Wirtschaft

Trotz schwieriger Lage bemühen sich viele KMU, ihr Personal zu halten. Bild: swissmechanic

«Irgendwann geht die Sonne unter»: Schweizer KMU kämpfen ums Überleben

Der Schweizer Wirtschaft geht es gut – auf den ersten Blick. In Wirklichkeit leiden viele KMU im Industriebereich massiv unter Frankenstärke und Preisdruck. Ein Kleinunternehmer schildert seinen Überlebenskampf.

23.11.16, 08:49 23.11.16, 17:44

In den Schweizer Firmen ist die Zeit der Jahresgespräche angebrochen. Häufig werden die Arbeitgeber von ihren Beschäftigten mit der Bitte oder Forderung nach einem höheren Lohn konfrontiert. Josef Madlener kennt diese Situation, er weiss auch, was er erwidern muss: «Ich würde noch so gerne mehr zahlen, aber es geht einfach nicht.»

Er ist damit nicht allein. Seine Haltung reflektiert die Situation vieler kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) der Maschinen-, Elektro- und Metallbranche (MEM). Ihre Ertragslage ist schlecht. Der Verband Swissmechanic, der rund 1400 MEM-KMU vertritt, hat dieses Jahr wiederholt Warnmeldungen ausgesandt. «Über 50 Prozent unserer Mitglieder kämpfen ums Überleben», sagte Verbandspräsident Roland Goethe der «NZZ am Sonntag».

Josef Madlener in seiner Werkhalle in Dietikon. Bild: peter blunschi

Dieses Wort würde Josef Madlener kaum in den Mund nehmen. Der gebürtige Vorarlberger, den die Liebe 1981 in die Schweiz gelockt hat, ist seit 27 Jahren Inhaber der Madlener Apparatebau AG in Dietikon im Limmattal. Der energische Mittfünfziger ist alles andere als ein trübsinniger Mensch. Doch er beschönigt nichts: «50 Prozent der KMU erzielen auf ihrem Umsatz eine Rendite von zwei bis drei Prozent. Das ist zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben.»

«Wer seine Maschinen nicht ersetzt, ist in fünf bis sechs Jahren weg vom Fenster.»

Josef Madlener

Im Klartext bedeutet dies: Sie kommen gerade so über die Runden, haben aber kein Geld für Investitionen etwa in neue Maschinen. Eine Notwendigkeit angesichts des technologischen Wandels, insbesondere weil sich das Hochpreisland Schweiz vorab durch Produkte aus dem Hightech-Bereich auf dem Weltmarkt behaupten kann. «Wer seine Maschinen nicht ersetzt, ist in fünf bis sechs Jahren weg vom Fenster», bringt es Madlener auf den Punkt.

Derartige Befunde bilden einen klaren Kontrapunkt zu den offiziellen Verlautbarungen zum Zustand der Schweizer Wirtschaft. Deren Aussichten hätten sich «deutlich aufgehellt», teilte etwa die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich Ende Oktober mit. Und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) sieht die Schweizer Konjunktur «trotz Risiken auf Erholungskurs».

Davon bemerken viele KMU aus dem Industriebereich rein gar nichts. In Sonntagsreden werden sie gerne als Rückgrat der Schweizer Wirtschaft abgefeiert. Tatsächlich fallen 99 Prozent aller Unternehmen in diese Kategorie, sie haben nach offizieller Definition weniger als 250 Beschäftigte. Zwei Drittel aller Arbeitsplätze in der Schweiz entfallen auf die kleinen und mittleren Unternehmen.

Euro-Wechselkurs und Preisdruck machen den KMU zu schaffen. Bild: KEYSTONE

In der Öffentlichkeit aber werden sie kaum wahrgenommen. Das betrifft auch die Medien. Diese sind auf die grossen, global tätigen Konzerne fixiert. Sie reissen sich um Interviews mit den CEOs von ABB oder Sulzer, obwohl diese «Leitsterne» der Schweizer Wirtschaft fast nur noch im Ausland produzieren lassen, im Gegensatz zu den KMU, die im Inland tätig sind. Und die sich mit zunehmend schlechteren Rahmenbedingungen abmühen müssen.

