Wirtschaft

Wie Apple Steuern spart – und dabei die Demokratie scheut

Apple gilt als Inbegriff des modernen Technologiekonzerns – hat aber offenbar ein Problem mit demokratischen Prozessen, sofern sie Steuersparmodelle gefährden könnten. Das geht aus den Paradise Papers hervor.

07.11.17, 08:14 07.11.17, 08:27

Ein Artikel von

Die Paradise Papers geben Aufschluss in Steuertricks von Milliardären und Grosskonzernen – und Einblicke, was Vertreter global agierender Firmen so von sich geben, wenn sie sich unbeobachtet von der Öffentlichkeit wähnen. Apple zum Beispiel: Der Technologiekonzern hat offenbar Probleme mit den Gepflogenheiten demokratischer Wahlen – zumindest, wenn sie potenziell die eigene Steuerlast erhöhen könnten.

Das geht aus E-Mails hervor, die die Süddeutsche Zeitung im Rahmen ihrer Recherchen einsehen konnte. Apple hatte eine Anwaltskanzlei damit beauftragt, eine Steueroase mit möglichst günstigen Bedingungen für den Konzern ausfindig zu machen. Dabei ging es offenbar nicht nur um Steuersätze und Transparenzpflichten.

Kratzer im Image für Apple Bild: AP/AP

Die Kanzlei erkundigte sich auch eingehend danach, ob womöglich im Rahmen demokratischer Wahlen mit unangenehmen Überraschungen zu rechnen sein könnte – also mit einer neuen Regierung, die Schluss machen könnte mit den zwielichtigen Steuerpraktiken. «Gibt es eine glaubwürdige Oppositionspartei oder eine Bewegung, die die jetzige Regierung ersetzen könnte?», heisst es in dem betreffenden Schreiben.

Demokratie ist für Apple ein wirtschaftlicher Risikofaktor, so liest sich das.

Steuertricks schon früher

Es sind nicht die ersten bekannt gewordenen Manöver von Apple, Steuern zu sparen. Bereits 2013 geriet der Konzern in die Kritik, weil er seine Steuerlast durch ein Geflecht von Offshore-Firmen senkte und dem US-Fiskus so Milliarden Dollar vorenthielt. Um Steuern in den USA zu sparen, verlagerte Apple mit Hilfe mehrerer Tochterfirmen Gewinne ins Ausland – die wichtigste hatte ihren Standort in Irland.

«Wir sind der vielleicht grösste Unternehmenssteuerzahler in den Vereinigten Staaten»: Apple-Chef Tim Cook Bild: AP/AP

Apple machte sich dabei einen Widerspruch zwischen dem irischen und dem US-amerikanischen Steuerrecht zunutze: Laut US-Recht muss sich eine Firma in jenem Land beim Fiskus melden, in dem sie gegründet wurde. Nach irischem Recht allerdings muss sie sich dort melden, wo sie gemanagt wird.

Der damalige Konzernchef Tim Cook wies den Vorwurf zurück und nannte Apple den «vielleicht grössten Unternehmenssteuerzahler» in den Vereinigten Staaten.

Tochterfirmen auf Null-Steuer-Gebiet

Nun allerdings werfen die E-Mails aus den Paradise Papers ein anderes Licht auf Apple. Sie belegen offenbar die Versuche des Konzerns, erneut Steuern zu vermeiden: Nachdem die irische Regierung ankündigte, die Steuergesetze für Unternehmen zu ändern, machte Apple sich demnach auf die Suche nach einem Nachfolgemodell für weitere Steuersparmethoden.

Um weiterhin von Irlands Schlupflöchern zu profitieren, mussten mindestens zwei Tochterfirmen gegründet werden, von denen eine aus einem Null-Steuer-Gebiet geführt wird. Zwei von vier irischen Apple-Firmen bekamen so die Insel Jersey als Standort, berichten die beteiligten Medien.

Wie die BBC berichtet, zeigen die Fragen des Konzerns in einer E-Mail eindeutig, dass es darum ging, die Steuerlast so gering wie möglich zu halten. Apple habe demnach gefragt, ob es möglich sei, «eine offizielle Zusicherung der Steuerbefreiung zu bekommen». Zudem interessiere den Konzern, ob ein Regierungswechsel wahrscheinlich sei und welche Informationen für die Öffentlichkeit zugänglich wären. Dabei wurde den E-Mails zufolge deutlich, dass Apple den Umzug nach Jersey geheim halten wollte.

