Wirtschaft
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Nissan technicians work on a Qashqai car on the production line at the company's plant in Sunderland, Britain November 9, 2011. REUTERS/Nigel Roddis/File Photo

In der Nissan-Fabrik in Sunderland befürchtet man einen Stellenabbau.
Bild: © Nigel Roddis / Reuters/REUTERS

Sie stimmten für den Brexit – jetzt bangen sie um ihren Job

Nach dem britischen Votum für den Austritt aus der Europäischen Union häufen sich die Hiobsbotschaften aus der Wirtschaft. Der Finanzminister warnt, das Land werde ärmer.



Sunderland ist eine Stadt im Nordosten Englands. Bekannt ist sie für ihren Fussballklub, der zwischen der Premier League und der zweithöchsten Spielklasse hin und her pendelt. Sunderland ist auch Standort einer Fabrik des japanischen Autoherstellers Nissan mit 6700 Beschäftigten. Die meisten Fahrzeuge werden in Länder der Europäischen Union exportiert.

Sunderland stimmte am letzten Donnerstag mit 61,3 Prozent für den Austritt aus der EU.

Nun herrschen Ernüchterung und Angst. Ein Nissan-Arbeiter namens Steven, der seinen Nachnamen nicht nennen wollte, sagte der «Financial Times», er habe für den Brexit gestimmt. Als er am Morgen danach aufgewacht sei, habe er sich gefragt: «Was habe ich getan?» Die Arbeiter in der Autofabrik seien schon vor der Abstimmung besorgt gewesen, denn Sunderland befinde sich einem intensiven Wettbewerb mit anderen Standorten der Renault-Nissan-Allianz.

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Finanzminister Osborne versucht, die Märkte zu beruhigen.
Video: watson.ch

Seit Jahren drohe ein Stellenabbau, wenn man der Konkurrenz nicht voraus sei, sagte Steven. Carlos Ghosn, der Chef von Renault-Nissan, hatte sich im Vorfeld der Abstimmung für den Verbleib in der EU ausgesprochen. Steven war trotzdem für den Austritt, «weil ich will, dass Britannien wieder Britannien ist». Zahlreiche Arbeiter hätten gleich gehandelt. Nun stehen sie vor einer ungewissen Zukunft. Steven hofft, dass «die Regierung Geld in Nissan steckt».

Regierung hat keinen Plan

Viel erwarten darf er nicht. Finanzminister George Osborne hatte am Montag noch versucht, die Märkte zu beruhigen: «Unsere Wirtschaft ist so stark wie nötig, um sich der Herausforderung zu stellen, die auf unser Land jetzt zukommt.» Am Dienstag äusserte er sich bedeutend weniger zuversichtlich: «Es ist eindeutig, dass das Land aufgrund der aktuellen Ereignisse ärmer werden wird», sagte er in einem Radiointerview mit der BBC. Er kündigte Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen an.

Geld für Nissan liegt da kaum drin. Der Cheflobbyist der britischen Autoindustrie hob am Mittwoch die Bedeutung einer weiteren Beteiligung Grossbritanniens am EU-Binnenmarkt hervor. Tags zuvor hatte Wirtschaftsminister Sajid Javid betont, ein sicherer Zugang zum Binnenmarkt sei das oberste Ziel bei den Austrittsverhandlungen. Die Gemüter konnte er damit kaum beruhigen. Carolyn Fairbairn, die Direktorin der britischen Industrievereinigung, erklärte, die Regierung sei «weit davon entfernt», einen Plan zu haben.

Weniger Investitionen

Die Verunsicherung ist Gift für den Wirtschaftsstandort Grossbritannien. Seit dem Brexit-Votum häufen sich die Negativmeldungen. So haben die Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch die Kreditwürdigkeit des Königreichs herabgestuft. Banken in der Londoner City erwägen die Verlagerung eines Teils ihrer Aktivitäten an Standorte in der EU wie Frankfurt, Luxemburg oder Dublin. Hinzu kommen weitere Beispiele aus diversen Bereichen:

epa05128809 CEO Michael O’Leary of Ryanair airlines reacts as he speaks at a press conference in Brussels, Belgium, 27 January 2016. O’Leary presented the 2015 year results of the compagny and new destination for his low cost airline.  EPA/OLIVIER HOSLET

Ryanair-Chef Michael O'Leary stoppt den Ausbau in Grossbritannien.
Bild: OLIVIER HOSLET/EPA/KEYSTONE

Die Hiobsbotschaften gehen an der Bevölkerung nicht spurlos vorbei. In einer am Wochenende durchgeführten Umfrage zeigten sich 61 Prozent der rund 2000 Befragten besorgt über die Zukunft der britischen Wirtschaft. Analysten erwarten eine Rezession oder zumindest eine deutliche Abkühlung. Es gibt auch Stimmen, die davon ausgehen, dass Britannien langfristig von einem EU-Austritt profitieren könnte. Sie räumen allerdings ein, dass dieser Prozess schmerzhaft verlaufen und neben Gewinnern auch Verlierer erzeugen werde.

