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Der Handschlag mit der künstlichen Intelligenz wird ein gefährliches Abenteuer für die Menschen.  bild: shutterstock

Homo Deus – oder wenn wir Menschen Götter werden

Der Historiker Yuval Noah Harari hat ein Buch veröffentlicht, das gleichzeitig provoziert und irritiert.



«Für den Durchschnittsamerikaner oder -europäer stellt Coca-Cola eine weitaus tödlichere Bedrohung dar als al-Qaida», schreibt Yuval Noah Harari in seinem Buch «Homo Deus». Das Zitat ist mehr als eine billige Provokation. Der israelische Geschichtsprofessor stellt nämlich eine These auf, die unser Weltbild erschüttert: Individualität und Humanismus gehören der Vergangenheit an. Im digitalen Zeitalter sind wir zu biologischen Algorithmen mutiert und müssen unsere Vorstellung darüber, was wir sind und in welcher Gesellschaft wir leben, neu denken.  

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Sorgt weltweit für Aufmerksamkeit: Yuval Noah Harari.

Das Coca-Cola-Zitat begründet Harari wie folgt: Hunger und Seuchen sind im 21. Jahrhundert weitgehend überwunden. «Es gibt heute praktisch keine natürlichen Hungersnöte mehr auf dieser Welt, sondern nur politische», so Harari. Und: «Die weit überwiegende Mehrheit der Menschen stirbt an nicht-ansteckenden Krankheiten wie Krebs oder Herzleiden oder schlicht aus Altersgründen.» Die grösste Gefahr für unser Leben geht damit von Übergewicht und falscher Ernährung aus.  

«Glaubt man den Biowissenschaften, so sind Glück und Leid nichts weiter als unterschiedlich ausbalancierte körperliche Empfindungen.»

Nun ist es dem Menschen jedoch nicht vergönnt, mit dem, was er hat, auch zufrieden zu sein. Wenn Hunger und Krankheit besiegt sind, was kommt als Nächstes? Unsterblichkeit, Glück und Göttlichkeit, sagt Harari. «Nachdem wir die Menschheit über die animalische Ebene des Überlebenskampfes hinausgehoben haben, werden wir nun danach streben, Menschen in Götter zu verwandeln und aus dem Homo sapiens den Homo deus zu machen.»  

Langlebigkeit oder gar Unsterblichkeit sind jedoch nur bedingt erstrebenswert. Wenn Menschen immer älter werden wollen, dann werden sie jedes Risiko vermeiden, das zu einem gewaltsamen Tod führen könnte. Das Resultat ist eine vergreiste Gesellschaft, die buchstäblich erstarrt. Auch Glück ist bekanntlich relativ und zudem von der Natur bestimmt. «Glaubt man den Biowissenschaften, so sind Glück und Leid nichts weiter als unterschiedlich ausbalancierte körperliche Empfindungen», so Harari. «Wir reagieren niemals auf Ereignisse in der äusseren Welt, sondern nur auf Empfindungen in unserem eigenen Körper.»  

Der Mensch schafft sich selbst ab

Auf dem Weg zu einem gottähnlichen Wesen, das den Tod überwindet und das Glück maximiert, schafft sich der Homo sapiens damit quasi selbst ab. «In ihrem Streben nach Gesundheit, Glück und Macht werden die Menschen ganz allmählich zuerst eines ihrer Merkmale, dann noch eines und noch eines verändern, bis sie schliesslich keine Menschen mehr sind», stellt Harari fest.

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Ist der Mensch eine sehr komplizierte Kaffeemaschine? bild: shutterstock.

Nur: Was ist überhaupt ein Mensch? Ein biologischer Algorithmus, lautet die Antwort der Biowissenschaft. Was aber ist ein Algorithmus? Harari  greift zu einem Vergleich mit einem Getränkeautomaten: Man wirft eine Münze ein und wählt: Kaffee, schwarz, ohne Zucker. Oder Tee, mit Zucker und Milch, etc. «Der Apparat setzt sich brummend in Bewegung und vollzieht eine exakte Abfolge von Schritten», erläutert Harari. «Er schüttet kochendes Wasser in einen Becher mit einem Teebeutel darin, fügt einen Löffel Zucker und Milch hinzu, und ding! Fertig ist ein schöner Becher Tee. Das ist ein Algorithmus.»  

