Wirtschaft
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Kevin Kuehnert, leader of the Young Socialists, arrives to a press conference at the SPD headquarters (Willy-Brandt-Haus) in Berlin, Germany, Thursday, Jan. 18, 2018. The Social Democrats are discussing the possibility of forming a government with the Christian Democrats during a special party conference. (Michael Kappeler/dpa via AP)

Gibt sich siegesgewiss: Juso-Chef Kevin Klühnert im Hauptquartier der SPD. Bild: AP/dpa

Ein «Milchgesicht» will Merkel stürzen – und hat dabei gute Chancen

Juso-Chef Kevin Kühnert organisiert den Widerstand gegen eine Grosse Koalition in Deutschland. Hat er Erfolg, ist die Kanzlerin weg vom Fenster – und die EU in grossen Schwierigkeiten.



In der deutschen Politlandschaft ist derzeit ein seltenes Phänomen zu beobachten: Der 28-jährige Jungspund und Juso-Chef Kevin Kühnert – von der «Bild»-Zeitung verächtlich als «Milchgesicht» betitelt –, ist zu einer ernsthaften Bedrohung für Angela Merkel geworden. Für die Frau also, die noch vor kurzem gerne als die «mächtigste der Welt» bezeichnet wurde. Wie ist das möglich?

Erfolg bei den Sondierungsgesprächen

Den Rahmen des Spektakels bildet der Sonderparteitag der SPD vom kommenden Sonntag. Die Genossen werden dann darüber abstimmen, ob ihre Partei in Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU treten soll. Die Sondierungsgespräche der drei Parteien konnten vor Wochenfrist erfolgreich abgeschlossen werden.

epa06452946 German Social Democratic Party (SPD) leader Martin Schulz (R) and SPD parliamentary floor leader Andrea Nahles (L) speak wirh each other during a debate a debate on the regulations for refugees in Germany having their families allowed to follow them as well as a motion by the right-wing AfD party to have the age of unaccompanied young refugees ascertained before granting them entry, at the German 'Bundestag' parliament in Berlin, Germany, 19 January 2018.  EPA/TILL RIMMELE

Sind in Schwierigkeiten: Andrea Nahles (links) und Martin Schulz. Bild: EPA/EPA

Kühnert allerdings zeigte sich vom Resultat unbeeindruckt. «Beim Blinddarm wie auch in Sondierungsgesprächen: Obacht bei Durchbrüchen», twitterte er – und traf damit den Nerv eines grossen Teils der SPD-Mitglieder.

Die SPD-Basis muckt auf

Viele Genossen haben sehr gemischte Gefühle bezüglich einer erneuten Partnerschaft mit den Christlichen. Sie führen ihre Wahlschlappe im vergangenen Herbst darauf zurück, dass sie von Angela Merkel geradezu erdrückt worden seien, und wollen daher nichts mehr von einer neuer Koalition wissen.

Ursprünglich war dies auch der Standpunkt der SPD-Rennleitung. «Nie mehr GroKo», verkündeten Parteichef Martin Schulz und Fraktionschefin Andrea Nahles unisono am Abend des Wahltages. Nachdem die «Jamaika»-Koalition zwischen CDU/CSU, FDP und den Grünen gescheitert war, setzte ein Umdenken ein.

epa06444205 'Young Social' party members show a banner reading 'Who does not honor the base is not worthy of governing!' before the leader of the Social Democratic Party (SPD) Martin Schulz (not pictured) arrives for aftermath exploratory talks at the Holiday Inn Hotel in Duesseldorf, Germany, 16 January 2018.  EPA/SASCHA STEINBACH

Genossen demonstrieren gegen die Weiterführung einer GroKo. Bild: EPA/EPA

Nun will die SPD-Führung die Partei erneut in eine GroKo führen. Um den Widerstand der Basis zu überwinden, musste sie allerdings ein Zugeständnis machen und in einen Sonderparteitag einwilligen, der dies absegnen muss. Es war die grosse Chance des Kevin Kühnert. Mit seinen Jusos macht er mobil gegen die Chefs, und er tut dies sehr geschickt: Kein Krawall und grosse Töne, wie man es sich sonst von Jusos gewohnt ist, sondern überlegte Statements vor der Presse und in Auftritten in TV-Talkshows.

