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FILE - In this Sept. 6, 2012 file photo, Jeff Bezos, CEO and founder of Amazon, introduces the Amazon Kindle Fire during an event in Santa Monica, Calif. Amazon, the corporate juggernaut that started out with books and soon moved into music, video, cloud computing and Kindle e-readers, is hosting a launch event Wednesday, June 18, 2014 in Seattle, and media reports indicate the product will be an Amazon phone — perhaps one with multiple cameras that can produce 3-D photos. (AP Photo/Reed Saxon, File)

Amazon-Chef Jeff Bezos präsentiert stolz den Kindle. Bild: AP/AP

Wie das Internet langsam das Privateigentum abschafft

In der digitalen Welt sind wir nicht mehr Eigentümer, sondern Lizenznehmer. Das Sagen haben Konzerne wie Apple, Google und Amazon.

28.11.17, 13:45 29.11.17, 02:08


Stellt euch vor, ihr geht in einen Kleiderladen und kauft dort einen Hut. Auf dem Weg zur Kasse stellt ihr fest, dass es auf der Innenseite dieses Hutes eine Notiz hat, auf der steht: «Dieser Hut wird dir nicht verkauft, du kriegst bloss eine Lizenz, ihn zu tragen. Du kannst ihn zwar tragen, so oft wie du willst, aber du darfst ihn nicht wiederverkaufen, ausleihen oder ihn auf eine andere Art transferieren, es sei denn, du hast dazu die Erlaubnis des Herstellers.»  

«Gehören uns unsere digitalen Güter überhaupt noch?»

Aaron Perzanowski/Jason Schultz

Absurd, wirst du sagen. Ich habe den Hut doch für gutes Geld gekauft, ergo bin ich der Eigentümer und kann damit anstellen, was ich will. Leider stimmt das in der digitalen Welt so nicht mehr. Kaufst du bei iTunes Musik oder Filme, oder lädst du dir bei Amazon ein Buch auf deinen Kindle herunter, dann bildest du dir zwar ein, du würdest das nun besitzen wie den erwähnten Hut. Dem ist jedoch nicht so.  

LONDON - JUNE 15:  Steve Jobs, Chief Executive Officer of Apple computers, launches iTunes Music Store in the territories of Great Britain, Germany and France, on June 15, 2004 in London. The iTunes store allows users to buy and download albums or individual songs from a library of 700,000 songs.  (Photo by Ian Waldie/Getty Images)

Steve Jobs stellt iTunes vor. Bild: Getty Images Europe

In der digitalen Welt ist man nicht mehr Eigentümer, sondern Lizenznehmer. Apple oder Amazon haben dir nichts verkauft, sondern dir eine Lizenz erteilt, etwas zu benützen. Und diese Lizenz enthält sehr viele Bedingungen, von denen die meisten von uns keine Ahnung haben. Die beiden amerikanischen Juristen Aaron Perzanowski und Jason Schultz haben den Wandel von Eigentümer zu Lizenznehmer in ihren Buch «The End of Ownership» untersucht und kommen dabei zur bangen Grundsatzfrage: «Gehören uns unsere digitalen Güter überhaupt noch?»  

Wir wissen in der Regel nicht, worauf wir uns als Lizenznehmer einlassen. Das ist kein Zufall. Die allgemeinen Vertragsbedingungen des Lizenzvertrags umfassen etwa bei iTunes rund 19'000 Wörter. Das ist etwa gleich viel wie beim Theaterstück «Macbeth» von Shakespeare. Daher drücken wir blind auf «akzeptieren».

«Wer würde, wenn er noch alle Tassen im Schrank hat, eine 19’000-Worte-Lizenz durchlesen, bevor er 99 Cents für einen Kauf ausgibt?», fragen sich daher Perzanowski/Schultz. Ganz abgesehen davon, dass es völlig nutzlos wäre. Apple würde seine Lizenzbedingungen niemals abändern, nur weil du nicht damit einverstanden bis. Für dich lautet der Deal: Vogel friss – oder stirb!  

Die Vorteile von Netflix & Co.

