Wirtschaft
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Urs Weidmann vor seinem Minikraftwerk Econimo.

Vergesst AKWs: Jetzt kommt das Minikraftwerk für Zuhause

Im Kanton Zug startet nach den Sommerferien ein Experiment, das unsere Energieversorgung revolutionieren könnte.



Als Urs Weidmann vor der Entscheidung stand, was er studieren sollte, befand sich die Welt gerade in der Erdölkrise. Hierzulande versuchte man, mit autofreien Sonntagen über die Runden zu kommen. «Es kann doch nicht sein, dass wir so vom Öl abhängig sind», sagte sich damals der junge Weidmann und beschloss, Elektroingenieur zu werden.  

30'000 Minikraftwerke können 5 AKWs ersetzen

Mehr als vierzig Jahre später steht Weidmann kurz davor, seinen Vorsatz in die Tat umzusetzen. Seine Firma Silent-Power hat ein Minikraftwerk entwickelt, das nach einem einjährigen Testlauf bereit ist, in die Massenproduktion zu gehen.

Econimo heisst das kleine Wunderwerk mit grossem Potenzial. «30'000 davon könnten alle Atomkraftwerke in der Schweiz ersetzen», sagt Weidmann. «Das wäre auch finanzierbar. Ein Econimo wird rund 50'000 Franken kosten. Das wären insgesamt 1,5 Milliarden Franken.» Zum Vergleich: Das jüngste AKW in Finnland hat bisher rund 20 Milliarden Dollar verschlungen – und ist immer noch nicht in Betrieb.  

email: robert.jaeggi@bluewin.ch
tel: 0041 78 825 12 20
KKW Gösgen  Morgendämmerung
Winznau
September 2016 06.00 Uhr
Von: Robert Jäggi

Wird in ein paar Jahrzehnten stillgelegt: AKW Gösgen.

Bis es so weit war, musste Weidmann einige Umwege einschlagen. Bald erkannte er, dass Technik allein nicht genügt. Der begnadete Ingenieur liess sich deshalb in einem Zweitstudium zum Banker ausbilden. «Es braucht den Hebel über die Finanzen», sagt er.  

Danach heuerte er bei der Investmentbank Credit Suisse First Boston an. Dort erhielt er nach der Atomkatastrophe von Harrisburg den Auftrag, das erste geothermische Kraftwerk in den USA zu betreuen. So konnte er sich ein umfangreiches Know-how in Sachen Stromerzeugung zulegen.  

Methanol ist wie Benzin, aber ohne Nebenwirkungen

Entscheidend für Weidmann war eine Entdeckung des ungarisch-amerikanischen Chemikers George Olah. Dieser entwickelte ein Verfahren, wie man aus CO2, Wasser und elektrischem Strom Methanol herstellen kann. Olah wurde dafür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.  

Methanol ist eine Art synthetisches Benzin, allerdings ohne schädliche Nebenwirkungen. Es explodiert nicht und beim Verbrennen entsteht weder Russ noch Feinstaub. Stattdessen zerfällt es ganz einfach wieder in seine Ausgangsstoffe, CO2 und Wasser.  

«Jeder Bauernhof kann Methanol erzeugen.»

Urs Weidmann

Die segensreichen Qualitäten von Methanol sind in der chemischen Industrie längst erkannt. Es ist heute die weltweit am zweitmeisten gehandelte Flüssigkeit. Hergestellt wird es aus Erdgas. Führender Hersteller von Methanol ist daher Katar, das über beinahe unerschöpfliche Erdgas-Vorräte verfügt.

ZUR EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNG VOM 21. MAI 2017 UEBER DAS ENERGIEGESETZ STELLEN WIR IHNEN ZUM THEMA SOLARENERGIE FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG – Photovoltaikpaneele auf dem Dach eines Gebaeudes neben Eisenbahnschienen auf dem Streckenabschnitt in Steinen, Kanton Schwyz, fotografiert am 15. Maerz 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Photovoltaik auf dem Hausdach eignet sich für die Produktion von Methanol. Bild: KEYSTONE

Das Methanol aus dem Persischen Golf hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Es ist nicht klimaneutral, will heissen, das CO2 wird aus der Erde geholt und danach in die Luft gepustet. Das ist im Zeitalter der Klimaerwärmung nicht mehr zu verantworten.  

