Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Geschäfte rund um die Schifflände sollen auch sonntags offen haben.
Bild: Google Maps

Basel will Sonntags-Shopping rund um die Schifflände

Am siebten Tag sollen die Schweizer Innenstädte ruhen. So will es das Gesetz. Dagegen regt sich erneut Widerstand. Mit kreativen Ideen wollen Touristiker und der Einzelhandel die Sonntagsruhe für Läden aufweichen

22.11.15, 10:33


Rund um die Schifflände in Basel sollen in Zukunft auch sonntags Geschäfte geöffnet sein. Erreicht werden soll dies, indem die Schifflände als Verkehrsknotenpunkt definiert wird, schreibt die «Schweiz am Sonntag». Hinter die Idee des Basler Stadtentwicklers Thomas Kessler stellen sich auch die Vereinigung Pro Innerstadt Basel und Basel Tourismus.

«Dass alle Läden und viele weitere Angebote sonntags geschlossen sind, ist heute einer der grössten Nachteile im Städtetourismus. Touristen sind sich Sonntagsöffnung gewohnt und erwarten ein solches Angebot», sagt Pro-Innerstadt-Geschäftsführer Mathias F. Böhm der Zeitung.

«Als Centerleiter würde ich mir eine weitere Liberalisierung wünschen. Gerade am Sonntag wäre diese angezeigt. Viele Touristen, aber auch Schweizer wollen am Sonntag einkaufen»

Andreas Brunner, Chef Zürcher Sihlcity

Auch Zürich Tourismus fordert die Sonntagsöffnung: Touristenbefragungen zeigten, dass ein beträchtlicher Teil der Gäste Einkaufsmöglichkeiten auch am Sonntag wünsche, wird Sprecher Ueli Heer zitiert. «Wir begrüssen Bestrebungen hinsichtlich einer Liberalisierung. Die Besucher finden es irritierend, dass der Sonntagseinkauf in anderen europäischen Grossstädten möglich ist, in Zürich aber nicht».

Einkaufszentren für Liberalisierung

Wie die «Schweiz am Sonntag» schreibt, kämpfen auch Einkaufszentren für eine Liberalisierung der Öffnungszeiten. «Als Centerleiter würde ich mir eine weitere Liberalisierung wünschen. Gerade am Sonntag wäre diese angezeigt. Viele Touristen, aber auch Schweizer wollen am Sonntag einkaufen», sagt etwa Andreas Brunner, Chef des Zürcher Sihlcity.

«Unser Mandat ist klar: Wir setzen uns gegen eine Aufweichung des Arbeitsgesetzes ein»

Natalie Imboden, Gewerkschaft Unia

Beim Thema Sonntagsöffnung habe die Schweiz grossen Nachholbedarf, wird auch Patrick Stäuble, Chef des Einkaufszentrum Tivoli in Spreitenbach AG zitiert. Am 27. Dezember dürfe er etwa sein Center nicht öffnen und müsse zusehen, wie die Schweizer über der Grenze einkauften. Der Widerstand gegen die Liberalisierungsbestrebungen ist hoch: Die Beschäftigten seien klar gegen die Sieben-Tage-Woche, sagt Natalie Imboden von der Gewerkschaft Unia der Zeitung.

Es sei nur in Tourismusorten unter klar umschriebenen Bedingungen erlaubt, Läden sonntags zu öffnen. Diesen Status als Touristenort erfüllten weder Basel noch Bern. «Unser Mandat ist klar: Wir setzen uns gegen eine Aufweichung des Arbeitsgesetzes ein». (aargauerzeitung.ch)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 23.11.2015 07:09
    Highlight Ladenöffnungszeiten: Es gibt viel zu verlieren!

    Verlängerte Ladenöffnungszeiten schränken die gemeinsame Familienzeit der Arbeitnehmenden ein, machen die Nacht zum Tag und kurbeln den Einkaufsverkehr in den lärmsensiblen Nachtzeiten an.
    2 0 Melden

Züri-Hools gingen nach Basel zum Prügeln – das hätten sie besser sein lassen

Zürcher Hooligans, haben am Samstag nach dem Super-League-Spiel zwischen Basel und Luzern die Konfrontation mit Basler Ultras gesucht, wie blick.ch berichtete.

Zu ihrem Unglück haben sie diese auch gefunden. Unglück deshalb, weil die laut tagesanzeiger.ch rund 60 Mann starke Prügeltruppe nach ihrer Attacke ihrerseits angegriffen und zum Teil ziemlich heftig verprügelt wurde.

Dies zeigen auch Filmaufnahmen von jener Nacht:

Mehrere Zürcher, die offenbar auch Unterstützung aus dem Süddeutschen …

Artikel lesen