Das zeigt Wirkung. Kühnert ist es bereits gelungen, einzelne Landesparteitage von seiner «Nein-zu-einer-GroKo»-Linie zu überzeugen. Für den Sonntag gibt es sich optimistisch. «Wir haben eine reale Chance zu gewinnen», sagt er selbstbewusst.

Hektische Tournee durch Deutschland

Das sieht die Parteileitung auch so. Schulz und Nahles touren derzeit hektisch durch die deutschen Lande, um ihre Genossen bei der Stange zu halten. Für sie steht viel auf dem Spiel, vor allem für Schulz: Eine Niederlage am Sonntag wäre wohl gleichbedeutend mit seinem Ende an der Spitze der SPD.

epa06432863 (L-R) The Minister-President of the state of Bavaria and Chairman of the German Christian Social Union (CSU), Horst Seehofer, German Chancellor and Chairwoman of the Christian Democratic Union (CDU), Angela Merkel and the leader of the Social Democratic Party (SPD), Martin Schulz, pose to the media after a joint press conference after exploratory talks in Berlin, Germany, 12 January 2018. According to reports, the leaders of CDU, CSU and SPD parties after night-long talks agreed on a plan for formal coalition negotiations.  EPA/HAYOUNG JEON

Horst Seehofen (CSU), Angela Merkel (CDU) und Martin Schulz: Die drei Parteichefs wären sich einig. Bild: EPA/EPA

Für Kühnert hingegen wäre dies möglicherweise der Beginn einer glanzvollen Karriere. Auch Alt-Kanzler Gerhard Schröder hat als aufmüpfiger Juso-Chef begonnen, genauso wie Andrea Nahles. Die linken Genossen würden ebenfalls jubeln. Sie erhoffen sich von allfälligen Neuwahlen ein besseres Resultat und die Möglichkeit, zusammen mit der Linken und den Grünen eine progressive Regierung zu bilden.

Viel auf dem Spiel steht auch für Angela Merkel. Ein zweites Scheitern von Koalitionsverhandlungen würde ihr die eigene Partei wohl kaum verzeihen. Sollte es zu Neuwahlen kommen, müssten CDU/CSU daher mit einem neuen Kanzlerkandidaten antreten. Das könnte zu heftigen, internen Streitereien führen. Eine klare Favoritin für die Merkel-Nachfolge gibt es nicht.

Warum auch Macron nach Berlin schaut

Viel auf dem Spiel steht schliesslich auch für Europa. In den Sondierungsgesprächen haben sich die Beteiligten darauf geeinigt, dass Deutschland mehr Zugeständnisse von seinem Austeritätskurs abrückt. Zusammen mit Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron könnten Berlin und Paris so endlich die überfälligen Reformen der EU anpacken.

Die deutsche Politik spielt wahrhaft verrückt: Seit Jahren brummt die Wirtschaft, die Arbeitslosigkeit ist kein Thema mehr, der Staat schreibt schwarze Zahlen – trotzdem droht ein Chaos mit ungewissem Ausgang.

Das erste Treffen von Merkel und Macron

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53
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53Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • meliert 21.01.2018 09:01
    Highlight Highlight FrancoL: alleine 9 Kommentare zu diesem Thema, ich bin sehr froh, dass Sie Ihre Meinung immer kundtun, Dinge richtig stellen und berichtichtigen!
    4 2 Melden
  • flying kid 20.01.2018 10:02
    Highlight Highlight Monkey in the jungle und schwarzes Kind = rassistisch.

    Wie verhält es sich dann mit Milchgesicht und jungem, weissem Mann?