Das Verfahren von Silent-Power hingegen verfolgt einen anderen Ansatz. Das CO2 stammt nicht aus Erdgas, es wird direkt aus der Atmosphäre gefiltert. Das ist heute technisch machbar. So betreibt der ETH-Spin-off Climeworks in Hinwil bereits eine entsprechende Pilotanlage.  

Ideale Partnerschaft

Methanol ist ein geradezu idealer Partner von Solar- und Windenergie. Diese Energieformen sind schwer kalkulierbar, weil Sonnenschein und Windkraft nicht im Voraus zu berechnen sind. Für die Methanol-Produktion spielt das keine Rolle. Im Gegenteil: Die Stromüberschüsse können so verwertet werden.  

Econimo ist somit beides: Ein Minikraftwerk und eine Maxi-Batterie. Mehr noch, es kann zudem noch Wärme und Kälte erzeugen, ist somit im Sommer eine Klimaanlage und im Winter eine Heizung. Das Gerät eignet sich daher für grosse Wohnhäuser, aber auch für Schulen, Bürogebäude, Hotels, etc.  

epa05606545 An undated handout picture made available on 28 October by Samsung Heavy Industries Co. shows a Suezmax oil tanker, at an unknown location at sea, South Korea, the equivalent of three tankers the company will build for Norwegian shipper Nordic American Tankers (NAT). The company said the deal is worth 200 billion won (around 170 million US dollars), with the tankers to be delivered in 2018.  EPA/SAMSUNG HEAVY INDUSTRIES /HANDOUT SOUTH KOREA OUT --BEST QUALITY AVAILABLE-- HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Supertanker können auch mit Methanol beladen werden. Bild: EPA/YONHAP/SAMSUNG HEAVY INDUSTRIES

Heute werden in der Schweiz rund 40 Prozent des Stromes in Atomkraftwerken hergestellt. Ein Atommeiler muss jedoch spätestens nach 50 bis 60 Jahren vom Netz genommen werden, weil der Beton unter dem dauernden Neutronenbeschuss dann rissig und die Anlage zu riskant wird. Mühleberg wird deshalb 2019 stillgelegt. Als letztes Werk wird in 20 bis 30 Jahren dieses Schicksal auch Leibstadt ereilen.  

Neue AKWs zu bauen ist wirtschaftlich unsinnig und politisch unmöglich geworden. Weidmanns Minikraftwerke könnten die entstehende Lücke füllen. Eine neue Stromversorgung zeichnet sich ab. Sie wird nach einer anderen Logik funktionieren als die bestehende: Anstelle weniger Grosskraftwerke, die den Strom mit einen komplexen Netz übers ganze Land verteilen, entsteht eine Vielzahl kleiner, dezentraler Produktionsstätten.  

Überschüssiger Solarstrom sinnvoll verwendet

«Jeder Bauernhof kann Methanol erzeugen», sagt Weidmann. Das Prinzip ist einfach: Auf Scheune und Stall werden Photovoltaik-Anlagen installiert. Das CO2 wird von Anlagen bezogen, die es aus der Luft filtern. Mit dem an Sonnentagen überschüssigen und deshalb billigen Solarstrom wird Methanol erzeugt, das sich einfach lagern und billig transportieren lässt. Dieses Methanol wird zu den Minikraftwerken gekarrt, und diese Minikraftwerke springen ein, wenn zu wenig Strom aus nachhaltigen Quellen im Netz vorhanden ist.  