Brexit-Referendum

Ein rosiges Bild zeichnet der Staubsauger-«König» James Dyson. Er hatte sich als einer von wenigen britischen Unternehmern für den Brexit engagiert und geklagt, die EU fördere aus Rücksicht auf die deutsche Wirtschaft veraltete Technologien. Nun präsentierte er in der «Sun» einen 10-Punkte-Plan für das Post-Brexit-Britannien. Einige Argumente kommen aus Schweizer Sicht bekannt vor. So behauptet Dyson etwa, die EU brauche «uns mehr als wir sie».

Die Stimmen aus der Wirtschaft, die auf den Zugang zum EU-Binnenmarkt pochen, sprechen eine andere Sprache.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Malu 81 03.07.2016 07:33
    Highlight Highlight Gewisse Leute schwelgen in den Geschichtsbüchern und denken, dass Sie immer noch eine Weltmacht sind. Dabei ist
    heute der eine vom anderen abhängig. Sicher
    werden nun zusätzliche Kosten auf die Briten
    zukommen. Diese werden sicher höher sein
    als die früheren Ausgleichszahlungen an die
    EU. Je nach Entwicklung werden ein paar
    Konzerne abwandern.
  • rodolofo 02.07.2016 07:56
    Highlight Highlight In ihrer ersten Unabhängigkeits-Euphorie haben die Briten nicht daran gedacht, dass sie nach dem Auszug aus dem "Europäischen Haus" mit der geduldigen Mutti Merkel und dem antiautoritären Papa Hollande ihre schmutzige Wäsche selber waschen müssen...
    Sollen sie jetzt reuhmütig zurückkehren, wie jene Angsthasen, die in der Badi den Sprungturm wieder die Leiter rückwärts hinunter steigen?
    Wenn die Wirtschaft schrumpft, dann ist das doch gut für die übrige Natur!
    Ein Polit-Turnier selbstbewusst verlassen ist doch besser, als gegen einen Fussballzwerg wie Island auszuscheiden!
    Also, Brexit ahoi!
  • Froggr 30.06.2016 21:26
    Highlight Highlight Ich wette mit jedem, dass weder GB noch die EU untergehen werden. Für GB wird es langfristig sicherlich keine negativen Folgen haben. Das ganze wird viel zu dramatisch dargestellt. Reine Angstmacherei der Linken und EU-Befürworter. Genau die, welche sich über die Angstmacherei der SVP aufregen.
  • penetranz 30.06.2016 20:55
    Highlight Highlight Fazit: Großbritannien zahlt jährlich sehr viel Geld in den EU-Topf ein, relativ gesehen ist die Summe aber nicht übermäßig groß. Tatsächlich beziehen die eurokritischen Regierungen in Polen und Ungarn am meisten Fördergelder aus dem EU-Topf, das könnte den Briten ungerecht vorkommen. Doch im Vergleich mit anderen EU-Nettozahlern haben sie bereits einen guten Deal ausgehandelt - und sparen dadurch Milliarden.
  • dumpster 30.06.2016 16:58
    Highlight Highlight In der EU wird beim Import eines Staubsaugers aus z.B. Israel, der Türkei oder Peru dank entsprechender Abkommen ein Zollsatz von genau 0% fällig. Und das soll bei den Briten nicht möglich sein, weil man sie jetzt abstrafen muss? Ist das die friedensfördernde Seite der EU?

