Wirtschaft

Ein Kind lässt vor einem verrosteten Stahlwerk in Middletown seinen Drachen fliegen.  Bild: Al hrman/AP/KEYSTONE

Die Hillbillies, das Selbstmitleid – und Donald Trump

In seinem Bestseller «Hillbilly Elegy» erklärt J.D. Vance plausibel, weshalb die weisse Unterschicht in den zerfallenden Industriestädten Trump gewählt haben.

10.12.16, 19:30 11.12.16, 11:21

«Hillbilly» ist weder ein Kosename noch ein Begriff für eine bestimmte Richtung der Countrymusic. «Hillbilly» ist ein Schimpfwort, das sich etwa mit «Hinterwäldler» übersetzen lässt. Die Hillbillies sind Nachkommen von Iren und Schotten, die es in die hintersten Winkel der Appalcachian Mountains verschlagen hat, dem riesigen Gebirgszug, der sich von Alabama über Georgia nach Ohio bis in den Bundesstaat New York erstreckt. Die Familie von J.D. Vance stammt ursprünglich aus einem Tal im Bundesstaat Kentucky, ist aber in die Industriestadt Middletown im Bundestaat Ohio ausgewandert.  

Die verunsicherten Hillbillies

Hillbillies sind harte Menschen, sehr harte sogar. «Ich denke, wir Hillbillies sind die verdammt härtesten Menschen dieser Erde», stellt J.D. Vance fest.

«Wir Hillibillies reissen mit einer Kettensäge jemanden den Hintern auf, der unsere Mutter beleidigt. Wir zwingen einen jungen Mann, Unterwäsche zu fressen, wenn er die Ehre unserer Schwester in Frage stellt.»

J.D. Vance

Sie mögen hart sein, derzeit sind sie aber vor allem verunsichert. Weil es in den abgelegenen Tälern keine Aussicht auf Arbeit gab, sind die Hillbillies nach dem Zweiten Weltkrieg in Industriestädte abgewandert. Doch diese sind zu einem «Rost-Gürtel» verkommen, die einst gut bezahlten Jobs sind verschwunden. Die Folgen sind verheerend: Arbeitslosigkeit, instabile Familienverhältnisse und Drogensucht prägen das Leben in den verlotterten Städten.  

Die Hillbillies kommen vom Ende der Welt. Bild: AP/HarperCollins Publishers

Auf diese Entwicklung war die weisse Mittelschicht sehr schlecht vorbereitet. Die beiden Princeton-Professoren Anne Case und Angus Deaton haben kürzlich in einer Studie nachgewiesen, dass die Lebenserwartung dieser Bevölkerungsgruppe erstmals seit langem wieder rückläufig ist.

Sie ist auch weniger widerstandsfähig als Schwarze und Hispanics. Das zeigt eine Studie der University of Michigan. Die Weissen hätten eine «höhere Selbstmordrate und würden mehr über Schmerzen klagen als die Schwarzen», fasst die «New York Times» das Ergebnis zusammen.  

Wild schöne Landschaft in Kentucky: Der BiG South Forke National Park.

Nur wenige Hillbillies erlangen einen Hochschulabschluss, in der Schule sind Streber verpönt. Die meisten von ihnen betrachten sich als gottesfürchtige und hart arbeitende Menschen – und lügen sich dabei in die Tasche. «Man kann durch eine Stadt wandern, in der ein Drittel der jungen Männer weniger als 20 Stunden in der Woche arbeitet, und trotzdem hat keiner das Gefühl, er sei faul», schreibt Vance.  

«Barack Obama trifft uns genau dort, wo wir am meisten verletzbar sind.»

J.D.Vance

Das gleiche gilt für die Gottesfürchtigkeit: «Im südlichen Ohio, in Cincinnati und Dayton, gehen nur wenige regelmässig in die Kirche, etwa gleich viele wie im ultra-liberalen San Francisco.»