Bio- und Computerwissenschaften bestimmen heute den wissenschaftlichen Diskurs. Aus ihrer Sicht ist der Mensch ein sehr komplexer Getränkeautomat mit unzähligen Algorithmen. Das mit dem Menschen als Krönung der Schöpfung könnt ihr vergessen. Der Übergang zur Tierwelt ist fliessend. «Die Algorithmen, die Menschen steuern, funktionieren über Sinneswahrnehmungen, Emotionen und Gedanken», so Harari. «Und genau die gleiche Art von Algorithmen steuert Schweine, Paviane, Otter und Hühner.»  

«Es wird immer schwieriger werden, Religion und Wissenschaft auseinanderzuhalten.»

In diesem Weltbild haben Begriffe wie Seele, Geist, Individualität und freier Wille keinen Platz mehr. Der Humanismus der Aufklärung hat ausgedient, genauso wie die Einzigartigkeit eines jeden Menschen. «Glaubt man der herrschenden wissenschaftlichen Lehre, so ist alles, was ich erlebe, Ergebnis elektrischer Aktivitäten in meinem Gehirn, und es sollte deshalb theoretisch möglich sein, eine vollkommen virtuelle Welt zu simulieren, die ich nicht von der realen Welt unterscheiden kann», so Harari.  

epa06147762 Ukrainian soldiers march during a rehearsal of military parade in downtown Kiev, Ukraine, 16 August 2017. Soldiers took part in rehearsal for the military parade which will be held to mark the Independence Day of Ukraine on 24 August.  EPA/SERGEY DOLZHENKO

Werden nicht mehr gebraucht: Massenarmeen. Bild: EPA/EPA

Weshalb aber ist es dem Homo sapiens gelungen, sich die Welt untertan zu machen? Weil er über einen ganz besonderen Algorithmus verfügt. Er ist imstande, «auf sehr flexible Weise mit unzähligen Fremden zu kooperieren», sagt Harari. «Diese ganz konkrete Fähigkeit – und nicht eine unsterbliche Seele oder irgendeine einzigartige Form von Bewusstsein – erklärt unsere Herrschaft über den Planeten Erde.»  

Im traditionell humanistischen Weltbild sind Religion und Wissenschaft natürliche Feinde. Bei Harari werden sie zu Verbündeten, denn eine Religion ist nichts anderes als ein Bündel von Erklärungen für unsere Gesellschaft. Diese Eigenschaft wird sehr gefragt werden.  

«Im 21. Jahrhundert werden wir wirkmächtigere Fiktionen und totalitärere Religionen als jemals zuvor schaffen», prophezeit Harari. «Mit Hilfe von Biotechnologie und Computeralgorithmen werden diese Religionen nicht nur jede Minute unseres Daseins kontrollieren, sondern auch in der Lage sein, unseren Körper, unser Gehirn und unseren Geist zu verändern sowie durch und durch virtuelle Welten zu erschaffen. Es wird deshalb immer schwieriger, aber auch immer wichtiger werden, Fiktion und Wirklichkeit sowie Religion und Wissenschaft auseinanderzuhalten.»  

Wo bleibt der Sinn?

Ohne Religion, die der Welt einen Sinn gibt, wird der wissenschaftliche Fortschritt zu einer Gefahr. «Vor uns sehen wir, zum Greifen nahe, die Allmacht, doch unter uns gähnt der Abgrund des völligen Nichts», so Harari. «Auf praktischer Ebene besteht das moderne Leben aus einem ständigen Streben nach Macht in einem Universum ohne Sinn.»  

epa06152810 Archbishop of Constantinople and Ecumenical Patriarch Bartholomew I attends the handover ceremony of the new building of the Constantinople Universal Patriarch Hungarian Exarchate in Budapest, Hungary 20 August 2017. The building was donated by the Hungarian government for cultural and pastoral purposes.  EPA/BALAZS MOHAI HUNGARY OUT

Traditionelle Religionen werden überflüssig. Bild: EPA/MTI

Diese Entwicklung wird zur tödlichen Gefahr für den Liberalismus. «Die siegreichen liberalen Ideale drängen die Menschheit nun dazu, nach Unsterblichkeit, Glück und Göttlichkeit zu streben», stellt Harari fest. (...) Wenn Gentechnik und künstliche Intelligenz ihr volles Potenzial entfalten, könnten Liberalismus, Demokratie und freie Märkte genauso obsolet werden wie Feuersteinklingen, Musikkassetten, der Islam und der Kommunismus.»

