 05.04.2017 15:52
      Highlight Als Paket betrachtet offensichtlich nicht, sonst würde es ja getan werden. Neue Märkte sind immer mit Investitionen verbunden. Das erstmal kein Gewinn erwirtschaftet wird ist ebenfalls völlig normal. Oder glauben Sie Daimler & co hätten nicht gerne die fast 100 000 Autos verkauft, die Tesla 2016 verkauft hatte? Gerade auf so einem Wachstumsmarkt. Die haben einfach den Einstieg verpennt, so schauts aus.

      Ich fühle mich grad wirklich sehr nach 2007 / 2008 versetzt wo mir auch alle erklärt haben, dass das mit dem iPhone nichts wird aus Gründen. Zum Glück ist der Automarkt unbeweglicher..
      1 0 Melden
    • Posersalami 05.04.2017 15:55
      Highlight "Der US-Elektroautobauer Tesla lässt die Oberklasse-Konkurrenz von BMW, Mercedes, Audi und Porsche auf vielen Märkten alt aussehen. Der Überblick von manager-magazin.de zeigt, wie deutsche Topmanager Tesla systematisch unterschätzt haben - und nun die Rücklichter sehen."

      http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/teslas-technischer-vorsprung-gegenueber-daimler-und-co-fotostrecke-128232-25.html

      Das ist aus 2015 und seither hat Daimler & co nichts ernsthaftes in den Verkauf gebracht in diese Richtung.
      1 0 Melden
    • elmono 05.04.2017 17:07
      Highlight @Posersalami: Wieso sollte man sich für 100k nen Tesla kaufen, wenn ich dafür einen C43 AMG haben kann? Jetzt mal vom Motorengeräusch, Antrieb und Treibstoffverbrauch abgesehen, bieten doch beide Hersteller ein highend Fortbewegungsmittel. Je nach Präferenz wird dann halt ein Benzer oder Tesla angeschafft. Der Iphonevergleich hinkt also.
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    • Gohts? 05.04.2017 17:40
      Highlight @salami: würden andere Hersteller Elektrofahrzeuge ernsthaft an den Mann bringen wollen, sähen selbe nicht aus wie ein BMW i20, Renault Twizy.

      Der Grund, weshalb Teslas verkauft werden, ist, dass es nunmal die einzigen eMobile sind, welche beim Anblick keinen Brechreiz auslösen.

      Null-Emissions-Fahrzeuge mussten für den Kalifornischen Markt produziert werden. Und genau deshalb haben jene Marken überhaupt "elektrische Rollstühle" im Sortiment.
      0 0 Melden
    • Typu 05.04.2017 18:08
      Highlight Das iphone war eine innovation die niemand gesehen hat. Der tesla und die idee eines elektro mobils ist ein alter hut. Keiner der grossen verschläft hier was. Nicht mal musk hat an den erfolg von tesla oder spacex geglaubt. Hat ne 10% chance eingeräumt dass sie nicht pleite gehen. Sobald der markt und die (batterie) preise ready sind steigen auch die grossen massiv ein. Tesla mit der vorarbeit wird dann ein cash flow und margen problem bekommen.
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    • Posersalami 05.04.2017 18:57
      Highlight Es ist ja nicht nur das Auto an sich, Tesla bietet schon eine flächendeckende Infrastruktur zum Aufladen an und baut weiter massiv aus. Auch hier hat Tesla bereits einen grossen Vorsprung.
      Ihr dürft nicht vergessen, das Tesla ab 2018 500k Autos im Jahr bauen will. Das wäre schon 1/3tel der Jahresproduktion von Daimler. Ende nächsten Jahres. Schon über 400k Vorbestellungen alleine für das Modell 3, das ist schon 1/4tel von einer Jahresproduktion von Daimler! Wir sprechen uns 2020 wieder, bis dahin will man die 500k verdoppeln. Wenn sie gekauft werden, und das werden sie.
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    • elmono 05.04.2017 22:19
      Highlight Mercedes hat im Jahr 2016 über 2 Millionen Fahrzeuge verkauft. Davon 100k AMG-Modelle und 200k S-Klassen.
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  • Scaros_2 04.04.2017 14:44
    Highlight Hahaha die Bewertung von Clarkson XD. Oh man
    22 0 Melden
    • Froggr 04.04.2017 18:10
      Highlight Ein paar hammergeile Autos. Kann ihm nur zustimmen.
      1 0 Melden

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