    Doppelmoral vom Feinsten!
    36 15 Melden
  • wezuercher@gmail.com 20.01.2018 09:33
    Highlight Highlight merkel hat der union die soliden christlichen und bürgerlichen werte genommen. sie hat die führerkultur nach DDR, SED vorbild aufleben lassen. parteimitglieder sind nur noch als duracel klatschhäschen da!
    niemand wagt der kaiserin zu sagen das sie keine kleider trägt!
    nun kommt ein rotzbengel der auf sie zeigt und ruft; die kaiserin ist nackt!
    das dabei sein eigener kaiser, der 100% kim un schulz, mit untergeht ist so angenehm wie wünschenswert!
    aber eigentlich schade um schulz! einen besseren garanten für den weiteren niedergang der SPD gibt es nicht! die AFD kann sich zurücklehnen und lachen
    20 30 Melden
  • keplan 19.01.2018 22:56
    Highlight Highlight Bei einer Minderheitsregierung würde jede Partei zu jedem thema mal wieder stellung nehmen mpssen, fände ich daher sehr interessant...
    43 3 Melden
  • smoking gun 19.01.2018 22:47
    Highlight Highlight Ja das wäre gut für Deutschland, die EU und ganz Europa: Die "Linke" bekommt wieder Kraft und kann sich klar positionieren. Die Zeit ist reif für sowas, weltweit.
    47 27 Melden
    • Raembe 20.01.2018 07:37
      Highlight Highlight JUSO ist auch in DE fast zu links. Das wäre dann wohl auch eher kontrproduktiv
      22 14 Melden
  • Luku luku 19.01.2018 20:54
    Highlight Highlight Was spricht denn gegen eine Minderheitsregierung? Dann müsste ja wirklich politisiert werden.
    77 3 Melden
  • c_meier 19.01.2018 19:54
    Highlight Highlight Könnte Herr Löpfe mal detailliert über Arbeitslosigkeit in DE schreiben? Die Zahl ist tief aber auch nur weil sehr viele Niedriglohnjobs arbeiten (Leiharbeiter usw), dadurch keine Rente einzahlen können und somit im Alter auc einem absoluten Mimimum sind (zudem zahlen in DE - im Gegensatz zur Schweiz - nur Arbeiter und Angestellte in die normale Alterskasse / Beamte & Politiker haben eigene garantierte Rente...)
    78 4 Melden
    • Ruffy 20.01.2018 00:31
      Highlight Highlight Und wer hat die rahmenbedingungen verbrochen? Jap die spd..
      12 0 Melden
  • sowhat 19.01.2018 19:47
    Highlight Highlight Ein Hoffnungsschimmer für das Land. Die Situation ist denkbar günstig für eine grosse Veränderung. Wirtschaftlich einigermassen stabil aber politisch so verkrustet, dass es weh tut.
    Um Schulz ist es nicht schade, er hat es geschafft seinen Vertrauensvorschuss vom Anfang so schnell zu verpulvern wie kaum einer vor ihm. Seine Rezepte taugen nicht für die Menschen am äusserststen Teil der unteren Scherenschneide. Für Fau Merkel ist die Zeit eh reif und die U-Parteien haben keine wirklich guten neuen Leute. Die Chance also für die SPD eine Welle ins Rollen zu bringen. GroKo wollen die Leute nicht
    26 13 Melden
    • Richu 19.01.2018 21:31
      Highlight Highlight Gemäss einer Umfrage von Infratest wollen 69% der Bundesbürger eine GroKo. Bei den befragten SP-Anhängern sind es sogar 71%, welche sich für eine GroKo aussprechen. Umfragen anderer Institute ergeben ähnliche Resultate. Deine Aussage, dass die Leute keine Groko wollen, entspricht also nicht den Tatsachen, weil sich zurzeit eine klare Mehrheit in Deutschland für eine GroKo ausspricht.
      27 22 Melden
    • sowhat 19.01.2018 23:16
      Highlight Highlight Dann kenne ich mehr Leute die in der Minderheit sind als andere.
      16 6 Melden
    • Ruffy 20.01.2018 00:33
      Highlight Highlight Ich kenne auch mehr Schweizer als Deutsche, trotzdem schliesse ich daraus nicht, es gäbe mehr Schweizer als Deutsche...
      28 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bene86 19.01.2018 19:46
    Highlight Highlight Einer wie Sebastian Kurz wäre top.
    46 67 Melden
    • Mr. Winston 19.01.2018 23:06
      Highlight Highlight Ich habe gedackt Rechte hätten wir in Deutschland schon genug?
      38 24 Melden
    • Mr. Winston 19.01.2018 23:06
      Highlight Highlight *gedacht
      18 8 Melden
    • Bene86 20.01.2018 09:00
      Highlight Highlight Ja, man hat Rechte in Deutschland. Aber leider keine vernünftige Rechtsparteien.
      8 17 Melden
  • meliert 19.01.2018 19:40
    Highlight Highlight Schulz ist der Grund wieso die SPD bei den letzten Wahlen so schlecht abgeschnitten haben, er ist extrem unbeliebt bei den deutschen Wählern. Wird Zeit wenn er sich verabschiedet, resp. zum Rücktritt gedrängt wird.
    59 9 Melden
    • FrancoL 19.01.2018 20:49
      Highlight Highlight Nein die SPD hat mit ihm keinen Aufschwung erlebt, ihre Werte waren aber schon als er kam im Keller. Weniger Fake News oder etwas mehr Durchsicht im Deutschen Polithimmel sollte man schon haben.