Auf diese Weise erhält die Schweiz eine Stromversorgung, die klimaneutral ist. Will heissen: Es wird nicht mehr CO2 in die Luft geblasen, als von der Atmosphäre entnommen wird. Für diese Versorgung müssen keine Milliarden in ein technisch hochgezüchtetes und damit pannenanfälliges, smartes Stromnetz investiert werden. «Es funktioniert weitgehend mechanisch», so Weidmann.  

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Urs Weidmann und sein Team.

Die Schweiz erhält auch eine Energieversorgung, die uns davon entlastet, jährlich rund 13 Milliarden Franken an die Ölscheichs und Putin zu überweisen. Mit Methanol kann man nämlich nicht nur Strom erzeugen, man kann damit auch Auto- und Flugzeugmotoren antreiben.  

«In fünf Jahren wird in unserer Energielandschaft alles anders sein.»

Urs Weidmann

Das allerdings lässt sich nicht mit Minikraftwerken bewältigen. Weidmann denkt an eine Art Methanol-Raffinerien, die an geeigneten Orten stehen und mit billigem Strom betrieben werden, beispielsweise an ein Gezeiten-Kraftwerk auf schottischen Inseln. «Dort sind die Wellen genügend hoch, um sehr viel sehr billigen Strom zu erzeugen», sagt er. Das Methanol könnte dann mit den bereits existierenden Tankschiffen transportiert und über die bereits bestehende Tankstellen-Infrastruktur verteilt werden.  

Das mag zu gut tönen, um wahr zu sein. Doch Weidmann ist kein Träumer. Sein Leistungsausweis spricht für sich: Silent-Power ist mit erstklassigen Fachleuten bestückt, im Verwaltungsrat sitzen grosse Namen aus der Wirtschaft, seine Firma gewinnt bedeutende Innovationspreise und zu seinen Partnern zählen die Wasserwerke Zug.  

Den Ein-Jahres-Test hat Econimo problemlos überstanden. Zusammen mit den Wasserwerken Zug will Weidmann jetzt einen grossflächigen Versuch starten. Derzeit ist er dabei, das nötige Kapital aufzutreiben. «In fünf Jahren», sagt Weidmann, «wird in unserer Energielandschaft alles anders sein.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Silent-Power 03.07.2017 13:54
    Highlight Highlight Vielen Dank für die interessanten Kommentare rund um unser Projekt Silent-Power.
    Für Fragen und mehr Informationen dazu stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

    Unsere Konzeptbroschüre können Sie hier einsehen und downloaden:
    http://silent-power.com/wp-content/uploads/2017/06/SP-Konzeptbroschuere-V5.0
    -13.-Juni-2017-Doppelseiten.pdf

    Für detailliertere Informationen und Fragen kontaktieren Sie uns bitte telefonisch oder per e-mail:
    Tel. +41 41 740 66 16, e-mail: media@silent-power.com
    Herzlichen Dank für Ihr Interesse.

    Silent-Power AG
    http://YouTube:
    Play Icon
  • Toerpe Zwerg 01.07.2017 23:51
    Highlight Highlight Der Clou in dieser Geschichte ist ja nicht das Methanol Kleinkraftwerk, sondern die Arbeit con Climeworks mit dem Verfahren zum Ernten des COs aus der Luft. Im Artikel Klingt es fast so, als ob dies bereits grosstechnisch und kosteneffizient machbar wäre und die fertig enwickelten Methanol Kleinkrafterke damit gespeist werden könnten. Ist aber nicht so. Die Wirkungsgrade dieses komplizierten Verfahrens wären auch noch durch zu rechnen.

