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Die 10 Geheimnisse des Snapchat-Erfinders

Bild: AP/AP

Das Start-up Snapchat ist am Donnerstag an die Börse gegangen. Der Start war fulminant. Es ist das grösste Aktiendebüt seit Facebook. Was steckt hinter der Firma und ihrem umstrittenen Gründer? Zehn Dinge, die Sie wissen sollten.

02.03.17, 17:40 02.03.17, 19:30

Olga Scheer



Ein Artikel von

Evan Spiegel gilt als Revolutionär

Sein Dienst Snapchat hat die sozialen Medien in zwei entscheidenden Punkten geprägt: Erstens kommunizieren Teenager dank ihm immer weniger per Text, sondern verstärkt direkt über Fotos und Videos. Zweitens löschen sich die verschickten Bilder und Videos von selbst. Die App ist dadurch sehr intim und befreit Nutzer von dem Druck, sich perfekt zu inszenieren zu müssen. Facebook hat bei seinen Diensten Instagram und WhatsApp inzwischen die wichtigsten Funktionen von Snapchat kopiert.

Spiegel ist kein Nerd

Allein die Tatsache, dass das Unternehmen Snap nicht im Silicon Valley ansässig ist, sondern im Stadtteil Venice von Los Angeles und somit in Hollywood-Nähe, sagt einiges über den 26-Jährigen Gründer aus. Anders als beispielsweise Facebook-Chef Mark Zuckerberg, kann Spiegel gar nicht selbst programmieren. Das zentrale Versprechen seines Chatdiensts mit seinen betont albernen Filtern ist es, einfach Spass zu haben.

Spiegel hat einen Hang zum Glamour

Anders als Mark Zuckerberg trägt Spiegel keine grauen T-Shirts, sondern wurde schon für die italienische Ausgabe der Männer-Vogue abgelichtet. Mal auf einer Ledercouch liegend in einem Anzug von Bottega Veneta, mal im Auto in einer Lederjacke von Louis Vuitton, mal in einem Pelzmantel von Burberry plus Hündchen auf dem Arm.

Aktie von Snapchat-Mutter feiert Traumdebüt an der Wall Street

Die Aktie der Snapchat-Mutter Snap ist am Donnerstag bei ihrer Premiere an der Wall Street durchgestartet. Die Papiere des Messaging-Dienstes verteuerten sich im frühen Handel gegenüber dem Ausgabepreis um 41 Prozent. Es ist einer der grössten Börsengänge in der Technologiebranche überhaupt. Snap hat am Mittwoch 200 Millionen Aktien zu jeweils 17 Dollar bei Investoren untergebracht - deutlich mehr als die eigentlich erwarteten 14 bis 16 Dollar. Insgesamt fliessen dem WhatsApp-Rivalen so 3,4 Milliarden Dollar zu. Die Nachfrage hatte die angebotenen Papiere um mehr als den Faktor zehn überstiegen. Auf Basis des aktuellen Kurses ist das Unternehmen an der Börse rund 34 Milliarden Dollar wert. (sda/reu)

Spiegel ist ein Frauenschwarm

Liiert ist er mit dem Victoria's-Secret-Model Miranda Kerr. Auf ihrem Instagram-Account findet man verliebte Fotos der beiden. Zuvor wurde Spiegel schon eine Romanze mit Popdiva Taylor Swift nachgesagt.

Spiegel kommt aus guten Verhältnissen

Mit seinen beiden jüngeren Geschwistern wuchs er in Los Angeles auf. Seine Eltern sind Anwälte. Zum Studieren zog es ihn an die Stanford University ins Silicon Valley, Hauptfach Produktdesign. Das Studium brach er allerdings später ab, um den Vorläufer von Snapchat zu gründen.

Spiegel hatte schon alle möglichen anderen Jobs

Bereits als Schüler machte er ein Praktikum bei Red Bull, wo es seine Aufgabe war, Partys zu organisieren. Eine Weile arbeitete er in einem Forschungslabor eines Gesundheitsunternehmens an Computersimulationen. Ausserdem lebte er einige Zeit in Kapstadt, dort half er Schülern bei der Jobsuche.

Spiegel ist mit seiner ersten Idee gescheitert

Mit dem späteren Snapchat-Mitgründer Bobby Murphy entwickelte er zunächst mit Future Freshman einen Onlinedienst, der Universitätsbewerbungen erleichtern sollte, aber kaum Nutzer fand. Reggie Brown, ein anderer Stanford-Kommilitone, brachte Spiegel und Murphy dann auf die Idee für eine App, die Fotos von selbst verschwinden lässt. Zunächst kam die App unter dem Namen Picaboo heraus, wenige Monate später wurde sie in Snapchat umbenannt.

Spiegel ist steinreich

Spiegel ist der jüngste Milliardär der Forbes-Liste der Reichsten unter 40. Sein Vermögen wird auf vier Milliarden Dollar geschätzt. Damit belegt der 26-Jährige Platz zehn. Durch den Börsengang dürfte er noch viel reicher werden. Snap wird schon jetzt mit 24 Milliarden Dollar bewertet. Spiegel hält rund 22 Prozent der Snap-Anteile.

Spiegel und Mark Zuckerberg sind Erzfeinde

Bereits zu Gründerzeiten lehnte Spiegel ein Übernahmeangebot von Zuckerberg ab. Drei Milliarden Dollar soll Zuckerberg für Snapchat geboten haben. Auch einer Einladung ins Facebook-Hauptquartier kam Spiegel nicht nach. Jetzt macht Facebook Druck: Wenige Tage vor dem Börsengang kopierten sie mit ihrem Messenger-Dienst WhatsApp die Funktion der Snapchat-Storys.

Spiegel behält gerne die Kontrolle

So werden auch die Aktien ohne jegliches Stimmrecht ausgegeben, was sehr ungewöhnlich ist. Die Gründer Evan Spiegel und Bobby Murphy behalten indes 44 Prozent der Stimmrechte.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • demokrit 02.03.2017 18:40
    Highlight Punkt 11: Die Idee gestohlen und jemanden über den Tisch gezogen: https://de.wikipedia.org/wiki/Snapchat
    53 2 Melden
    • DomiNope 02.03.2017 19:07
      Highlight Was für ein mieser Typ...
      35 3 Melden
    • demokrit 02.03.2017 20:05
      Highlight Na' du bist ja aber auch Drogenboss, Pablo Escobar. :D
      53 0 Melden
    • Tschedai 02.03.2017 21:03
      Highlight @PabloEscobar Ja genau und darum hast du immer noch nichts besseres zu tun als hier rumzukommentieren :D
      26 1 Melden
    • Sheez Gagoo 03.03.2017 00:46
      Highlight Der "Escobar" ist gar nichts. Der muss sich noch zur Witzfigur erheben.
      0 8 Melden
  • Bowell 02.03.2017 18:34
    Highlight Sein Geheimnis ist, dass er steinreich ist...wow. Sorry, aber was für ein schwachsinniger Artikel, das könnt ihr besser.
    118 1 Melden

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