Wirtschaft
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Polish President Andrzej Duda gives a thumbs-up behind French President Emmanuel Macron and German Chancellor Angela Merkel as hey pose for a group photo with NATO leaders at the new NATO headquarters, Thursday, May 25, 2017, in Brussels. (AP Photo/Evan Vucci)

Die neuen Hoffnungsträger: Emmanuel Macron und Angela Merkel. Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Europa hat seinen Stolz entdeckt – entdeckt es jetzt auch seinen Verstand?

Angela Merkel stellt Donald Trump in den Senkel, Emmanuel Macron gibt Wladimir Putin den Tarif durch. Die Europäer treten wieder selbstbewusst auf. Selbst die Wirtschaft erholt sich weit besser als erwartet. Doch die beiden zentralen Fragen bleiben noch ungelöst.

31.05.17, 16:05 01.06.17, 04:10


Krise in Griechenland, autoritäre Nationalisten in Ungarn und Polen, grassierende Arbeitslosigkeit, stagnierende Wirtschaft, explodierende Staatsschulden, unkontrollierte Flüchtlingsströme und der Brexit: Die negativen Schlagzeilen über Europa nahmen kein Ende. Der alte Kontinent schien in tiefste Depression zu verfallen.  

French President Emmanuel Macron, right, and his Russian counterpart Vladimir Putin hold a joint press conference at the Palace of Versailles as they meet for talks before the opening of an exhibition marking 300 years of diplomatic ties between the two countries, in Versailles, near Paris, France, Monday, May 29, 2017. Monday's meeting comes in the wake of the Group of Seven's summit over the weekend where relations with Russia were part of the agenda, making Macron the first Western leader to speak to Putin after the talks. (AP Photo/Alexander Zemlianichenko, pool)

Macron (rechts) hat Putin hart kritisiert. Bild: Alexander Zemlianichenko/AP/KEYSTONE

Plötzlich ist alles wieder anders: Bankanalysten empfehlen wärmstens europäische Aktien, die Unternehmen melden steigende Gewinne, die Arbeitslosenzahlen fallen. Die bereits abgeschriebene europäische Wirtschaft kommt wieder in Fahrt, nicht nur in Deutschland. Spanien ist schon fast wieder eine Art Musterknabe geworden.  

Besser als ihr Ruf: italienische und französische Wirtschaft

Die französische und die italienische Wirtschaft sind besser als ihr Ruf. Selbst die Sorgenkinder befinden sich auf dem Weg zur Besserung. Das Bruttoinlandprodukt von Portugal ist im ersten Quartal dieses Jahres um 2,8 Prozent gewachsen, Griechenland freut sich auf eine touristische Rekordsaison.  

Nicht nur die Wirtschaft, auch der politische Stolz ist wieder erwacht. Angela Merkel hat mit ihrer scharfen Kritik am US-Präsidenten die News über das Wochenende dominiert. Ihre in einem bayrischen Bierzelt gemachte Bemerkung, die USA und Grossbritannien seien keine verlässlichen Partner mehr, wurden auf beiden Seiten des Atlantik ausführlich analysiert und kommentiert.

Wladimir Putin musste sich derweil vom neuen französischen Präsidenten öffentlich vorhalten lassen, dass der russische TV-Sender RT und die Nachrichtenagentur Sputnik bloss Propaganda verbreiten würden.  

President Donald Trump adjusts his jacket during a family photo with G7 leaders at the Ancient Greek Theater of Taormina, Friday, May 26, 2017, in Taormina, Italy. From left are, Canadian Prime Minister Justin Trudeau, German Chancellor Angela Merkel, Trump, and Italian Prime Minister Paolo Gentiloni. (AP Photo/Evan Vucci)

In Europa negativ aufgefallen: Donald Trump. Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Das neue Selbstbewusstsein der Europäer ist nicht nur das Resultat der wirtschaftlichen Erholung. Trump und Putin haben das Ihre dazu beigetragen. Der russische Präsident hat mit seinen plumpen Versuchen, auch die französischen Wahlen zu manipulieren, Macron einen Steilpass geliefert, der dankend angenommen wurde.  