«Ich kenne fast niemanden, der sich es sich leisten kann, einfach Leute zu entlassen.»

Josef Madlener

Zwei Faktoren drücken auf die Gewinnmarge. Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses von 1.20 Franken im Januar 2015 hat die Einnahmen der exportorientierten KMU schlagartig um 15 Prozent einbrechen lassen. Selbst Firmen mit gut gefüllten Auftragsbüchern sahen ihre Erträge dahinschmelzen. Mehr als 10'000 Arbeitsplätze wurden in der MEM-Branche seit Anfang 2015 abgebaut. Und Licht am Ende des Tunnels ist nicht in Sicht: Seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten fiel der Eurokurs auf 1.07 Franken.

Der Wechselkurs ist aber nur eine Seite der Medaille. Selbst Firmen wie jene von Josef Madlener, die überwiegend im Binnenmarkt tätig sind, müssen kämpfen. Grund ist der Preisdruck, für Madlener «das grösste Problem». Kunden vergleichen im Internet die Preise mit jenen der ausländischen Konkurrenz, die meist deutlich tiefer sind, und setzen so die Schweizer Firmen unter Druck. «Das ist seit Jahren der Normalfall», sagt der Dietiker Unternehmer.

In der Schweiz nicht erhältlich

Seine «Bude», wie Madlener sie selber nennt, ist ein Allroundbetrieb, der die ganze Bandbreite der Metallbearbeitung anbietet. Madlener ist spezialisiert auf «Notfälle». Wenn in einem Betrieb etwas kaputt geht, fertigt er Ersatzteile an. Und irgendwo geht immer etwas kaputt. «Wir sind der Problemlöser», sagt Madlener. Das bedingt hohe Flexibilität und Tempo: «Zu 80 Prozent stellen wir Einzelstücke her, das ist unsere Stärke.» Nur für treue Kunden produziert man «auf Halde».

Bei der Madlener Apparatebau werden fast nur Einzelstücke produziert. bild: peter blunschi

Damit kann sich Josef Madlener in dem schwierigen Umfeld behaupten. Reich aber wird er nicht. Ausserdem macht ihm, dessen grösster Trumpf die Schnelligkeit ist, ein zusätzliches Problem zu schaffen: Viele Schweizer Unternehmen haben die Produktion dermassen verschlankt, dass sie kaum noch etwas auf Lager haben. Wenn er selber ein bestimmtes Teil braucht, ist es nicht sofort erhältlich. «Ich kaufe wenn möglich nicht im Ausland ein», sagt Madlener. Was aber soll er machen, wenn das gesuchte Teil in Deutschland nicht nur billiger, sondern auch sofort verfügbar ist?

«Es ist eine Illusion, dass der Superhightech-Bereich uns vorbehalten ist.»

Josef Madlener

Allen Widrigkeiten zum Trotz geben sich die Industrie-KMU kämpferisch. Sie bemühen sich, ihr Personal zu halten. «20 Prozent stellen sogar wieder ein», teilte Swissmechanic mit: «Sie handeln sozial, obwohl sie es sich eigentlich nicht leisten können.» Sozial ist dies jedoch nur bedingt: In den kleinen Betrieben bedeutet jede gestrichene Stelle einen Knowhow-Verlust. Das gilt auch für Josef Madlener, der in seiner Fabrik zwölf Mitarbeiter beschäftigt: «Ich kenne fast niemanden, der sich es sich leisten kann, einfach Leute zu entlassen.»

Irgendwann aber ist der Leidensdruck zu gross, nicht zuletzt aus dem Ausland. Firmen im nahen Süddeutschland «sind leistungsfähig und können qualitativ mithalten», sagte Swissmechanic-Präsident Roland Goethe der «NZZ am Sonntag». Dank dem schwächeren Euro sind sie wettbewerbsfähiger geworden. Und Osteuropa ist noch günstiger.