Als Lizenznehmer bist du in einer ganz anderen Situation als der Eigentümer. Apple kann dir jederzeit den Zutritt zu iTunes verwehren, oder Amazon hat das Recht, einzelne Bücher auf deinem Kindle zu entfernen oder deren Inhalt zu verändern. Das ist mehr als Theorie. Aus Urheberrechtsgründen hat Amazon dies einst mit der Kindle-Version von George Orwells Roman «1984» getan.  

Netflix, Firmensitz in Los Gatos, Kalifornien.

Der Firmensitz von Netflix in Kalifornien. rBild: Netflix

Lizenznehmer zu sein hat natürlich auch grosse Vorteile. Für einen bescheidenen Monatsbeitrag hast du bei Spotify Zutritt zu einer fast beliebig grossen Auswahl an Musik und bei Netflix kannst du dir Filme und Serien à gogo reinziehen. Bevor es diese Streamingdienste gab, mussten Teenager einen Grossteil ihres Sackgeldes für Musik und Filme aufwenden und erhielten dafür nur einen Bruchteil des Angebotes.  

Dafür gehörten ihnen die CDs und DVDs für alle Ewigkeiten. Wer hingegen als Lizenznehmer seine Monatsgebühr nicht bezahlt,  steht mit leeren Händen da. Wer seine Musik oder seinen Roman bei iTunes oder Amazon käuflich erworben hat, kann zudem keineswegs uneingeschränkt damit machen, was er will. Eine CD kann man seinem besten Freund ausleihen, bei iTunes ist dies bekanntlich ein Ding der Unmöglichkeit, genauso wie mit einem Kindle. «Die Vereinbarungen, die diese Produkte begleiten, insistieren darauf, dass der Käufer bloss lizenziert ist, sie zu gebrauchen und verbieten ausdrücklich, dass er sie ausleihen, wiederverkaufen, verändern oder reparieren darf», schreiben Perzanowski/Schultz.  

Der Angriff auf die Privatsphäre

Es geht nicht nur darum, was wir als Lizenznehmer nicht machen dürfen, es geht darum, was die Lizenzgeber alles mit uns anstellen können. Netflix weiss haargenau, wie du deinen Film oder deine Serie anguckst und kennt deine Vorlieben im Detail. Dasselbe trifft für Amazon zu, wenn du deinen Krimi auf Kindle liest. Im Zeitalter von Big Data gewinnt dieses Knowhow zunehmend an Wert – ganz abgesehen von den Folgen, die das für deine Privatsphäre haben kann.  

Amazon, Apple & Co. haben das Prinzip Lizenz anstatt Eigentum nicht erfunden. Hersteller von Rasierapparaten verkaufen ihre Geräte schon längst mit den nur dazu passenden und daher schweineteuren Klingen. Dasselbe gilt auch für die Hersteller von Kaffeemaschinen und Druckern. Doch im Internet-Zeitalter wird dieses Prinzip gleichzeitig auf die Spitze getrieben und auf weitere Bereiche ausgedehnt.

Im Internet der Dinge wird alles noch schlimmer

Verantwortlich dafür ist das Internet der Dinge. Hinter diesem Begriff steckt das Phänomen, dass Maschinen beginnen, untereinander und mit den Menschen zu kommunizieren. Ein Lift oder ein Auto meldet beispielsweise an, wenn es eine Serviceleistung braucht.  

Für die Kommunikation innerhalb des Internets der Dinge ist Software zuständig. Diese wird ebenfalls mehrheitlich lizenziert. Die Folge davon ist, dass beispielsweise ein Bauer seinen Traktor nicht mehr selbst reparieren kann, sondern ihn zu einem fremdbestimmten Zeitpunkt zu einem lizenzierten Vertreter schicken muss.

Werden Autos bald nur noch geteilt?

Dasselbe gilt auch für Privatautos. Sie verwandeln sich immer mehr in Smartphones auf vier Rädern mit dazugehörender, lizenzierter Software. Privatautos sind daher bald nur noch bedingt Privateigentum. Sollten sich bald selbstgelenkte Wagen auf unseren Strassen durchsetzen, dann werden wir diese möglicherweise sharen, aber nicht mehr besitzen.  

