Wirtschaft
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FOTO: PHILIPPE ROSSIER, 4.4.2013, ZUERICH, TECHNOPARK, PORTRAIT VOM ETH-PROFESSOR ANTON GUNZINGER, DER FORDERT, DASS DER LITER BENZIN KUENFTIG 12 FRANKEN KOSTEN SOLL. BILD: UNTERWEGS IST DER PROFESSOR  MIT DEM FAHRRAD, MIT DEM SEGWAY (WURDE GERADE VOR EIN PAAR TAGEN GEKLAUT) ODER MIT DEM TESLA, EIN ELEKTRO-BOLIDE, SCHNELLER ALS EINER PORSCHE)

Anton Gunzinger fährt Tesla. Bild: Blick

Dieser ETH-Professor mag keine Subventionen. Die Energiewende ist für ihn trotzdem kein Luxus – sondern ein glänzendes Geschäft

Anton Gunzinger hat mit «Kraftwerk Schweiz» ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit geschrieben. Er weist mit überzeugenden Fakten nach, dass der scheinbare Energie-Pragmatismus der Wirtschaftsverbände und der bürgerlichen Parteien schlicht Unsinn ist. 



Das Fazit, das Anton Gunzinger nach rund 250 Seiten seines Buches «Kraftwerk Schweiz» zieht, ist unmissverständlich: 

«Die Zahlen zeigen, dass die Gesamtenergieversorgung der Schweiz weitgehend aus erneuerbaren Ressourcen bestritten werden kann. (...) Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist volkswirtschaftlich, betriebswirtschaftlich, ökologisch und sicherheitspolitisch sinnvoll. (...) Statt jährlich um die 15 Milliarden Franken für importierte, nicht erneuerbare Energie auszugeben, investieren wir das Geld besser in neue Technologien.» 

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Mit diesen klaren Worten stellt sich Gunzinger gegen den neuen Mainstream in der Energiedebatte. Dieser lässt sich wie folgt zusammenfassen: Fukushima, das war gestern. Wegen dem Frankenschock können wir uns ökologische Träumereien nicht mehr leisten. Die Energiewende muss abgeblasen werden. Wir brauchen daher weiterhin fossile Brennstoffe und Kernenergie. Sorry, liebe Umwelt. 

Mit Fakten gegen den neuen Mainstream

Diesem angeblichen Pragmatismus – vertreten von Economiesuisse und den bürgerlichen Parteien – tritt Gunzinger mit überzeugenden Fakten entgegen. Er ist für diese Rolle wie geschaffen. Gunzinger lehrt als Professor am Institut für Elektronik an der ETH, er ist ein international renommierter Forscher – das Magazine «Time» hat ihn einst unter die hundert wichtigsten Persönlichkeiten eingereiht –, und er ist zudem ein erfolgreicher Unternehmer. Seine Firma Supercomputing Systems AG beschäftigt im Zürcher Technopark rund 100 hoch qualifizierte Mitarbeiter auf dem Gebiet Elektronik, Software und Systemdesign. 

«Statt jährlich um die 15 Milliarden Franken für importierte, nicht erneuerbare Energie auszugeben, investieren wir das Geld besser in neue Technologien.»

Anton Gunzinger

Gunzinger ist ein überzeugter Marktliberaler 

In die rot-grüne Romantiker-Ecke lässt sich Gunzinger also nicht so abschieben. Er ist ein überzeugter Liberaler, ja gar ein Marktfundamentalist. «Ich mag Subventionen überhaupt nicht», sagt er und strebt stattdessen unternehmerische Lösungen in der Energiefrage an. Als Ingenieur und Unternehmer ärgert er sich über die ungeheure Verschwendung der aktuellen Energieversorgung. «Für unser Land ist die Umstellung auf erneuerbare Energien unter dem Strich schlicht die rentabelste Lösung», stellt er fest. 

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Denkt marktliberal und unternehmerisch: Anton Gunzinger. bild: 

«Kraftwerk Schweiz» ist keine politisch oder ideologisch motivierte Polemik. Es ist eine wissenschaftlich hergeleitete, mit unzähligen Fakten untermauerte Analyse der aktuellen Schweizer Energiesituation, ergänzt durch mögliche Szenarien für die Zukunft. Geschrieben hat das Buch der Journalist René Staubli, ehemals «Tages-Anzeiger» und «SonntagsZeitung». 