    Beim Handel profitieren immer beide Seiten. Für Deutschland ist das Vereinigte Königreich beim Export der drittwichtigste Handelspartner. Mir ist es ein Rätsel, wie man da von Rosinenpickerei reden kann. Kein Deutscher kauft sich einen Dyson, weil es ein Politiker empfohlen hat.
    • meliert 01.07.2016 16:43
      Highlight Highlight Dyson wird in China produziert, leider!
  • It's me Dario 30.06.2016 15:27
    Highlight Highlight Ich bekomme das gefühl nicht los das vergessen gegangen ist, das die EU einen grossen anteil zur friedensförderung beiträg, wens nicht gar der grund dafur ist das sich die Länder in Europa nicht mehr bekriegen.
    Wen jetzt alle wieder das gefühl bekommen alleine ist man besser dran haben wir wieder einen haufen einzelne Länder die das gefühl haben, Sie seien die grössten.
    • Froggr 30.06.2016 21:17
      Highlight Highlight Es gab bei vor jedem (ja sogar während jedem) krieg in Europa Bündnisse. Aber die haben nichts geholfen, da eben genau diese das Problem qaren. Jeder war zu völlig überflüssigen Dingen verpflichtet. Schliesslich endete es in einem "wenn du ihm, dann ich dir und er dann mir".
    • humpfli 02.07.2016 19:02
      Highlight Highlight Ach, wie haben dann die Weltkriege begonnen? Nicht etwa durch Bündnisse oder?
  • E7#9 30.06.2016 14:48
    Highlight Highlight Ein paar Hintergrundinfos zum Brexit (sorry, geht eine Stunde lang doch es lohnt sich):

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    • nilson80 30.06.2016 18:44
      Highlight Highlight Sehr schönes Beispiel für die Desinformation im Rahmen der "Leave" Kampagne. Abgesehen davon handwerklich wirklich grauenhaft gemacht. http://www.vice.com/en_uk/read/brexit-the-movie-review-sam-kriss-martin-durkin
    • E7#9 30.06.2016 19:59
      Highlight Highlight Wieso Desinformation? Wo konkret? Mir zeigt der Film wie es dazu kommen konnte. EU-Regulierungen für die "grossen" z.L. der "Kleinen" etc. Vorher habe ich den Brexit nicht nachvollziehen können, jetzt schon. Eine Vorhersage ob der Brexit langfristig für die breite Bevölkerung Vor- oder Nachteile bringt masse ich mir nicht an. Aber mir zeigt der Film, wie billig es ist, den Brexitler einfach Rassismus und Populismus zu unterstellen.

      Und ist nicht eher dein Link etwas populistisch? Ist doch egal wie diese Menschen aussehen, was sie anhaben oder dass der Film handwerklich besser sein könnte.
    • nilson80 01.07.2016 12:00
      Highlight Highlight Der Film ist voller Fehler und Halbwahrheiten. Zur Gegenüberstellung habe ich deswegen auch einen Link beigefügt. Es kann sich jetzt jeder sein Urteil bilden. Das ist nicht populistisch.
  • HansPeterMeier----Patriot. 30.06.2016 13:12
    Highlight Highlight Die Briten werden in ein paar Jahren mächtiger als jemals zuvor sein! Die EU ist dem ende geweiht.

    Die Briten täten gut daren mit uns Eidgenossen einen neuen Wirtschaftsraum zu erschaffen als konkurenz zur EU und dieser Wirtschaftsraum wird innert kürzeste Zeit die EU vernichten !!

    Lieber Frei und Unabhängig als ein Vassele unter den Armen der Diktatoren der EU.

    Daher Bilateralen kündigen und ihr werdet sehen das wir nicht untergehen werden sondern deswegen noch mächtiger werden denn die Eidgenossenschaft ist nicht auf das Ausland angeweisen das Ausland ist aber auf uns angewiesen.
    • FrancoL 30.06.2016 14:25
      Highlight Highlight Sonst noch Fantasien? Oh ja die Briten kaufen ja mächtig viel den Schweizern ab, das könnte ja zu einem Export-Höhenflug ausarten.
      Du brauchst tatsächlich jemanden oder bist auf jemanden angewiesen, dass kann ich mir gut vorstellen.
    • Rheinpfeil 30.06.2016 14:26
      Highlight Highlight Geballte helvetische Wirtschaftskompetenz
    • Normi 30.06.2016 15:05
      Highlight Highlight dazu nur eins:
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  • Idealist3000 30.06.2016 12:54
    Highlight Highlight Es ist ein Riesenproblem wenn eine Abstimmung von den älteren und den bildungsfernen Mitbürgern dominiert werden konnte. Diese wurden von populistischen Elementen instrumentalisiert. Kommt mir irgendwie bekannt vor.
    • Swissclimber 30.06.2016 16:40
      Highlight Highlight Der Respekt vor dem Mitbürger! Genau das ist das Problem der bildungsnahen elitären Gesellschaft (oder wie heissen diese in ihrem Jargon?)
    • Froggr 30.06.2016 21:21
      Highlight Highlight Es sind aber genau diese "alten", die wissen, wie sich GB in den letzten 30-40 Jahren verändert hat. Die Jungen wissen nur wie es jetzt ist, was viel problematischer ist.
    • legis 01.07.2016 12:01
      Highlight Highlight @Swissclimber
      Der Respekt vor dem Mitbürger: Die "elitären", "bildungsnahen", die so gegen ihre eigenen Interessen wählen, dass dem einfachen Bürger wenigstens noch ein bisschen der Arsch geretted wird und der Büezer nicht komplett geschröpft wird. Ja, das nennt sich dann Respekt!
      Denn genau die Leute, die sich den ganzen Tag abrackern und wegen ein paar egoistischen Führungspersönlichkeiten einen Dreck dafür bekommen, was sie geleistet haben, würden sich ohne diese "Elitären" und "Bildungsnahen" ihr Grab im NU selbst schaufeln.
  • penetranz 30.06.2016 12:28
    Highlight Highlight jaja die Regierung soll jetzt geld investieren. Das wollen die Bauern und Fischer auch, vergessen aber, dass die Subventionen aus Brüssel kamen.