«Eidgenosse» geht nach Osten

Nicht alle können widerstehen. Josef Madlener erzählt von einem Kollegen aus dem Bernbiet, «ein Eidgenosse», so der gebürtige Österreicher lachend. Mit anderen Worten: Ein Hardcore-SVPler. Er habe sich stets für die Produktion in der Schweiz eingesetzt, bis er eines Tages kleinlaut erklärte, dass auch er sich nach einem Standort im Osten umschaue. Es gehe nicht mehr anders.

Swissmechanic-Direktor Oliver Müller (2. v.l.) unterstützt die Initiative gegen die Hochpreisinsel Schweiz. Bild: KEYSTONE

Die KMU kämpfen an vielen Fronten, nicht nur mit dem Preisdruck. Sondern auch mit den Banken, die für Kredite 7 bis 8 Prozent Zins verlangen, und das bei negativen Leitzinsen. Oder mit den «aggressiven» Gewerkschaften. Und mit der Politik, in der «viele keine Ahnung haben, was an der Basis abgeht», sagt Madlener. Als Beispiel nennt er einen runden Tisch mit Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. Am Ende habe dieser gesagt: «Wir haben vieles gehört, aber nichts, was wir nicht schon wussten.»

Kommt der grosse Schock erst noch?

Für Kleinunternehmer Madlener ein erschütternder Befund. Man kennt das Problem, aber tut nichts dagegen. Deshalb meldet sich der Verband Swissmechanic vermehrt politisch zu Wort. Er unterstützt mit der Stiftung für Konsumentenschutz die Fair-Preis-Initiative. Umgekehrt bekämpft der KMU-Verband die Atomausstiegs-Initiative. Er kritisiert die Energiestrategie 2050 ebenso wie die Vorschläge der Ständeratskommission für einen verschärften Inländervorrang.

Die Lage aber bleibt schwierig. Und die Folgen könnten erst in einigen Jahren so richtig spürbar werden, wenn vielen Unternehmen «der Sprit ausgeht», wie es Swissmechanic-Direktor Oliver Müller im Juni im Gespräch mit watson ausdrückte. Ein Trost aber bleibt: Die Schweiz gilt als Globalisierungsgewinnerin. Mit ihren hoch spezialisierten Produkten wird sie sich auch in Zukunft auf den Weltmärkten behaupten können.

Oder?

Man muss nicht die Trump-Keule hervorholen, um diesen Befund anzuzweifeln. Wer glaubt, die ausländische Konkurrenz befinde sich in dieser Hinsicht im Tiefschlaf, wird ein böses Erwachen erleben. «Es ist eine Illusion, dass der Superhightech-Bereich uns vorbehalten ist», warnt Josef Madlener. Er hat einen Kollegen, der in Indien ein entsprechendes Unternehmen aufbaut. Geld spielt keine Rolle. Auch die Chinesen drängen in diesen Markt.

Der ganz grosse Schock könnte der Schweiz noch bevorstehen. Oder wie es Madlener ausdrückt: «Wenn wir weiterhin die Illusion pflegen, wir seien die Besten, geht irgendwann die Sonne unter.»