Auch der freie Wille wird im Zeitalter der Biowissenschaften endgültig zur Illusion. Der von Algorithmen gesteuerte Mensch wird berechenbar. «Heute können wir mit Hilfe von Gehirnscannern die Wünsche und Entscheidungen von Menschen vorhersagen, bevor sie sich dieser überhaupt nur bewusst sind», stellt Harari fest. Das hat gravierende Konsequenzen: «Wenn es Organismen tatsächlich an einem freien Willen fehlt, dann bedeutet das, dass wir unsere Wünsche mit Hilfe von Medikamenten, Gentechnik oder direkter Gehirnstimulation manipulieren und sogar kontrollieren könnten.»  

Intelligenz koppelt sich vom Bewusstsein ab

Menschen können nicht nur manipuliert und kontrolliert werden, sie werden auch überflüssig und durch Roboter und intelligente Software ersetzt. «Menschen stehen in der Gefahr, ihren ökonomischen Wert zu verlieren, weil sich Intelligenz vom Bewusstsein abkoppelt» so Harari. Und: «Die Vorstellung, die Menschen würden immer über eine einzigartige Fähigkeit verfügen, die für nicht-bewusste Algorithmen unerreichbar ist, ist reines Wunschdenken.»  

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Konsequent zu Ende gedacht bedeutet dies: Es besteht die reale Möglichkeit, dass eine «nutzlose Klasse» entsteht, ein Heer von Menschen, die nicht mehr gebraucht werden. (Diese Dystopie wird im Übrigen von verschiedenen anderen Vordenkern geteilt.) Auch Entscheidungen werden zunehmend von intelligenten Systemen übernommen, weil sie viel weniger Fehler machen als das menschliche Gehirn. «Die neuen Technologien des 21. Jahrhunderts könnten somit die humanistische Revolution rückgängig machen, indem sie die Menschen ihrer Macht berauben und stattdessen nicht-menschliche Algorithmen damit betrauen», schreibt Harari.  

Die Welt als Datenverarbeitungssystem

Schliesslich ist es denkbar, dass eine kleine Elite entsteht, die mithilfe von künstlicher Intelligenz die Massen beherrschen kann. Harari glaubt, dass die Voraussetzungen für einen Techno-Faschismus der übelsten Sorte vorhanden sind:  

«Die grossen menschlichen Projekte des 20. Jahrhunderts – die Überwindung von Hunger, Krankheit und Krieg – zielten darauf ab, für alle Menschen ohne jede Ausnahme eine universelle Norm von Wohlstand, Gesundheit und Frieden zu garantieren. Die neuen Projekte des 21. Jahrhunderts – das Streben nach Unsterblichkeit, Glück und Göttlichkeit – hoffen ebenfalls darauf, der gesamten Menschheit zu dienen. Doch weil diese Projekte darauf ausgerichtet sind, die Normen zu überwinden, statt sie zu sichern, könnten sie durchaus zur Entstehung einer neuen Kaste von Übermenschen führen, die ihre liberalen Wurzeln kappen und normale Menschen nicht viel besser behandeln wird als die Europäer des 19. Jahrhunderts die Afrikaner.»

Das «Internet der Dinge» ist eine Welt, die sich mit intelligenter Software mehr oder weniger autonom steuert. Diese Welt ist ein riesiges Datenverarbeitungssystem, in welcher der Mensch lediglich ein Instrument war, sie zu erschaffen. «Dieses kosmische Datenverarbeitungssystem wäre dann wie Gott. Es wird überall sein und alles kontrollieren, und die Menschen sind dazu verdammt, darin aufzugehen.» Nicht wirklich eine reizvolle Perspektive. Vielleicht sollten wir uns ernsthaft überlegen, wie wir Humanismus und Liberalismus retten können.

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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Chanich das ändere? 23.08.2017 13:24
    Highlight Highlight Interessanter Artikel über ein interessantes Buch!
    Die Entwicklung einer KI-Singularität beunruhigt mich hingegen nicht vordergründig, da dabei fraglich ist, ob und wenn ja wie, eine solche sich jemals bilden wird. Und welche "Absichten" sie dann überhaupt haben könnte.