Apple sieht sich der «Süddeutschen Zeitung» zufolge zu Unrecht beschuldigt. Ein Sprecher des Konzerns teilte der Zeitung mit, dass Apple sich an die Gesetze halte.

Update: Der US-Konzern hat auf seiner Website eine ausführliche Stellungnahme zu den Vorwürfen veröffentlicht. Titel: «Die Fakten zu Apples Steuer-Zahlungen».

(beb/ spiegel online)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dan Ka 07.11.2017 10:38
    Highlight Immer schön auf Apple hauen. Dabei vergessen, dass der liberal-rechte Kurs der vergangenen Jahrzehnte diese Schlupflöcher erst geöffnet haben. Dass ein Konzern, wobei EIN falsch ist, es gibt hunderte Beispiele von Steueroptimierern, das ausnutzt ist nur normal. Ist wie wenn man in der Migros anstatt 100.- CHF 1.- CHF für das Selbe zahlen muss. Ein Depp, wer 100.- zahlt.
    12 17 Melden
  • Papa la Papp 07.11.2017 09:24
    Highlight Dieser Artikel ist reine Spekulation:
    - basiert auf E-Mails einer Kanzlei welche Abklärungen vornimmt
    - wo sind die Fakten, sollte doch möglich sein zu sagen was Apple in wichtigen Märkten effektiv zahlt
    - was ist mit Firmen wie: Google, Samsung, Microsoft, Nestle, VW, Ems Chemie etc

    Ist doch bekannt, dass Grossfirmen Schlupflöcher suchen und finden. Remember: Ammann Group Switzerland.
    Viel Lärm um Gewöhnliches ohne etwas konstruktives mit zu liefern und Hauptsache wieder mal Apple in die Pfanne gehauen.
    PS: Steuern zahlen die Kleinen nicht die Grossen!
    14 50 Melden
  • Gulli 07.11.2017 09:14
    Highlight Pöse, pöse Apple!

    Versuchen schamlos von den Steuerlöchern zu profitieren, welche die "Bürgerlichen" mit der USR 3 etablieren wollen.
    29 25 Melden
    • joevanbeeck 07.11.2017 18:04
      Highlight Was hat den die USR 3 mit den Steuergesetz in Irland zu tun?
      2 4 Melden
  • N. Y. P. 07.11.2017 09:12
    Highlight Wir halten uns an die Gesetze. (apple)

    Echt stark, Apple, echt stark !


    Apple, versteuert ab sofort jedes verkaufte Handy in dem Land, wo es verkauft wurde. Das wäre ethisch korrekt.
    @Apple, das Wort Ethisch kann man googeln.
    34 6 Melden
    • fcsg 07.11.2017 09:39
      Highlight Apple hat in den meisten Ländern gar keine Distribution und nur sehr wenige Angestellte. Die meiste Wertschöpfung findet zudem in den USA statt, weil die Produkte dort entwickelt werden.
      In Europa wird die Distribution von Irland aus durchgeführt, weil dort die Steuebelastung moderat ausfällt. Das ist ethisch nicht verwerflich, wieso soll ein Unternehmen freiwillig in einen Staat ziehen, wo es vielmehr Steuern bezahlt?
      7 12 Melden
    • Midnight 07.11.2017 11:21
      Highlight "Apple, versteuert ab sofort jedes verkaufte Handy in dem Land, wo es verkauft wurde."