Warum nicht im eigenen Land investieren?

Die Schweiz gibt jährlich – je nach Art der Berechnung – zwischen 12 und 15 Milliarden Franken für fossile Brennstoffe (Öl, Diesel, Erdgas) aus. «Warum investieren wir dieses Geld nicht im eigenen Land?», fragt sich Gunzinger. Eine berechtigte Frage, denn wir haben geradezu ideale Voraussetzungen, um in Sachen Energie autonom zu werden.

Eine Luftaufnahme des vollen Stausees und der Verzasca Staudamms im Verzascatal im Tessin am Sonntag, 16. November 2014. Die anhaltenden Regenfaelle haben im Tessin auch in der Nacht auf Sonntag für Schaeden gesorgt. Weil der Lago Maggiore und der Lago di Lugano an mehreren Orten ueber die Ufer trat, wurden Strassen in Seenaehe fuer den Verkehr gesperrt. (KEYSTONE/TI-PRESS/Gabriele Putzu)

Das Speicherkraftwerk im Verzasca-Tal. Bild: TI-PRESS

Die Schweiz hat viel Wasser und viele Berge und kann daher viel Strom aus Wasserkraft erzeugen. Laufwasserkraftwerke an den grossen Flüssen liefern Bandenergie, Speicherseekraftwerke in den Bergen helfen uns durch den Winter und Pumpspeicherkraftwerke decken die Spitzen im Tagesverlauf ab. 

In den Schweizer Bergen ist die Sonneneinstrahlung stärker als in der Sahara

Die Schweiz hat aber auch sehr viel Sonne. Gunzinger und sein Team haben das minutiös untersucht und sind zu einem überraschenden Resultat gekommen: «In den Bergen ist die Sonneneinstrahlung teilweise höher als in der Wüste Sahara. Der Spitzenwert von 225 Kilowattstunden pro Quadratmeter im algerischen El Oued wird von der Dufourspitze in den Walliser Alpen im Frühling und Sommer sogar übertroffen.» 

«Welcher vernünftige Unternehmer setzt auf ein Produkt, das immer teurer wird?»

Anton Gunzinger

Es ist daher eine Mär zu glauben, dass wir hierzulande zu wenig Sonne haben, um rentabel Solarenergie zu erzeugen. Im Gegenteil, das Problem besteht darin, dass wir heute schon im Sommer manchmal unter einem Überfluss an Solarenergie leiden. Es geht also darum, den richtigen Mix aus Wasserkraft und Solarenergie zu finden, ergänzt mit Windenergie und Energie aus Biomasse und den Kehrichtverbrennungsanlagen. 

Solarstrom wird immer billiger

Die Kernenergie können wir uns dann sparen, nicht nur weil sie gefährlich ist, sondern weil sie auch zu teuer wird. Dank technischen Fortschritten wird Solarenergie immer billiger und wird schon in wenigen Jahren günstiger sein als der Atomstrom. «Welcher vernünftige Unternehmer setzt auf ein Produkt, das immer teurer wird?», fragt sich Gunzinger. 

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Solarenergie in der spanischen Wüste. Was die Sonneneinstrahlung betrifft, können die Schweizer Berge mithalten. bild: shutterstock

Das technische Knowhow für eine Umstellung auf nachhaltige Energie besteht bereits. Was es noch braucht, ist eine adäquate Infrastruktur. Die noch bestehende Energieversorgung ist zentralistisch ausgerichtet. Ein paar Kernkraftwerke erzeugen grosse Mengen von Strom, die mit einem komplizierten Netz landesweit verbreitet werden. 

Waschen, wenn der Strom billig ist

Die neue Energieversorgung hingegen ist dezentral und intelligent. Ein so genanntes «smart grid» sorgt dafür, dass die Energie sparsam und zur richtigen Zeit eingesetzt wird. Waschmaschinen waschen dann, wenn der Strom billig ist, Elektroautos können auch als Batterien verwendet werden, etc. 

