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epa04304537 Rio de Janeiro's Policemen arrest Ray Whelan (L), chief executive of a Swiss hospitality and ticketing company 'Match Hospitality' in connection with an ongoing investigation called 'Operation Jules Rimet' over VIP ticket scalping at the World Cup at Copacabana Palace hotel, venue of FIFA durig the World Cup, Rio de Janeiro, Brazil, 07 July 2014.  EPA/Ramires Ferreira

Ray Whelan bei der Festnahme (l.). Bild: EPA/EFE

Illegaler Tickethandel

Wende im WM-Skandal: Polizei lässt verdächtigen Top-Manager von Schweizer Fifa-Agentur frei 

Für die Polizei ist der festgenommene Top-Manager eines Fifa-Partners nicht der Kopf des illegalen Tickethändlerrings. Die Behörden liessen den Briten wieder frei, ermitteln aber weiter im Umfeld des Fussball-Weltverbandes. 

08.07.14, 16:37

Ein Artikel von

Die brasilianische Polizei hat einen Verdächtigen im Skandal um einen illegalen WM-Tickethändlerring wieder auf freien Fuss gesetzt. Nach einer zwölfstündigen Untersuchungshaft und Verhören in der Nacht wurde Ray Whelan auf Antrag seiner Anwälte auf freien Fuss gesetzt. Der Top-Manager des Fifa-Partners Match Services muss allerdings seinen Pass abgeben und der Justiz weiter zur Verfügung stehen. 

Der 64-jährige Whelan war am Montag festgenommen worden. Er steht im Verdacht, mit dem bereits festgenommenen Algerier Lamine Fofana WM-Tickets entgegen vertraglichen Regelungen zu erhöhten Preisen weiterverkauft zu haben. In seinem Zimmer im Hotel Copacabana Palace wurden nach Polizei-Angaben 82 Tickets für WM-Spiele, ein Computer, ein Handy und Dokumente beschlagnahmt. Match Services arbeitet im Auftrag der Fifa. Der Vertrag mit dem Fussball-Weltverband läuft Ende 2014 aus. 

Der vorläufige Haftbefehl war im Rahmen der Operation «Jules Rimet» ausgeführt worden. Grundlage dafür ist Artikel 41-G der brasilianischen Fan-Statuten. Dieser ahndet die Weitergabe von Eintrittskarten, die dann zu einem höheren Preis als dem aufgedruckten verkauft werden. 

Polizei hat noch sieben Verdächtige auf der Liste 

Die Match AG teilte am Dienstag in einer Stellungnahme mit, dass Whelan weiter die Ermittlungen der Polizei unterstützen werde. «Match vertraut völlig darauf, dass die Tatsachen ergeben, dass er gegen kein Gesetz verstossen hat.» Zur Match AG gehören Match Services und der Vertriebspartner Match Hospitality, die im Fifa-Auftrag Ticket-Pakete mit Exklusiv-Leistungen verkaufte. «Match wird weiter die polizeilichen Ermittlungen voll unterstützen, von denen wir fest glauben, dass sie Ray entlasten werden», hiess es in dem Statement. 

Für Kommissar Fabio Barucke, der die «Operation Jules Rimet» gegen die Ticketmafia leitet, ist Whelan indes ein «Facilitador». Also einer, der für die hochgenommene Bande Zugang und Verkauf der Karten aus speziellen Kontingenten «erleichterte». «Ray ist nicht der Chef», so Barucke: «Wir setzen die Suche nach anderen am Betrugs-Coup Beteiligten fort.» Sieben weitere Verdächtige stünden noch auf der Liste. «Die Fifa wird die laufenden Ermittlungen in vollem Umfang weiter unterstützen», liess der Weltverband in einer Erklärung dazu wissen. (max/dpa/sid)



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    Alle Leser-Kommentare
  • sewi 08.07.2014 18:59
    Highlight Der heilige Josephus wirkt manches Wunder wenn man ihn anruft(auf dem Handy)
    1 0 Melden

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