Wie man Softpower-Kapital vernichtet

Donald Trump seinerseits hat es geschafft, selbst die schlimmsten Befürchtungen zu übertreffen. Sein Verhalten am NATO-Gipfel und am Treffen der Staatsoberhäupter der G7 war unter jeder Sau. Er legte kein Bekenntnis zur NATO ab und will nun offenbar auch das Pariser Klimaabkommen aufkündigen. Er kanzelt alte Bündnispartner ab und lobt dafür Autokraten wie Tayyip Erdogan und Rodrigo Duterte. Offenbar ist der US-Präsident gewillt, das amerikanische Kapital an Softpower möglichst rasch zu vernichten.  

Vernichtend fiel die Kritik an Trumps ungehobeltem Macho-Verhalten selbst in den USA aus. Wenn heute vom Führer der freien Welt die Rede ist, dann meinen zumindest die liberalen Amerikaner damit nicht mehr Trump, sondern Angela Merkel. Die von den USA geführte liberale Weltordnung wird zu Grabe getragen.  

Der Höhenflug des europäischen Selbstbewusstseins in Ehren – gewonnen ist noch gar nichts. Die Eurokrise ist deswegen nicht überwunden, und Europa hat damit noch keine sicheren Aussengrenzen erhalten. Diese beiden Probleme muss die EU lösen, wenn sie nachhaltig gesunden will. Das haben die letzten Jahre überdeutlich gezeigt.  

Europa braucht sichere Aussengrenzen

Ein Europa ohne innere Grenzen, wie es mit dem Vertrag von Schengen beschlossen wurde, ist nur möglich, wenn die Aussengrenzen gesichert sind. Einen zweiten Herbst 2015 überlebt die EU politisch nicht. Die Sicherung der Aussengrenze einer dubiosen Figur wie Erdogan zu überlassen, ist keine Option. Die EU muss damit eine Lösung finden, wie sie die Flüchtlingsströme geordnet eindämmen kann, ohne die Menschlichkeit über Bord zu werfen.  

Auch eine Zweitauflage der griechischen Tragödie des Jahres 2013 kann sich Europa nicht mehr leisten. Entweder wird die Einheitswährung über Bord geworfen – was offenbar mit unlösbaren technischen Problemen verbunden ist –, oder es werden Wege gefunden, wie man eine wahre Bankenunion und wirksame Ausgleichsmechanismen einrichten kann. Ein Festhalten an der deutschen Austeritätspolitik ist ebenfalls keine Option.  

Ein Kompromiss ist möglich geworden

Mit etwas Glück und politischem Verstand ist es möglich geworden, beide Ziele zu erreichen. Trumps Gepolter und Putins Intrigen haben die positive Nebenwirkung, dass der Wert der europäischen Einigung wieder vermehrt erkannt wird. Der Ausgang der europäischen Wahlen hat den Albtraum eines Frexit vorerst verscheucht. In Deutschland sorgt eine brummende Wirtschaft dafür, dass die Bäume der AfD nicht in den Himmel wachsen.  