    Wahrscheinlicher ist eine Vergasung von Biomasse. Bloss, das haben wir schon und der Vorteil gegenüber Grossanlagen erschliesst sich mir nicht.
    • Toerpe Zwerg 02.07.2017 07:13
      Highlight Highlight co2s natürlich
    • dmark 04.07.2017 11:14
      Highlight Highlight Wirkungsgrade sind beim "kostenlosen" Wandeln von Energie erst ein mal zweitrangig. Das "Ernten" von CO2 aus der Luft läuft leider noch nicht so wie gewünscht aus der Luft und auch Silent-Power bedient sich noch an Methanol, welches aus fossilem Gas hergestellt wurde - aber..., wer dachte vor rund 30 Jahre daran, dass wir mal massenweise Strom aus der Sonne holen werden?
      Es sind bereits einige Schritte gemacht worden und weitere werden folgen. Die Richtung scheint zu stimmen.
  • α Virginis 01.07.2017 21:40
    Highlight Highlight Wieder einmal bestätigt sich, die Schweizer sind überzeugende Tüftler und Erfinder mit Visionen. Interessant finde ich, dass Weidmann einen gehörigen Teil seines Lebens als Banker der Idee "geopfert" hat (ironisch gemeint...), um seine Lösung zu realisieren. Respekt!
  • Valon Gut-Behrami 01.07.2017 20:24
    Highlight Highlight Guter Artikel.
    Danke, Herr Weidmann! 🌻🌻
    • Moudi 03.07.2017 09:44
      Highlight Highlight und Her Löpfe! Top Artikel!
  • FrodoBeutlin 01.07.2017 20:02
    Highlight Highlight Habt ihr eine Quelle für diese News oder ein wissenschaftlicher Artikel der dahinter steht?
    Ich würde mich gerne darüber vertiefter informieren, aber mir fehlt der Link dazu.
    Allgemein fände ich es sehr schön, wenn ihr bei solchen Artikeln einen Link zum vertieften informieren angeben könntet.
  • Suchlicht 01.07.2017 19:54
    Highlight Highlight Was ist der Vorteil, wenn man mit der überschüssigen Solar- und Windenergie Methanol und nicht Wasserstoff erzeugt, auch mt Blick auf Brennstoffzellen? Kennt sich da jemand aus?
    • ARoq 01.07.2017 20:13
      Highlight Highlight Methanol lässt sich mit viel geringeren Kosten und Verlusten speichern und transportieren.
    • Ruffy 01.07.2017 20:38
      Highlight Highlight Energiedichte
    • Regas 01.07.2017 20:45
      Highlight Highlight @Suchlicht: Überschüssige Solar- und Windenergie gibt es nicht, bei den Vergleichswerten KKW, Solar wird leider immer die Gesamtenergie verglichen unabhängig von den Wetter bedingten Schwankungen. Die erzeugte Solar- und Windenergie muss also gezwungenermassen gespeichert werden. Je schlechter der Wirkungsgrad vom Speicher ist, umso mehr Energie muss somit bereitgestellt werden, um die Verluste auszugleichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 01.07.2017 19:15
    Highlight Highlight Genial, sehe ich mir genauer an!
    • Wilhelm Dingo 02.07.2017 06:50
      Highlight Highlight Bin leicht ernüchtert, es sind einfach gute Methanolverbrennungsanlagen. Wo sind die Methanolproduktionsmaschinen? Gibts die auch als Blockfabricken?
  • Wilhelm Dingo 01.07.2017 19:13