    Erst denken und dann das Kreutz setzen.
    Selber Schuld, ich habe absolut kein Mitleid
    • dumpster 30.06.2016 17:36
      Highlight Highlight Das Geld für die Subventionen mussten die Briten zuerst nach Brüssel schicken, damit es von dort wieder zurück kam (teilweise).
    • dumpster 30.06.2016 20:22
      Highlight Highlight Dass GB ein Nettozahler ist, daran ändern übrigens auch Blitze nichts.
  • wonderwhy 30.06.2016 11:32
    Highlight Highlight Totalitäre Bürokraten und Wirtschaftsriesen weihen ein Land dem Untergang, das es gewagt hat die EU verlassen zu wollen, und alle klatschen Beifall! Big Government und Big Corporate wird jetzt gefeiert. Ich lese Voten gegen die direkte Demokratie! Was soll ein dummer Bürger auch schon zu melden haben. Ich lese ausführlich von Hiobsbotschaften. Stimmen wie die von Dyson werden in 2 Sätzen am Rande erwähnt. Anstatt Reflektion, herrscht Repression. Da kann man ja für die Zukunft Europas nur noch zuversichtlich sein. Also los! TTIP und TISA her! Wir sind bereit Euch blind zu vertrauen!
    • Jaklar 30.06.2016 12:32
      Highlight Highlight Weihen dem untergang. Hallo?
      Die eu ist jetzt schlicht ein konkurent von gb. Die mehrheit der briten hat gesagt sie wollen sich von der eu lösen. Wer den wahlkampf verfolgt hat dem dürfte aufgefallen sein das die leave leute massiv gegen die "böse" eu geschossen hat. Die werden ja wohl jetzt nicht erwarten dass sie von eben dieser eu alle wünsche erfüllt bekommen.
      Sie scheinen eine seltsame ansicht entwickelt zu haben.
    • Fabio74 30.06.2016 12:37
      Highlight Highlight was rauchst du um solche Kommentare zu schreiben?
    • R&B 30.06.2016 13:05
      Highlight Highlight @wonderwhy: Sehe ich gar nicht so, denn Sie ignorieren reale Wirtschaftsfaktoren. Dyson kann ich nicht ernst nehmen, denn seine Produkte sind nicht besser als die Herkömmlichen, aber er hat eine exzellente Kommunikation. Wie eben jetzt auch mit seinen 10 Punkten. Wer's glaubt 😂😂😂
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  • Luca Brasi 30.06.2016 11:30
    Highlight Highlight Britannien soll wieder Britannien sein? Unwahrscheinlich. Die alten Kolonien haben keinen Bock ihre Unabhängigkeit von Britannien zu verlieren und nicht mal Schottland und Nordirland sind begeistert von der Brexit-Entscheidung. Britannien huldigen, aber für ein japanisch-französisches Unternehmen arbeiten? Ziemlich paradox. Ist das britischer Humor? Aber wo Investitionen abfliessen, profitieren andere Standorte wie Luxemburg, etc. Die Leute dort wirds freuen.
  • herschweizer 30.06.2016 11:25
    Highlight Highlight Gell Leute... Die Briten müssen nicht aus der EU austreten. Der Druck zum Brexit ist nur politisch. Es war ja nur so was wie ne Volksbefragung. Und wie es politisch in 3Monaten aussieht kann man nur ahnen...
    • Seppels 30.06.2016 15:54
      Highlight Highlight Stimmt schon, würde es Ihnen aber nicht empfehlen das Votum zu ignorieren