Deshalb sind politische Kompromisse in Europa wieder möglich geworden. Frankreich macht Zugeständnisse in Sachen Reform, Deutschland rückt von der harten Austeritätspolitik ab und schickt Finanzminister Wolfgang Schäuble nach den Wahlen in Rente. Ziehen die beiden dominierenden Nationen der EU wieder an einem Strick, dann ziehen die anderen nach. Die Spaltpilze Europas – Trump, Putin und Theresa May – hätten dann das Nachsehen.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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41
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    Alle Leser-Kommentare
  • Jol Bear 31.05.2017 23:16
    Highlight "Italienische Wirtschaft besser als ihr Ruf"? ... Am 1.5.2017 in der NZZ: "In Süditalien hat jeder zweite Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren keine Arbeit, jeder dritte ist langzeitarbeitslos. Im Norden hat jeder vierte keine Stelle." Arbeitslosigkeit der 15 - 24-jährigen in Griechenland: 48 %, Spanien 40,5 %, Frankreich: 23,7 % (nach EU-Statistik, März 2017). Von Erholung und "Musterknaben" würde ich noch nicht reden, egal, ob sich Merkel und Macron mit selbstbewusstem Reden gegenüber Putin und Trump medienwirksam inszenieren.
    16 4 Melden
    • FrancoL 01.06.2017 12:59
      Highlight Interessant welche Zahlen Sie für Italien zu Hilfe nehmen. Es sind immer die Arbeitslosenzahlen, die gerade in Italien nur die halbe Wahrheit zeigen. Ein Land das seit je her immer eine grosse "schwarze Wirtschaft" hatte, ist nicht an diesem Zahlen zu messen. Weit aufschlussreicher wäre zB die niedrige private Verschuldung der Italiener, die heute zeigt dass es doch nicht so schlecht um die Gesamtwirtschaft (inkl. "schwarz/grauer" Wirtschaft) bestellt ist, zu betrachten.
      0 0 Melden
    • Jol Bear 01.06.2017 17:59
      Highlight FrancoL: in Ländern, wo die Arbeitlosigkeit junger Menschein weit höher liegt als der LandesDurchschnitt, kann man die Wirtschaftslage nicht positiv beurteilen ("Musterknabe" Spanien im Artikel). Italien mag in mancher Hinsicht ein "Spezialfall" sein, doch Schwarzarbeit bringt dem hochverschuldeten Staat auch keine Erleichterung durch Steuereinnahmen. Die rel. tiefe private Verschuldung ist ein Lichtblick, der wenigstens die Lage nicht zusätzlich verschlimmert.
      0 0 Melden
    • FrancoL 01.06.2017 19:59
      Highlight @Jol Bear; Die Schwarzarbeit ist eine Reaktion auf die Steuerbelastung die dann im Nichts verpufft. Die hohe Arbeitslosigkeit bei den Jungen ist teilweise auf das Arbeitssystem zurück zu führen, es werden keine oder nur wenige Festanstellungen angeboten, weil der Kündigungsschutz sehr rigide ist. Viele Junge haben befristete Verträge und somit erscheint auch eine relativ hohe Arbeitslosigkeit, dies es teilweise jedoch nicht ist. Zudem figurieren viele Junge die in Familienbetrieben arbeiten gar nicht auf den Angestelltenlisten. Zusammengezählt ist das Bild von aussen düsterer als die Realität.
      0 0 Melden
  • sowhatopinion 31.05.2017 22:26
    Highlight Die naiven Europäer müssen endlich mehr Selbstbewusstsein an den Tag legen
    Es gibt zig Beispiele für das Gegenteil. Der automatische Informstionsaustausch bezüglich Steuerdaten wurde unter Obsma von den USA forciert
    EU und CH haben dem OECD-Standard zugestimmt.
    Die USA haben NICHT unterzeichnet und ziehen in Delaware, LasVegas, Miami etc. mit System unversteuerte Vermögen an. Das ist Interessenspolitik, aber die Europäer schluck(t)en bisher alle bitteren Pillen ohne Murren. Die brillante Rhetorik Obamas vernebelte schon vor Trump die Sinne der Europäer.
    10 1 Melden
  • atomschlaf 31.05.2017 21:15
    Highlight Erfreulich, von watson-Stammschreiber Löpfe zu lesen, dass die Sicherung der Aussengrenzen eine Notwendigkeit ist. Danke!
    28 2 Melden
  • Yippie 31.05.2017 20:59
    Highlight Deutschlands Austeritätspolitik hat auf die europäische Wirtschaft kaum einen Einfluss. Würde man von der Austeritätspolitik weggehen und 2-3% Schulden machen im Jahr, würde dies entweder 6-9 Mrd Euro mehr Staatsauasgaben bedeuten oder 6-9 Mrd weniger Steuerlast für Unternehmen oder Private. Das entspricht in etwa einem halben Promille des europäischen BIP.