      Aber ich weiss es ist so lässig auf den Mann oder die Frau zu spielen. Es sind andere die die SPD in den Keller geritten haben, andere die sich von Frau Merkel die Butter vom Brot haben nehmen lassen, andere die 4 Jahre geschlafen haben und bei deren Tempo selbst an ihrer Beerdigung zu spät gekommen sind.
      36 12 Melden
    • meliert 20.01.2018 06:47
      Highlight Highlight Schulz hatte einen „EU-Politiker Bonus“ als er die SPD übernommen hatte, die Umfragewerte stiegen für die SPD auf rund 30% im Frühjahr 2017, das Wahlresultat kennen wir.
      8 2 Melden
    • FrancoL 20.01.2018 11:16
      Highlight Highlight @meliert: Genau dieser EU-Bonus ist bei den SPD Wählern nicht viel Wert, denn der linke Flügel steht der EU zwar positiv gegenüber aber nicht dem Bürokratischen Vorgehen von Brüssel! Darum sind Umfragen gerade bei Neueinsteigern mähr als nur eine fragliche Grundlage. Die SPD ist übrigens genau dort gelandet wo sie Experten auch sahen, ohne den Eintritt des Martin Schulz zu stark zu werden, was mAn völlig richtig ist. Man kann den Schulz austauschen und wird dieses Resultat zur Zeit nicht viel ändern können, darum sind für die SPD Neuwahlen keine Option.
      4 2 Melden
  • Wald Gänger 19.01.2018 19:28
    Highlight Highlight Es steht nicht für Europa viel auf dem Spiel, sondern für die EU. Die Nennung dieser zwei Begriffe in einem Atemzug, grenzt an Rosstäuscherei.
    60 28 Melden
    • FrancoL 19.01.2018 20:51
      Highlight Highlight Ich glaube kaum dass für die EU viel auf dem Spiel steht. Eine breite Schicht der Deutschen seht hinter der EU und macht jeweils eher frischen Wind gegen die EU wenn es sich Stimmen technisch lohnt. Klar wäre eine GroKo für die EU eine einfachere Ausgangslage, aber auch bei einer Minderheitsregierung würde sich da viel nicht ändern.
      19 14 Melden
  • MrDudley 19.01.2018 19:23
    Highlight Highlight Vielleicht braucht die müde SPD jetzt ein Milchgesicht. Denn Milch macht müde Männer munter. Milchgesichtsmiley
    72 10 Melden
  • manuel0263 19.01.2018 19:10
    Highlight Highlight Bitte ganz sachlich bleiben: bei einem Nichtzustandekommen der GroKo gibt es sehr wahrscheinlich Neuwahlen. Allzusehr würden sich nach allen Umfragen (nein, es sind nicht die USA...) die Ergebnisse nicht verschieben. Bei der Wahl 2017 hätten SPD, Linke und die Grünen zusammen 38,6% erzielt...und das soll dann eine Mehrheit werden? Nach den heutigen Prognosen nimmt die SPD sogar eher ab und die Union etwas zu. Und dass Herr Schröder mal Jusovorsitzender und später Kanzler war, hat die SPD eher dorthin gebracht, wo sie heute steht. Hartz IV lässt grüssen...
    56 8 Melden
    • FrancoL 19.01.2018 20:57
      Highlight Highlight Bravo; eine kurze aber sehr sachliche und vor allem richtige Analyse. Für alle Pappnasen die von grossen Veränderungen träumen.
      21 12 Melden
    • Siebenstein 20.01.2018 01:31
      Highlight Highlight Schröder war, ist und bleibt wohl noch eine Weile, die grösste Peinlichkeit für die SPD!
      6 5 Melden
  • Richu 19.01.2018 19:03
    Highlight Highlight Gestern Abend wurde im ZDF in der Sendung von Markus Lanz über die Regierungsbeteiligung der SP diskutiert sowie ebenfalls über den Juso-Chef Kühnert. Analysiert man den Inhalt dieser ZDF-Sendung, so sind die Chancen nicht sehr gross, dass Kühnert Frau Merkel stürzen kann. Die Meinung des watson-Journalisten Löpfe betr. Bundeskanzlerin Merkel wird sich auch in diesem Fall mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht bewahrheiten.
    35 10 Melden
    • Waedliman 20.01.2018 18:19
      Highlight Highlight Es gibt keine SP in Deutschland
      7 2 Melden
  • Yippie 19.01.2018 19:00
    Highlight Highlight Das "Milchgesicht" würde nicht Merkel stürzen sondern erst einmal Schulz. Was danach kommen würde, weiss kein Mensch.
    192 7 Melden
  • Me, my shelf and I 19.01.2018 18:52
    Highlight Highlight Eigentlich guter Artikel, jedoch denke ich nicht, dass die Situation bzgl. Arbeitslosigkeit etc. so rosig ist, wie am Ende des Artikels erwähnt. Die Schere geht auch (wenn nicht sogar 'vor allem') in DE immer weiter auf.
    32 4 Melden
  • Domino 19.01.2018 18:52
    Highlight Highlight Ich würde die Politik der Linke, Grünen und SPD nicht als „progressiv“ benennen. Merkel hat diese Themen bereits abgekupfert und absolut erfolglos umgesetzt:
    - mit der Energiewende wurde kein Gramm CO2 eingespart
    - riesige Sozialhilfeindustrie aufgebaut
    - „Stasi-Gesetze“ à la NetzDG installiert
    - Rechtsbrüche durch Eurorettung
    (- Homo-Ehe)
    - Schwächung des Nationalstaats durch Förderung der EU
    - unkontrolliert Millionen von kulturfremden und unausgebildeten Migranten ins Land gelassen.

