Wirtschaft

Wie im Wahlkampf: Johlende Trump-Fans an einer Rally in Youngstown (Ohio). Bild: EPA/EPA

Trump macht den Erdogan

Der US-Präsident mobbt den eigenen Justizminister, hetzt wieder gegen Hillary Clinton und missbraucht ein Pfadfinder-Treffen für politische Propaganda. Selbst Konservative machen sich Sorgen um den Rechtsstaat.

26.07.17, 11:56 27.07.17, 04:40

Zuerst hat sich Donald Trump darüber geärgert, dass sein Justizminister Jeff Sessions in der Russland-Frage in den Ausstand getreten war. Dann hat er ihn in einem Interview mit der «New York Times» angepöbelt – und jetzt mobbt er ihn fast täglich auf Twitter. Sessions sei «schwach» und «stehe unter Druck», tweetete der Präsident.  

«Trumps Andeutungen, sein Justizminister müsse seine geschlagene Opponentin verfolgen, ist eine rohe politische Vergeltung, die man vom türkischen Präsidenten Erdogan oder dem philippinischen Präsidenten Duterte erwarten würde.»

«Wall Street Journal»

Nun ist Sessions zwar ein konservativer Hardliner, der Marihuana wieder streng verfolgen will und dem auch rassistische Züge nachgesagt werden. Doch Sessions ist auch eine ehrliche Haut und äusserst loyal. Als erster Senator hat er Trump öffentlich unterstützt und ist ihm seither stets zur Seite gestanden.  

Wird vom eigenen Präsidenten gemobbt: Justizminister Jeff Sessions. Bild: EPA/EPA

Sessions ist zudem ein überzeugter Vertreter des Rechtsstaates. Deshalb ist er in den Ausstand getreten, als er bei der Anhörung im Senat zugeben musste, ein Treffen mit dem russischen Botschafter Sergei Kisljak verschwiegen zu haben. Ob er es vergessen oder bewusst unterschlagen hat, ist umstritten.  

Trump kann dies nicht verwinden. Er macht Sessions dafür verantwortlich, dass er den Sonderermittler Robert Mueller am Hals hat. Dass er sich dies mit der Entlassung des FBI-Chefs James Comey selbst eingebrockt hat, verschweigt er geflissentlich. Neuerdings wirft Trump Sessions nicht nur Schwäche vor, sondern dass er kein Verfahren gegen Hillary Clinton eingeleitet habe.

Selbst das «Wall Street Journal» schlägt Alarm

Das geht selbst Trumps Anhängern zu weit. Auf der Meinungsseite des «Wall Street Journal» – normalerweise eine feste Burg im Trump-Lager – ist zu lesen: «Trumps Andeutungen, sein Justizminister müsse seine geschlagene Opponentin verfolgen, ist eine rohe politische Vergeltung, die man vom türkischen Präsidenten Erdogan oder dem philippinischen Präsidenten Duterte erwarten würde.»  

Muss einmal mehr als Feindbild herhalten: Hillary Clinton. Bild: AP/AP

Trump macht sich nicht nur über «präsidiale Haltung» lustig, er handelt auch nach diesem Motto. An einer Rally in der heruntergekommenen Industriestadt Youngstown (Ohio) verbreitete er wieder Wahlkampfstimmung und hetzte gegen Hillary Clinton. Seine Fans quittierten dies mit «Lock her up»-Gejohle. Ein Treffen von Pfadfindern in Glen Jean (West Virginia) missbrauchte er für Politpropaganda der übelsten Sorte. Unter anderem bezeichnete er Washington als «Kloake».  

Trump missbraucht Pfadfinder-Rede für politische Propaganda

2m 3s

Trump missbraucht Pfadfinder-Rede für politische Propaganda

Video: watson/Angelina Graf

Der Rechtsstaat stammt nicht von den Gründungsvätern

Was Trump in den letzten Tagen aufgeführt hat, ist mehr als schlechter Stil. Mit seiner Verunglimpfung des Justizministers missachtet der Präsident die Gewaltentrennung, mit seinen öffentlichen Auftritten schürt er die Wut des vulgären Mobs. All dies wird zu einem Angriff auf den Rechtsstaat.  