    Highlight Highlight Das wahre Argument ist das "Die Schweiz erhält auch eine Energieversorgung, die uns davon entlastet, jährlich rund 13 Milliarden Franken an die Ölscheichs und Putin zu überweisen. "
  • FrancoL 01.07.2017 17:05
    Highlight Highlight Ein erfreulicher Artikel. Erfreuliche Kommentare die dieser Technologie eine Chance einräumen. Erfreulich auch dass die ewig negativ sich äussernden Energiefreaks nicht oder noch nicht zu Wort gemeldet haben. Die Diskussion zum Thema ist wertvoll auch wenn mir klar ist dass es keine Patentlösungen gibt, aber Mosaikstein ist immer der Anfang für ein gutes Bild der Zukunft.
    • Altweibersommer 01.07.2017 18:44
      Highlight Highlight Ja, weil Leute, welche mit ihrem Fachwissen alles kritisch hinterfragen einfach doof sind! Aus Ideologie alleine hat sich noch nie ein Problem lösen lassen, die Energiewende erst recht nicht.
    • Philipp Löpfe 01.07.2017 19:30
      Highlight Highlight Sehe ich auch so.
    • FrancoL 01.07.2017 20:08
      Highlight Highlight @senfmayo; Ok dann lassen Sie als Fachmann uns an ihren kritischen Gedanken teilhaben. Ich habe nichts gegen Fachkommentare auch wenn nicht alle Fachkommentare von Ideologie frei sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 01.07.2017 15:47
    Highlight Highlight Super Neuigkeit!
    Das ist genau das Puzzle-Teil, das für eine erfolgreiche Energie-Wende hin zu den "Erneuerbaren" noch fehlte:
    Eine Speichermöglichkeit von überschüssigem Strom für die Zeit, in der wenig Wind bläst und die Sonne nicht scheint, mit Methanol (Wasserstoff wäre auch noch eine Möglichkeit.)
    Jetzt ist die Sache geritzt!
    AKW's adee!
    • Regas 01.07.2017 18:34
      Highlight Highlight @rodolofo: Nein die Sache ist überhaupt nicht geritzt. Der Ansatz mag stimmen, aber wegen dem schlechten Wirkungsgrad und den hohen Kosten werden sich wahrscheinlich andere Lösungen durchsetzen.
    • Flexon 02.07.2017 00:46
      Highlight Highlight @Rodolfo
      Über den Daumen gepeilt: Wenn ein Econimo (50K CHF) so lange läuft wie ein AKW (sagen wir 50 Jahre), dann kostet der Betrieb für einen Hauhalt ca. 100 CHF im Jahr ((50K/50)/10). Ein Batteriespeicher wäre heute im Vergleich noch deutlich teurer und löst vor allem nicht den Ausgleich zwischen Sommer- und Winterkapazitäten. Das vorliegende Konzept kommt m.E. bisher einer Lösung am nächsten.
    • Bion1988 02.07.2017 12:52
      Highlight Highlight Ähm nein!? Falls Sie ein Auto besitzen müssten Sie wossen, dass dies a)nocht 50 jahre einfach so läuft und b)Sie auch für Wartung und Reparaturen aufkommen müssen. Zudem geht aus dem Bericht leider nicht hervor, ob sich bei den 50k CHF nur um die Kosten der Verbrennungsmaschine handelt oder ums komplette System.
  • 7immi 01.07.2017 15:01