      Aber am Schluss weiß man einfach von nichts mehr und die EU "Diktatur" ist wieder mal schuld

      Die brexit Jungs machen vor
  • herschweizer 30.06.2016 11:21
    Highlight Highlight Haha... sehrwahrscheinlich wissen sie gar nicht was und wo die City of London genau ist und wies dort läuft
  • flyingdutch18 30.06.2016 11:07
    Highlight Highlight Ihre Reue kommt zu spät. Brexit heisst Brexit. So schade, dass sie Lügnern und Rassisten aufgesessen sind.
    • R&B 30.06.2016 13:01
      Highlight Highlight Die Abstimmung ist rechtlich gesehen nicht bindend, weil sie konsultativer Natur ist. Ob die Regierung politisch den Entscheid, wie vor der Abstimmung versprochen, umsetzen wird, wird sich noch zeigen. Ich vermute, dass Cameron nur darum zurückgetreten ist, so dass der Nachfolge-Premier den Brexit nicht durchziehen muss.
  • SVARTGARD 30.06.2016 10:49
    Highlight Highlight So ist das Leben.
  • Der Zahnarzt 30.06.2016 10:43
    Highlight Highlight Häme, Schadenfreude und Schuldzuweisungen gegenüber den Briten sind deplatziert. - Ob die Entscheidung so schlecht war, werden wir erst nach einigen Jahren sehen. Nach dem Nein zum EWR hat der BR auch schwarzgemalt und es ist anders gekommen. Im Moment überwiegen m. E. die Vorteile der Abstimmung: die Populisten stehen in der Pflicht und müssen ihr wahres Gesicht zeigen. Die EU hat einen Schuss vor den Bug bekommen. Es findet eine Debatte statt. - Der Hauptgrund für Arbeitsplatzverlust ist und bleibt der Neoliberalismus/Kapitalismus!
    • Normi 30.06.2016 10:58
      Highlight Highlight Das es den Briten in ein paar Jahren wider besser geht bezweifle ich doch stark, es kann doch nicht im Interesse der EU sein das sich ein austritt lohnt ?
    • FrancoL 30.06.2016 10:58
      Highlight Highlight So locker möchte ich das auch sehen können und wohl auch viele, viele Arbeiter in UK.
      Es ist nicht so ein "Schuss vor den Bug der EU", das wäre es gewesen wenn 49% zugestimmt hätten. Was da passiert ist, ist nicht eine Warnung sondern eine klare Formulierung eines Austritts, wenn auch die Regierung UK nicht daran gebunden ist. Sollte sie es aber nicht durchziehen, dann wird man sich fragen; was soll die ganze Abstimmerei?
    • kurt3 30.06.2016 11:02
      Highlight Highlight Zahnarzt , die Populisten haben ihr wahres Gesicht schon gezeigt , falls es Dir entgangen ist . Kein Plan , keine Lösungen , Rüchnahme der Versprechungen .
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  • NiemandVonNirgendwo 30.06.2016 10:40
    Highlight Highlight Mich erstaunt weder das Abstimmungsresultat noch die jetztigen Reaktionen. Wenn ein Volk so selten nach seiner Meinung gefragt wird, ist doch klar, das man sich den Folgen nicht bewusst ist. Bin gespannt wie es weiter geht.
    Ich bin froh und dankbar, das in der Schweiz mehrere Volksbstimmungen pro Jahr durchgeführt werden. Der Dialog über die Folgen findet vor der Abstimmung statt und nicht nachher. Eigentlich beweisst diese Abstimmung, das die Völker viel mehr Mitsprache recht benötigen, um sich mit einem Thema auseinander zu setzen.
    • kettcar #lina4weindoch 30.06.2016 10:51
      Highlight Highlight Das hat uns auch nicht davon abgehalten die MEI anzunehmen, ungeachtet den Folgen...
    • NiemandVonNirgendwo 30.06.2016 13:28
      Highlight Highlight Ja leider. Nur leider haber die Boulevard Medien starken einfluss auf die Wähler. Dies sah man auch in England. Wenn es nur um Schlagzeilen geht wird Angst verbreitet. Dies wird auch gelesen. Ebenso Skandale. Im Nachhinein schiesst man dann auf Politiker, weil es eben eifach ist. Lösungen zu finden ist viel schwerer...
    • Jason84 30.06.2016 13:50
      Highlight Highlight Ich finde das beweisst das Gegenteil. Die leute sind krass auf die Lügen und leeren Versprechungen der Populisten reingefallen. Oder wollten mit ihrer Stimme nur Protest ausdrücken aber nicht austreten. Und jetzt? Einige jammern über das böse Erwachen, einige werden sich bewusst was es wirklich heisst und die Populisten kassieren ihre Versprechen und ziehen den Schwanz ein. In anderen Länder braucht es für solch grundlegende Entscheidungen eine 2/3 Mehrheit. Bei 50,4 oder 52% ist das doch für solche Tragweiten sehr knapp!
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  • Wilhelm Dingo 30.06.2016 10:31
    Highlight Highlight Hört auf mit der Panikmache. GB ist seit der BREXIT Abstimmung um 20% günstiger geworten wegen der Pfundabwertung. Die USA, Japan etc können auch ohne EU Mirgliedschaft in die EU exportieren, warum soll das GB nicht können?
    • Normi 30.06.2016 10:46
      Highlight Highlight Weil die "Böse EU" das nicht zulässt ohne neu verhandelten Verträge mit schlechteren Konditionen für GB.