Der Rechtsstaat wurde den Amerikanern nicht – wie fälschlicherweise oft vermutet – von ihren Gründervätern in die Wiege gelegt. Bis weit ins 19. Jahrhundert hatten die Vereinigten Staaten eine Klientelherrschaft, in der mächtige Clans das Sagen hatten.

In seinem Buch «Political Order and Political Decay» stellt Francis Fukuyama fest: «Amerika hatte 1880 viel gemeinsam mit den heutigen Entwicklungsländern. Es hatte zwar demokratische Institutionen und freie Wahlen, aber die Stimmen waren mit Begünstigungen gekauft.»  

Rechtsstaaten prosperieren, Bananenrepubliken nicht

Erst vor rund 100 Jahren wurden die USA zu einem Rechtsstaat. Nochmals Fukuyama: «Zwischen 1880 und 1920 haben die Vereinigten Staaten das Klientelsystem in kleinen Schritten abgeschafft und die Grundlage für eine professionelle Verwaltung geschaffen, wie es sie in Europa schon seit Generationen gab.»

Der Rechtsstaat ist die wichtigste Errungenschaft der Aufklärung, wichtiger noch als die Demokratie – und schwieriger zu errichten. In ihrem Editorial schreibt die «Washington Post» heute:  

«In einem Rechtsstaat ist die gewaltige Macht der Regierung, Menschen zu verfolgen und einzusperren, unparteiisch aufgeteilt, mit Bedacht und nach definierten Regeln. Diese Regeln gelten gleichermassen für Arme und Reiche, Mächtige und Schwache, für die regierende Partei und die Opposition. In solchen Staaten machen Individuen Karriere wegen ihren Leistungen und nicht wegen ihren Verbindungen. Unternehmen investieren dort, wo sie den höchsten Profit erwarten und nicht, um den Mächtigen zu gefallen. Deshalb prosperieren Rechtsstaaten langfristig. Bananenrepubliken tun es nicht.»

Unter Trump besteht ernsthaft die Gefahr, dass die USA wieder zu einer Bananenrepublik mit Klientelherrschaft werden. Das sollte nicht nur die Amerikaner beunruhigen.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rim 26.07.2017 16:00
    Highlight Trum weiss nicht, was ein Rechtsstaat ist. Er weiss nicht mal, dass er das nicht weiss. Sein Fokus liegt auf Mueller. Russiagate. Er reagiert darauf wie immer. Wie ein Mafiabullie. Er will Sessions wegmobben und ihn mit einem Lackeien ersetzen, welcher Müller dann entfernt. Viele Reps (konservative, reaktionäre und ein Teil seiner Mobbasis) sind erzürnt. Sie drohen Trump die Gefolgschaft zu kündigen. Ueber Twitter hat er ihnen dehalb gerade einen grossen Gefallen getan: Transgender sind von der Armee ausgeschlossen! Das wird sie bei der Stange halten! Tump dealt. Mit allem. Mueller muss weg.
    47 8 Melden
  • Quacksalber 26.07.2017 14:39
    Highlight Immerhin sorgt 45 von seiner selbst eingesifften Kloake aus dafür, dass die rechtskonservative Politik überhaupt nichts zustande bekommt.
    Die Demokraten und besonnene Konservative täten gut daran sich auf die Nachkloakenaera zu konzentrieren.
    52 9 Melden
  • saukaibli 26.07.2017 14:05
    Highlight Naja, man muss aber zugeben, dass der Rechtsstaat in den USA schon lange auf dem Rückzug ist, mindestens seit Präsident Reagan. Arme und Reiche haben da ganz andere Chancen auf Recht, Arme Menschen können sich das amerikanische Justizsystem schon lange nicht mehr leisten. Arme werden nicht nur rechtlich, sonden auch schulisch und sonst überall benachteiligt in den USA, Reiche können sich die Justiz hingegen kaufen und auf gute Privatschulen gehen. Trump ist nur der, der die kranke Gesellschaft offensichtlich macht.
    109 33 Melden
    • blueberry muffin 26.07.2017 14:56
      Highlight Das mögen die rechten Blitzbots von Köppels aber gar nicht hören.
      62 12 Melden
    • Raphael Stein 26.07.2017 15:56
      Highlight Seit Reagan ist es erst so richtig "abgegangen". In den USA können nur jene Menschen in höhere Ämter gewählt werden, die über den nötigen finanziellen Rückhalt verfügen. Nach erfolgter Wahl, muss der Kredit "zurückbezahlt" werden. Ergo, es ist das Dikatat der Reichen. Von der Wiege bis zur Bahre.
      Und erstaunlicherweise flöteten die Medien flott mit. Wir vorliegender Artikel eindrücklich beweist.
      30 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 26.07.2017 13:58
    Highlight Wer definiert hier wer wen mobbt? Die Medien mobben Trump, Punkt. Auch Watson.
    58 171 Melden
    • Domsh 26.07.2017 14:04
      Highlight Trump hat monatelang die Medien mit Fakenews-Vorwürfen angegriffen um seine Lügen zu vertuschen. Kein wunder schiesst jeder Journalist mit ein bisschen Berufsstolz zurück! Recht so
      137 39 Melden
    • blueberry muffin 26.07.2017 14:06
      Highlight Obama wurde weit heftiger gemobbt und er stand drüber - wie ein Mann mit Macht.

