Wirtschaft

In Shanghai schloss der Leitindex mit 6,85 Prozent, in Shenzhen gar mit 8,19 Prozent im Minus.
Bild: HOW HWEE YOUNG/EPA/KEYSTONE

Börsenkurse rasen in den Keller: China setzt Aktienhandel aus

04.01.16, 09:43 04.01.16, 10:53

Die chinesische Börse ist mit einem grässlichen Kater ins neue Handelsjahr gestartet: Der Aktienindex CSI 3000 ist um rund sieben Prozent eingebrochen. Bereits am Tag seiner Einführung schaltete sich ein neuer Sicherheitsmechanismus ein, der allzu happige Kursrutsche verhindern soll. Der Aktienhandel wurde zunächst vorübergehend für 15 Minuten, dann für den Rest des Tages ganz ausgesetzt.

Die Talfahrt begründet sich vornehmlich mit den unerwartet schwachen Dezember-Zahlen der Industriebranche. Die Produktion schrumpfte damit bereits den zehnten Monat in Folge. Damit wurde die Furcht vor einer immer stärker abflauenden Konjunktur der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft genährt.

Auch Konflikt in Nahost hat Einfluss

Verunsichert sind die Anleger aber auch wegen der von der chinesischen Regierung angeordneten Abwertung des Yuan gegenüber dem Dollar und wegen der Giftpfeile, die in diesen Tagen zwischen dem Iran und Saudi-Arabien hin- und herfliegen.

Analysten zeigen sich überrascht, sie hatten eher mit einem positiven Handelsstart gerechnet. (tat/sda)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
9
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • E. Edward Grey 04.01.2016 10:14
    Highlight "Analysten zeigen sich überrascht" ... Wie wäre es mit einem lustig durchgestrichenen "haben ihren Job nicht gemacht"?
    8 1 Melden
    • Fumo 04.01.2016 11:29
      Highlight Ist es denn Job der Analysten recht zu behalten, oder Prognosen zu erstellen?
      2 0 Melden
    • E. Edward Grey 04.01.2016 13:23
      Highlight Ich schätze mal ihr Job wäre es zu analysieren, nicht zu prognostizieren?
      0 0 Melden
    • Fumo 04.01.2016 14:37
      Highlight Und das Resultat der Analysen nennst du nicht Prognose? O.o
      0 0 Melden
    • E. Edward Grey 04.01.2016 14:58
      Highlight Nö.
      0 0 Melden
    • Fumo 04.01.2016 15:16
      Highlight Wie dann? Fakten?
      0 0 Melden
  • Typu 04.01.2016 10:00
    Highlight Verdammt. Jedesmal wenn ich einsteige kommen mir die Chinesen in die Quere.
    7 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.01.2016 10:19
      Highlight geht mir auch so, zumindest wenn ich in Peking in die U-Bahn einsteige
      20 0 Melden
    • Typu 04.01.2016 10:39
      Highlight Haha :-D
      3 0 Melden

Ist Juncker zu weit gegangen? 11 EU-Staaten stellen sich hinter die Schweiz

Die Befristung der Börsenäquivalenz auf ein Jahr sei eine Hau-Ruck-Aktion gewesen, heisst es sinngemäss in einem Brief an die EU-Kommission.

Es waren eigenartige Vorgänge, die sich zwischen Mitte November und Mitte Dezember in Brüssel abspielten. Eigentlich hatte die EU-Kommission für die Erteilung der Gleichwertigkeits-Bescheinigung der Schweizer Börsen-Regeln bei den EU-Staaten schon grünes Licht eingeholt. Im letzten Moment aber änderte sie ihre Meinung und beantragte lediglich eine auf ein Jahr befristete Äquivalenz.

Der Grund: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker kam nach seinem Treffen mit dem Bundesrat vom 23. November …

Artikel lesen