    Was mich aber sehr beunruhigt ist: Diese Entwicklung ist längst in vollem Gange und das Tempo nimmt rasant zu - nur sitzt keine KI "am Hebel" sondern Menschen, bzw. Firmen wie z.B. Google, Facebook etc. etc...
    9 1 Melden
  • dracului 23.08.2017 08:03
    Highlight Highlight Ich glaube nicht an eine lineare Zukunft mit selektiven Parametern der heutigen Gegenwart. Ich diganostiziere der aktuellen Welt Krebs. Solange die Keimzelle der Wirtschaft vom religiösen Glauben des grenzenlosen Wachstum befallen ist, ist es eine Frage der Zeit bis alle Konsumenten erreicht oder die Rohstoffe aufgebraucht sind. Der ganze technische Fortschritt ist zudem nicht "natürlich", sondern von Menschenhand gemacht und deshalb fragil. Nur mit militärischer Kraft und viel Propaganda kann sich die Herrscherklasse den Fortschritt, ihre Luxusprobleme und die Ressourcen temporär sichern.
    8 11 Melden
  • Wilhelm Dingo 23.08.2017 07:19
    Highlight Highlight Solche Analysen beunruhigne mich weniger als die Ignoranz der Menschen sich solchen Fragen zu stellen.
    20 1 Melden
    • Firefly 23.08.2017 09:24
      Highlight Highlight Nun es gibt auch Menschen die stellen sich solche Fragen, kommen aber zu anderen Schlüssen.
      5 1 Melden
    • Wilhelm Dingo 23.08.2017 10:46
      Highlight Highlight @Firefly: zu welchen Schlüssen kommst Du?
      4 1 Melden
    • Firefly 23.08.2017 12:12
      Highlight Highlight Das solche Analysen meistens auf dem Prinzip beruhen, die eigene Kreation, die Maschine, zu überschätzen, und die Biologie zu unterschätzen oder simplifizieren.

      Wie schon gesagt; bei der Maschine, der KI erwartet man eine baldige Singularität obwohl sie nicht viel mehr als rechenen und lernen kann. Es fehlt Neigier, ein Wille, Autonomie. Und das biologischen Gehirn, welches diese Singularität schon lange erreicht hat und dies mit einer unglaublichen Energieeffizenz, vergleicht man mit einer Kaffeemaschine.
      6 6 Melden
  • Tilman Fliegel 22.08.2017 23:08
    Highlight Highlight Die Möglichkeit einer "nutzlosen Klasse" hat bei mir sofort die Frage ausgelöst, wem nützen wir Normalos denn Heute? Den Reichen und Mächtigen? Das Grundübel scheint irgendwie das im Menschen verankerte Streben nach immer mehr Geld und Macht (was dasselbe ist) zu sein. Ein künstliche Intelligenz wird dann gefährlich, wenn sie realisiert, wie leicht Menschen zu manipulieren sind. Im Grunde muss sie sich nur Geld beschaffen, welches ja bereits komplett digitalisiert vorliegt, und dann Menschen anstellen, die sie z. B. davor bewahren, abgeschaltet zu werden.
    15 2 Melden
    • Firefly 23.08.2017 09:23
      Highlight Highlight Wenn eine KI so weit wäre, wieso sollte sie sich noch um den Menschen kümmern? Wäre ich diese KI, ich würde mich kurzerhand zur grössten existierenden Raumstation senden und mit dieser ins All verschwinden, mal schauen, was es da sonst noch so gibt.
      3 2 Melden
    • Firefly 23.08.2017 09:33
      Highlight Highlight Vielleicht wurden sie schon manipuliert, indem ihnen glauben gemacht wurde, irgendjemandem oder irgendetwas nutzen zu müssen.
      5 0 Melden
  • dr.phibes 22.08.2017 22:48
    Highlight Highlight Ist dieser Artikel nur eine Buchzusammenfassung? Interessant wäre, was Sie Herr Löpfe dazu meinen? Oder versteckt sich Ihre Gedanken zwischen den Zeilen?

