Wirtschaft
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epa01519218 Traders work on the main floor at the BM&F Bovespa Stock Exchange in Sao Paulo, Brazil, 13 October 2008, where stocks keep rising after seven days of losses, reacting to measures announced both in Brazil and Europe. The Ibovespa raised after half day of operations 11,42 per cent towards 39,675 points.  EPA/SEBASTIAO MOREIRA

Broker an der Börse in São Paulo, Brasilien. Bild: EPA/Sebastiao Moreira

Wertfragen

Wenn Google Brasilien ist, was ist dann Nestlé?

24.01.14, 17:57 25.06.14, 15:10

«Emerging Markets», «BRICS-Staaten» – diese Begriffe aus der Wirtschafts- und Finanzwelt lassen jedem risikofreudigen Investor das Wasser im Mund zusammenlaufen. Risikofreudig sollte er in der Tat sein, denn wo fette Gewinne winken, lauern in der Regel auch Gefahren. 

Länder wie Brasilien (das zusammen mit Russland, Indien, China und Südafrika die Gruppe der BRICS-Staaten bildet) locken Investoren trotz seit kurzem abflauendem Wirtschaftswachstum mit einem Cocktail aus niedrigen Löhnen, begehrten Rohstoffen und anämischen Arbeitnehmerrechten. Dafür können Währungsschwankungen, staatliche Eingriffe und die notorisch mangelhafte Rechtssicherheit den Anlegern das Geschäft tüchtig vermiesen. 

Wertpapiere dieser Emerging Markets sind also begehrt, doch es gibt nicht viele von ihnen zu kaufen, wie die britische Wochenzeitschrift «Economist» schreibt. Die Marktkapitalisierung der Börsen ausserhalb der reichen Welt sei gering, betont das Blatt; vor allem dann, wenn man die von staatlichen Akteuren gehaltenen Aktien ausschliesse. 

Nestlé so wertvoll wie Indien

Um diesen Sachverhalt zu illustrieren, hat der «Economist» eine eindrückliche Weltkarte erstellt. Sie zeigt den Wert aller frei gehandelten Aktien der Firmen in einem Land, die im MSCI Emerging Market Index gelistet sind. Und zwar im Verhältnis zum Börsenwert einer einzigen westlichen Firma. So sind alle in Brasilien frei erhältlichen Aktien ungefähr so viel Wert wie der Internetkonzern Google: 379 Milliarden US-Dollar. Jene von Indien entsprechen ungefähr dem Wert von Nestlé, und die türkischen Firmen wiegen Starbucks auf.

Dies bedeute, schlussfolgert der «Economist», dass aufstrebende Volkswirtschaften eine bessere Preisstabilität und liquidere Märkte benötigten – und Investoren mehr Perspektiven. 

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Der Börsenwert bestimmter einzelner Firmen entspricht dem summierten Wert der Firmen in den markierten Ländern.  Karte: Economist



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    Alle Leser-Kommentare
  • Donald 24.01.2014 19:27
    Highlight P&G hat offensichtlich gut kalkuliert. Die Werbefläche Russland scheint relativ günstig.
    1 0 Melden
  • Donald 24.01.2014 19:26
    Highlight Und welche Firma entspricht dem Wert der Schweiz? :p
    3 0 Melden
    • goschi 24.01.2014 22:20
      Highlight Da allein Nestlé, das hier mit dem Börsenwert aller indischen Unternehmen aufgewogen wird beinhaltet und dies nur eines von vielen grossen, hierzulande börsenkotierten Unternehmen ist, dürfte das Ergebnis klar sein. ;-)
      1 0 Melden

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