      Mach man schon. Nennt sich Mehrwertsteuer.
      3 11 Melden
    • N. Y. P. 07.11.2017 11:51
      Highlight @Midnight
      Dann ist also alles im Butter, da Apple in allen Ländern Mehrwertsteuer bezahlt ?
      5 2 Melden
    • N. Y. P. 07.11.2017 12:02
      Highlight @fcsg
      Auch die Europäische Union zehrt Irland vor den Kadi. Ich bin also nicht der Einzige, der sich an dieser Praxis stört.
      Und auch die OECD versucht sich in einem grossen Wurf, um diese Steuervermeidung der Firmen einzudämmen.
      Es geht also langsam etwas..
      8 2 Melden
    • Chris van Berg 07.11.2017 13:37
      Highlight @Midnight.
      Die MWST wird von dir Bezahlt und nicht von Apple.
      Nebenbei, diese werden gerade Angehoben weil die ordentlichen Steuereinnahmen nicht ausreichen. Womit sich der Kreis zur Steuerumgehung der Reichen wieder schliesst.
      12 0 Melden
    • fcsg 07.11.2017 14:02
      Highlight @N. Y. P.
      Ist es denn das Problem von Apple, wenn Irland nur tiefe Steuern erhebt?
      Kein Unternehmen geht freiwillig in einen Staat, der hohe Steuern hat.
      Die EU will die Gesetzgebung seit Jahren anpassen, ist aber unfähig, weil sie die Zustimmung von allen Staaten dazu benötigt.
      2 4 Melden
    • N. Y. P. 07.11.2017 15:07
      Highlight Ist es denn das Problem von Apple, wenn Irland nur tiefe Steuern erhebt?

      Nein, ist es nicht.


      Falls Belgien nur noch 0,02 % erheben würde, würdest Du Apple empfehlen, den Hauptsitz in Belgien aufzuschlagen ? Sagen wir die belgische Regierung garantiert diesen Satz bis 2040.

      Bitte auch ehrlich antworten. ;-)
      4 0 Melden
    • fcsg 07.11.2017 15:59
      Highlight Wenn die Einsparungen an Steuern, die Kosten der Verschiebung des Sitzes übersteigen und das Vorgehen legal ist? Klar, wieso nicht?
      Die EU könnte diesem Vorgehen einen Riegel schieben, macht es aber nicht. Dann darf man aber auch nicht jammern, wenn sich Unternehmen ökonomisch verhalten.
      Anderes Gedankenspiel:
      Würdest du denn freiwillig doppelt so viel Steuern bezahlen? Bitte ehrlich antworten.

      1 4 Melden
    • N. Y. P. 07.11.2017 17:24
      Highlight Interessante Unterhaltung.

      Ich wollte herausfinden, ob es für Dich eine ethische Untergrenze gibt, wo Du sagen würdest : Nein, jetzt geht es zu weit. Eine gewisse Verantwortung (Steuern bezahlen) muss man wahrnehmen.
      Leider foutieren sich viele Players um ethisches Verhalten.
      Sprich : Solange etwas legal ist, kann uns Ethik egal sein.

      Falls ich statt in Irland 14% in Luxemburg 10% bezahlen müsste, würde ich vermutlich wechseln. Falls ich 0,02 % woanders bezahlen müsste, würde ich nicht wechseln. Unter 10% ist für mich einfach moralisch und ethisch verwerflich.
      6 0 Melden
    • fcsg 07.11.2017 17:48
      Highlight @N. Y. P.
      Bleib bitte bei den Fakten. Apple bezahlt insgesamt 18% Einkommensstuern. Auf alle Staaten verteilt, entspricht dies einer Summe von über 10 Milliarden Dollar pro Jahr.
      Somit wäre das Verhalten von Apple nach deiner Auffassung ethisch nicht verwerflich. Naturgemäss fällt bei US-Konzernen die grösste Steuerlast in den USA an, denn dort entsteht praktisch die gesamte Werschöpfung mit der Entwicklung der Produkte. Apple passt sich nur an die internationalen Gegebenheiten an, wenn die Staaten nicht fähig oder willens sind dies anders zu lösen, kann man dies Apple nicht anlasten.
      3 1 Melden
    • N. Y. P. 07.11.2017 18:10
      Highlight Dann wäre es tatsächlich ethisch nicht verwerflich. Kannst Du mir sagen, in welchem Land grosso modo diese Summe von 10 Milliarden hauptsächlich landet ?
      Und wieso parkiert Apple 260 Milliarden in Offshore-Konten ?
      4 0 Melden
    • fcsg 07.11.2017 18:27
      Highlight Hier: http://www.zeit.de/2016/38/apple-steuern-europa
      Grosso modo landet das Geld in den USA.
      Apple parkt das Geld ausserhalb der USA um es nicht in die USA überführen zu müssen. Dort werden nämlich automatisch 35% Steuern fällig. Offensichtlich wartet man mit dem Rückzug dieser Gelder bis in den USA die Steuern auf ein international konkurrenzfähiges Niveau gesenkt werden. Denn diese Gelder können im Ausland nicht verwendet, noch an Aktionäre ausbezahlt werden. Das ist klar eine Steueroptimierung, aber es ist nicht so, dass Apple gar keine Steuern bezahlt.
      2 2 Melden
    • N. Y. P. 07.11.2017 18:46
      Highlight Ja, leuchtet ein. Mit den 260 Milliarden.

