Wirtschaft
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Besuch in Griechenland

ATHENS, GREECE - APRIL 10:  Forensic police examine the scene after a car bomb explosion in central Athens on April 10, 2014 in Athens, Greece. The bomb exploded outside a Bank of Greece building in central Athens before dawn Thursday, causing some damage but no injuries. The blast came hours before Greece was to return to the international bond markets for the first time in four years, and a day before German Chancellor Angela Merkel was to visit Athens. (Photo by Milos Bicanski /Getty Images) *** BESTPIX ***

Nach dem gestrigen Bombenanschlag gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen beim Besuch der deutschen Bundeskanzlerin in Athen. Bild: Getty Images Europe

Polizei riegelt Athener Regierungsviertel ab. Der Grund: Merkel ist in der Stadt

Das Zentrum Athens gleicht einer Festung, Polizisten patrouillieren in den Strassen. Der Grund: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel ist in der Stadt. Die griechische Regierung hofft auf deutsche Investitionen, doch in der Bevölkerung überwiegt die Skepsis. 

11.04.14, 14:00

Die Innenstadt Athens ist an diesem Freitag weiträumig abgesperrt. Die deutsche Kanzlerin wird in der griechischen Hauptstadt erwartet. Und wie vor rund eineinhalb Jahren legt Angela Merkels Besuch auch diesmal große Teile des Zentrums lahm.

Sonst aber soll jetzt alles anders sein als damals, so die Hoffnung der Regierung in Athen. Die Zeichen stehen gut: Einen Tag vor dem hohen Besuch aus Deutschland gelang dem Krisenland ein fulminantes Comeback an den Märkten. Entsprechend selbstbewusst geht Ministerpräsident Antonis Samaras in die Gespräche mit der gleichsam konservativen deutschen Regierungschefin. Außerdem sind Treffen mit griechischen Mittelständlern und jungen, innovativen Unternehmern geplant.

Wie ist die Stimmung in der griechischen Bevölkerung?

Die Spiegel-Online-Reporter David Böcking und Giorgos Christides haben bei Betroffenen nachgefragt: Was würden Sie Angela Merkel sagen, wenn Sie die Gelegenheit hätten, mit ihr zu sprechen? Die Antworten zur Umfrage in der Bildstrecke von Spiegel Online.

Laut «Handelsblatt» will Merkel die lange geplante griechische Förderbank mit einer Zwischenlösung auf den Weg bringen. Die Regierungen in Athen und Berlin wollten je 100 Millionen Euro dafür aufbringen, berichtet die Zeitung. Die Absichtserklärung dazu solle bei Merkels Besuch unterzeichnet werden, hieß es. Am Abend wollen die CDU-Chefin und Samaras die Öffentlichkeit über die Ergebnisse ihrer Gespräche informieren. Wird das Echo in der Bevölkerung diesmal positiver ausfallen als damals?

Ein Artikel von

Bei ihrem Athen-Besuch mitten in der Schuldenkrise im Oktober 2012 war Merkel wegen ihres harten Sparkurses von vielen Griechen persönlich für die schlechteren Lebensbedingungen verantwortlich gemacht worden. Ausschreitungen wie damals werden diesen Freitag jedoch nicht erwartet. Die Polizei hat ohnehin Demonstrationen im Regierungsviertel verboten. Linke Organisationen und die größte Oppositionspartei Syriza wollten am Nachmittag außerhalb des Sperrgebiets demonstrieren.

Kritik des ehemaligen griechischen Außenministers 

Die meisten Analysten waren sich am Freitag dennoch einig: Egal was Merkel mitbringt – ihr Besuch sei ein Zeichen des Vertrauens in Samaras. Der ehemalige griechische Außenminister Dimitris Droutsas hält den Besuch hingegen für eine Inszenierung im Europa-Wahlkampf. Der Sozialist warnte im Südwestrundfunk auch vor zu viel Euphorie über Griechenlands Aktivitäten auf den Finanzmärkten. «Ich glaube nicht, dass Griechenland ohne einen weiteren großzügigen Schuldenschnitt in der Zukunft wieder auf eigenen Füßen stehen kann.»

Das neue ZDF-Politbarometer ergab, dass nur 22 Prozent der Deutschen die Euro-Krise bereits als überwunden ansehen. Eine Mehrheit von 51 Prozent ist jedoch der Meinung, dass von Griechenland keine große Gefahr für die Stabilität des Euro ausgeht. Deutliche Sorgen macht die Wirtschaftskrise in Griechenland 45 Prozent der Befragten. (yes/dpa)



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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nicoscore 11.04.2014 18:42
    Highlight Ich kann und konnte das Verhalten der Griechen nicht verstehen. Klar, vielen von ihnen gefielen die Sparmassnahmen nicht. Es gefiehl ihnen wohl auch nicht, dass Deutschland den Sparkurs vorgab. Trotzdem, die Deutschen bezahlen, also zählt auch ihre Stimme bei Finanzfragen der EU.
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Diesen Steilpass mussten wir einfach aufnehmen und haben die Liste weitergeführt.

Moment, das ist ja irgendwie, wie wenn ...

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