      USA, Japan etc haben eigene Verträge mit der EU.

      Ist das so schwer zum verstehen ?
    • Wilhelm Dingo 30.06.2016 10:52
      Highlight Highlight @Normi: Auch GB wird einen Vertrag bekommen. WTO Verträge haben sie schon...Ist das so schwer zum verstehen?
    • kurt3 30.06.2016 11:06
      Highlight Highlight Dingo , was meinst Du mit günstiger geworden ? Für Ferien in GB oder Shopping in London ?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Normi 30.06.2016 10:26
    Highlight Highlight So sch****st man sich selber an HA HA:
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  • Wandtafel 30.06.2016 10:19
    Highlight Highlight "Steven hofft, dass «die Regierung Geld in Nissan steckt»"

    Zu erst gegen die Regierung und 'die da oben' wettern, dann hoffen dass der Staat in eine privatwirtschaftliche Firma Geld pumpt damit der eigene Arsch gerettet ist. Herrlich.
  • Humbolt 30.06.2016 10:18
    Highlight Highlight Dasselbe wird auch hier passieren. Am meisten betroffen vom Schwachsinn der SVP werden genau ihre Stammtischgänger sein, die lieber zehnmal die gleiche falsche Leier runterlabern, als einmal sich richtig zu informieren.

    Vielleicht kann das Opfern der Briten dem Rest von Europa, und vor allem den Amis!, mal die Augen öffnen.

    Wenn nicht, haben wir es anders auch nicht verdient.
  • Jay_Jay 30.06.2016 10:02
    Highlight Highlight Tja so ist das halt, wenn man auf Populisten hört und aus Angst wählt.
  • Jaklar 30.06.2016 09:59
    Highlight Highlight Die engländer wussten ja das ihr entscheid konsequenzen haben wird. Die rechnung kommt jetzt eben. Das ist eben der preis für die angebliche souveränität.

    Die brexit befürworter sollen doch jetzt ihre fürsprecher befragen wie es weiter gehen soll wo sind den jetzt plötzlich die super nationalisten jonson etc. wo die lösungen.
    Schönschwätzer!