      Das weltweite Steuerwesen wird uns noch lange beschäftigen. Denn, alle wollen was vom Kuchen.

      Danke für die Infos.
      0 0 Melden
  • Tubel500 07.11.2017 09:01
    Highlight Der Kreislauf wäre relativ einfach:

    Steuern -> finanzieren Hochschulen -> Bilden Ingenieure, Designer, etc. aus -> Arbeiten für Apple mit dem Wissen, das sie an den Hochschulen erworben haben -> Apple zahlt Steuern und beteiligt sich am Kreislauf.

    Was genau ist daran so schwer zu verstehen?!?
    26 0 Melden
    • fcsg 07.11.2017 09:54
      Highlight Apple entwickelt in Europa praktisch nichts, sondern verteilt nur seine Produkte und betreibt Supportdienstleistungen. Das benötigt nicht wirklich viele Hochschulabgänger. In den USA sieht es natürlich anders aus, wobei Apple dort auch hohe Steuern bezahlt. Wie dem Statement zu entnehmen ist.
      1 7 Melden
    • Midnight 07.11.2017 11:25
      Highlight Daran muss man aber nicht Apple die Schuld geben, sondern jenen Staaten, die solche Schlupflöcher erst erlauben. Offenbar sind sich diese nämlich nicht mehr bewusst, wofür Steuern eigentlich gut sind (ja Luzern, auch Du bist gemeint!).

      Aber so ist das halt, wenn reiche Unternehmer das "Volk" vertreten...
      13 1 Melden
  • fcsg 07.11.2017 08:56
    Highlight Jedes Unternehmen fragt bei komplexeren Sachverhalten bei den Steuerbehörden an, wieviel Steuern sie in den jeweiligen Staaten zahlen, bevor irgendwelche Verschiebungen von Vermögen stattfinden. Das funktioniert z.B. auch in der CH nicht anders und nennt sich Steuerruling. Wer solche Anfragen nicht macht und als Verantwortlicher im Unternehmen unerwartete Steuerfolgen auslöst, kann unter Umständen sogar dafür haftbar gemacht werden.
    Applen zahlt nach eigenen Angabe 24.6% Einkommenssteuern. Das ist weit über der durchschnittlichen Steuerbelastung von schweizerischen Unternehmen.
    11 9 Melden
  • Ökonometriker 07.11.2017 08:47
    Highlight Der Schuldige ist hier nicht Apple, sondern die Politik die derartige Schlupflöcher zulässt. Das System ist so gebaut, dass man die Armen schröpft und die Reichen ziehen lässt.
    36 20 Melden
    • @schurt3r 07.11.2017 08:54
      Highlight Genau.
      Und wer wählt schon wieder die Politiker?
      🤔
      46 10 Melden
    • Rendel 07.11.2017 08:59
      Highlight Klar ist Apple der Schuldige! Wie wäre es mit etwas Ethik, dass man der Gesellschaft den Anteil zurückgibt, der sich gehört? Schliesslich profitieren sie von der Gesellschaft, ohne die es Apple nicht geben würde! Nennt sich Wirtschaftsethik!
      16 11 Melden
    • MacB 07.11.2017 09:06
      Highlight @schurter: Es ist naiv zu glauben mit linken Politikern wäre alles besser. Das Übel liegt in der Wurzel des Menschen und lässt sich nicht so einfach ausrotten. Ansonsten wäre der Sozialismus ja erfolgreich gewesen.
      16 25 Melden
    • Klaudie 07.11.2017 09:24
      Highlight @ökonometriker Stimmt! und Bankräuber sind auch nicht schuld sondern die Banken, die keinen bis an die Zähne bewaffneten Sicherheitsdienst haben, der bei auffälligen Personen sofort das Feuer eröffnet. Ein Skandal, dass sie sogar noch ins Gefängnis müssen!!!
      13 9 Melden
    • cille-chille 07.11.2017 09:24
      Highlight Hmmmmm.