    Ein Abrücken von der Austeritätspolitik würde übrigens vor allem der Deutschen Wirtschaft helfen, weil eine geringere Steuerlast die Firmen noch konkurrenzfähiger macht gegenüber dem Ausland.
    2 9 Melden
  • MaskedGaijin 31.05.2017 19:48
    Highlight Es ist aber schon ein unterschied ob man Putin, neben ihm stehend, kritisiert, oder Trump beim Wahlkampf (!) in einem Bierzelt in Bayern.
    Und warum wird May auf eine Stufe mit Trump und Putin gestellt? Das britische Volk hat für den Brexit gestimmt, nicht May alleine hat das beschlossen.
    36 7 Melden
    • SuicidalSheep 31.05.2017 21:33
      Highlight Jein. Vorallem England hat dem Brexit zugestimmt. Schottland und Nordirland waren und sind nach wie vor dagegen.
      9 5 Melden
  • andrew1 31.05.2017 19:26
    Highlight Ist ja schön und gut wenn sie selbstbewust auftreten. Aber die probleme wie die angespannte wirtschaftslage und flüchtlingsströme müssen dennoch gelöst werden. Sich zu fest auf die schulter klopfen wäre unangebracht.
    23 2 Melden
  • SuicidalSheep 31.05.2017 17:50
    Highlight Bin auf jedenfall gespannt, was die Zukunft bringt. Ich für meinen Teil sage schon lange stolz " Ich bin Europäerin!"
    57 23 Melden
    • FrancoL 31.05.2017 18:50
      Highlight Gratuliere, hört man selten und ist wohl mit ein Grund wieso sich Europa so schwer tut. Leider wird der Zusammenhalt das schwierigste Problem der Europäer werden.
      24 11 Melden
    • Domino 31.05.2017 22:08
      Highlight Und warum nicht Weltbürgerin? Eurasierin? Homo Sapiens?

      Ich finde solche Kommentare rassistisch. Warum 'stolz'? Auf was? Besser zu sein als Nordamerikaner? Afrikaner? Asiaten?
      10 12 Melden
    • FrancoL 01.06.2017 00:59
      Highlight @Domino; Komische Auffassung von Stolz, wenn man den Anhängsel "besser als....." mit betrachtet. ES ist doch kein Rennen oder ein Wettkampf, man ist Stolz zu einer Gemeinschaft zu gehören, ohne Wertung von anderen Gemeinschaften. Man ist Stolz ein Teil von einer Gemeinschaft zu sein, dies ist keine Wertung der eignen oder Abwertung der anderen Gemeinschaften. Und mit Rassismus hat das dann überhaupt nichts zu tun.
      2 0 Melden
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  • opwulf 31.05.2017 17:12
    Highlight Finde es seltsam, dass die Rück-Emanzipation Europas nur wünschenswert ist wenn die USA einen Präsidenten wie Trump haben! Sollte man sich nicht, selbst als wahre Freunde und Partner, auf Augenhöhe begegnen - egal ob nun der Präsident Obama oder Trump heisst? Unabhängig und Selbstbewusst zu sein, schliesst ja nicht aus, sich zu vernetzen und miteinander zusammen zu arbeiten! Im Generellen sollten wir nicht immer auf die Anderen schauen, sondern selber machen - wir sollten zu unseren Werten stehen und für unsere Ziele einstehen! Divers im Detail, aber nach Aussen vereint, so könnte Europa sein!
    32 3 Melden
    • äti 31.05.2017 19:08
      Highlight Denke ich auch, allerdings ist manchmal etwas Druck von aussen nicht schlecht. Das kann Prioritäten erhöhen und etwas mehr "Gemeinschaft" schaffen.
      13 5 Melden
  • Richu 31.05.2017 17:03
    Highlight Bin einmal mehr wieder sehr überrascht, dass dem watson Journalist nicht bekannt ist, dass es Italien zurzeit nicht gut geht. So hat gestern der az Journalist von Rom, D. Straub, geschrieben, dass in Italien vorgezogene Neuwahlen diesen Herbst wahrscheinlich sind! Ein Grund dafür, die Amtsperiode in Italien nicht wie ursprünglich geplant im Frühling 2018 zu beenden, ist u.a. die Tatsache, dass im Herbst 2017 das Parlament und die Regierung den Haushalt 2018 beschliessen müssen, von dem heute schon bekannt ist, dass Korrekturmassnahmen von mindestens 30 Milliarden EUR unbedingt notwendig sind!
    18 4 Melden
    • FrancoL 31.05.2017 18:41
      Highlight Ich denke dass vorgezogene Neuwahlen nicht den Zustand von Italien darstellen, denn sonst wäre Italien schon lange tot und begraben.
      Auch das Fehlen der 30 Mia ist nicht so ein Unding, es müsste mitbetrachtet werden, dass der Italiener privat zu den am wenigsten verschuldeten EU-Bürgern gehört. Macht man also eine Durchschnittsrechnung so ist es um Italien nicht so schlecht bestellt. Betrachtet man zudem der florierende Grau- und Schwarzarbeitbereich, erkennt man rasch wo Potential begraben liegt.
      13 10 Melden
    • Richu 31.05.2017 20:25
      Highlight @FrancoL: Sie sehen die Situation in Italien viel zu "rosig". So schrieb die NZZ am 15.05.2017: "Als Hauptquelle für politische Risiken in Europa gilt nun Italien. Zwischen 2007 und 2015 ist das ital. Bruttosozialprodukt real um 8% zurückgegangen, während die Schulden im selben Zeitraum deutlich weiter zugelegt haben. Zudem bereitet das instabile Bankensystem in Italien zur Sorge Anlass. Eine grosse Kriese in Italien könnte den Euro ins Wanken bringen" etc. etc.!
      8 1 Melden
    • atomschlaf 31.05.2017 21:17
      Highlight Der Euro hat Italien ruiniert. Früher hat man sich mit regelmässigen Abwertungen der Lira ganz passabel durchgewurstelt, aber seit dies nicht mehr möglich ist, geht es leider nur noch bergab.

