Wirtschaft
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This image taken on taken Sunday, May 18, 2014 and made available by the Bosnia Army shows an aerial view of the flooded area near the Bosnian town of Brcko along the river Sava, 200 kms north of Bosnian capital of Sarajevo. Three months' worth of rain fell on the Balkan region in three days, producing the worst floods since rainfall measurements began 120 years ago. (AP Photo/Bosnia Army)

Die überflutete Stadt Brčko, 200 Kilometer nördlich der bosnischen Hauptstadt Sarajevo. Bild: AP/Bosnia Army

Hochwasser lässt Wirtschaft einbrechen

Serbien schätzt Flutschäden auf mehr als eine Milliarde Euro

22.05.14, 16:04 22.05.14, 18:47

Nach dem Jahrhunderthochwasser auf dem Balkan beseitigen die Menschen in den betroffenen Gebieten weiter unter Hochdruck Schmutz und Schäden - die wirtschaftlichen Folgen der Flut in Serbien, Bosnien und Kroatien dürften dagegen noch lange zu spüren sein.

Serbian Prime Minister and the leader of Serbian Progressive Party (SNS) Aleksandar Vucic speaks during a news conference with his Bosnian counterpart Vjekoslav Bevanda (not pictured) in Sarajevo, May 13, 2014. REUTERS/Dado Ruvic (BOSNIA AND HERZEGOVINA - Tags: POLITICS HEADSHOT)

Der serbische Premierminister Aleksandar Vucic spricht von gigantischen Schäden. Bild: X02714

Serbiens Ministerpräsident Aleksandar Vucic bezifferte am Donnerstag allein die Schäden am Energienetz auf mehr als 250 Millionen Euro. Insgesamt könnten sich die Schäden in Serbien auf mehr als eine Milliarde Euro addieren.

«Unsere Verluste sind enorm»

Aleksandar Vucic, Serbischer Ministerpräsident

Soldaten evakuierten Schüler in Obrenovac, Serbien. Bild: Reuters

«Unsere Verluste sind enorm», sagte Vucic. Bei einem Treffen mit Vertretern von Weltbank und anderen internationalen Geldgebern warnte der Regierungschef vor einem «langsameren Wirtschaftswachstum» infolge der Überschwemmungen. 

Allein rund 3500 Kilometer Strassen und 80 Brücken seien durch die Fluten zerstört worden, 200 weitere Brücken beschädigt worden, sagte Vucic. Die für Serbiens Wirtschaft wichtige Bahnstrecke zum montenegrinischen Hafen von Bar ist noch voraussichtlich einen Monat lang unbefahrbar.

Geflutete Brücke in der serbischen Hauptstadt Belgrad Bild: EPA/EPA

Bosnien braucht internationale Hilfe wegen «gewaltiger Katastrophe»

Auch in Bosnien gehen die Behörden von Schäden in Höhe von hunderten Millionen Euro aus. Der bosnisch-serbische Präsident Igor Radojicic sprach von einer «gewaltigen Katastrophe». Sein Land brauche internationale Hilfe. 

Der Präsident der bosnischen Handelskammer, Ahmet Egrlic, schätzte, dass die Wirtschaftsleistung des Landes um 30 Prozent einbrechen könne. Hunderte Arbeitsplätze seien bedroht.

Zerstörte Maschine bei einer Kohlemine in Bosnien Bild: AP

Ein Erdrutsch zerstörte Zenica, 120 Kilometer nördlich von Sarajevo. Bild: AP

Rund 50 Tote, 150'000 mussten Häuser verlassen

Die serbischen Behörden erlaubten am Donnerstag Einwohnern die Rückkehr in mehrere von den Fluten wieder freigegebene Gemeinden wie Baric bei Belgrad. Baric an der Save war am Samstag in aller Eile evakuiert worden, mittlerweile wurde Entwarnung gegeben.

Der Fluss Save, der wichtigste Nebenfluss der Donau brachte Tausende Menschen um ihr Hab und Gut. Bild: AFP

Bei den Überschwemmungen infolge tagelanger Regenstürme wurden bis Mittwoch rund 50 Menschen getötet. Fast 150'000 Menschen in Bosnien, Serbien und Kroatien mussten ihre Häuser verlassen. Mehr als 1,6 Millionen Menschen auf dem Balkan sind betroffen.

In den Hochwassergebieten mussten wegen Seuchengefahr noch dutzende Tonnen Tierkadaver entsorgt werden. Bislang gebe es noch keine Epidemien, «aber die Lage ist sehr unsicher», sagte der bosnische Gesundheitsminister Rusmir Mesihovic.

Diese Schafe konnten sich retten. Für sehr viel Vieh kam aber jede Hilfe zu spät. Bild: X01390

Zahlreiche Länder boten Beistand an, darunter die Schweiz. Die Vereinten Nationen boten an, neben den bereits zur Verfügung gestellten medizinischen Gütern weitere humanitäre Unterstützung zu schicken. 

Die kroatische Fussball-Nationalmannschaft spendete ein Viertel der Prämien, die ihnen für das Erreichen des WM-Turniers in Brasilien gezahlt wurden, den Flutopfern auf dem Balkan. (tvr/sda/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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