      @schurt3r:

      Wenn nicht wir Bürger, wer dann?

      13 1 Melden
    • Luca Brasi 07.11.2017 11:26
      Highlight @Daniel Schurter: Mir egal, wer die Politiker wählt, solange sie auf der Lohnliste von Don Corleone sind. ;P
      So funktioniert Politik. Eine Hand wäscht die andere.
      8 1 Melden
    • Dan Ka 07.11.2017 13:48
      Highlight @Mac B: Ich glaube er meinte das Volk. Ihr Kommentar passt übrigens sehr gut zu Rechts. Text überfliegen, falsch interpretieren, Meinung bilden, Meinung als Fakten ansehen, alles Andere schlecht reden. Fakt: Die Schlupflöcher sind liberal-rechte Produkte, 99% der Politiker sind Wirtschafts-Schauspieler (die Rolle ist Volksvertreter) und tatsächlich waren, abgesehen vom totalitären Kommunismus, Linke Zeiten fast immer prosperierender als wenn Rechts am Drücker war.
      8 2 Melden
    • Ökonometriker 07.11.2017 14:05
      Highlight @schurt3r: in welchem Land?
      Ausserhalb der CH werden Politiker gewählt, die dann Allianzen schmieden und Kompromisse eingehen - statt das Volk über Gesetze abstimmen zu lassen.

      Aber es stimmt natürlich auch, dass das Volk die ökonomischen Zusammenhänge zu wenig versteht und sich daher schlicht abzocken lässt. Das Traurige: viele Leute glauben nicht an Wisdenschaft und hören lieber auf Populisten - deren Weltbild ist einfacher, daher attraktiver.

      Und oft sind ebendiese Populisten selbst Mitglieder der Elite und die Spirale dreht sich weiter.
      3 1 Melden
    • MacB 07.11.2017 14:23
      Highlight @Dan Ka: Ihr Kommentar ist anmassend und nicht korrekt. Ich habe den Artikel bestens verstanden.

      Schurters Kommentar endet doch dahingehend, dass wir selber schuld sind, weil wir diese Politiker wählen. Da ja im Grundtenor finanzorientierte Politiker tendenziell rechts bzw. rechtsliberal oder sagen wir zumindest selten links sind, habe ich mir diesen Gedankensprung erlaubt, ohne ihn zu begründen. Ok?

      Bei den "linken Zeiten" hadere ich tatsächlich, es gibt gute Beispiele in beide Richtungen (totalitäre Staaten und Staatsformen ausgenommen). Ich sehe aber insgesamt mehr "Erfolg" rechts.
      3 5 Melden
  • N. Y. P. 07.11.2017 08:43
    Highlight Wie Apple Steuern spart – und dabei die Demokratie scheut UND SCHÄDIGT

    Wenn ich obigen Text durchlese, wird mir übel.
    Sie machen satte 40 Milliarden Gewinn pro Jahr und wollen partout keine Steuern zahlen. Die Wohlfahrt der Staaten, die finanziert werden muss, geht Apple AM ARSCH vorbei.

    Aber, hey, es ist ja hipp, 10 h Schlange zu stehen. Aber sich keinerlei Gedanken zu machen, dass sich Apple fucking nochmal demokratiefeindlich verhält. Punkt.
    95 14 Melden
    • Der Tom 07.11.2017 09:10
      Highlight Ja ist schlecht... aber welche Firma macht das nicht?
      12 4 Melden
    • Midnight 07.11.2017 11:38
      Highlight @N.Y.P. Tatsächlich scheren sich so ziemlich keine grossen Unternehmen darum. Dazu gehören auch Grössen wie Microsoft, Google oder Facebook. Aber auch in der Schweiz gibt es massive Steuervergünstigungen für grosse (multinationale) Unternehmen, z.B. Schindler, Novartis oder Nestle.