      Schade um dieses schöne Land!
      10 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • simiimi 31.05.2017 16:57
    Highlight Bin mit dem Grossteil der Analyse einverstanden, aber die konstante Verteufelung der Austeritätspolitik kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Hat der Autor etwa vergessen, dass die Eurokrise überhaupt erst durch die ausufernde Staatsverschuldung südlicher Euroländer entstanden ist?
    29 41 Melden
    • phreko 31.05.2017 17:10
      Highlight 1. Weisst du überhaupt, wie die Staatsverschuldungen der einzelnen Staaten entstanden sind?

      2. Wie hoch waren die Schulden vor der Krise?

      3. Glaubst du ein Staat funktioniert wie ein Privathaushalt?

      4. Wer investiert, wenn Private es wegen magerer Aussichten nicht tun und der Staat anscheinend nicht darf?

      5. Möchtest du Südeuropa verarmen lassen "weil sie es verdient haben"?
      38 24 Melden
    • Wehrli 31.05.2017 18:15
      Highlight 1. egal 2. egal 3.ja 4.keynes hat versagt. 5. JA
      1 25 Melden
    • simiimi 31.05.2017 18:31
      Highlight Na, das sind jetzt aber viele Punkte, um in der Diskussionsspalte abzuhandeln. Deine Argumentation scheint darauf abzuzielen, dass die südlichen Länder nichts für ihre Verschuldung können und sie durch die Austeritätspolitik verarmt sind, welche darum abzulehnen ist. Aber ist das Gegenteil davon, noch mehr Schulden, wirklich besser? Damit werden die Probleme doch nur in die Zukunft verschoben. Am besten wäre wohl eh ein Wahlrecht für die Euroländer zu einem geordneten Ausstieg, aber das ist aus ideologischen Gründen ja nicht möglich.
      2 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eine_win_ig 31.05.2017 16:44
    Highlight Treffende Analyse, Bravo!
    Ich stimme vor allem mit der Sicherung der Aussengrenzen überein. Dies wird allerdings ein enorm schweres Unterfangen sein, welches die EU boch vor zahlreiche rechtliche Probleme stellen wird.
    Auch ein Finanzausgleich innerhalb Europas wird eine Herausforderung. Im Nachhinein sollte allerdibgs allen klar sein, dass Gruechenland und Deutschland unmöglich mit den gleichen Inflationsraten wirtschaften können.
    23 15 Melden
  • Effersone 31.05.2017 16:32
    Highlight Zum wirtschaftlichen Aufschwung "Europas" bzw. der Südländer müsste man vielleicht schon noch sagen das dieser vor allem aufgrund der massiven Interventionen/Manipulationen von Mario "The Wizard" Draghi und der EZB stattfindet und nicht etwa weil da irgendwelche Reformen durchgedrückt wurden oder die Länder dermassen gut wirtschaften. Die Deutschen Sparer können ein Lied davon singen.