      Ihr rechten seit einfach Weicheier. Mimimi die Presse mobbt mich, mimimi, dabei habe ich sie nur Fake News genannt, mimimi.
      151 42 Melden
    • Sandro Lightwood 26.07.2017 14:13
      Highlight Gereth: Du stellst in Frage, wer dies definiert. Nimmst dir aber selber das Recht raus, derjenige zu sein. Momoll.
      83 18 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.07.2017 14:18
      Highlight Wenn du dir dann eine oder zwei einfängst, wer ist dann das Weichei? Es geht nicht um Weichei, sondern um ein Verbot der Lügenpresse, der Zensur und der Volksverhetzung😡

      Obama wurde quasi null von den Medien gemobbt und erhielt sogar den Friedensnobelpreis, obwohl er täglich Menschen mit Drohnen in die Luft jagen ließ.
      28 116 Melden
    • ujay 26.07.2017 14:32
      Highlight Ach..Luegenpresse....tiefstes SVP Niveau, das nimmt dir ein sachlich denkender Mensch doch nicht ab😂😂😂
      84 12 Melden
    • blueberry muffin 26.07.2017 14:35
      Highlight Obama wurde nicht gemobbt? Fox News macht ihn heute noch für alles mögliche verantwortlich. Davor sagten sie nur das er kein Amerikaner sei, das er ISIS gründete, das er ein verdeckter Moslem sei, das er "death panels" wollte, das er zu parteiisch sei, ...

      Eine einfangen? Von euch Weicheiern?
      92 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.07.2017 14:37
      Highlight Wenn erstellt wäre dass Trump ein Kriegstreiber ist würde ich das Bashing auch begrüßen. Es geht um den Frieden auf dieser einzigartigen Welt. Nochmal: wer beschließt nun weitere völkerrechtswidrige Sanktionen gegen Russland/Deutschland? Wer hat vor kurzem eine Grossmobilmachung in Polen, Ungarn, Rumänien und den baltischen Staaten vorgenommen? Bush wird doch Freundschaft zu Russland vorgeworfen? Das widerspricht sich doch. Die westlichen Medien (und nur die) haben ja das Bild des bösen Russland und des bösen Putin aufgebaut. Das sieht der Rest der Welt ganz anders.
      7 75 Melden
    • Fulehung1950 26.07.2017 14:40
      Highlight Sir Gareth, ich glaube Sie haben einen Vogel. Hören Sie doch auf, die Fakten, die sich in aller Öffentlichkeit abspielen, umzubiegen und anders darzustellen! Auch ich war mit Obamas Politik nicht immer einverstanden. Aber ich fühlte mich mit ihm sicherer: er war berechenbar, sein Wort war etwas wert. Da bin ich mir beim Hl. Donald nicht so sicher.
      81 7 Melden
    • Amadeus 26.07.2017 14:43
      Highlight @SirGareth
      Wenn einer lügt, dann ist das vor allem Trump: (Schweden, Menschenmenge an Inauguration, Obama wiretapping, gegen den Irakkrieg usw...)

