Wirtschaft
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Attacke auf Android: EU wirft Google Missbrauch seiner Marktmacht vor

20.04.16, 11:47 21.04.16, 07:50
epa04888333 A handout photo provided by Google on 18 August 2015 shows a statue of 'Android Marshmallow', at Google headquarters in Mountain View, California, USA, 17 August 2015. Google unveiled the nickname for its next version of the Android operating system with a statue of Android Marshmallow on its Google Headquarters campus.  EPA/GOOGLE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY

Bild: EPA/GOOGLE



Die EU-Wettbewerbshüter weiten ihr Verfahren gegen Google aus und nehmen nun auch das Betriebssystem Android unter die Lupe: Das US-Unternehmen missbrauche nach vorläufigen Erkenntnissen seine marktbeherrschende Stellung, indem er Herstellern von Android-Geräten und Betreibern von Mobilfunknetzen Beschränkungen auferlege, teilte die EU-Kommission mit. Sie schickte deshalb ein Schreiben mit den Beschwerdepunkten an Google.

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Die Mitteilung ist die erste Stufe in dem Verfahren, an dessen Ende eine milliardenschwere Strafe stehen kann. «Unsere bisherigen Ermittlungen lassen darauf schliessen, dass Google durch sein Verhalten den Verbrauchern eine grössere Auswahl an mobilen Anwendungen und Dienstleistungen vorenthält, Innovationen anderer Unternehmen bremst und damit gegen die EU-Kartellvorschriften verstösst», sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Beispielsweise baue Google der Kommission zufolge seine marktbeherrschende Stellung bei der allgemeinen Internetsuche aus: Die Google-Suche sei auf den meisten in Europa verkauften Android-Geräten vorinstalliert. Konkurrenten würde so der Marktzugang versperrt.

Google hat bereits Ärger mit der Brüsseler Behörde wegen der Platzierung von Werbung in seiner Suchmaschine. In dem seit 2010 laufenden Verfahren beschuldigt die EU-Kommission den US-Konzern, eigene Angebote zu bevorzugen.

Falls die europäischen Wettbewerbshüter ihre Vorwürfe beweisen können und eine förmliche Entscheidung treffen, droht dem Unternehmen ein Bussgeld von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes. Dieser Rahmen wird aber üblicherweise nicht ausgeschöpft.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Klirrfactor 20.04.2016 15:24
    Highlight Irgendwann sagt Google: "Wisst ihr was? Wir bieten die Dienste in Europa nicht mehr an!"

    Klar, wird nicht der Fall sein. Aber wie andere schon vermerkt haben, ging es mit MS und seinem IE (ich muss immer noch über das Ding lachen) nicht anders.
    2 3 Melden
    • Fumo 21.04.2016 11:54
      Highlight " "Wisst ihr was? Wir bieten die Dienste in Europa nicht mehr an!" "

      Bitte, mach mir keine Hoffnungen *-*
      1 1 Melden
    • Xeno 21.04.2016 15:22
      Highlight So viel Glück, dass Google seine "Dienste" in Europa nicht mehr anbietet, werden wir aber leider eh nicht haben.
      0 1 Melden
  • Matrixx 20.04.2016 12:16
    Highlight Nicht deren Ernst?

    Google darf also ihre eigene Suchmaschine nicht vorinstallieren?

    Und es ist ja nicht so, dass ein Android-User die Google-Suchmaschine nutzen MUSS...
    25 12 Melden
    • Pedro Salami 20.04.2016 12:29
      Highlight Sieht ganz danach aus... Kommt mir vor wie bei MS mit dem vorinstallierten Browser.
      6 3 Melden
    • Fumo 20.04.2016 12:58
      Highlight MS wurde ja auch dafür gebüsst weil sie ihren Browser bei Windows vorinstallieren, warum sollte dann Google ihre Dienste vorinstallieren dürfen?
      11 1 Melden
    • Donald 20.04.2016 13:24
      Highlight Siehe Fall Internet Explorer auf Windows vor einigen Jahren. War eine ähnliche Konstellation.

      Ich persönlich finde nicht, dass man Google bestrafen sollte. Aber es wäre irgendwie doch schön, wenn man zuerst gefragt wird, welchen Anbieter man nutzen möchte. Ein Monopol ist vermutlich nie wirklich gut für die Allgemeinheit.
      8 1 Melden
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