    Highlight Highlight eine spannende idee, die als weiterer baustein zu einer lösung führen könnte. schlussendlich werden wir ein zusammenspiel von zentralen und dezentralen kraftwerken brauchen, um den strombedarf zu decken. es gibt keine patentlösung, es gibt nur teillösungen, die man zusammensetzen muss. alle haben vor- und nachteile, nur durch richtige kombination kann man diese eliminieren / kompensieren. diese idee könnte einen wichtigen beitrag zur speicherung von energie beitragen. ich bin gespannt auf den grossversuch.
    • FrancoL 01.07.2017 17:00
      Highlight Highlight Seit langem einer der besten und positivsten Kommentare, der Vieles auf den Punkt bringt und klar umschreibt um was es in der Energiezukunft geht; Ein Zusammenspiel vieler Elemente, optimierte Kombinationen UND nicht das Warten auf Patentlösungen.
      Gratuliere, herzlichen Dank.
  • TheGreenOne 01.07.2017 14:57
    Highlight Highlight Leider wird in diesem Artikel nicht über die Toxizität von Methanol gesprochen.
    Methanol ist erwiesen carzinogen (krebserregend).
    Trotzdem eine sehr spannende und komplexe Thematik.
    • _kokolorix 01.07.2017 15:47
      Highlight Highlight Auch die Benzoldämpfe welche dem Benzin entsteigen sind stark krebserregend. Deshalb haben heutige Zapfsäulen ein Absaugsystem welches das Benzol wieder in den Tank zurückführt.
    • FrancoL 01.07.2017 17:02
      Highlight Highlight Patentlösungen nur mit Vorteilen sind keine zu erwarten. Wichtig ist es zu wissen wie man sich verhalten muss und Lösungen zur Minimierung der Gefahren zu kreieren.
    • Altweibersommer 01.07.2017 18:31
      Highlight Highlight Sie sollen es ja auch nicht trinken. Da das Methanol aus den Ausgangsstoffen CO2 und Wasser hergestellt wurde, sollte es sich auch wieder zu diesen zersetzen
  • Energia 01.07.2017 13:29
    Highlight Highlight Sehr interessant, jedoch ist der Wirkungsgrad von Methanol nur bei 30-40%, wenn man es wieder in Strom umwandelt. Im Sommer ein kleines Problem, da die Solaranlagen genügend Überschuss produzieren. Aber im Winter werden wir keinen Überschuss haben, das heisst es braucht grosse Methanol Lagern, was dazu führt, das auch diese Infrastuktur gebaut werden muss. Als Ergänzung sicher eine sehr gute Sache, aber ob es Flächendeckend ausreicht? Ich bin sehr gespannt auf die Entwicklung und hoffe es klappt.
    • FrancoL 01.07.2017 14:18
      Highlight Highlight Es spricht ja niemand von flächendeckend. Die Zukunft der Energeibereitstellung wird in der Dezentralität und in der Diversifizierung liegen, damit jede Gegend den für sie besten Energiemixed generieren kann und die kleinst mögliche Abhängigkeit erreicht wird.
    • _kokolorix 01.07.2017 15:58
      Highlight Highlight Ohne die masslose Verschwendung von Energie, welche wir sowieso bald aufgeben müssen, wäre es möglich die heutige Benzininfrastruktur für Methanol umzunutzen. Auch Motoren welche mit beiden Treibstoffen laufen gibt es bereits. Eine Umsetztung ist also bloss eine Frage des politischen Willens.
    • Charlie Brown 01.07.2017 19:43
      Highlight Highlight @Energia: Die restlichen 60-70% fallen dann wohl als Abwärme an, welche dezentral wunderbar zum Heizen genutzt werden kann.