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
24
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
24Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TheMan 23.11.2016 19:06
    Highlight Seitdem die Grenzen durch die PFZ offen sind, sind die Arbeiter nur noch eine Ware. Werden Sie zu Teuer hollt man Billiges Personal im Ausland. Unsere Arbeitskräfte die, eigentlich Geld ausgeben sollte, so das die Wirtschaft funktioniert. Spart und gibt nur das Nötigste aus. Da der Job in Gefahr ist entweder a. Gekündigt zu werden und durch Billige Arbeiter ersetzt. Oder B. Entlassen und Produktion ins Ausland. Unsere Wirtschaftsbosse richten Sich selber zugrunde. Und dank der SP und der PFZ gehts dem Arbeiter nur noch Schlechter.
    5 3 Melden
    • René Schmid-Bill 23.11.2016 23:05
      Highlight Einfache SVP Welt!
      3 1 Melden
    • TheMan 24.11.2016 09:08
      Highlight Herr Schmid-Bill, wieder einer, der Weiss was ich gewählt habe. Und er weiss es Sogar Besser. Sorry Nein. Leider ist dies Tatsache. Ich kenne eine Firma im Elektrobereich, die Explizit nur 2500Chf den Arbeiter bezahlt. Dies aus dem Grund: Für 2500Chf wird für Sie kein Schweizer Arbeiten. Sie wollen aber nur Ausländer. Darum der Tiefe Lohn. Die SP mach nur Symptombekämpfung. Aber das Hauptübel nimmt Sie nicht wahr. Dies nützen die Firmen aus. Da sie sodurch immer ein Schlupfloch findet. Fällt die PFZ, müsste man auch keine Symptombekämpfung mehr machen.
      1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 23.11.2016 17:48
    Highlight Bei all den volchsnahen bürgerlichen PolitikerInnen sollte man doch erwarten dürfen, dass es den KMU's richtig gut geht, da Arbeit sich lohnt und dem Fleissigen die Welt gehört. Leider sieht es anders aus: Klein- und Mittelunternehmer und ihre Angestellten zählen nur als Stimmvieh. Echte Rendite erzielen nur die Grosskonzerne und die Politik huldigt in Tat und Wahrheit nur diesen. Wann endlich wachen die 98% Prozent hier in der Schweiz auf? Es ist eine Sauerei, was hier läuft durch das Band weg: Bald werden dazu 100'000 KV-Stellen ausgelagert? Was denkt sich diese Bande eigentlich dabei?
    7 4 Melden
    • stamm 28.11.2016 22:02
      Highlight Volksnahe Vertreter wollen nicht unendlich günstige Fachkräfte holen, sich der EU auf Kosten der Büezer anpassen. Und ausserdem: jeder ist seines Glückes Schmied!
      0 0 Melden
  • saukaibli 23.11.2016 16:00
    Highlight Solange unsere geliebten bürgerlichen Parteien nur Politik für Grosskonzerne machen wird sich an der Problematik nichts ändern.
    22 5 Melden
  • Posersalami 23.11.2016 15:44
    Highlight Kredit für 7-8% heisst dann wohl, dass die Banken das Geschäftsmodell des KMU für Müll halten. Vielleicht sollte man in diesem Fall sein Geschäftsmodell überdenken?

    Nicht nur vielleicht ist es ganz generell idiotisch, wenn die Wirtschaft so auf Export ausgerichtet ist wie in der Schweiz. Das hohe Aussenhandelsdefizit kann uns um die Ohren fliegen. Von der ethischen Komponente von exportierter Arbeitslosigkeit (nichts anderes ist ein Aussenhandelsüberschuss) fange ich jetzt gar nicht erst an.
    1 7 Melden
  • demokrit 23.11.2016 13:32
    Highlight "Die KMU kämpfen [..] auch mit den Banken, die für Kredite 7 bis 8 Prozent Zins verlangen, und das bei negativen Leitzinsen."