Privateigentum gilt als Grundlage der bürgerlich-liberalen Gesellschaft und des freien Marktes. Als sein natürlicher Feind galt bisher der Sozialismus. Im Zeitalter der um sich greifenden Lizenzen müssen wir diesbezüglich umdenken. «Ein Markt, der von komplexen Bündeln von Lizenz-Rechten beherrscht wird, untergräbt das Prinzip des Privateigentums», so Perzanowski/Schultz. «Es herrschen weder Klarheit noch Gewissheit, und von der Öffentlichkeit werden hohe Kosten abverlangt.»

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57
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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sisiphos 29.11.2017 06:40
    Highlight Tatsächlich sind wir immer häufiger irgendwelchen privaten oder öffentlichen Institutionen wie Apple, Banken, Telekom Anbietern etc ausgeliefert. Für mich wird das gefühlt immer enger. Das ist nicht neu, aber es nimmt zu. Das Problem ist die zunehmende Zentralisierung - Beispiel Amazon. Die vereinnahmen ganze Marktbereiche, zerstören den Einzelhandel und entmündigen die Bürger. Die Befreiung von dieser zunehmenden Abhängigkeit wird immer dringender. Ich glaube, da ist schon eine Lösung in Sicht. Die Dezentralisierung durch die Blockchain könnte eine sein...
    11 1 Melden
    • Bene883 30.11.2017 04:11
      Highlight Genau, Blockchain löst ja alle unsere Probleme... wie bitteschön soll Blockchain uns Zugang zu Produkten ermöglichen (Materielle Sachen, nicht digitale)
      1 0 Melden
  • Gregor Alessi 28.11.2017 23:52
    Highlight In aller Kürze: Besitz ist nicht gleich Eigentum.
    Das sind Grundbegriffe im Jus-Studium, und ich wundere mich, warum niemand diese Unterscheidung hervorhebt.

    Ich setze mich auf einen Stuhl im Restaurant, ich nehme von ihm Besitz.
    Als Mieter kaufe ich einen Stuhl für meinen Balkon, der Balkon ist mein Besitz, der Stuhl mein Eigentum.
    Als Angestellter entwickle ich ein Software-Programm, es ist weder mein Besitz, noch mein Eigentum.

    Die Sachlage ist klar und einfach.
    12 0 Melden
  • MeinSenf 28.11.2017 20:30
    Highlight Der Vergleich am Anfang hinkt. Grundunterschied ist die Tatsache, dass sich ein Hut nicht kopieren lässt, ein digitales Produkt hingehen schon.
    12 4 Melden
  • Toerpe Zwerg 28.11.2017 18:28
    Highlight Hat Herr Löpfe es tatsächlich geschafft, diesen Artikel ohne einen einzigen Verweis auf das Urheberrecht zu verfassen?

    Reife Leistung ...
    25 3 Melden
  • You will not be able to use your remote control. 28.11.2017 18:09
    Highlight Darum benutze ich nur Freie Software, da erhalte ich beim Beziehen ausdrücklich alle Rechte:


    - die Freiheit, das Programm für jeden Zweck auszuführen,
    - die Freiheit, das Programm eigenen Bedürfnissen anzupassen,
    - die Freiheit, die Software mit Freunden und Mitmenschen auszutauschen und
    - die Freiheit, gemachte Änderungen mit anderen auszutauschen.

