Wirtschaft
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424 Apple Stores in einem Gif

Wie Apple in den letzten 13 Jahren Schritt für Schritt die Welt eroberte​

02.04.14, 08:23 02.04.14, 16:26

Zuerst die USA, dann die Welt: Apple eröffnet jährlich mehr als 30 neue Läden.  Gif: Business Insider

Am 19. Mai 2001 konnten Besucher zum ersten Mal einen Apple Store betreten. Nicht in San Francisco, New York oder Tokio, sondern in der nicht einmal 50'000 Einwohner zählenden Kleinstadt McLean im US-Bundesstaat Virginia. Heute sind Apples Konsumpaläste über den halben Globus verteilt – und ein Ende des Eroberungsfeldzugs ist nicht in Sicht.

Aussenansicht des ersten Apple Stores in einem Einkaufszentrum in den USA. Bild: Apple

Steve Jobs präsentierte 2001 einer handvoll Journalisten den ersten Apple Store. Bild: Betanews

Der Ur-Apple-Store hatte noch wenig vom Glanz späterer Flagship Stores: kein Glas, keine chice Wendeltreppe. So ganz an den Erfolg schien 2001 selbst Steve Jobs nicht zu glauben. Kein Wunder: Nur wenige Jahre zuvor, 1997, war der Mac-Hersteller nur knapp dem Konkurs entgangen. Anstelle eigener Kassenschlager wie iPhone und iPad hatte man zunächst MP3-Player, Digitalkameras und PDAs der Konkurrenz im Angebot. Der iPod wurde erst ein halbes Jahr nach dem ersten Apple Store vorgestellt.

Steve Jobs erklärt den Apple Store

Nur Tage vor der Eröffnung des ersten Apple Stores hatte Steve Jobs die Neuerung auf der Macworld Expo präsentiert. Video: YouTube/peestandingup

Steve Jobs erklärte damals, man wolle mit der eigenen Ladenkette mehr Kunden auf die Marke Apple aufmerksam machen. Angesichts seit Jahren schrumpfender Marktanteile war es dringend erforderlich, den Mac prominenter zu platzieren. Die Mieten und Personalkosten für eigene Läden waren schon damals hoch, entsprechend gross war auch das Risiko. Rivalen wie Dell setzten daher konsequent auf den günstigeren Online-Verkauf – und dies mit Erfolg.

Wie wir heute wissen, hat sich Jobs' Mut gelohnt: Seit 2001 hat der iPhone-Konzern in ausgewählten Metropolen und stets an bester Lage über 400 Läden aus dem Boden gestampft. Etwa an der Bahnhofstrasse in Zürich – dem teuersten Pflaster der Schweiz – oder in der altehrwürdigen Grand Central Station in New York.

Viel Glas und Wendeltreppen sind die Erkennungszeichen der Apple Flagship Stores.  Bild: AP/AP

Von 0 auf 424

424 Apple Stores in 16 Ländern hat Apple seit 2001 eröffnet. Davon befinden sich 254 in den USA.

Apple Store in New York

Der markanteste Apple Store befindet sich an der 5th Avenue in New York. Die Kunden betreten einen Glas-Kubus, um von dort in den Shop im Untergeschoss zu gelangen. Bild: AP

400 Millionen Besucher

Im Oktober 2013 sprach Apple von 99 Millionen Besuchern in seinen Apple Stores in einem Quartal. Hochgerechnet auf das ganze Jahr dürften gegen 400 Millionen Besucher einen Apple Verkaufspalast betreten haben.

In Shanghai standen die Menschen 2010 Schlange vor dem neuen Apple Store. Bild: EPA

Der erste Apple Store in Europa

Der erste Apple Store in Europa öffnete im November 2004 in London seine Türen. Kein anderes Geschäft in der britischen Hauptstadt macht mehr Umsatz pro Quadratmeter als der Apple-Laden an der Regent Street.

In London entstand der erste Apple Store ausserhalb der USA. Bild: Getty Images Europe

Die Apple Stores in der Schweiz

In der Schweiz gibt es Verkaufsläden in Zürich, Wallisellen und Genf. Mit 420 Quadratmetern gehört der Laden an der Zürcher Bahnhofstrasse im weltweiten Vergleich zu einem der kleineren, eine Goldgrube ist er dennoch: 225'000 Franken sollen pro Quadratmeter und Jahr umgesetzt werden. Das macht 99 Millionen Franken pro Jahr. Zum Vergleich: Im Durchschnitt setzt ein Apple Store «nur» rund 40 Millionen Franken um.