      Zensur? Es war die Trump Administration, die Medien von Pressekonferenzen ausgeschlossen hat.

      Volksverhetzung? Wer hat denn immer von einem Muslim-Ban geredet, und Mexikaner bad hombres genannt. Das war Trump.

      Obama wurde quasi null von den Medien gemobbt? Schauen sie mal:
      http://www.huffingtonpost.com/entry/history-wont-forget-how-barack-obama-was-treated_us_585d7c72e4b0aee9ce8c1625

      Ausserdem hat Trump selbst jahrelang gegen Obama gehetzt.
      79 7 Melden
    • Domsh 26.07.2017 14:43
      Highlight Unter welchen Kriterien und welche Medien ordnest du in “Lügenpresse“ und “Volksverhetzern“ ein?
      Weisst du überhaupt wofür Obama den Nobelpreis erhielt?
      Solche Gedanken sollte man sich schon machen bevor derartig starke Ausdrücke verwendet werden. Es sei denn man sitzt beschwipst am Stammtisch.
      54 9 Melden
    • Domsh 26.07.2017 15:03
      Highlight Krass, so viele sachliche Argumente gegen so viele wilde Behauptungen. Armer Gareth...
      49 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.07.2017 15:03
      Highlight Fox gehört nicht dazu. Ich schrieb ja, dass Obama 2009 den Friedensnobelpreis erhielt. Gleichzeitig war er der US-Präsident, der die meiste Zeit seiner Amtszeit Krieg führte. Er hat die Verantwortung dafür. Sich immer nur herausreden geht nicht.
      7 61 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.07.2017 15:29
      Highlight Nochmal: hat das Trump oder das Establishment angeordnet?

      2 37 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.07.2017 15:32
      Highlight
      8 41 Melden
    • Domsh 26.07.2017 15:50
      Highlight Oje, RT und das Nato-Blabla als Argumente, das ist dünn, sehr dünn.
      Nochmals, wofür bekam Obama den Nobelpreis?
      Und nein, er ist nicht in Kenia geboren, auch wenn es dazu sicher auch ein Beweis-Youtubevideo, ev. sogar von RT, gibt.
      PS: Zum Glück sind die Baltischen Länder in der Nato, sonst hätte sie Putin auch bereits annektiert um dem Würgegriff dieses bösen Devensifensivbündnisses zu entkommen.
      41 7 Melden
    • Sapere Aude 26.07.2017 16:01
      Highlight Ich finde es ja fast niedlich wie du hier dich schützend vor Trump stellst, doch bitte ich dich als ehemaliges Mobbingopfer den Begriff mobben nicht in diesem Kontext zu verwenden. Trump wird nicht gemobbt, dafür fühlt er sich schlicht zu GREAT und AMAZING um überhaupt ein Opfer zu sein.

      Btw. Trump ist ebenso ein Kriegstreiber wie Obama und Putin. Lächerlich wie ihr Russlandvernarrten immer auf die USA zeigt, während Russland genau so viel Dreck am Stecken hat.

      49 3 Melden
    • Juliet Bravo 26.07.2017 16:38
      Highlight Wer hat die Krim annektiert, Sir? Wer?
      Wer führt verdeckte Kriege mit Truppen, die offiziell in den Ferien sind und keine Hohheitszeichen tragen? Wessen BUK hat eine B777 abgeschossen?
      Wer hat mutmasslich die US-Wahlen gehackt?