    https://www.gnu.org/licenses/quick-guide-gplv3.de.html
    25 5 Melden
  • Sandro Lightwood 28.11.2017 17:32
    Highlight Damn, statt einer Zeitung in der Hand, muss ich nun mit dieser App vorlieb nehmen, um Watson konsumieren zu können. Und ihr wisst sogar, welche Artikel ich wie lange anschaue etc. Privatsphäre ade! 🙈
    38 2 Melden
  • alex DL 28.11.2017 17:00
    Highlight Argumentativ schwach. Musik und Filme funktionieren nicht als Beispiel, auch Besitzer von CD/LPs/DVD besitzen den Inhalt nicht, sondern nur das Trägermedium. Dass heutige Bezugformen ohne ein solches auskommen ändert wenig - wer den Anbietern misstraut, dem steht es frei die Files Lokal zu speichern. Dass das bei Streaming Angeboten wie Spotify und Netflix nicht geht, liegt am Abo Modell (zu vergleichen mit einem VHS-DVD Verleih).
    Beispiel Auto ist auch Unsinn: eingebaute Software alleine verändert das Besitzverhältnis nicht - selbst wenn das Auto damit alleine fährt.
    39 13 Melden
  • Sheldon 28.11.2017 16:39
    Highlight Habe gerade in der Zeitschrift PM gelesen, dass sich ein Wissenschaftler daran machen will, den Verstand eines Menschen auf einen Computer auszulesen. Da stelle ich mir dann vor, dass die dir deine Erinnerungen aus dem Hirn lesen und du sie ihn nur noch gegen eine Lizenz und natürlich zensuriert zurück kriegst.
    20 6 Melden
  • Sam1984 28.11.2017 15:45
    Highlight Muss jeder für sich selber wissen ob er sich auf Gedeih und Verderb den grossen Tech Konzernen ausliefern will.

    Downloaden ist in der Schweiz nicht illegal. Solange es diese Grauzone noch gibt empfehle ich:

    Musik:

    Download von Youtube

    E-Books:

    Man kann Kindle Geräte auch ohne Amazon Account benutzen und seine eigenen PDFs auf das Gerät laden.

    Quelle für Bücher als PDF:

    https://www.gutenberg.org/wiki/DE_Hauptseite

    Bei Filmen und Serien bin ich nicht mehr auf dem aktuellen Stand und weiss nicht wo man diese Herunterladen kann.
    22 12 Melden
    • Petitsuisse 28.11.2017 16:23
      Highlight Ich gebe dir prinzipiell recht, jedoch mit folgenden Vorbehalten: Musik von YouTube? Echt jetzt? Die Qualität ist dermassen mies, das würde ich nicht mal einem Schwerhörigen antun. Und für Bücher das PDF-FORMAT? Sorry aber das geht gar nicht. Da gibt's massig bessere Lösungen.
      25 3 Melden
    • Enzasa 28.11.2017 17:27
      Highlight Nur in der Schweiz 🤣 in Resteuropa ist es anders
      1 1 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 29.11.2017 13:55
      Highlight Project Gutenberg ist keine Grauzone mit halblegalen oder nur in der Schweiz nicht illegalen Angebote. Diese Bücher sind die meisten 'Gemeinfrei'.
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Rückbauer 28.11.2017 15:42
    Highlight Es geht nicht nur ums Privateigentum, es geht um den Handel insgesamt. Händler, welche Produkte erfolgreich über Amazon anbieten, werden durch Amazon ausspioniert, dann gesperrt, dann rausgeworfen und nach einiger Zeit bietet Amazon die erfolgreichen Produkte in Eigenregie an. Der kleine Einzelhändler müsste gegen Amazon klagen, jedoch mit wenig Erfolg: Die AGB von Amazon sagen, dass ein Rauswurf ohne Gründe erfolgen kann, und.....der David gegen den Goliath? Das ist legalisierte Piraterie, Mittelalter.
    52 1 Melden
    • alex DL 29.11.2017 20:13
      Highlight Herr Silent:
      Die Onliner bedrohen in erster Linie die grossen Einzelhändler und Discounter. Die ihrerseits haben den Trend schlicht verschlafen. Fachgeschäfte profitieren oft davon, weil Kunden gemerkt haben: für billig „online“ für gute Beratung und Kompetenz: Fachhandel.
      Da du deine Meinung aber lieber auf Basis eines einzelnen Gesprächs bildest, wird dich das kaum überzeugen. Dein Oakstore Beispiel ist aber dann schon eher witzig. Oakley hat ihren Brand eigenhändig zerstört, dass dann ein Exklusivhändler (eh blödes Geschäftsmodell) kaum überlebt hat wohl kaum etwas mit Zalando zu tun.
      0 3 Melden
  • pedrinho 28.11.2017 15:42
    Highlight tja - die wohnung das haus gemietet, das fahrzeug im leasing, die beutzung der infrastruktur mit steuern, ueberhaupt das leben - alles nur geliehen, lizensiert ;)
    25 0 Melden
    • mein Lieber 28.11.2017 17:48
      Highlight Auch der Kauf einer Immobilie berechtigt nicht zum Tun und Lassen was man will. Die Banken haben das Sagen, oder man zahlt sich mit den Steuern dumm und dämlich.
      12 1 Melden
  • TheGoon 28.11.2017 15:32
    Highlight Jedem sein eigenes "Ding" ist eine Verschwendung von Ressourcen.