      Das perfide daran ist, dass der Bürger dies zulässt, geht er doch bei Abstimmungen hiesigen Parteien regelmässig auf den Leim und winkt solche Praktiken durch. Es könnte sonst ja einen Verlust an Arbeitsplätzen bedeuten. Der Verlust an Bildungsgeldern geht dann auch jedem sonstwo vorbei.
      5 0 Melden
    • Dan Ka 07.11.2017 13:50
      Highlight Aktiengesellschaften sind Psychopathen. Alle! Siehe:
      2 0 Melden
    • N. Y. P. 07.11.2017 14:03
      Highlight Den Bürgern wird ständig Angst gemacht. Und es ist tatsächlich vielen Wählern nicht bekannt, dass unsere multinationalen Firmen zuwenig Steuern bezahlen.

      Die ganze verdammte Welt macht bei der Steuervermeidung mit. Guter Rat ist teuer.

      Mit der Ablehnung der USR III konnten wir wenigstens hier in der Schweiz "denen" mal ans Bein pinkeln. Danke Eveline. Danke Ueli. Ueli hat sich im Abstimmungskampf so unbedarft verhalten, da gehört ihm auch ein Dank.
      8 0 Melden
  • Triumvir 07.11.2017 08:25
    Highlight Wirklich ein Skandal! Diese miese Steuertrickserei sollten sich alle Apple Fanboys und -girls das nächste mal zuerst vor Augen führen, bevor sie diesem Konzern das nächste vollkommen überteuerte Ei-Phön abkaufen...
    79 26 Melden
    • Nomade 07.11.2017 08:49
      Highlight Stimme dir völlig zu aber alles auf Apple abzuwälzen ist dennoch falsch! Glaubst Du wirklich andere Handy Hersteller/Firmen sind da besser?
      27 6 Melden
    • m. benedetti 07.11.2017 10:22
      Highlight Steuervermeidung ist bei allen Großkonzernen ein Standard-Prozedere und hat mit Apple alleine wenig zu tun. Google ist diesbezüglich wohl kein bisschen besser und so gesehen dürfte ich auch kein Android Smartphone kaufen.
      2 2 Melden
    • Manuel Köng 07.11.2017 12:28
      Highlight Du glaubst nicht wirklich, dass die anderen Multis nicht auch Steuern optimieren, oder? Apple muss als grösste Firma aber eine Vorbildfunktion einnehmen, da bin ich einverstanden. So wie Apple das zum Beispiel beim Thema Umweltverträglichkeit schon tut, wo es laut Greenpeace führend ist.
      3 0 Melden
  • DailyGuy 07.11.2017 08:24
    Highlight Einfach nur für den fairen Journalismus, verlinke ich die offizielle Stellungnahme von Apple, welche deutlich länger ist, als dieser letzte Satz:

    https://www.apple.com/newsroom/2017/11/the-facts-about-apple-tax-payments/

    17 5 Melden
    • @schurt3r 07.11.2017 08:36
      Highlight Habs ergänzt, danke.
      19 0 Melden
    • N. Y. P. 07.11.2017 08:47
      Highlight @DailyGuy
      Nach dem Spiegel-Bericht muss man sich nicht mehr die überlange Rechtfertigung von Apple zu lesen.
      Apple will keine Steuern bezahlen. Wie sie das begründen, interessiert mich, ehrlich gesagt, nicht. Aber, danke für den Link.
      29 5 Melden
    • DailyGuy 07.11.2017 09:13
      Highlight N. Y. P.: Naja, nicht alles was im Report steht stimmt gemäss Apple. Jetzt kann man sagen "Ja komm, was Apple sagt stimmt sowieso nicht!", aber so einfach ist dies nicht. Wenn Apple hier in dieser Medienmitteilung lügen würde, wären die juristischen Implikationen gross, gerade in der US.
      6 2 Melden
    • N. Y. P. 07.11.2017 09:33
      Highlight Nun gut, auch vor Gericht haben die Beschuldigten ein Recht auf Gehör. Ich werde mir die Rechtfertigung also noch antun.
      4 0 Melden
  • ErklärBart 07.11.2017 08:22
    Highlight Steuerwettbewerb weltweit verbieten/abschaffen.

    Unternehmen sollen sich dort ansiedeln, wo sie die Fachkräfte finden. Oder wo die Infrastruktur gut ist und wenig Transportkosten verursacht.