      Wo eine Türe zuschlägt, geht eine andere auf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Regas 01.07.2017 13:01
    Highlight Highlight Zur Stromspeicherung sind also folgende Schritte nötig:
    1. Aus Strom (Wind, Fotovoltaik) wird Wasserstoff erzeugt.
    2. Mit Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasserstoff wird mit Hilfe von Katalysatoren Methanol hergestellt.
    3. Der "Econimo" erzeugt aus dem Methanol wiederum Strom.
    Der Wirkungsgrad von diesem komplizierten Kreislauf ist äusserst gering und beträgt schätzungsweise etwa 20%.
    Demgegenüber haben Batterien oder Stauseen einen Wirkungsgrad um die 80%.
    Wegen den hohen Kosten und der geringen Effizienz wird dieses Verfahren wohl auf absehbare Zeit ein Nischendasein haben.

    • blueberry muffin 01.07.2017 13:53
      Highlight Highlight Stauseen sind aber teurer und brauchen Land das man unter Wasser setzen kann.
    • zettie94 01.07.2017 14:01
      Highlight Highlight Der Wirkungsgrad würde mich auch interessieren...
    • FrancoL 01.07.2017 14:22
      Highlight Highlight Der geringeren Effizenz steht das Gratisprodukt Sonnen gegenüber und zudem staune ich aber der Herleitung eines Wirkungsgrades von20%!
      Ich erinnere Sie an die Tatsache, dass zB beim Oel zwischen den ersten Oelheizungen und den neusten Oelheizungssystemen eine Entwickung stattgefunden hat die den Wirkungsgrad um das 3-fache erhöht hat.
      Ich denke man kann dieser Lösung durchaus etwas Zeit lassen, so viel Zeit wie man anderen Dingen lässt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kommentiert 01.07.2017 12:35
    Highlight Highlight Jetzt will ich mal sehen was die Leute sagen die behaupten wir werden einen Blackout ohne AKW‘s erleben.
  • Makatitom 01.07.2017 12:28
    Highlight Highlight Sehr interessant, Danke. Ein bisschen mehr technische Details wären noch erwünscht: Wie wird Strom, Kälte und Wärme erzeugt?
    • Philipp Löpfe 01.07.2017 13:55
      Highlight Highlight Auf der webside von www.silent-power.com kannst du dich schlau machen.
    • Flexon 01.07.2017 15:41
      Highlight Highlight http://silent-power.com um genau zu sein, ich als Kommentator darf das schreiben. Sehr interessantes Projekt, das auf allen Ebenen Hand und Fuss zu haben scheint. Danke für die interessante Geschichte Herr Löpfe. Sie klingt tatsächlich etwas zu gut um wahr zu sein, aber wenn sie wahr ist und das drin steckt was drauf steht, ist sie richtig, richtig gut. Nämlich die Lösung des Sommer/Winter-Problems der Erneuerbaren.
  • mariof 01.07.2017 12:26
    Highlight Highlight Die Energiedichte von Methanol beträgt nur etwa die Hälfte der Energiedichte von Benzin, Diesel oder Kerosin. Man kann schon Auto- und Flugzeugmotoren damit betreiben, man kommt bei gleicher Tankgrösse aber nur halb so weit.
    • Raphael Stein 01.07.2017 13:09
      Highlight Highlight ist doch weiter nicht schlimm oder?
      Die heutigen Autos sind ja so gross, da hat ein grösser Tank locker Platz. Um ein Einzelkind in den Kindergarten zu fahren benötigen die Eltern ja nicht den ganzen Raum den so ein SUV zu bieten hat.
    • FrancoL 01.07.2017 13:15
      Highlight Highlight Das ist so, aber im Vordergrund steht die Zugänglichkeit, die Machbarkeit und die Abhängigkeit. Dies macht bei weitem die geringere Energiedichte wett.
    • Charlie Brown 01.07.2017 13:48
      Highlight Highlight @Raphael: Bäm! 😀
    Weitere Antworten anzeigen
  • dmark 01.07.2017 12:22
    Highlight Highlight Eine Dezentralisierung der Energieversorgung ist definitiv der richtige Weg für die Zukunft, zumal bei diesem Konzept auch ein "transportables Medium" verwendet wird. Dies entlastet nicht nur das Stromnetz, sondern ermöglicht auch die "Verteilung der Energie" in andere Bereiche - siehe Verkehr. In Kombination mit Solar wäre dies eine saubere Sache, ohne zugleich komplett neue Strukturen erschaffen zu müssen, wie dies im Falle der Elektromobilität notwendig wäre. Und das Tanken als solches bliebe flexibel und schnell. Die jetzigen Motoren bräuchten auch nur wenig Modifikationen.
  • mariof 01.07.2017 12:19