    Dezentralisieren, teilen und faire Bedingungen schaffen für alle Teilnehmer. Der Overhead in der Verwaltung ist z.B. für einen Musiker völlig absurd.
    18 13 Melden
  • Tomlate 28.11.2017 15:21
    Highlight Mein Blick schweift gerade über meine vielen CD’s und LP’s, die ich gelegentlich abstauben muss und werde etwas nostalgisch. Streaming-Angebote wie Spotify oder Netlfix finde ich (als Konsument) in Ordnung. Aber Filme z.B. im iTunes Store kaufen, widerstrebt mir. Nichts in den Händen und (falls) die mal pleite gehen keine Ahnung, was dann mit meinen gekauften Artikeln passiert. Steht vielleicht in den Lizenzvereinbarungen 🤔 Kann mir jemand ggf. die Seitenzahl nennen? Ja, ausleihen geht auch nicht. Musst selber mieten. Oder halt runterladen. Wo immer...
    18 0 Melden
  • Posersalami 28.11.2017 15:21
    Highlight "Apple kann dir jederzeit den Zutritt zu iTunes verwehren"

    Also zumindest im iTunes Store kann man die Audiodateien nach dem KAUF so oft kopieren wie man lustig ist und mit jedem Player abspielen, der mit dem Format klar kommt. Ich sehe zumindest da kein Problem. DRM ist da schon längst Geschichte für die Musik im iTunes Store.

    DRM bei Filmen ist leider noch da, aber hier ist wohl eher, wie bei Audios früher, die Industrie der Schuldige. Wenn mir das wichtig ist, warte ich eben und kaufe die Bluray.
    11 13 Melden
  • Dario4Play 28.11.2017 15:16
    Highlight Kleine frage: Sind spiele die bei STEAMPOWERED Aka Steam "Gekauft" wurden auch nur Lizenziert?
    5 0 Melden
    • alex DL 28.11.2017 16:46
      Highlight Ja, und das so, seit es software gibt -selbst wenn du früher eine physische Box gekauft hast, warst du nie Eigentümmer des Programms sondern Lizenznehmer. Der Handel mit Occasion Games ist in Tat und Wahrheit ein grummelnd tollerierter Lizenzhandel - das ist aber die Ausnahme, nicht die Regel. Weite Teile der Softwareindustrie liessen und lassen das nicht zu. Nichts neues also.
      13 0 Melden
    • Hinkypunk 28.11.2017 17:18
      Highlight Bei Steam erwirbt man soviel ich weiss auch nur eine Nutzungslizenz für die Software, sprich die Spiele gehören nicht dir.
      2 0 Melden
  • Das Känguru 28.11.2017 14:57
    Highlight Das entscheidende am Privateigentum ist doch gerade nicht, dass einer das besitzt, was er konsumieren will (Musik zum Hören, Bücher zum Lesen), sondern, dass einer etwas besitzt, was er eben nicht selber brauchen kann/will. Eigentung dient ihm lediglich zur Geldvermehrung, auch wenn die Kosumenten das Gut (Musik, Bücher, Autos) nur auf Lizenz benutzen können. Das Privateigentum wird also leider auf diesem Weg nicht abgeschafft.
    10 11 Melden
  • MacB 28.11.2017 14:55
    Highlight Ein spannender Artikel mit spannender Sicht auf die Dinge.