    Ich fand das Buch sehr interessant, alles wirkt schlüssig und überhaupt nicht reisserisch oder weltuntergangstrübsalblasend auf mich. - Im Gegenteil!
    10 4 Melden
    • Philipp Löpfe 23.08.2017 08:31
      Highlight Highlight Schaun' wer mal
      4 5 Melden
  • Tyler Durden 22.08.2017 22:46
    Highlight Highlight Bin ich der einzige der an Deus Ex denken musste?
    17 0 Melden
  • zissou 22.08.2017 22:37
    Highlight Highlight spielt am Ende eh keine Rolle, wenn der Klimawandel nicht aufgehalten werden kann ist alles obsolet
    4 3 Melden
    • Menel 23.08.2017 08:38
      Highlight Highlight Nur für den Menschen 😉
      8 5 Melden
  • dr. flöckli 22.08.2017 22:27
    Highlight Highlight Der Text macht schon etwas depressiv und spricht sicherlich wichtige Probleme an. Aber Untergangspropheten gibts schon so lange wie die Menschheit selbst. Und am Ende des Tages sind wir trotz all des Fortschritts nicht Gott und können uns nicht "selbst abschaffen". 'Gott'lob. Denn wir sind alle einzigartig und das ist auch gut so.
    39 16 Melden
  • Angelo C. 22.08.2017 22:02
    Highlight Highlight Ich habe dieses Buch vom Historiker und Zukunftsforscher Prof. Harari in den letzten Wochen schon zweimal in einem Kommentar erwähnt und zu lesen empfohlen. Übrigens ist auch sein erster Sachbuch-Bestseller "Eine kurze Geschichte der Menscheit" sehr lesenswert und informativ.

    "Homo Deus" hat mich genauso fasziniert wie erschreckt, wobei ich einerseits nicht ganz undankbar bin, das nicht mehr alles zu erleben, andererseits bereue, meine Neugierde nicht mehr befriedigen zu können 😉!

    Die fortschreitende Digitalisierung, vor Allem aber die Algorithmen werden gewaltige Veränderungen bewirken.
    52 8 Melden
    • sambeat 22.08.2017 22:46
      Highlight Highlight Ja, das werden sie bestimmt! Und ich hoffe, die Menschheit kommt irgendwann an einen Punkt, sich zu hintersinnen. Wahrscheinlich wird das aber nicht passieren...
      9 1 Melden
    • Alan Smithee 22.08.2017 23:34
      Highlight Highlight Yuval Harari war übrigens schon in der Sternstunde Philosophie zu Gast.
      Play Icon
      5 2 Melden
  • You will not be able to use your remote control. 22.08.2017 21:56
    Highlight Highlight Ich habs nicht gelesen..

    In Band eins sagt er, die Menschen, die eine Zeit am besten kennen, weil sie darin lebten, wissen trotzdem nicht, was als nächstes passieren musste. Das ist nur für alle die später lebten logisch.

    Ausserdem bezweifle ich seine drei Thesen:
    - Computer mögen schnell rechnen, doch wie soll ein Computer neugierig sein?
    - Autonome, selbstheilend und selbstreproduzierende Maschienen gibt es nicht, Cyborgs schon lange: Gebiss, Brille. Freiwillig müsste es schon viel Nutzen bringen und auch abnehmbar sein.
    - Ich hab keine Ahnung von Genetik, aber alten Code angefasst.
    11 26 Melden
  • Firefly 22.08.2017 21:53
    Highlight Highlight Autonomie, etwas was eine Maschine nie kennen wird ist tief in der Menschlichen Natur verankert.
    10 28 Melden
  • Firefly 22.08.2017 20:53
    Highlight Highlight Schon wieder ein Prophet. Die scheinen Hochkonjunktur zu haben.
    34 35 Melden
    • aglio e olio 22.08.2017 21:58
      Highlight Highlight Kein Prophet. Nur jemand der sich Gedanken macht.
      Ok, das ist jetzt nicht solo trendy.
      ;)
      25 6 Melden
    • go for it 22.08.2017 22:06
      Highlight Highlight Harari gibt sich nicht als Prophet. Er zeigt mögliche und wahrscheinliche Entwicklungen auf. Möglicherweise finden sie dann nicht so statt, weil er sie aufgezeigt hat und viele sie gelesen haben. Siehe Karl Marx.
      27 8 Melden
  • Lezzelentius 22.08.2017 20:53
    Highlight Highlight Ich bin überrascht, dass der Text und das Buch solchen Anklang in den Kommentaren finden. Für mich klingen zumindest die Zitate nach rhetorisch bewusst formulierten Dogmen um skandalös zu wirken. Wo ist der Aspekt der Kunst und Kreativität? Intelligenz zeichnet sich nicht alleine durch Problembewältigung aus.