Die Hillbillies leben so in einer irrationalen Scheinwelt, stellt der bekennende Hillbilly J.D. Vance fest. «Wir leisten uns gigantische Flachbild-TVs und iPads. Dank den Kreditkarten tragen unsere Kinder nette Kleider. Wir kaufen Häuser, die wir nicht brauchen und nehmen darauf Hypotheken auf, um noch mehr Geld fürs Shoppen zu haben. (...) Und wenn der Spuk vorbei ist, sind wir pleite und haben nichts mehr.»  

Schizophrenes Verhältnis zum Ehepaar Obama

Selbstmitleid ist logische Folge dieser Entwicklung – und Hass. Die Schizophrenie zeigt sich am besten im Verhältnis zum scheidenden Präsidenten Barack Obama. Sie lehnen ihn nicht aus rassistischen Gründen ab, sondern weil er genau das verkörpert, was sie sein möchten.  

Verhasst, weil perfekt: Das Ehepaar Obama. Bild: YURI GRIPAS/REUTERS

«Barack Obama trifft uns genau dort, wo wir am meisten verletzbar sind», schreibt Vance. «Er ist ein guter Vater, was die wenigsten von uns sind. Er trägt Anzüge zur Arbeit, wir Overalls, wenn wir überhaupt Arbeit haben. Seine Frau sagt uns, wir sollten unseren Kindern gesunde Nahrung geben. Dafür hassen wir sie – nicht weil wir denken, dass sie nicht Recht hätte, sondern weil wir wissen, dass sie Recht hat.»  

Die Hillbillies trauen weder den Medien noch dem Staat. Dieses Misstrauen ist nicht eine Weltanschauung im Sinne von «Mehr Freiheit, weniger Staat». Es ist eine tief gehende Skepsis gegenüber allen Institutionen, die letztlich in der Überzeugung mündet: «Es ist nicht dein Fehler, dass du ein Loser bist; es ist die Schuld der Regierung.»  

Gott und Gewehre

Da liegt des Pudels Kern. Die Menschen im Rost-Gürtel wählen traditionellerweise Demokraten. Diesmal liefen sie in Scharen zu Trump über. Weshalb? Barack Obama sagte einst, diese Menschen würden sich in ihrer Verzweiflung an «Gott und die Gewehre» klammern, Hillary Clinton sprach von den «Beklagenswerten». Trump hingegen holte sie bei ihrem Selbstmitleid ab und tröstete sie mit seiner «der-Staat-ist-an-allem-Schuld»-Botschaft.  

Trump auf seiner Thank-you-tour in Cincinnati. Bild: MARK LYONS/EPA/KEYSTONE

Langfristig wird die Rechnung der Hillbillies kaum aufgehen. Donald Trump besetzt seine Regierung mit Milliardären, Goldman Sachs-Banker und Generälen. An die Spitze des Arbeitsministeriums setzt er Andrew Puzder, ein Mann, der keine Erhöhung der Mindestlöhne will und die Gewerkschaften bekämpft.  