    11 3 Melden
  • Menel 28.11.2017 14:46
    Highlight "Aus Urheberrechtsgründen hat Amazon dies einst mit der Kindle-Version von George Orwells Roman «1984» getan."

    Wirklich? 1984? 🤣
    Manchmal ist die Wirklichkeit unrealistischer als jede Fiction 😂
    21 2 Melden
  • Bits_and_More 28.11.2017 14:44
    Highlight "Im Internet der Dinge wird alles noch schlimmer
    ...ein Auto meldet beispielsweise an, wenn es eine Serviceleistung braucht."

    Unter dem beschriebenen Aspekt des IoT finde ich die Überschrift doch etwas unpassend.
    Durch vorbeugende Wartung wäre es doch sehr praktisch, wenn ein Auto einen möglichen Ausfall eines System vor dem tatsächlichen Ausfall erkennt. Beispielsweise wenn die Batterie sich langsam dem Lebensende nähert. Aber auch bei Bremssystemen könnte die Bremsleistung ausgewertet werden und ab einer Abweichung x zum Werkswert der Fahrer per Warnung darauf aufmerksam gemacht werden.
    6 9 Melden
    • Harri Hirsch 28.11.2017 16:18
      Highlight Jein...
      Wenn es dann so läuft wie z.B. bei den Druckern wo die Software ‚Patrone leer‘ meldet obwohl noch Toner/Tinte vorhanden ist deshalb aber trotzdem jede Funktion einstellt. Oder wie die Kaffeemaschinen, die nach einer bestimmten Anzahl Tassen einen ‚Service‘ verlangen und sich demzufolge weigern weiter Kaffee raus zu lassen. Selbstverständlich kann der ‚Service‘ nur beim Hersteller gemacht werden.
      18 2 Melden
    • 7immi 28.11.2017 18:29
      Highlight @hirsch
      gutes beispiel mit der kaffeemaschine. allerdings vergisst man gerne, dass solche massnahmen auch dem selbst- und kundenschutz dienen. heutige geräte sind günstig und hochoptimiert, dass sie zb kalvhablagerungen nur noch bedingt aushalten. würde dann nur eine lampe aufleuchten würdest du weiter kaffee beziehen, bis die maschine versagt (zb verklemmen der vibrationspumpe, verstopfung wärmetauscher etc. durch diese vorübergehende funktionspause musst du entkalken und das problem ist gelöst. an solchen massnahmen ist also häufig der kunde mitschuldig.
      2 3 Melden
    • Sisiphos 29.11.2017 07:18
      Highlight Der Kunde ist immer ALLEIN SCHULDIG!!! Ich fühle mich meiner teuren Kaffeemaschine bisweilen ausgeliefert, wenn ich kurz vor einem Termin einen Kaffee rauslassen will und sie eine Entkalkung verlangt und den Dienst verweigert. Da drängt es mich, das Ding aus dem Fenster zu schmeißen...😈😈😈. Bialetti heißt die Rettung. Mit dem Auto geht das inzwischen ähnlich - ich möchte meinen 2CV wieder haben...
      4 0 Melden
  • Donald 28.11.2017 14:33
    Highlight Ist ja wie ein Angestellter. Der arbeitet nur, solange man ihn regelmässig bezahlt.
    12 40 Melden
  • Pitsch K. Matter 28.11.2017 14:27
    Highlight Digitale Ware verdoppelt sich jedesmal, wenn man es teilt. Ein Eigentum auf digitale Ware gibt es nicht. Etwas digitales kann man nicht besitzen. Google, Apple und Amazon sind nicht die Eigentümer der Daten, sondern die schlauen, die eine Dienstleistung daraus Entwickelt haben. Die Eigentümer wie Majorlabels, Buchverlage oder Hollywood hatten die Wahl, nichts zu verdienen wegen illegalen Downloads oder wenig zu verdienen mit Lizensgebern wie Google und co.
    16 0 Melden
  • j_foo 28.11.2017 14:24
    Highlight Lizenzieren statt besitzen finde ich eigentlich ziemlich entspannt. Als Konsument funktioniert das für mich, die Künstler sehen das vermutlich anders...

