Wirtschaft
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epa05048503 Former Deutsche Bank CEO Josef Ackermann, on trial for alleged  attempted collusion, sits in the courtroom in the regional court in Munich, Germany, 30 November 2015. Four former managers and the current Co-CEO of Deutsche Bank face trial for alleged attempted collusion in the Kirch case.  EPA/SVEN HOPPE

Josef Ackerman.
Bild: EPA/DPA

Rekordverlust der Deutschen Bank: Ich war's nicht

Die Deutsche Bank macht Verluste, die Aktie stürzt ab. Schuld daran sollen unter anderem ehemalige Vorstandsvorsitzende und deren Strategie im Investmentbanking sein. Josef Ackermann aber weist die Kritik jedoch entschieden zurück.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Nach dem milliardenschweren Rekordverlust der Deutschen Bank 2015 plant der neue Vorstandsvorsitzende John Cryan den Radikalumbau des Instituts. 6.7 Milliarden Euro nach Steuern hat Deutschlands grösste Bank nach vorläufigen Zahlen im vergangenen Jahr verloren, bis zum endgültigen Abschluss im März könnte der Verlust noch wachsen. Die Aktie der Deutschen Bank stürzte am Donnerstag ins Bodenlose.

Seine Vorgänger Josef Ackermann und Anshu Jain dürften einen Teil der Schuld an dem grossen Verlust tragen. Dieter Hein, Bankenexperte des Analysehauses Fairesearch, sagte, der Fokus aufs Investmentbanking sei falsch gewesen. «Diese Strategie ist völlig gescheitert.» Und Kritik kommt gar vom aktuellen Vorstandschef Cryan. Der sagte zuletzt, die Deutsche Bank sei lange auf der falschen Spur gefahren.

Doch Ackermann sieht das ganz anders. Er «fühlt sich von dieser Kritik nicht angesprochen», wie die «Neue Züricher Zeitung» (NZZ) schreibt. Sie hat mit Ackermann gesprochen, ohne ihn direkt zu zitieren.. «In dem Jahrzehnt unter seiner Führung sei die Bank als einzige aus Europa in die Spitzengruppe der globalen Investmentbanken vorgestossen, ohne Staatshilfe durch die Finanzkrise gekommen und habe in den letzten drei Geschäftsjahren vor seinem Ausscheiden rund 15 Mrd. Euro vor Steuern verdient», so Ackermanns Selbstwahrnehmung.

Ackermann und Jain verantworten den Aufstieg des Investmentbankings, das der Bank heute hohe Verluste und Strafzahlungen beschert. «Vieles von dem, was in der Vergangenheit für viel Geld gekauft wurde, ist einfach nichts wert», sagt auch der Kritiker und Fairesearch-Analyst Hein. Als Indiz dafür sehe er die hohen Abschreibungen auf Firmenbereiche, die offenbar zu hoch bewertet wurden, wie etwa die Postbank. Die Übernahme geschah unterAckermanns Vorsitz 2010.

kbl

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