Wirtschaft
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An employee tightens the valve on a pipeline at the Bilche-Volytsko-Uherske underground gas storage facility, the largest in Europe, not far from the village of Bilche village, in the Lviv region of western Ukraine, on May 21, 2014. The European Union called today on Russia to live up to its commitment to ensure continued gas supplies to Europe via Ukraine as long as talks on their future continued. With Russian gas giant Gazprom warning it may halt shipments to Ukraine on June 3 unless its bills are paid, European Commission head Jose Manuel Barroso told Russian President Vladimir Putin it was "imperative" that negotiations continued. AFP PHOTO / ALEXANDER ZOBIN

Gaspipeline Bilche-Volytsko-Uherske: Ukraine ist das wichtigste Transitland für den Energiefluss in die EU. Bild: AFP

Gasstreit mit der Ukraine

Russland warnt EU vor möglichen Lieferengpässen

Der Gasstreit eskaliert. Der russische Konzern Gazprom hat die Lieferungen in die Ukraine offenbar bereits gedrosselt – und warnt nun die EU vor möglichen Engpässen.

16.06.14, 10:26 16.06.14, 13:40

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Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine bedroht nun unmittelbar die Energieversorgung der Europäischen Union. Der russische Konzern Gazprom hat die EU vor möglichen Engpässen bei den Gaslieferungen durch die Ukraine gewarnt. Es könne dann Probleme geben, wenn die Ukraine für den Transit bestimmtes Gas für den Eigengebrauch abzweige, teilte Gazprom mit. 

Gazprom liefert der Ukraine seit dem Morgen nur noch gegen Vorkasse Gas. Grund für den Schritt sei die «chronische Nichtzahlung» von Gasrechnungen, teilte das Unternehmen mit – der Konzern habe eine Klage beim internationalen Schiedsgericht in Stockholm eingereicht, um die ukrainischen Schulden einzutreiben. Die Regierung in Kiew hatte bis 8 Uhr am Montagmorgen Zeit, offene russische Gasrechnungen über umgerechnet 1,7 Milliarden Franken zu begleichen. 

Unternehmens-Insidern zufolge soll Gazprom die Gasversorgung der Ukraine daher nun bereits reduziert haben, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Lieferungen wurden offenbar aber nur gedrosselt und nicht vollends gestoppt, da die Ukraine das wichtigste Transitland für den Energiefluss in die EU ist. 

Die Regierung in Kiew hatte Vorwürfe des Gasdiebstahls stets zurückgewiesen. Der Staatskonzern Gazprom forderte die Ukraine auf, ihre Transitverpflichtungen in vollem Umfang zu erfüllen. Gazprom werde alles dafür tun, damit es für die europäischen Verbraucher keine Probleme gebe, teilte das Unternehmen mit. 

Bei einem Gaskrieg zwischen Moskau und Kiew 2009 war es auch zu Engpässen in der Europäischen Union gekommen. Energieexperten sehen aktuell keinen Grund zur Besorgnis, weil die Gasspeicher in Deutschland gut gefüllt sind. Ausserdem ist der Verbrauch im Sommer deutlich niedriger als im Winter. Wie damals ist der Grund für den Konflikt ein Streit um den Preis für russisches Gas. (bos/dpa/reuters)



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