    Das ist schlicht eine Frechheit und ohne Sicherheiten bis zu Grossmutters Schmuckschattule wird gar nicht erst auf ein Gesuch eingetreten. Am günstigsten löst man Kredite darum über eine zweckentfremdete Hypothek.
    4 1 Melden
  • dmark 23.11.2016 11:45
    Highlight Um bei den Besten dabei zu bleiben, zählen neben der Zuverlässigkeit, Schnelligkeit, der hohen Qualität natürlich auch der Preis.
    Wie ich bereits schon vor längerer Zeit schrieb, befindet sich die Schweiz noch immer bei einem Lohn-/Gehalts und Preisgefüge, welche sich auf einem Wechselkurs von gut 1,50 zum Euro befinden. Da muss man irgend wie herunter kommen.
    Es wird schmerzhaft werden. Dies hat u.a. auch die dt. Wirtschaft mit gemacht, als die "billigen" Süd- und Ostländer, sowie auch die Chinesen in die EU-Märkte drängten.
    16 8 Melden
  • Wolfsblut 23.11.2016 10:49
    Highlight Die KMUs gehören ja auch zum erodierenden Mittelstand. Keine Überraschung also und dass Statistiken geschönte Zahlen ausweisen auch nicht. Aber super, dass jene, die sich keine Lobbyisten in Bern leisten können, hier eine Stimme finden! Gebt Gas, liebe Watsons, und hört nicht auf, darüber zu schreiben.
    55 2 Melden
  • maese38 23.11.2016 10:19
    Highlight Eigentlich mal ein guter Artikel von Blunschi. Bei ihm darf natürlich nicht fehlen, dass Trump schuld ist an der Frankenstärke. Und nenn doch den Ostschweizer SVP Unternehmer beim Namen.
    Hauptsache in jedem deiner Artikel kommt Trump und SVP vor.
    Geht langsam unter Paranoia.
    23 31 Melden
    • Peter 23.11.2016 12:49
      Highlight Trump ist nicht schuld an der Frankenstärke, sie hat nur seit seiner Wahl wieder zugenommen. Den Namen des SVPlers (aus dem Bernbiet!!) kenne ich selber nicht. Aber das Beispiel ist zu schön, es entlarvt die Doppelmoral dieser Leute. So viel zum Thema Paranoia.
      47 14 Melden
    • Ohniznachtisbett 23.11.2016 18:28
      Highlight Immer dieses SVP-Bashing. Der Artikel ist ja sonst gut und ausgewogen, nicht polemisch. Kaum gehts um einen (nicht näher spezifizierten) SVP-ler, hagelts schon wieder. Ein Beispiel: Ich habe 10 Mitarbeiter und volle Auftragsbücher, es läuft knapp gut. Nun habe ich zu viel Arbeit und müsste 2 weitere einstellen. Dies drückt weiter auf meine Gewinnmarge. Stattdessen behalte ich die 10, eröffne zusätzlich ein Werk mit 4 Leuten in Polen. Ich kann weiterhin mit vernünftiger Marge Produzieren und sichere meine Arbeitsplätze in der Schweiz. Besser als kein Gewinn und Konkurs gehen... Oder?
      6 1 Melden
    • Peter 23.11.2016 23:25
      Highlight Sicher, wenn es so bleiben wird. Und das Beispiel mit dem SVPler hat mir Josef Madlener erzählt. Soll ich es einfach verschweigen, nur um mich nicht dem Vorwurf des SVP-Bashings auszusetzen? Das wäre unprofessionell.
      2 2 Melden
    • Ohniznachtisbett 24.11.2016 08:30
      Highlight Nein, man muss es nicht verschweigen. Aber wenn man darüber berichtet, könnte man ja ein wenig Recherche anstellen. Ich kenne den erwähnten Fall nicht. Es kann auch so sein, dass dieser Mann Arbeitsplätze bei uns abgebaut und im Osten aufgebaut hat. Dann darf man da auch kritisch darüber schreiben. Aber es kann genauso gut sein, dass dadurch auch Arbeitsplätze hier gerettet wurden. Ich fand es einfach undifferenziert. Ein positives Bsp. ist Peter Spuhler, der ohne den Aufbau und Kauf ausländischer Werke keine Chance hätte seine Arbeitsplätze in der Schweiz zu erhalten.
      1 0 Melden
  • Hierundjetzt 23.11.2016 09:36
    Highlight Ein echter Unternehmer wie er im Buch steht. Chapeaux! 😊