    Eine Emanzipation Europas (Politisch und Militärisch) würde ich begrüssen. Jedoch sollte jedem klar sein, dass die USA das niemals zulassen werden.
    24 14 Melden
  • Therealmonti 31.05.2017 16:32
    Highlight Gewonnen ist noch gar nichts für Europa. Löpfe schreibt es selber. Chapeau für Macron. Er hat sich Respekt verschafft bei Putin. Und wohl sogar bei Trump mit seinem Händedruck. Aber Mutti Merkel? Die hat bei allen Treffen mit Trump gekuscht. Und am CDU-Parteitag musste sie sich im Bierzelt Mut antrinken, ehe sie es gewagt hat, ein paar kritische Worte Richtung USA zu schicken.
    14 31 Melden
  • JoniWonner 31.05.2017 16:29
    Highlight Die "Spaltpilze Europas" hätten dann das Nachsehen? Nein keineswegs - das Nachsehen hat einzig und allein die EU. Irgendwelche verfälschten Wirtschaftsdaten werden die marode Realwirtschaft der EU sicherlich nicht retten. Diese ultraliberale, kapitalistische Wirtschaftspolitik wird uns noch allen teuer zu stehen kommen (kam uns bereits teuer zu stehen, siehe volksausbeuterische "Bankenrettungen"). Es sieht düster aus in Merkels 4. Reich - da hilft es auch nicht als Ablenkung am Laufband Putin, Trump, die UK, etc zu bashen.
    22 34 Melden
    • phreko 31.05.2017 17:20
      Highlight Uns? Was haben wir mit der EU-Bankenrettung zu tun?
      9 9 Melden
    • JoniWonner 31.05.2017 19:17
      Highlight Die Entscheidungen der EU, insbesondere der Euro-Gruppe betrifft indirekt auch uns Schweizer. Nicht nur haben wir engste Verbindungen durch bilaterale Verträge, wir sind auch tief verstrickt im globalen Finanzsystem. Bei solchen Themen lohnt es sich, über die eigenen nationalen Grenzen zu schauen... Mit "uns" meine ich Bürger diverser europäischer Länder, welche sich durch schön klingende "Reformen" weiter enteignen lassen & gleichzeitig den drastischen Abbau unserer sozialen Errungenschaften ignorieren. Merkel und Macron werde sich trotz "rebranding" keineswegs ändern.
      7 4 Melden
  • HansDampf_CH 31.05.2017 16:29
    Highlight Und wenn Sie nicht gestorben sind Leben sie noch heute Ihren Traum...
    Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling. Wir werden sehen...
    22 11 Melden
  • Senji 31.05.2017 16:23
    Highlight Meiner Meinung nach optimistisch ausformuliert. Hoffen wir, dass es so kommt. Dass sich die "Grossen" einigermassen und hoffentlich nicht nur vorübergehend zu stabilisieren scheinen muss nicht zwingend heissen, dass die "Kleineren" deren Meinung teilen und für Kompromisse zu haben sein werden. Leider. DE muss vor allem finanziell natürlich weitere Zugeständnisse machen aber die braucht es von allen Seiten. Wenn vor allem die Oststaaten weiter ihren Ego-Trip fahren ist das Ziel mit den sicheren Grenzen kaum zu lösen. Schön wäre natürlich wenn die Schweiz auch
    18 2 Melden
    • Senji 31.05.2017 17:21
      Highlight ... ihren Beitrag leisten könnte/würde - fehlt da noch
      11 2 Melden
  • Makatitom 31.05.2017 16:21
    Highlight @Philipp, im Teaser: Selbst die Wirtschaft erholt sich weit besser ALS erwartet.
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