    Bei grösseren Investitionen muss man womöglich ein bisschen besser aufpassen (Autos, Häuser...), aber für viele ist das ja schon Alltag (Leasing, Hypothek).
    18 36 Melden
  • x4253 28.11.2017 14:21
    Highlight "hat Amazon dies einst mit der Kindle-Version von George Orwells Roman «1984» getan."

    Dass es gerade "1984" getroffen hat find jetzt hoffentlich nicht nur ich ein bisschen surreal und unfreiwillig komisch.
    264 1 Melden
  • N. Y. P. D. 28.11.2017 14:14
    Highlight Mein Epson - Drucker warnte mich vor 4 Wochen, dass nur noch wenig BLAU in der Patrone ist.
    Ich wollte dennoch den letzten Tropfen BLAU ausquetschen.

    Dann, am Samstag : Drucker offline.

    Der Drucker sagte mir "sinnemäss":
    Du blödes Arschloch, wenn ich melde, dass Du die Patrone ersetzen sollst, dann ersetze sie. Wir wissen beide, dass es noch blau hat. Aber der Chip auf der Patrone sagt nun mal, wann Du Armleuchter gefälligst eine neue Patrone einzusetzen hast. Und jetzt husch, husch in den Interdiscount !

    Ja, wir sind nur noch Statisten.
    30 1 Melden
  • bcZcity 28.11.2017 14:14
    Highlight Eigentum ist doch am Ende nur Ballast und mitnehmen kann man nichts. Was ist schon beständig und von Wert? Gold vielleicht, oder Trinkwasser so lange es noch vorhanden ist.

    Konsum ist etwas schönes, man darf sich an Besitz erfreuen, am Auto, Haus, Kind, Hund und Garten und all den kleinen unwichtigen Dingen die wir uns ins Haus stellen. So lange man sich nicht darüber definiert und auch ohne leben kann, ist doch alles super.

    Netflix und Spotify sind Angebote mit viel Nutzen aber auch Verpflichtung auf beiden Seiten. Und ich muss z.b keine CD's mehr zum Brocki schleppen.
    10 5 Melden
  • ostpol76 28.11.2017 14:11
    Highlight "Wie das Internet langsam das Privateigentum abschafft"

    Das möchte doch die JUSO doch schon lange :-)
    37 53 Melden
    • Luku luku 28.11.2017 14:49
      Highlight Aber wohl nicht auf diese Art
      12 0 Melden
    • seventhinkingsteps 28.11.2017 15:52
      Highlight Artikel nicht gelesen
      19 0 Melden
  • Madison Pierce 28.11.2017 14:08
    Highlight Sowohl Kauf als auch Miete haben Vorteile. Man muss sich derer aber bewusst sein, um die richtige Entscheidung zu kaufen.

    Für Musik habe ich Spotify, weil es mir zu mühsam ist, immer neue Musik zusammen zu suchen. Da habe ich das Gefühl, für mein Geld einen guten Gegenwert zu bekommen.

    Serien und Filme lade ich nach wie vor runter, da ich sie gerne noch Jahre später anschaue.

    Spiele kaufe ich nur ohne DRM, spiele auch hie und da alte Exemplare im Emulator.

    Geräte kaufe ich nur, wenn sie sich ohne Cloud bedienen lassen. Ich will nicht, dass sie plötzlich nicht mehr funktionieren.
    28 3 Melden
  • satyros 28.11.2017 14:05
    Highlight Ganz so neu wie hier dargestellt, ist das Phänomen jetzt auch nicht. Auch wenn du früher eine CD oder in der Steinzeit eine Platte gekauft hast, gehörte dir zwar die CD aber nicht die Musik darauf. Man konnte damit auch nicht machen, was man wollte. Z.B. konnte man die Musik nicht auf eine andere CD kopieren und diese dann verkaufen. Videos durfte man nicht gegen Entgelt öffentlich aufführen etc. Auch wenn man ein Buch kauft, gehört einem zwar das Buch, aber nicht der Text darin.
    150 31 Melden
    • Sam1984 28.11.2017 15:53
      Highlight Der Vergleich hinkt.