    @watson Kommentator FrancoL: so stell ich mir Dich auch vor☺️
    15 2 Melden
  • Domino 23.11.2016 09:31
    Highlight Und das Schlimme daran ist, das die Politik gegen die KMU arbeitet: werden die KKW abgeschaltet geht der Strompreis rauf, Rüstungsexporte werden behindert, immer mehr Sozialausgaben, Globalisierung.
    Heute fehlen auch die Mechanismen: ging es früher z.B. der Stromindustrie schlecht, so konnt man einen grossen wie die ABB unterstützen und viele Zulieferbetriebe profitierten davon. Heute sind die Zulieferbetriebe im Ausland und die Wiksamkeit verpufft.
    10 16 Melden
    • R&B 23.11.2016 12:30
      Highlight @Domino: Wirtschaftsangstkeulen sind ja schon praktisch um jedes politische Thema zu bewirtschaften. KKW: der Strompreis geht nicht rauf. KKW-Strom ist eh zu teuer.
      11 0 Melden
    • Posersalami 23.11.2016 15:19
      Highlight Wenn die KKWs abgeschaltet werden sinken die Kosten für Strom mittel- bis langfristig. Strom aus KKWs ist der teuerst mögliche Strom, EEs sind günstig, das ist nunmal Fakt!
      10 3 Melden
    • atomschlaf 23.11.2016 16:19
      Highlight Und wenn eines unserer Uralt-AKWs hochgeht, dann kannst Du die ganzen KMU sowieso gleich schliessen...
      10 1 Melden
  • Herbert Anneler 23.11.2016 09:19
    Highlight "Zwei bis drei Prozent Rendite" - gäben die Banken den KMU zu solchen Konditionen Kredite, sähe alles schon etwas besser aus. Die Banken machen das Gegenteil: Sie erwürgen unsere KMU auf ihrer aberwitzigen Jagd nach dem kurzfristigen maximalen Shareholder Value. Wenn sie den KMU das Rückgrat gebrochen haben, können sie sich auch die Hypotheken der KMU-Mitarbeitenden ans Bein streichen. Was die Banken tun, ist Irrsinn!
    49 2 Melden
    • ket4mon 23.11.2016 12:58
      Highlight Unsere Chefetage hat die betriebseigene Fertigung für unsere Werkzeugmaschinen ausgelagert, im gleichen Zug sind einige Mitarbeiter mit einem gewaltigen KnowHow gefeuert worden.. Das hat uns nur noch mehr Probleme bereitet, als wir ohnehin schon hatten.. Die Werkstücke sind zwar günstiger, allerdings werden sie teilweise zu spät und mit Fehlern geliefert.. Es gäbe noch mehr kleine Details zu erzählen, die gehören aber unter Verschluss..

      Die Banken sind wie du siehst nicht immer das Problem.. Leute, die keinen Bezug zur effektiven Materie haben und nach zahlen handeln spielen auch mit rein..
      9 0 Melden
  • R&B 23.11.2016 09:19
    Highlight Guter und ernüchternder Bericht, der die Situation von zwei Freunden, die gute Unternehmer sind, bestätigt.
    28 0 Melden
  • x4253 23.11.2016 09:06
    Highlight 7-8% Zinsen für Kredite? Da Rechnen die Banken aber einen ordentlichen Risikozuschlag hinein und zeigen auch gleich für wie unsicher sie die Situation der KMUs halten.
    Na dann: Brace yourself..
    32 0 Melden

Alle sagen, moderner Fussball sei super. Ich sage: Im modernen Fussball haben sich Saumoden eingenistet, die mich laufend kotzen lassen

Gestern. Chelsea vs. PSG. Ibrahimovic foult Oscar. Rote Karte. Rudelbildung. Rudelbildung! Gefühlte 45 Minuten Rudelbildung! 

Von den Junioren bis zum Erreichen des Champions-League-Niveaus spielen Profis ungefähr eine Zillion Spiele und erleben dabei eine Zillion strittige Szenen. Und in wie vielen Fällen hat der Schiedsrichter seine Meinung geändert? Nie.

Nie.

Fucking NIE!

Meiner zweijährigen Tochter brauche ich die Dinge zwischen zwei- bis fünfmal zu sagen, bis sie es begreift. Ein Hund …

Artikel lesen