    Ich frage mich wieso an so vielen orten die leute stimmrecht haben aber nicht vorher studieren oder sich wenigstens informieren. Das das nicht gut gehen konnte musste jedem klar sein.
    England wird am schluss alleine dastehen.
    Blöd aber auch.
    • kurt3 30.06.2016 10:27
      Highlight Highlight Kürzlich ein Artikel im " economist" : " die direkte Demokratie eignet sich vielleicht für Sachen wie den Eurovision Song Contest , zur Führung eines Landes eher weniger" .
      Leider kann ich das nicht verlinken , da ich den Namen des Autors vergessen habe.
  • leu84 30.06.2016 09:57
    Highlight Highlight Wer A sagt, der muss auch B sagen. Jeder muss mit seiner Entscheidung auch die Konsequenzen tragen. Aber wie man sieht, wollen die verantwortlichen Kapitäne das Ruder nicht in die Hand nehmen
  • kurt3 30.06.2016 09:52
    Highlight Highlight Der Satz des Nissan- Arbeiters : weil ich will , das Britannien wieder Britannien ist " trifft die Motivation der vote- leavers perfekt . Mit prospektivem Denken hat es leider wenig zu tun .
    • nilson80 30.06.2016 11:30
      Highlight Highlight Vor allem ist der Grund dafür, dass es dieses "Britannien" nicht mehr gibt, eben nicht die EU. Es war vielmehr so, dass Grossbritannien eingetreten ist weil von der alten Weltmacht nichts mehr übrig war und das Land in den 70er Jahren eher schlecht dran war. Was vielen beim Wählen vergessen haben ist, dass sie die Uhren 40-50 Jahre zurückdrehen und nicht 400.
  • FrancoL 30.06.2016 09:52
    Highlight Highlight Danke für den guten, umfangreichen Artikel!
    Er zeigt wieder auf was UK will; eine à la carte Lösung, so zB eben der sichere Zugang zum EU-Binnenmarkt und natürlich aber keinen sicheren Zugang der PFZ zum UK Arbeitsmarkt.
    Die Hiobsbotschaften werden sich noch verstärken, denn was man heute nicht braucht ist eine Rechtsunsicherheit oder eine unsichere Investitionszukunft in der EU.
    Es gibt weltweit genügend andere Unsicherheiten und darum sollte die EU zur Ruhe kommen, sich reformieren aber die Investitions-Sicherheit nicht strapazieren.
    Reformen müssen her, ihm Rahmen des Möglichen.
    • Angelo C. 30.06.2016 12:34
      Highlight Highlight Richtig, grundsätzlich ein guterArtikel.

      Was du schreibst ist m.E. zutreffend, doch die interne Reformfreudigkeit der EU bleibt abzuwarten, denn "im Rahmen des Möglichen" ist ein dehnbarer Begriff 😉!

      Gewisse oekonomische Einbussen wird GB, nebst den sich abzeichnenden Querelen mit Schottland, zweifellos zu verbuchen haben.

      Wie sich das wirtschaftlich langfristig auswirken mag, wird weitgehend von den Folgevereinbarungen mit der EU abhängig sein und da Deutschland gemäss den gestrigen Aussagen Merkels starke oekonomische Interessen an GB hat, wird es wohl nicht gar so heiss gegessen werden.
    • FrancoL 30.06.2016 12:58
      Highlight Highlight @Angelo C.; Völlig einverstanden, würde allerdings relativieren dass Deutschland wirklich so starke ökonomische Interessen an GB hat.
      Der Finanzplatz Frankfurt kann mehr als gut ohne London im gleichen Boot leben, der Versuch die Chinesen stärker nach Deutschland zu beamen (nicht Touristen sondern UN) kann ohne UK auch besser klappen. Das nur 2 Kontexte die Deutschland nicht unbedingt zum wahren Freund/Verbündeten der Briten macht.
    • FrancoL 30.06.2016 13:03
      Highlight Highlight @Angelo C: Ja ich schreibe im "Rahmen des Möglichen" und meine es auch als dehnbarer Begriff, weil bei 28 Länder alleine schon der Begriff der Demokratie oder der Ausfertigung des Demokratie eine dehnbare Auffassung bedingt. Erst wenn die Einzelländer eine ausgeglichenere politische Auffassung von Demokratie erarbeitet haben, kann man von Brüssel auch eine Umsetzung dieser demokratischen Werte verlangen. Brüssel widerspiegelt einen guten Teil der Regierungsaktivitäten der einzelnen Länder, was nicht anders zu erwarten ist. Totalitär im Einzelland = Totalitär im EU-Gefüge.
    Weitere Antworten anzeigen
  • almlasdn 30.06.2016 09:50
    Highlight Highlight Selber schuld...
  • Lumpirr01 30.06.2016 09:45
    Highlight Highlight Lieber Peter Blunschi, was nun genau passieren wird, ist schwierig vorherzusagen. Etwas mehr Unabhängigkeit von Brüssel muss nicht unbedingt heissen, dass die britische Wirtschaft erlahmen muss. Es kommt auch darauf an, wie sich die EU mit Grossbritannien engagieren wird / will. Ich wünschte mir eine EU mit viel mehr Flexibilität, dafür etwas weniger als 30'000 Beamte...
    • Peter 30.06.2016 10:13
      Highlight Highlight Es lässt sich schwer voraussagen, aber die ersten Indizien, die ich schildere, sind nicht ermutigend. Das grosse Problem ist die Unsicherheit. Es dürfte noch lange dauern, bis das Arrangement zwischen EU und UK feststeht. Und gegen eine flexiblere EU hätte ich nichts einzuwenden.
    • kurt3 30.06.2016 10:33
      Highlight Highlight Lumpirr 01 , Etwas mehr Unabhängigkeit ? Wie soll das gehen ? Und ausgerechnet GB mit £ , Britenrabatt und anderen Extrawürsten ?
    • kurt3 30.06.2016 10:42
      Highlight Highlight Lumpirr 01 , EU mit weniger als 30'000 Beamten ? Z.B . wie der Kanton Zürich mit 33'800 Angestellten ?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Str ant (Darkling) 30.06.2016 09:18
    Highlight Highlight Beautyful Pro EU Fearmongering
    • karl_e 30.06.2016 10:39
      Highlight Highlight Englisch ist nicht mehr offizielle Sprache in der EU. Du solltest also schleunigst auf Deutsch umstellen.
    • Olaf! 30.06.2016 10:42
      Highlight Highlight Wenn du schon auf Englisch schreibst, machs ohne allzu offensichtliche Fehler, oder lass es...