    Damit ist das Land tief gespalten wie seit der weimarer Republik nicht mehr.
    30 41 Melden
    • Enzasa 19.01.2018 20:18
      Highlight Highlight Je mehr Geld in soziale Belange eingesetzt wird, desto kostengünstiger wird die Zukunft.
      Deutschlands Problem ist das soziale Berufe zu den Berufen im untersten Lohnlevel gehören.
      Rechtsbrüche gibts es nur in den Parolen der AFD. Unkontrollierte Zuwanderung bezieht sich auf 6 Wochen ausweichen auf einen Schengenzusatzartikel.
      Das Land ist nicht gespalten sondern die Rechten Kräfte versuchen das Land zu spalten indem sie unbegründete Äbgste in der Bevölkerung schüren
      25 16 Melden
    • Waedliman 20.01.2018 18:21
      Highlight Highlight Ich lebe in Deutschland, gespalten ist hier gar nix, das ist populistischer Unsinn, den man vielleicht aus der Ferne in der Presse so wahrnehmen kann. Die Menschen erwarten mehr von Politikern, als dieses ewige Gelaber der etablierten Personen. Und Merkels Müdigkeit ist offensichtlich. Seit Monaten nehme ich sie nicht mehr wahr, was soll das für eine Führung sein? Aber scheinbar geht es auch ohne, so lange die Industrie funktioniert und die Menschen Arbeit haben.
      3 1 Melden
  • MadScientist42 19.01.2018 18:45
    Highlight Highlight Gutet Artikel.
    Mit dem abschliessenden Satz bin ich jeeoch nicht einverstanden. Die Arbeitslosigkeit ist nur so tief, weil massiv geschummelt wird in der Statistik. Es gibt sehr viele "Aufstocker", die nur wenige Stunden arbeiten und deren Gehalt dann au Hartz 4 Niveau aufgestockt wird. Und auch sonst gibt es in fast keinem anderen europäischen Land soviele Niedriglohnarbeiter wie in Deutschland.
    Der Unmut über die Politik ist also durchaus verständlich, weil das Wirtschaftswachstum nur wenigen hilft. Das ist mitunter ein Grund weshalb die AfD auf dem Vormarsch ist.
    Deshalb lieber keine GroKo.
    36 5 Melden
    • Waedliman 20.01.2018 18:22
      Highlight Highlight Das ist bedingt richtig. Es gibt viele Hartzler, die keine Lust auf Arbeit haben. Berlin ist voll von ihnen.
      0 0 Melden
    • MadScientist42 20.01.2018 23:42
      Highlight Highlight Das bestreite ich auch nicht. Alles was ich sage ist, dass viele Arbeitslose so aus der Statistik genommen werden.
      0 0 Melden
  • Sarkasmusdetektor 19.01.2018 18:34
    Highlight Highlight Deutschland braucht endlich eine Amtszeitbeschränkung für den Bundeskanzler. Vier Amtszeiten sind einfach zu viel, auch Kohl hat am Ende nichts mehr bewegt.
    222 19 Melden
    • Enzasa 19.01.2018 20:19
      Highlight Highlight Der Wähler hat es in der Hand
      7 7 Melden
  • Flughund 19.01.2018 18:31
    Highlight Highlight Go Milchgesicht !!!!
    31 15 Melden
  • atomschlaf 19.01.2018 18:28
    Highlight Highlight Die SPD-Oberen wollen einfach wieder an die Regierungs-Futtertöpfe - einzig darum geht's.
    Ich wünsche Kühnert viel Erfolg!
    140 52 Melden
    • sowhat 19.01.2018 19:51
      Highlight Highlight Ich bin selten genug deiner Meinung;) diesmal jedoch sogar ziemlich genau. Genau das halte ich nämlich für die Motivation der renommierten SPD-Politiker eine GroKo nun doch in Betracht zu ziehen. und nicht das vorgeschobene "wir wollen das Land doch nicht im Stich lassen"
      6 3 Melden
    • Enzasa 19.01.2018 22:21
      Highlight Highlight Der Wähler hat eine schwierige Situation geschaffen.