      Wenn ich ein Buch besitze habe ich uneingeschränkten Zugriff auf die darin enthaltene Information. Wenn Amazon ein Ebook auf meinem Kindle löscht, dann kann ich es nicht mehr lesen.

      Wenn ich eine CD besitze dann kann ich diese immer hören wann ich will. Wenn iTunes mir den Zugang zu einem "lizenzierten" Song sperrt, dann kann ich diesen nicht mehr höhren.

      Wenn ich einen Film auf DVD habe dann kann ich diesen auch 50 Jahre später nochmals schauen . Wenn Netflix eine Serie nicht mehr anbietet dann kann ich diese nicht mehr anschauen.

      Verstehst du den Unterschied ?
      17 2 Melden
    • Sam1984 28.11.2017 15:54
      Highlight Wenn ich eine CD gekauft habe, dann kann ich Kopien davon machen und diese unentgeltlich an meine Freunde verteilen.

      Eine Lizenz kann ich nicht mit Freunden teilen.
      9 2 Melden
    • Rumo 28.11.2017 16:50
      Highlight @Sam1984
      Musik die auf iTunes gekauft wurde kann auch so oft vervielfältigt werden wie gewünscht, auf CD gebrannt werden und kann auch ohne iTunes und Internet gehört werden. Wie will Apple ihnen ein Lizenz sperren die auf einem Computer ist der Offline ist? Genau gleich wie bei der CD.
      6 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alterssturheit 28.11.2017 13:59
    Highlight Ist wie mit der Ehe. Ich habe mit der Heirat meiner Frau auch nur einen Lizenzvertrag abgeschlossen, der beidseitig jederzeit gekündigt werden kann -:))
    115 18 Melden
  • Asmodeus 28.11.2017 13:54
    Highlight Solange ich PHYSISCH etwas besitze, kann es nicht verliehen sein. So ist die aktuelle Rechtsprechung.

    Die Idee mit dem Auto passt daher nicht, da man dies physisch kauft. Es ist zwar in der Theorie vorstellbar, dass einige "innovative" Autohersteller auf die Idee kommen könnten ein Auto mit Augenscanner an einen einzelnen Fahrer zu binden, aber realistisch ist es nicht.

    Niemand würde ein Auto kaufen, mit dem man in 10-20 Jahren nicht mehr fahren könnte weil die Mutterfirma die Server abgestellt hat.
    5 4 Melden
    • Troxi 28.11.2017 17:01
      Highlight Sollten die Autonomen Fahrzeuge kommen, ist auch dieses Beispiel Realistisch und so wie die Firmen diese pushen, dauert es wohl keine 20 Jahre mehr bis diese Massentauglich sind.
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    • Asmodeus 28.11.2017 17:52
      Highlight Dann müssen aber auch die Preise angepasst werden und hier sehe ich das grosse Problem.

      Wenn ich eine Software via Steam oder PS Plus für einen Bruchteil der Hardware kaufen kann, dann macht es für mich Sinn die Software nur zu "leihen".

      Selbiges als Unterschied zwischen einer gekauften Blu-Ray und Netflix.

      Aber ein Auto kann ich nicht herunterladen. Und das Prinzip ein Auto zu "leihen" kennen wir schon. Es nennt sich TAXI.
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    • Troxi 28.11.2017 19:35
      Highlight Asmodeus, dies ist mir alles klar. Aber das autonome Fahrzeug, ob jetzt Auto, LKW, Zug, Drohne etc. benötigt doch eine Software oder einen I-Net Zugang um die Befehle zu erhalten. Wenn man nun die Lizenz dieser Software entzieht, läuft es auch nicht mehr. Mir ist durchaus bewusst, dass man diese Fahrzeuge dann genauso gut als Taxis verwenden kann. Wer weiss vielleicht läuft es genau auf dies hinaus, einer Ersetzung von Taxi, Mobility usw.
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