Bund und Stromkonzerne rechnen, dass ein solches intelligentes Stromnetz rund 13 Milliarden Franken kosten würde. Dank intelligentem Systemmanagement kommt Gunzinger auf einen viel tieferen Betrag. «Statt bis zu 13 Milliarden Franken für den Netzausbau auszugeben, könnten wir das Schweizer Stromnetz für 2 Milliarden Franken für die Energiewende fit machen.» 

La Conseillere Federale Doris Leuthard s'est rendue en voiture electrique, une Tesla, a la conference de presse sur la fluidite du trafic et sur les chantiers des routes nationales ce jeudi 2 avril 2015 au Chateau de Chillon a Veytaux. (KEYSTONE/Chrisitian Brun)

Fährt bereits elektrisch und ist begeistert: Umweltministerin Doris Leuthard und ihr Tesla. Bild: KEYSTONE

Eine in Sachen Energie autonome Schweiz wird sich nicht ins Schneckenhaus zurückziehen. Mit dem Stromexport könnten wir weiterhin gutes Geld verdienen. «Unsere Simulation hat ergeben, dass die Schweiz unter idealen Bedingungen auch nach der Energiewende im Schnitt einen Handelsüberschuss von durchschnittlich 620 Millionen Euro pro Jahr erzielen könnte», stellt Gunzinger fest.

«Statt bis zu 13 Milliarden Franken für den Netzausbau auszugeben, könnten wir das Schweizer Stromnetz für 2 Milliarden Franken für die Energiewende fit machen.»

Anton Gunzinger

Energetisch betrachtet leben wir derzeit in einer paradoxen Welt. In Stosszeiten stöhnen wir im Stau, dabei ist das Schweizer Strassennetz über das ganze Jahr betrachtet nur zu 2,84 Prozent ausgelastet. Wir bewegen uns in Autos, deren Benzinmotor im besten Fall einen Wirkungsgrad von 13 Prozent aufweist, obwohl es Elektromotoren gibt, die einen Wirkungsgrad von über 90 Grad erreichen.

Über diese Verschwendung und diese Ineffizienz ärgert sich der Ingenieur Gunzinger. Er will nicht, dass wir auf Wohlstand und Bequemlichkeit verzichten, er will, dass wir vernünftiger mit einer bereits vorhandenen Technologie umgehen. 

Kein Geld für Putin und die Ölscheichs

Die Schweiz hat beste natürliche Voraussetzungen dazu. Sie könnte ein Musterland in Sachen nachhaltiger Energieerzeugung werden. Auch die finanziellen Voraussetzungen sind derzeit ideal. Der Bund kann Geld gratis oder gar zu Minuszinsen aufnehmen. Warum also stecken wir das Geld, das wir jetzt immer noch Putin und den Ölscheichs in den Rachen stopfen, nicht in die eigene Wirtschaft und tun damit Gutes für uns und unsere Nachkommen? 