      Noch was: die Annexion ist völkerrechtswidrig, die Sanktionen sind es nicht.
      39 3 Melden
    • FrancoL 26.07.2017 17:01
      Highlight Trump gemobbt? Lächerlich, wenn er gemobbt wird dann durch seine eigenen Sprüche und Kehrwendungen und durch seine peinlichen Auftritte.
      28 2 Melden
    • SemperFi 26.07.2017 17:18
      Highlight @SirGareth: Gibt es Quellen für Ihre Grossmobilmachung? Oder ist das einfach Nachplappern oder sogar bewusstes Lügen von Ihnen?
      32 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.07.2017 01:16
      Highlight Trump mobben zu wollen wäre dasselbe wie einer Kuh deren Milch zum Vorwurf zu machen.
      8 0 Melden
  • Ohniznachtisbett 26.07.2017 13:55
    Highlight Das Amerikanische Rechtssystem war, abgesehen von den de jure unparteiischen Richtern, nie vergleichbar mit jenem, auf römischem Recht basierendem Europäischen Rechts. Im Strafrecht gibt es fast ausschliesslich Geschworenenprozesse. Das Haftpflichtrecht ist staatlich legitimierte Erpressung und das Verfassungsgericht urteilt hauptsächlich nach politischer Couloir. Was hingegen in Amerika immer funktioniert hat, war die Gewaltentrennung. Es war quasi der heilige Gral. Trump mag noch so viel Müll rauslassen, für einen eingriff in die Gewaltentrennung müssten ihn selbst die Reps impeachen...
    47 4 Melden
    • Fulehung1950 26.07.2017 14:46
      Highlight Das mit den Geschworenenprozessen stimmt nur bedingt. Wenn einer, dem die Todesstrafe droht, seine Schuld einräumt und mit der Staatsanwaltschaft einen Deal macht, kommt es ohne Prozess zu einer Verurteilung. Die lautet dan i.d.R. auf lebenslänglich "ohne Möglichkeit auf Berufung". Tatbeteiligte, die mit der Staatsanwaltschaft kooperieren, kommen "zum Dank" auch schon mal straffrei davon.

      Ich ernnere nur an das Strafverfahren gegen O. J. Simpson. Dank seiner Millionen und einem Heer von Anwälten war die Jury in seinem Sinn zusammengesetzt (nur Schwarze). Und die sprach ihn frei. Rechtsstaat?
      21 4 Melden
    • Ohniznachtisbett 26.07.2017 15:01
      Highlight Fulehung: Habe ja nicht gesagt, dass ich Geschworenengerichte gut finde. Im Gegenteil...In den USA kann jeder zum Geschworenen berufen werden. Bei deren Bildungsniveau kann das verheerend sein.

      Auch diese Deals finde ich problematisch...die sind ja dann nach dem Motto: Lieber den Spatz in der Hand. Mit dem Wissen, dass man mit einem Pflichtverteidiger eh keine Chance hat. Faire Prozesse sehen für mich anders aus.

      Prominente allgemein profitieren von den Geschworenengerichten, dies ist dann Klientel-Justiz. Rechtsgleichheit ist in den USA nur ein Lippenbekenntnis.
      18 2 Melden
  • seventhinkingsteps 26.07.2017 13:49
    Highlight Mutiger Dude im Titelfoto in der Mitte
    24 8 Melden
    • Juliet Bravo 26.07.2017 16:39
      Highlight Cooler Hund!
      7 4 Melden
  • Ivan der Schreckliche 26.07.2017 13:45
    Highlight Buah diese Blickschlagzeilen auf Watson, schade 😒
    35 16 Melden
  • acove 26.07.2017 13:33
    Highlight Warum immer aufregen, was Trump in die Welt setzt? Er kann bei seinem IQ schließlich nichts dafür, dass er sich so benimmt.
    28 19 Melden
    • blueberry muffin 26.07.2017 14:19
      Highlight Sobald er aufhört Präsident zu sein lassen wir ihn auch wieder in Ruhe.
      51 9 Melden
    • Snowy 26.07.2017 14:35
      Highlight Bei jedem anderen x-beliebigen narzisstischen, unterbelichteten Vollidioten wärs mir auch reichlich egal. Leider ist Trump der mächtigste Mann der Welt und seine Entscheidungen haben (auch) direkten Einfluss auf uns.