    Steueroptimierung sollte nie der Anreiz sein.
    Was bringen Zug oder Luzern all die "Neugründungen", wenn der Kanton am Schluss trotzdem extrem sparen muss. Sogar bei der Bildung. Oder der Wohnraum unbezahlbar wird.

    95 7 Melden
    • Wölfli beim Lamm 07.11.2017 09:00
      Highlight Bevor in Zürich die Pauschalbesteuerung abgeschafft wurde, wurde uns eingetrichtert, wenn das kommt, wandern die Reichen ab, Arbeitsplätze gehen verloren, Villen stehen leer und werden von der Hausbesetzerszene heimgesucht usw.. Was ist passiert? 2, 3 "Reiche" sind abgewandert und sofort kamen von Auswärts neue Reiche hinzu, die in die freigewordenen Villen gezogen sind. Es gibt Reiche, denen es nicht immer nur ums Geld geht, drum geht die Rechnung mit dem Steuersenkungen oft nicht so auf wie gewünscht.
      16 1 Melden
    • Brasser 07.11.2017 09:36
      Highlight Zug muss einzig und alleine wegen dem NFA sparen, und nicht wegen der Ansiedlung von Unternehmen, von denen nebenbei erwähnt die meisten Arbeitsplätze und damit Steuerzahler (nicht nur im Kt. Zug) generieren.
      1 8 Melden
    • Midnight 07.11.2017 11:42
      Highlight Hat in Luzern auch nicht funktioniert. Fehlende Infrastruktur aufzubauen ist eben teurer als günstige Unternehmenssteuern.
      3 0 Melden
    • MacB 07.11.2017 14:26
      Highlight Wo der Steuerwettbewerb abgeschafft wurde, begann der Steuerwildwuchs und die Bürokratie nahm ihren Lauf zu Lasten der Bürger.

      Ich halte Steuerwettbewerb insofern für sinnvoll, als dass er Behörden zwingt, eine gewisse Budgetdisziplin zu entwickeln.

      EIne weltweite Regelung hinunter bis auf Kommunalebene ist ja sowieso ausgeschlossen, darum befürworte ich Steuerwettbewerb in gesundem Masse.
      1 4 Melden
    • ErklärBart 07.11.2017 14:50
      Highlight @MacB: Meinetwegen... aber was wir zurzeit in der Schweiz und in anderen Steueroasen haben, ist definitiv nicht gesundes Mass. Vor allem bei uns.
      4 0 Melden
  • chnobli1896 07.11.2017 08:21
    Highlight Ich glaube sogar, dass sie sich an die Gesetze halten. Jedoch sollte man vielleicht mal die moralischen Werte ins Spiel bringen. Leider scheints den Konsumenten nicht zu interessieren (oder er hat keine Wahl, da es alle Firmen machen).
    43 3 Melden
    • LYX 07.11.2017 08:57
      Highlight Wie hoch ist es denn um all unsere Moral bestellt wenn es ums Steuern zahlen geht? Sind wir denn besser?
      5 7 Melden
    • Midnight 07.11.2017 11:49
      Highlight @LYX Kommt drauf an, ob die Steuern fair angesetzt sind und ob man auch erkennt, was mit den Steuern passiert. Ich wohne jetzt einige Jahre in Zürich und zahle meine Steuern hier gern. Den Steuerfuss finde ich recht fair und die Infrastruktur (allen voran der ÖV) ist ausgezeichnet. Die Mieten sind allerdings zu teuer.

      Anders in Luzern (wo ich vorher wohnte). Der Steuerfuss ist dort ähnlich wie in Zürich, von den bezahlten Steuern kommt aber wenig zurück: Der ÖV steht im Stau, der Schienenverkehr wird nicht ausgebaut, beim Bildungswesen fehlt das Geld, Prämienverbilligungen sind inexistent.
      5 0 Melden
    • chnobli1896 07.11.2017 16:37
      Highlight @LYX: ich habe weder ein offshore konto, noch eine stiftung, noch sonst irgendwas. ich fülle meine steuererklärung ehrlich aus und ziehe nur berechtigte sachen ab, daher -> ja, ich denke schon

      ps: ob ichs gerne tue oder nicht sei dahingestellt ;-)
      4 1 Melden

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