Fakten rund um den Energieverbrauch in der Schweiz

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24
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    Alle Leser-Kommentare
  • Midnight 23.04.2015 07:26
    Highlight Highlight Das wäre doch ein super Bundesrat. Anton Gunzinger for President ;-)
    30 4 Melden
  • Zern 20.04.2015 08:32
    Highlight Highlight Absolut einverstanden, dass wir unseren Energieverbauch mit alternativen Energien decken könnten. Aber was wenn man solch riesige Anlagen plant? Heimatschutz und Umweltschutz blockieren das Projekt sowieso (Bspw. Einkleidung der Felswand am Walensee). Unter diesen Voraussetzungen ist die Energiewende nicht allein durch die CH stemmbar...
    10 8 Melden
    • Zern 20.04.2015 14:02
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Es müssen nicht alle Bergketten mit Windrädern versehen werden, aber wieso dass solche Projekte blockiert werden... Sehr fraglich.
      24 4 Melden
  • kiawase 19.04.2015 19:41
    Highlight Highlight ich verstehe jeden der sich einen tesla leisten kann dass er oder sie spass daran hat beim fahren. nur woher soll otto normal das nötige bazeli hernehmen. ich empfehle kollege anton bei doris als energieberater anzuheueren dann kann er sich mit den hässlichen politischen realitäten (ausstieg aus dem ausstieg etc.) auseinandersetzten und vom ross der visionen runterkommen.
    11 34 Melden
    • phreko 19.04.2015 23:57
      Highlight Highlight Offensichtlich bist du enttäuscht, dass er keinen Hummer fährt!
      25 4 Melden
    • droelfmalbumst 20.04.2015 09:58
      Highlight Highlight hätte ich das geld würde ich auch so nicht tesla fahren sondern eher einen shelby gt500 oder sowas.. 5.4L V8... ohhh yeaah
      7 32 Melden
  • shooter 19.04.2015 19:10
    Highlight Highlight Hammer beitrag, aber solange der Strom so billig ist wird die erneuerbare Energie wohl kein Ausbau erfahren...
    Strom ist einfach zu billig.
    Mehrwertsteuersatz hoch, Mineralölsteuer hoch, egal wie, aber Geld muss her ansonsten kann das KEV-Dach nie gehoben werden.
    Alsbald eine Abstimmung zu diesem Thema kommt, wird diese mit 92% abgeschmettert. Vielen dank konservative Schweiz. Dabei wären wir das Land das es sich am ehesten leisten könnte...
    24 7 Melden
    • kiawase 19.04.2015 19:41
      Highlight Highlight komische logik... der sprit ist zu billig ...
      7 5 Melden
  • Benja 19.04.2015 14:45
    Highlight Highlight Top. Solche Leute braucht die Welt.
    32 6 Melden
  • Shaktiman 19.04.2015 14:01
    Highlight Highlight Noch vor 50 Jahren investierte die Armee Unsummen in die vermeintlich auch zukünftig unverzichtbare Pferdezucht (in Avenches).
    Machen wir's heute besser. Der Bauernverband will die Bauernhöfe in Solarfarmen verwandeln. Wer weiss, ev. kommt so sogar die SVP an Bord.
    27 2 Melden
  • syknows 19.04.2015 11:15
    Highlight Highlight 《 Wir bewegen uns in Autos, deren Benzinmotor im besten Fall einen Wirkungsgrad von 13 Prozent aufweist, ...》

    Der Ottomotor hat einen heute einen maximalen Wirkungsgrad von 38 %. Der Dieselmotor kratzt an den 50 %.

    P.S.
    Ich bin für die Energiewende, jedoch gegen Falsche Zahlen =)
    26 11 Melden
    • qumquatsch 19.04.2015 13:41
      Highlight Highlight ich gebe Ihnen recht, muss jedoch darauf verweisen, dass der ideale wirkungsgrad nur bei einer art von benzingmotoren erreicht werden: denen von range-extendern (chevrolet volt/opel ampera) ansonsten laufen sie zumeist weit darunter. dies ist etwas was elektormotoren wesentlich besser machen. daher kommen auch diese 13%, welche wohl im normalen verbrauch (stadt&land mix) nicht komplett daneben liegen. der grosse nachteil von e-motoren meiner meinung nach ist die enorme abhängigkeit von umwelteinflüssen wie temperatur und sogar luftfeuchtigkeit etc.
      13 2 Melden
    • syknows 19.04.2015 15:15
      Highlight Highlight Wirkungsgrad ist nicht gleich Verbrauch! Der Benzinmotor wandelt 100 Teile chenische Energie in bis zu 38 Teile kinetische Energie um. Das ist der Wirkungsgrad. Bei gegebenen Bedingungen (Drehzahl, Last, Temperatur, ...) sollte Der immer ähnlich sein (ja, Verschleiss, ich weiss...). Der effektive Energieverbrauch hängt wiederum stark von der eigenen Fahrweise (bis zu 1/3) als auch vom Einsatzgebiet und -Art ab. Das betrifft auch den Elektrmotor mit seinem Wirkungsgrad von 97%.

