Wirtschaft
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Former FMI head Dominique Strauss-Kahn holds keys and a tie as he walks towards his apartment in Paris, France, June 12, 2015. Strauss-Kahn heads to Lille to learn the verdict in what is called the Carlton Affair where 14 people including Strauss-Kahn stand accused of sex offences including the alleged procuring of prostitutes. A French prosecutor has asked a criminal court to acquit former IMF chief Dominique Strauss-Kahn of a pimping charge for his role in what investigating magistrates argued was an organized sex ring using prostitutes.     REUTERS/Gonzalo Fuentes

Dominique Strauss-Kahn heute Morgen auf dem Weg zum Gericht. Bild: GONZALO FUENTES/REUTERS

Prozess um Sexpartys: Freispruch für Strauss-Kahn – Vorwurf der organisierten Zuhälterei hat sich nicht erhärtet

12.06.15, 12:44 12.06.15, 15:02


Im Prozess um wilde Sexpartys mit Prostituierten hat das Gericht im französischen Lille am Freitag Dominique Strauss-Kahn freigesprochen. Der Ex-Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) habe sich durch seine Teilnahme an Sexpartys mit Prostituierten nicht strafbar gemacht, so der Entscheid. Dem ehemaligen Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) war organisierte Zuhälterei vorgeworfen worden. 

epa04399504 Former IMF President Dominique Strauss-Kahn (L) and Myriam L'Aoufir arrive for the premiere of 'Sin City: A Dame to Kill For' and closing ceremony of the 40th annual Deauville American Film Festival, in Deauville, France, 13 September 2014. The movie is presented out of the official competition of the festival that runs from 05 to 14 September.  EPA/ETIENNE LAURENT

Trotz Freispruch: Seine politischen Ambitionen hatte Strauss-Kahn bereits 2011 wegen aufkommender Vergewaltigungsvorwürfe begraben müssen.  Bild: ETIENNE LAURENT/EPA/KEYSTONE

Das Gericht sah keine ausreichenden Beweise für den Vorwurf, dass der heute 66-Jährige ausschweifende Sexpartys mit Prostituierten mitorganisiert habe.

Strauss-Kahn hatte Sexpartys nie bestritten

Da auch die Staatsanwaltschaft bei ihrem Plädoyer im Februar einen Freispruch ohne Wenn und Aber für Strauss-Kahn gefordert hatte, war das Urteil für den Ex-IWF-Chef keine Überraschung. Der 2011 wegen Vergewaltigungsvorwürfen in den USA zurückgetretene ehemalige IWF-Chef hatte seine Teilnahme an den Sexpartys nie bestritten. 

Strauss-Kahn blieb im Gerichtssaal bei der Verlesung der Urteilsbegründung unbewegt. Als Gerichtspräsident Bernard Lemaire aber den Freispruch verkündete, nickte der frühere Spitzenpolitiker der französischen Sozialisten kurz mit dem Kopf.

Im Prozess ging es um freizügige Partys zwischen 2008 und 2011. Neben Strauss-Kahn sassen noch 13 weitere Beteiligte auf der Anklagebank. Auch für sie gab es fast durchgängig Freisprüche.

«Prostituierte entsprechen nicht meinem Geschmack»

Er habe aber nicht gewusst, dass die Frauen Prostituierte waren. Strauss-Kahn war in seiner Aussage sogar noch weiter gegangen: Prostituierte seien nicht sein Geschmack und entsprächen auch nicht seiner Vorstellung von sexuellen Beziehungen.

Der Sozialist hatte seine Ambitionen auf die französische Präsidentschaft aufgeben müssen, nachdem er 2011 wegen einer Affäre um Vergewaltigungsvorwürfe von seinem Job als IWF-Chef zurückgetreten war. (sda/reu/afp)

Strauss-Kahn vor Gericht - Femen protestiert

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • droelfmalbumst 12.06.2015 14:31
    Highlight ehm.. was anderes war ja nie zu erwarten... *g*
    4 1 Melden
  • Angelo C. 12.06.2015 13:19
    Highlight Ich zitiere : "Er habe aber nicht gewusst, dass die Frauen Prostituierte waren. Strauss-Kahn war in seiner Aussage sogar noch weiter gegangen: Prostituierte seien nicht sein Geschmack und entsprächen auch nicht seiner Vorstellung von sexuellen Beziehungen." Eine ebenso lächerliche Aussage, wie auch die Anklage wegen "Zuhälterei"! Der Mann ist zwar weissgott kein Sympathieträger (ich persönlich mag ihn nicht, mochte ihn zu keiner Zeit), aber wieso ein bezahlender Freier gleichzeitig auch noch Zuhälter sein sollte, bleibt wohl auf ewig ein Geheimnis der französischen Justiz :-)! Genauso dümmlich ist aber die oben angeführte Erklärung dieses passionierten Schwerenöters. Er wird doch ganz sicher nicht mal in seinen kühnsten Träumen annehmen, dass junge, leckere Dinger einer Greisen-Party im Luxushotel aus purem Spass an der Sache beiwohnen. Und so passt diese abstruse Aussage natürlich gut in den Kontext dieser bemerkenswerten französischen "Wahrheitsfindung"....

    7 1 Melden
  • The fine Laird 12.06.2015 13:12
    Highlight Strauss you Kahn!
    1 3 Melden
  • Tatwort 12.06.2015 13:03
    Highlight Dieser Prozess hat einige politische Relevanz - auch für uns. Denn die US-Behörden haben bei seiner Verhaftung alle möglichen Medien mobilisiert, haben Strauss-Kahn (den ich nicht mag) medial erledigt - und am Ende gab es keine einzige Verurteilung.
    Gut möglich, dass es bei der Fifa (die ich nicht mag) genau gleich rauskommt. Auch hier boten die USA in der Schweiz Medien auf, macht ein Riesenbrimborium - ob es aber je zu einer Verurteilung kommen wird, steht in den Sternen.
    Erledigt sind die Beteiligten - dank der Willfährigkeit der Medien - aber auf jeden Fall.
    12 2 Melden

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