    Highlight Highlight Herr Weidmann scheint Professor an der University of Baku, Azerbaijan zu sein und nicht Professor an der ETH: http://silent-power.com/en/about-us/en-team/
    • mariof 05.07.2017 21:40
      Highlight Highlight Der Text wurde angepasst.
  • Thadic 01.07.2017 12:11
    Highlight Highlight Jede brennbare Flüssigkeit, ja sogar jedes brennbare Pulver kann explosive Gemische bilden, also auch Methanol.
    Methanol als Energiequelle zu propagieren ist eine Irreführung. Zugegeben es ist ein gutes Energiespeicherungssystem.
    • Altweibersommer 01.07.2017 18:51
      Highlight Highlight So wie Benzin, Erdgas, Heizöl, usw?
  • Zeit_Genosse 01.07.2017 11:57
    Highlight Highlight Interessant, da sollten sich alle erstmal einlesen und mal nach Zug pilgern, bevor die Laien zu bewerten beginnen. Tönt echt spannend.
    • meliert 01.07.2017 15:40
      Highlight Highlight ganz genau! finde ich ein super Erfinder!
    • supremewash 01.07.2017 16:40
      Highlight Highlight Für mich als Laien muss es aber auch nachvollziehbar sein, halt mehr oder weniger stark vereinfacht.
      Meine Bewertung hat ja in Punkto Kaufentscheid, Stimmabgabe etc. halt nunmal gleich viel Gewicht wie die eines Experten.
  • [Chris] 01.07.2017 11:50
    Highlight Highlight Das tönt fast zu schön um wahr zu sein. Aber die Atom-Lobby (Strom-Barone) wird sicher einen Weg zu finden, um auch dieses Projekt zu bodigen, damit ihre Pfründe ja nicht verloren gehen....
    • Kommentiert 01.07.2017 12:34
      Highlight Highlight Seit dem fantastischen Ja zur Energiestrategie 2050 sollte die Atom-Lobby den Ball tief halten. Ihre Zeit ist jetzt vorbei!
  • Hugeyun 01.07.2017 11:47
    Highlight Highlight Hört sich soweit super an, bin gespannt was daraus in Zukunft werden wird;
    wobei CO2 Reduktion weiter ein Thema bleiben muss.
    • mogad 01.07.2017 18:25
      Highlight Highlight .....zumal das zu Methanol verflüssigte CO2 ja beim Verbrauch wieder in die Athmosphäre zurückströhmt....wenn ich richtig verstanden habe. Trotzdem. Das ist ein genialer Wurf.
    • α Virginis 01.07.2017 20:48
      Highlight Highlight Solange das Aethanol lokal hergestellt wird, wobei das notwendige" CO2 aus der Luft bezogen wird, ist das System CO2-Neutral. Die Reduktion des bereits in der Atmosphäre vorhandenen CO2-Gehalts ist allerdings eine andere Frage. Insofern finde ich diese Lösung sehr gut und sicher förderlich. Bin mal gespannt, wie es bei den potenziellen Kunden, Einfamilienhausbesitzer, kleinere und grössere Siedlungen etc. ankommt.
  • pierolefou 01.07.2017 11:46
    Highlight Highlight Herr Löpfe, das ist ein ausgesprochen sehr guter Artikel.
    Ich hoffe, dass Herr Weidmann und seine Crew mit dieser
    blendenden Idee viel Erfolg haben.Es scheint, dass man
    mit dieser Erfindung den "Batzen und das Weggli" in der
    Hand hat.
  • FrancoL 01.07.2017 11:32
    Highlight Highlight Es zeit einen richtigen Weg auf, einen Weg den man ernst nehmen muss und auch die Richtung in die Dezentralität die Nutzung und Speicherung der Sonnenenergie. Was mehr als nur interessant ist ist die Tatsache dass man die Mehrproduktion de Pv-Anlagen nun über einen Umweg nutzen kann, zieht man noch die Entwicklung der Batterien in Betracht, die es sicherlich geben wird, ist das Gesamtpaket ein wahrer Lichtblick.
    Ob die 5 Jahre nicht zu knapp bemessen sind stelle ich den Raum, doch auch mit 10 Jahren ist es eine mehr als interessante Energieproduktion.
  • Firefly 01.07.2017 11:27
    Highlight Highlight Okay, wo kann ich Aktion kaufen?
    • Charlie Brown 01.07.2017 13:51
      Highlight Highlight In der Migros. Waschmittel ist grad 3 für 2 und auf Bio-Rüebli gibts 20% und doppelte Cumulus.
    • Tanuki 01.07.2017 14:05
      Highlight Highlight Mist, habe soeben nicht Bio Rüebli gekauft😣
    • Firefly 01.07.2017 17:34
      Highlight Highlight ähh ja :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Warumdennnicht? 01.07.2017 11:21
    Highlight Highlight Hört dich gut an. Wenn es sich jetzt perfekt umsetzen lässt, dann will ich diese Kraftwerke haben.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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