      Darum: Man kann gar nicht genug anprangern, wie gefährlich dieser Mann für Rechtsstaat und Demokratie ist
      Ich hoffe, man findet bald ein grosse finanzielle Verfehlung /Bestechung etc in der Russlandgeschichte. Dann sind wir ihn bis in ein bis zwei Jahren los.
      Realistisch gesehen müssen wir aber wohl noch 3,5 Jahre warten und darauf hoffen dass er eine lame duck bleibt.
      30 6 Melden
    • AL:BM 26.07.2017 14:41
      Highlight blueberry muffin:
      Also in (frühestens) 3.5 Jahren?
      6 0 Melden
    • blueberry muffin 26.07.2017 14:53
      Highlight @AL:BM wir reden hier von den Amis, vermutlich also 7.5 Jahren.

      Ausser Putin will einen neuen Präsidenten.
      17 5 Melden
    • AL:BM 26.07.2017 15:01
      Highlight Natürlich, das war etwas unüberlegt von mir! Sry.
      4 3 Melden
  • Holla die Waldfee 26.07.2017 13:30
    Highlight Ich hoffe, da tut sich endlich was und der Unsägliche wird abgesägt.
    33 18 Melden
    • HerrKnill 26.07.2017 13:54
      Highlight Ich fürchte, dass der 'Unsägliche' leider auch ein 'Unabsäglicher' bleibt, solange die Reps sich nicht wiederfinden.
      17 5 Melden
  • sowhatopinion 26.07.2017 13:21
    Highlight Die Gefahr ist beträchtlich, dass sich die USA unter DT noch weiter von einem Rechtsstaat nach europäischem Vorbild entfernen. In der Durchsetzung ihrer eigenen Interessen - wirtschaftlich wie auch bezüglich der Definition gesellschaftlicher Normen - wendet die USA nicht erst seit Trump eigene Masstäbe an. Ihre Handelspartner übernehmen diese seit gut 10 Jahren 1 zu 1, weil sie Milliardenklagen befürchten müssen, welche wiederum auch ohne Schuldeingeständnis in teuren Vergleichen beigelegt werden. Was hat dies mit Rechtsstaatlichkeit zu tun ? Trump beerdigt diese nun im nationalen Kontext.
    28 13 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.07.2017 13:54
      Highlight Die USA sind kein Rechtsstaat was internationales Recht betrifft. Das war schon seit dem zweiten Weltkrieg so (da man es seit der UN-Charta rechtlich messen konnte.
      16 12 Melden
  • Rubby 26.07.2017 13:12
    Highlight Dieser alte mann verkörpert mit sicherheit nicht amerika..!!!...der kommt mir vor wie ein manager...kappert sich eine firma...kassiert unerhörte boni...wenn die firma am boden ist, dann sagt der tschüss ..war gut mit euch...und dann nimmt der sich die nächste firma vor...so denkt der trump...nur dollarzeichen vor den augen....da kommt heftige übelkeit auf...so ein hinterlistiger greis...
    39 18 Melden
    • Silent_Revolution 26.07.2017 13:36
      Highlight Im ersten Satz noch das "nicht" streichen, dann passt das schon so mehr oder weniger.
      18 12 Melden
    • rodolofo 26.07.2017 14:03
      Highlight Es nützt uns nicht, wenn wir Trump als "unamerikanisch" definieren, denn nur weil wir das sagen, verschwindet er ja nicht zerknirscht von der Bildfläche.
      Im Gegenteil! Je mehr wir ausrufen und lamentieren, desto mehr wird er dazu angestachelt, das tobende Riesenmeerschweinchen raus zu lassen!
      Es bereitet ihm ein sadistisches Vergnügen, uns dabei zuzusehen, wie wir uns unter seinem schlechten Einfluss in schimpfende und keifende, eventuell links drehende, "Besorgte Wutbürger" verwandeln.
      So pflanzen sich Hass und Zwietracht fort.
      Auf Aktion erfolgt Reaktion, und so weiter...
      3 16 Melden
    • Saraina 26.07.2017 14:12
      Highlight Ich glaube nicht, dass Trump sich auch nur im Geringsten für den Pöbel in Europa interessiert, und die Meinung die dieser von ihm hat. Wieso auch? Wir kommen in seiner Blase schlicht nicht vor.
      18 5 Melden
    • AL:BM 26.07.2017 14:43
      Highlight Was haben sie nur mit diesen Pünktli?
      10 0 Melden
    • rodolofo 26.07.2017 15:13
      Highlight Pünktli bedeuten "beredtes Schweigen".
      8 2 Melden
    • Saraina 26.07.2017 15:37
      Highlight ...das ist übrigens der Unterschied zwischen Trump und Erdogan. Letzterer beachtet die europäischen Medien, um zu schauen ob ihn wieder jemand beleidigt hat. Darum sieht Erdogan auch so gallig aus, und Trump zufrieden und gut gefüttert.
      8 1 Melden
  • HabbyHab 26.07.2017 13:03
    Highlight Das oberste Bild ist noch schön, in der Mitte der Trump-Schilder ein Anti-Trump/Pence-Schild :)
    29 12 Melden
  • Asmodeus 26.07.2017 12:36
    Highlight "In solchen Staaten machen Individuen Karriere wegen ihren Leistungen und nicht wegen ihren Verbindungen."

