Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ölpreis

Verfall der Ölpreise geht weiter: Neuer Tiefststand erreicht

Der Verfall der Ölpreise an den Terminmärkten nimmt dramatische Züge an: Am Montag sackte der Preis für Nordseeöl der Sorte Brent zeitweise um fast sechs Prozent auf 47,18 Dollar je Fass (159 Liter) ab. Das ist der tiefste Stand seit März 2009 – dem Höhepunkt der Finanzkrise.

Auch der Preis für US-Leichtöl der Sorte WTI stürzte um fünf Prozent auf 45,90 Dollar ab. Das ist der niedrigste Stand seit April 2009. 

Viele Analysten rechnen mit noch stärkeren Preisabschlägen – allen voran jene von Goldman Sachs, einer der einflussreichsten US-Banken am Rohstoffmarkt. Die Goldman-Experten senkten ihre Prognose für die Brent-Preisentwicklung auf Sicht von drei Monaten von 80 Dollar auf 42 Dollar und für WTI von 70 Dollar auf 41 Dollar.

Der Schieferölboom in den USA, der als Hauptgrund für den Kollaps der Preise gilt, werde trotz des Preisverfalls nur langsam abflauen. Denn letztlich müssten die Preise länger auf dem niedrigen Niveau verharren, ehe dies am US-Markt einen Einfluss habe.

Neben den Schieferölboom («Fracking») ist auch die Ölpolitik Saudi-Arabiens für den Preissturz verantwortlich. Die Regierung in Riad will die Förderung anders als in früheren Jahren nicht kürzen, da sie um ihre Marktanteile fürchtet. Zudem dürften niedrigere Preise der teureren Ölförderung in den USA und Kanada zusetzen. (aeg/sda/reu)



Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Was passiert eigentlich mit den Schweizer AKW, wenn es zu einem Erdbeben kommt?

Aufsichtsbehörde Ensi untersuchte Folgen eines Erdbebens in Gösgen. Doch die Resultate stossen auch auf Kritik. Grünen-Nationalrätin Irène Kälin: «Für mich ist diese Studie der Beweis, dass die Behörde nicht neutral ist, sondern den Atomkraftwerkbetreibern nahe steht.

Was würde mit einem Schweizer AKW passieren, wenn es zu einem Erdbeben käme? Zu einem Beben, das so stark ist, wie es hierzulande statistisch nur alle 10'000 Jahre geschieht?

Mit dieser Frage befasste sich die Aufsichtsbehörde des Bundes, das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi). Das Fazit der Studie hat das Ensi auf seiner Website aufgeschaltet. «Die Gefahr bei einem 10'000-jährlichen Störfall eines Schweizer Kernkraftwerks wird überschätzt», schreibt das Ensi.

Ensi-Direktor Hans …

Artikel lesen
Link zum Artikel