      Soll man solange wählen bis die Parteien zufrieden sind?
      4 2 Melden
  • derEchteElch 19.01.2018 18:25
    Highlight Highlight „Hat er Erfolg, ist die Kanzlerin weg vom Fenster“
    Für einmal bin ich auf der gleichen Linie wie die Juso. Mutti Merkel muss weg. Sie umklammert die Macht wie ein Diktator..

    „und die EU in grossen Schwierigkeiten“
    Auch gut. Da sehen wir wieder, die EU ist einzig auf Deutschland ausgerichtet. Wäre die EU gut, wäre sie auch ohne der BRD wohlauf. So ist sie ebenso dem Untergang geweiht wie Mutti Merkel..
    26 43 Melden
    • Enzasa 19.01.2018 20:21
      Highlight Highlight Quatsch, Merkel wurde ganz normal gewählt. Es gibt immer noch eine Mehrheit für Sie.
      Deutschland gehört zu den größten Ländern in der EU, Trotzdem hat jedes kleine Land eine einzige Stimme wie D.
      19 6 Melden
    • Tikvaw 20.01.2018 02:11
      Highlight Highlight Die Schweiz wäre übrigens ohne Zürich, Basel, Genf und der Europa-Steueroase-Zug, ebenfalls dem Untergang geweiht. Trotzdem befürwortet zurzeit eine Mehrheit der Schweizer eine Transfer-Union (zwischen den Kantonen) und akzeptiert das die Zürcher die grösste Anzahl an Nationalräte ins Parlament liefern. Und genau wie in der EU schickt jeder Kanton/jedes Land 2/1 Ständerat/Regierungschef in die zweite Kammer.Es ist nicht die "Schuld" von Deutschland, dass deren Wirtschaft "boomt". Ausserdem jammern gewisse Länder wie Schweizer-Bauern. Sie erhalten Milliarden (von DE/Bund) aber es ist nie genug.
      6 2 Melden
  • amore 19.01.2018 18:13
    Highlight Highlight Wann endlich sehen die deutschen Politiker ein, dass eine Minderheitsregierung die richtige Lösung ist.
    18 11 Melden
  • aglio e olio 19.01.2018 18:13
    Highlight Highlight Nichts wird so heiss gegessen wie es gekocht wird.
    Solange nicht noch weitere Parallelen zu G. Schröder bestehen - viel Erfolg Kevin.
    9 7 Melden
  • FrancoL 19.01.2018 18:12
    Highlight Highlight " Sie erhoffen sich von allfälligen Neuwahlen ein besseres Resultat und die Möglichkeit, zusammen mit der Linken und den Grünen eine progressive Regierung zu bilden"