    Hmm... und wieso haben mir alle Chefs immer gesagt ich solle darauf achten Networking zu betreiben?

    Vermutlich weil der Rechtsstaat auch nur eine getarnte Oligarchie ist.
    41 24 Melden
    • D(r)ummer 26.07.2017 13:37
      Highlight Sehe ich auch so.

      Hier ist es sicher weniger extrem ist als z.B in Russland. Aber dennoch nicht unmöglich.

      Stichwort Familienunternehmen... (da zählt Leistung UND Verbindung)

      Eines ist klar: Wo Menschen involviert sind, "Mönscheleds".
      16 4 Melden
    • seventhinkingsteps 26.07.2017 13:49
      Highlight "Vermutlich weil der Rechtsstaat auch nur eine getarnte Oligarchie ist."

      Keine Macht für Niemand ;)
      7 7 Melden
    • Gibaue 26.07.2017 14:01
      Highlight 1) Weil Networking eine wichtigs Sozialkompetenz ist, die auch im Unternehmen sehr wertvoll ist. 2) Ersetzt Networking ja nicht die Leistung. Bsp. Durch Networking kriegst du eher ein Job Interview, am Interviewtag musst du aber trotzdem performen, sonst kannst du wieder gehen.
      8 12 Melden
    • rodolofo 26.07.2017 14:12
      Highlight Ich gehe davon aus, dass unser Rechsstaat noch etwas taugt.
      Aber wir müssen sehr gut auf ihn aufpassen!
      Die Versuche von Rechts aussen, diesen Rechtsstaat zu kontrollieren, sind massiv im Gange und ergänzen die rechten Vorstösse zur Zerschlagung, bzw. Bevormundung der Öffentlich-Rechtlichen Radio- und Fernseh-Sender, sowie das Aufkaufen von Medien und deren Umfunktionieren zu Propaganda-Instrumenten!
      Die Kampagne richtet sich gegen "Fremde Richter", meint aber im Grunde "Unparteiische Richter".
      Wenn die SVP mit ihren kommenden Initiativen Erfolg hat, dann bekommen wir Polnische Verhältnisse...
      24 8 Melden
    • IMaki 26.07.2017 15:44
      Highlight @rodolofo. Es ist eigenartig, aber Ihre Warnung vor dem Untergang des - hiesigen - Rechtsstaates findet eine fast unheimliche Parallele im soeben erschienen "Buch DER ABGANG - Bericht aus einer nahen Zeit". Das darin skizzierte Szenario setzt dort an, wo Ihr letzter Satz aufhört.
      5 4 Melden
    • Sophia 26.07.2017 16:40
      Highlight Rechtsstaat, Demokratie, Menschenrechte, alles stellen diese Trumps, Erdogans u.a. nicht einmal in Frage, das alles interessiert sie nicht im Geringsten, das sind Begriffe, die sie nicht kennen. Ich muss dem rodolofo in allem Recht geben, wir müssen verhindern, dass die grössten Errungeschaften der Menschheit nicht von ein paar Idioten wieder zerstört werden! Als unverbesserliche Optimistin rede ich mir ein, dass das alles nur ein letztes Aufbäumen der der ewig Gestrigen ist, an denen schon immer die Zeit vorbeiging, so wie die Karawane an den bellenden Hunden vorbeizieht.
      7 4 Melden
  • Therealmonti 26.07.2017 12:34
    Highlight Wenn man bei einem Trump-Rally in die Gesichter seiner Fans schaut, wird einem übel. Aber auch wenn man in sein Gesicht schaut.
    50 20 Melden
    • AL:BM 26.07.2017 14:44
      Highlight Hoffentlich haben sie nicht vorm Spiegel gestanden... ;)
      5 7 Melden
  • Dilophosaur99 26.07.2017 12:22
    Highlight Cry is free
    11 7 Melden
  • Kunibert der fiese 26.07.2017 12:05
    Highlight Sag ich schon länger, dass die USA heute mehr ein schwellenland als ein industrieland sind. Nur gehen sie, im gegensatz zu z.b china, die entgegengesetzte richtung.
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    • SolidSnake 26.07.2017 12:49
      Highlight China......das ist nicht dein ernst oder?
      Wir sprechen hier schon von dem China, indem immernoch 10'000 Regierungskritiker ohne Rechtsgrundlage inhaftiert sind und Menschenrechte mit Füssen getreten werden?
      45 5 Melden
    • Richu 26.07.2017 14:01
      Highlight @SolidSnake: Sehr gute Analyse betr. China. Leider fehlt "vielen" die Intelligenz, die Menschenrechtslage in China richtig zu beurteilen!
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    • Kunibert der fiese 26.07.2017 14:20
      Highlight Geht ums wirtschaftswachstum etc. Aber natürlich menschenrechtstechnisch wäre türkei ein besseres beispiel.