      Im Bericht war die Rede von einem WIRKUNGSGRAD von HÖCHSTENS 13% die Rede. Dies ist eine falsche Tatsache und Punkt. Ich hoffe du verstehst, dass es mir als Mechaniker bei sllchen Aussagen kalt den Rücken runterläuft.
      9 7 Melden
    • syknows 19.04.2015 15:35
      Highlight Highlight Krasse Temperauren und Feuchtigkeit sind sicherlich nicht beste Freunde mit dem Elektromotor, aber die halten uns von nichts ab. Nimm bei deinem Auto den Generator (ein angetriebener Elektromotor, welcher Strom erzeugt) als Beispiel. Dieser ist ungeschützt aussen am Motor angschraubt, einzig eine Unterbodenabdeckung schützt ihn vor Spritzwasser. Du darfst bei einem Auto davon ausgehen, dass der Generator ein Motorleben hällt. Und das obwohl aus Gründen der besseren Kühlung die Erregerwicklungen offen zugänglich sind.
      Den grössten Nachteil bei E-Mobilen sehe ich beim Akkumulator. Genau wie beim Smartphone der Akku das grösste einzelne Bauteil darstellt (okay, das Display ist grösser, aber nur weil wir es so wollen), so ist auch in einem Tesla die Batterie um einiges gewichtiger und benötigt deutlich mehr Volumen als Motor und Getriebe zusammen. Aber nach nun mehr als 170 Jahren wird sich vieleicht endlich die Brennstoffzelle durchsetzen. Oder wir besinnen uns gar völlig und nehmen Nikolai Teslas Erbe endlich an.
      8 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amboss 19.04.2015 09:09
    Highlight Highlight Ich zweifle keinesfalls an den Ergebnissen und Schlüssen .

    Ich frage mich aber, inwiefern die ganz praktischen Problemchen auch berücksichtigt wurden. .
    zb: Hätte ich ein Elektroauto, so müsste ich es dann aufladen, wenn zu viel Solarstrom da ist, also am Tag. kann ich aber nicht, da ich dann bei der Arbeit bin und einen Aussenparkplatz habe. Oder müsste ich eine Leitung ins Büro ziehen? mit einem Stromzähler, da mir mein Chef kaum den Strom bezahlt für mein Auto...
    Zahlen sind das eine, die Umsetzung das andere
    10 21 Melden
    • danbla 19.04.2015 13:16
      Highlight Highlight Die Probleme beginnen schon vorher, z.B. wenn dir dein Vermieter, oder die Verwaltung die Installation einer Ladestation verbietet, selbst wenn keine Kosten auf sie zukommen.
      8 7 Melden
  • amore 18.04.2015 18:53
    Highlight Highlight Wer nicht mithilft Gunzingers Vorschläge umzusetzen ist dumm und vergeht sich an den nachfolgenden Generationen. Es wäre ja so einfach!
    48 10 Melden
  • Lowend 18.04.2015 17:17
    Highlight Highlight Warum die heimatliebenden Super-Schweizer dagegen sind, dass wir das Geld im Inland für erneuerbare Energie und die daraus entstehenden Arbeitsplätze investieren, anstatt mit diesen 15 Milliarden jährlich dubiose Regimes zu unterstützen, habe ich, wie so vieles bei dieser Polit-Sekte, noch nie verstanden!
    80 3 Melden
  • 7immi 18.04.2015 16:30
    Highlight Highlight danke, herr gunzinger! unser prof bremste uns regelrecht aus, als unsere gruppe diverse neue kraftwerkskonzepte ausarbeitete und vorstellte. es gehe nicht ohne akws und verbrennerautos seien auch das beste und die energiewende nur eine politische theorie.
    schön, dass es an der eth auch noch andersdenkende gibt!
    56 4 Melden
  • Hackphresse 18.04.2015 15:43
    Highlight Highlight Ich gehe mit ihm absolut einig bis auf einen einzigen Punkt: Subventionen. Atomenergie wurde in den 50ern dumm und dämlich subventioniert während die ignoranz gegenüber den rückbau- und entsorgungskosten das Kunststück kompletierten. Für die industrie Kommt der Strom aus der Steckdose, hauptsache billig! Für mich und wharscheinlich die meisten anderen, spielt es jedoch eine Rolle wohin die Kabel hinter der Dose führen. Lieber in die Schweizer berge statt nach Russland und Saudiarabien!
    68 5 Melden

«Wir haben es in der Hand, ein Massensterben zu verhindern»

Die Artenvielfalt ist in den letzten 50 Jahren dramatisch gesunken. Das zeigt der WWF in seiner neuesten Ausgabe des Living Planet Index auf. Zum Glück findet ein Umdenken bei den Menschen statt. Das sagt Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz. 

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