    • Fabio74 30.06.2016 11:10
      Highlight Highlight wenn man mit englisch angeben will dann richtig schreiben. Sonst ists peinlich
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  • 7immi 30.06.2016 09:16
    Highlight Highlight abwarten und teetrinken ist jetzt die devise. alle eu profiteure und auch die eu selbst versuchen nun druck auszuüben. das votum ist ja nicht bindend, daher erhofft man sich das einlenken der regierung, was grundsätzlich legal und möglich ist. was dann wirklich eintritt wissen wir nicht. das beispiel dyson zeigt, dass es durchaus auch andere "prognosen" gibt...
    das verhalten der eu ohne einsicht der eventuellen fehlern aus den eigenen reihen zeigt immer mehr, dass der entscheid richtig ist.
    • Fabio74 30.06.2016 11:12
      Highlight Highlight Wenn der Entscheid richtig ist, dann sollen die Briten die Konsequenzen tragen und nicht jammern.
      Die Bedingungen für den Binnenmarkt sind klar und gelten für alle gleich.
      GB hat das Pfund, den Britenrabatt etc.
      Teilnahme a la Carte gibts im keinem Club
    • 7immi 30.06.2016 12:08
      Highlight Highlight Das ist richtig. Man sollte grossbritannien aber auch den volksentscheid umsetzen lassen. Angst und unsicherheit zu schüren bringt niemandem was. Was man auch gerne vergisst: auch die eu hat interesse an einer lösung mit gb. So wird wohl zb kein airbus und kein eurofighter mehr abheben, bis man sich geeinigt hat, da england dafür einer der wichtigsten lieferanten ist. Das schöne an solchen wirtschaftsnetzen ist ja im,er, dass beide seiten einander brauchen...
    • blueberry muffin 30.06.2016 14:11
      Highlight Highlight Es gibt keine anderen Prognosen. Alle Experten haben im Vorfeld davor gewarnt.

      Was hat Dyson damit zu tun? Kannst du gerade so gut mit "Aber meine Mutter hat gesagt ..." anfangen.
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  • Alex23 30.06.2016 09:12
    Highlight Highlight Er stimmte für den Brexit, 'weil ich will, dass Britannien wieder Britannien ist." Das sind genau die verheerenden Bauchgefühle, unklar und ohne Rationalität, die zu verheerenden Entscheidungen führen können. Dort, hier, überall.
  • Hoppla! 30.06.2016 08:56
    Highlight Highlight Schade haken Journalisten bei solchen Aussagen meist nicht weiter nach:

    "Steven war trotzdem für den Austritt, «weil ich will, dass Britannien wieder Britannien ist»."

    Das würde die wahre Motivation hinter dem Stimmverhalten entlarven.
    • R&B 30.06.2016 12:46
      Highlight Highlight ...oder weil die Briten es nicht gewohnt sind, über Themen abzustimmen, habe sie sich nicht die Zeit genommen, sich mit dem Thema zu beschäftigen und sind stattdessen den Lügnern auf den Leim gegangen.
  • Klaus K. 30.06.2016 08:54
    Highlight Highlight Die meisten Menschen, die für den Brexit gestimmt haben, bangen wohl seit Thatcher und neoliberalen Konsorten um ihren Job. Finde es amüsant und leicht naiv, das nun in durchschaubarer Propaganda dem Brexit anzulasten.
    • kurt3 30.06.2016 11:10
      Highlight Highlight Viele Meschen bangen zeitlebens um ihren Job , weil sie in der Schule immer nur geschlafen haben.

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