      Und es wird einen grund geben, ist china noch kein 1. Weltland bzw. Industrieland. Mit sehr hoher wahrscheinlichkeit wegen den prekären menschenrechtsverletzungen.
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    • blueberry muffin 26.07.2017 14:28
      Highlight @SolidSnake wie in Guantanamo Bay?

      Ups.
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    • blueberry muffin 26.07.2017 14:31
      Highlight Mal ganz abgesehen von ihren Dronenexekutionen.

      Oder den Häftlingen die billige Sklavenarbeit verrichten.

      Private Haftanstalten die ihre Zellen von korrupten Richtern gefüllt kriegen.

      Polizisten die unbewaffnete Zivilisten exekutieren ohne Folgen...
      14 2 Melden
    • blueberry muffin 26.07.2017 14:32
      Highlight Veteranen die Aufgrund von psychischen und physischen Verletzungen als Obdachlose vor sich hin vegitieren...
      13 3 Melden
    • Kunibert der fiese 26.07.2017 15:22
      Highlight @blueberrymuffin

      Das supertolle gesundheitssystem nicht vergessen.
      8 3 Melden

Russland «klaut» ganze Fabriken

Was der «weisse Konvoi» wirklich transportierte

Die Welt rätselt, was die 280 russischen Lastwagen im «weissen Konvoi» in die Ukraine transportierten. Auf den starken LKW befanden sich nur ein paar wenige Paletten mit Hilfsgütern. Tatsächlich holte sich Russland aber eine ganze Fabrik.

Sogar zweihundertprozentig regierungstreue Russen lachten lauthals heraus, als sie die Begründung der russischen Regierung hörten, warum jeder Kamaz-Lastwagen im so genannten «Hilfskonvoi» nur zwei, drei Paletten Hilfsgüter geladen hatte: «Die Kamaz-LKW konnten nicht vollständig beladen werden, um einen übermässigen Verschleiss der fabrikneuen Lastwagen zu vermeiden. Voll beladen wären die Kamaz-LKW zudem auf Bergstrassen zu langsam gefahren, um die Hilfsgüter …

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