Wirtschaft

IWF prognostiziert das Ende von Chinas Boom-Jahren

Der IWF hat seinen neuen Länderbericht über China veröffentlicht. Der Fonds mahnt zu weiteren Reformen – und zeigt sich besorgt wegen des schwächelnden Wachstums.

12.08.16, 17:31 15.08.16, 17:19

War's das mit dem Boom in China? Bild: AP/CHINATOPIX

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit einer kontinuierlichen Verlangsamung des Wachstums in China. Ab 2020 werde die chinesische Wirtschaft um weniger als sechs Prozent wachsen. In seinem neuen Länderbericht fordert der Fonds die Regierung in Peking auf, entschieden zu handeln, um die Wirtschaft zu unterstützen.

So müsse die Abhängigkeit von Krediten und staatlichen Investitionen verringert werden. Laut IWF sollte die Regierung auch für mehr Finanzstabilität sorgen. Die Banken müssten verstärkt auf Kreditrisiken reagieren und ihre Kapitaldecke aufstocken. «Eine konsistente, gut koordinierte und klar kommunizierte Politik ist der Schlüssel zu einem sanften, erfolgreichen Wandel, der letztlich der globalen Wirtschaft zugutekommen wird», heisst es in dem Bericht.

Die kommunistische Regierung will weg von der reinen Export-Orientierung und den Konsum im Inland stärken. Das geht aber seit längerer Zeit mit einem geringeren Wirtschaftswachstum einher. Lag das Plus vor fünf Jahren noch bei 9,5 Prozent, so sieht es der IWF in diesem Jahr nur noch bei 6,6 Prozent und im nächsten Jahr bei 6,2 Prozent. Gründe für das langsamere Wachstum seien vor allem geringere private Investitionen und eine schwächere Auslandsnachfrage.

2018 und 2019 sollten die Wachstumsraten dann jeweils sechs Prozent erreichen, ehe 2020 mit 5,9 Prozent auch die Sechs-Prozent-Marke unterschritten werde.

asa/Reuters/dpa

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