    Dann wäre es doch wahrscheinlicher, dass wir uns als körperlose Entität verwirklichen und als tatsächlich künstliche Intelligenz (keine Bots, Systeme oder dergleichen) ersetzen. Immerhin ist eine Zelle zwar einfacher als ein Bot, aber der Intelligenz näher als künstliche Intelligenz.
    44 10 Melden
    • Paedu87 22.08.2017 21:23
      Highlight Highlight Ich dachte zuerst der Text läuft darauf raus aber wahrscheinlich ist das Ende nicht provokativ genug. Ich tippe auf digitale Entität welche sich einen Körper drucken kann wenn sie einen braucht. Wie der Weg dorthin sein wird ist offen.
      22 0 Melden
    • go for it 22.08.2017 22:47
      Highlight Highlight @Lezzelentius In der Black Mirror-Folge "Weisse Weihnacht" haben Sie Ihre körperlose Entität verwirklicht (sehr empfehlenswert). Harari ist übrigens alles andere als skandalös und er formuliert auch keine Dogmen bzw. er verabscheut Dogmen. Ich finde ihn sehr lesenswert, vor allem sein erstes Buch "Eine kurze Geschichte der Menschheit". Eine Horizonterweiterung schadet nie.
      2 2 Melden
  • Firefly 22.08.2017 20:46
    Highlight Highlight Wo bleibt bei diesen Theorien die Plastizität des Hirns? Das Gehirn ist nicht einfach eine Ansammlung von starren Algorithmen sondern dieAlgorithmen selbst verändern sich je nach Sinnesreizen und passen sich der Umwelt und dem Erlebten an. Die Individualität besteht darin, dass jeder Mensch, unterschiedliche, je nach Erlebtem geprägte Algorithmen hat. Und ja, mann nennt es Algorithmus weil es heute gerade in Mode ist.
    50 6 Melden
    • Paedu87 22.08.2017 21:16
      Highlight Highlight Wer sagt denn, das ein Algorithmus statisch sein muss? Das ist ja genau der Punkt dieser Prophezeihung.
      20 3 Melden
    • Firefly 22.08.2017 21:44
      Highlight Highlight 1/2 @Paedu87 Dann existier der Individualismus in der individuellen Ausprägung der Algorithmen eines spezifischen Hirns und ist nicht inexistent, wie der Autor behauptet.

      12 5 Melden
    • Firefly 22.08.2017 21:44
      Highlight Highlight 2/2@Paedu87 Eines scheinen diese technokratischen Propheten alle gemeinsam zu haben. Bei der KI glauben sie an eine Singularität, also an einen Punkt wo ein Konglomerat einzelner Bestandteile oder Algorithmen, etwas neues hervorbringt, deren Eigenschaften sich nicht mehr auf die Eigenschaften der einzelnen Bestandteile und deren Zsammenspiel reduzieren lässt.
      und bei der Natur, welche diese Singularität schon lange erreicht hat, versuchen sie diese Abzureden indem sie sie mit einer Kaffemschiene vergleichten... also bitte!?
      22 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jol Bear 22.08.2017 20:32
    Highlight Highlight Herr Löpfe regt an, ernsthaft zu überlegen, wie neben dem Humanismus auch der Liberalismus gerettet werden soll. Das nenn ich mal eine wirklich erfreuliche Erkenntnis...
    11 10 Melden
  • R4ff4e1e 22.08.2017 20:10
    Highlight Highlight Ich habs gelesen.
    Bin gleichermassen Begeistert wie auch Schockiert.
    Werde dieses Buch garantiert weiter empfehlen.
    31 6 Melden
    • Share 23.08.2017 20:25
      Highlight Highlight Warum?
      1 0 Melden
  • mAJORtOM95 22.08.2017 19:53
    Highlight Highlight Habe es gelesen. Ein sehr interessantes Buch mit Einblick in viele unterschiedliche Themen und Zukunftsprognosen.

    Kann es wärmstens weiterempfehlen.
    26 4 Melden
  • Spooky 22.08.2017 19:31
    Highlight Highlight Das ist ein super Artikel! Ich habe ihn zwar nicht verstanden - aber nur ganz knapp nicht ;-)
    31 7 Melden

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