Nicht der grösste, aber einer der erfolgreichsten Apple Stores steht in Zürich. Bild: KEYSTONE

Der schönste Apple Store

Das Interieur des Apple Stores in Paris. Bild: Apple

Der grösste Apple Store

Den allerersten Apple Store hatten die Amerikaner, den ersten in Europa die Londoner, doch der grösste steht in Holland – und zwar in Amsterdam.

Der weltgrösste Apple Store in Amsterdam. Bild: Wikipedia/Picasdre

Der kleinste Apple Store

Der kleinste Apple Store im Santa Rosa Einkaufszentrum in Kalifornien. Bild: Apple

Der unheimliche Apple Store

Wer regelmässig bei Apple shoppen geht, kennt die Begeisterung des Verkaufspersonals für iProdukte nur zu gut. 

Italienische Apple-Store-Angestellte feiern die Eröffnung eines weiteren Apple-Stores. Bild: Getty Images Europe

Der inszenierte Jubel bei Ladeneröffnungen, der bei Kunden in den USA, Italien und anderen Ländern anscheinend gut ankommt, irritiert die nüchternen Schweden um so mehr. Die Eröffnung des ersten Apple Stores in Stockholm endete mit einem PR-Gau. Die ekstatischen Apple-Mitarbeiter klatschten, sangen und tanzten wie kleine Kinder herum – wie es die Firmenzentrale wünscht – doch die nüchternen Nordeuropäer hatten dafür nur Spott und Häme übrig.

Apple-Store-Eröffnung in Stockholm: Wenn nur die Angestellten jubeln. Video: YouTube/feberse

Die dunkle Seite der Apple Stores

Bild: Getty Images AsiaPac

Von den 80'000 Apple-Angestellten sind rund 40'000 schlecht bezahlte Verkäufer und Kundenberater. «Hinter den Hochglanzfassaden der Apple Stores beklagen Mitarbeiter magere Gehälter, Dauerüberwachung und eine Diktatur der guten Laune», schrieb Spiegel Online nach monatelangen Recherchen in verschiedenen Apple-Läden. 

Apple tut laut den Recherchen alles, um noch mehr Geld aus seinen teuren Produkten herauszupressen: «Ein sehr guter Verkäufer, so steht es im Schulungsbuch, schaffe es, vier von zehn iPhone-, iPad- oder Mac-Käufern eine extralange Garantie im Wert zwischen 29 und 349 Euro aufzuschwatzen.» Als Dank erhält er in den USA rund 10 Franken Stundenlohn, enthüllte die «New York Times»

Seit 2011 hat sich das Verkaufspersonal in mehreren Ländern gewerkschaftlich organisiert, um für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. «Die Ungleichheit zwischen dem, was Apple mit seinen Läden verdient und den Löhnen, die bezahlt werden, sind in der Welt des Einzelhandels einmalig», schrieb das Wirtschafts-Portal Business Insider vor zwei Jahren. Der heutige Apple-Chef Tim Cook verdiente bereits 2009 über 100 Mal mehr als ein einfacher Apple-Verkäufer.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 02.04.2014 12:14
    Highlight Ich habe ein iPhone. In einem Applestore war ich noch nie. Alles was es braucht, ist bereits in der Schachtel drin. Kopfhörer und Ladekabel. Mehr brauch ich nicht und die iPhones kaufte ich immer bei Swisscom. Ich denke auch viele andere iPhone User sind so bescheiden wie ich und haben trotzdem Freude am guten Gerät. Auf iTunes und im Appstore bin ich aber ein guter Kunde. Hat ja auch gute Apps, Bücher und ein riesen Musikportal. Mit meinem Geld, dass ich dort ausgebe, unterstütze ich Künstler und Autoren, wie selbstverständlich auch Apple. Apple kann so wieder in die Entwicklung neuer Geräte investieren. Das unterstütz ich gerne.
    1 1 Melden
  • Thomi1234 02.04.2014 08:55
    Highlight Wenn man kein iPhone hat, hat man kein iPhone
    7 4 Melden

Diesen genial-einfachen iPhone-Trick kennt (fast) niemand 😉

Mehrere Apps auf dem Home-Screen neu anordnen und dabei sehr viel Zeit und Nerven sparen? So geht's mit iOS 11.

Ob auf dem iPhone oder iPad: Früher oder später kommt der Zeitpunkt, wo man den Home Screen aufräumen respektive die Apps neu anordnen möchte.

Was viele User nicht wissen, ist, dass man nicht jede App einzeln an den neuen Ort verschieben muss. Es lassen sich auch ganz bequem mehrere Apps gleichzeitig verschieben!

So geht's:

PS: Was hoffentlich bereits viele User wissen, ist, dass sich auch viele vorinstallierte Apple-Apps (wie die Aktien-App) vom Home Screen löschen lassen, falls man sie nicht …

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