    Das ist doch das ewig gleich Problem! DIE FEHLEINSCHäTZUNG obiger Möglichkeit. Sobald die SPD zugeben würde dass die mit der Linken koalieren würde fällt ein guter Teil des rechten SPD Flügels ab und was kommt dazu? nichts. Zusammengezählt also noch weniger als bei den letzten Wahlen. Die SPD muss zuerst liefern bevor sie an eine linkslastige Regierung denken kann.
    24 3 Melden
    • manuel0263 19.01.2018 22:38
      Highlight Highlight Ich gebe das Kompliment gern zurück; gleichfalls eine sehr sachliche und korrekte Argumentation. Schon bei den Wahlen 2013 hat die SPD sich die Regierungsbeteiligung teuer bezahlen lassen...und dann jammert sie, dass sie gegen Merkel so wenig punkten kann. Das war mal eine grosse Volkspartei, die Arbeiter und Angestellte vertreten hat. Sollte sie vielleicht endlich wieder tun...
      9 1 Melden
    • FrancoL 20.01.2018 00:27
      Highlight Highlight Ja das könnte+sollte die SPD tun, doch ehrlich gefragt: Welche grössere Partei kommt heute mit Lösungen zu den wichtigen Anliegen der unteren Schichten weiter, ausser diese grossmundig zu bewirtschaften? Keine, denn wenn es an das Lösen geht, machen viele nicht mehr mit. Ich sage brutal: alle wollen, niemand mag geben.
      Die Lösungen wären auf der Hand, aber diese zu vertreten offensichtlich nur als Lippenbekenntnis bekannt. Darum ist die Politik der Merkel einfacher, sie bewirtschaftet, sie verwaltet und die SPD sollte kreieren und gestalten. Ein Unding zusammen, es siegt das Verwalten.
      3 0 Melden
  • FrancoL 19.01.2018 18:07
    Highlight Highlight Wann lernen auch Journalisten, dass nicht jede Suppe so heiss gegessen wird wie sie gekocht wird. Dies trifft für Deutschland und auch für die Zukunft der EU zu.
    Wenn die SPD der Kanzlerin eine Absang erteilt, dann sind wir wieder so weit wie nach den Wahlen. Eine Minderheitsregierung wäre für die EU keinen Beinbruch und bei Neuwahlen würden die Verhältnisse sehr ähnlich bleiben, was wiederum je nach Resultat zu Koalitionsgesprächen führen würde oder wieder in einer Minderheitsregierung mündet. Es braucht mehr um die Grundfestung zu erschüttern.
    21 6 Melden

«Wir haben es in der Hand, ein Massensterben zu verhindern»

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