Noch sind die Trump-Wähler euphorisch

Das scheint seine Wähler nicht zu kümmern. Sie befinden sich immer noch in einem Stimmungshoch, vor allem die weissen Männer. 96 Prozent sind voller Hoffnung und 74 Prozent von ihnen erklären, sie seien «stolz» auf ihre Wahl und überzeugt, dass Trump seine Versprechen halten und wieder massenhaft gut bezahlte Industriejobs schaffen würde. Das hat soeben eine Umfrage des Pew Instituts ergeben.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • kleiner_Schurke 11.12.2016 08:16
    Highlight wenn Wahlen wirklich etwas ändern würden, wären sie verboten.
    29 14 Melden
  • AdiB 11.12.2016 08:13
    Highlight Solche hillbilies gibts in ganz europa. Sie sind sich ein altes system gewöhnt, ein fast kommunistisches system. Das der arbeiter eine respektperson ist und das der handwerker wertvoller ist als ein banker. Und ich bin auch dieser meinung. Doch gibts keinen der das wirklich vertritt. Trump bestimmt nicht, der weiss wahrscheinlich nicht mal wie man einen hammer hält. Sie wollen eine art demokratischen sozialismus. Die zeit wo gewerkschaften aufkammen und den arbeitgebern noch druck machten. eine sp die sich noch mit dem büezer unterhielt. Eine zeit wie vor 60 oder 50 jahren.
    19 12 Melden
  • Gustav.s 11.12.2016 07:57
    Highlight Ein Streber schreibt über Hillbillies? Woher wissen wir ob er nicht auch in einer Blase lebt. ;)
    28 10 Melden
  • manta 11.12.2016 03:16
    Highlight Behmen wir mal an, Trump holt jetzt alle Produktionsstädten möglicher Markenfirmen zurück in die USA.
    - Es werden neue Jobs geschafft.
    - Die Produktion wird teurer, die Markenartikel/Dienstleistungen ebenso.
    - Lebenshaltungskosten werden nach oben angepasst.
    - Menschen werden durch maschinelle/computerisierte Arbeitsgänge ersetzt, um die Aufwandskosten wieder zu senken.
    - Arm bleibt arm.

    Oder liege ich da falsch?
    41 5 Melden
    • Hansdamp_f 26.03.2017 17:46
      Highlight "Trump holt jetzt alle Produktionsstätten zurück" (hat nichts mit Stadt zu tun, dies nur am Rande) .

      Wie soll das gehen, bitte?

      Trump kann gar nichts zurückholen, er kann nur die Rahmenbedingungen ändern, das heisst Anreize setzen.

      Erhöht er z.B. Importzölle deutlich, verteuert das die Waren im Inland und erhöht sich die Gefahr eines Handelskriegs etc.

      Auch dann sind gewisse Industrien im Erstweltland USA nicht konkurrenzfähig. Es ist alles eine grosse Fantasie, die sich nicht materialisieren wird, sondern alle nur ärmer macht.
      4 0 Melden
  • Olf 11.12.2016 02:45
    Highlight Bud light und Crystal Meth für alle!
    34 3 Melden
  • Grundi72 10.12.2016 21:46
    Highlight Wären Hillbilies schwarz, würde dieser Arktikel wegen des Rassismus-Gesetztes verboten. Zu recht!

    Linke haben jedoch anscheinend den Freipass, Anderstdenkende aufs übelste zu diffamieren.

    Krass..!! :-(
    73 239 Melden
    • Electric Elephant 10.12.2016 23:12
      Highlight Aber lesen kannst Du schon, oder? Die meisten der Aussagen kommen von einem, der sich selbst als Hillbilly bezeichnet. Aber Hauptsache man kann wieder mal über Böse Linke herziehen (obwohl gar keine Aussagen von Linken vorkommen) - aber egal, vielleicht werden ja diese auswendig gelernten dümmlichen Die-Linken-sind-ja-sooooo-evil-Versli durch ständiges Wiederholen wahrer? Krass! :-(
      168 31 Melden
    • Crecas 11.12.2016 00:21
      Highlight Da bist du auf dem Holzweg. Das Anti-Rassismus-Gesetz sagt, dass Mensche auf Grund von "Rasse" (hier nicht gegeben) oder "ethnisch-kulturellen Hintergrunds" (hier nicht oder nur vage gegeben) "explizit oder implizit das gleichberechtigte Dasein abgesprochen oder ihnen gar das Existenzrecht verweigert wird." (hier definitiv nicht gegeben).

      Get your facts straight...
      106 21 Melden
    • Jhn 11.12.2016 00:26
      Highlight Und warum?
      8 15 Melden
    • Fabio74 11.12.2016 10:10
      Highlight Hast du den Text auch nur versucht im Ansatz zu verstehen?
      Vermutlich nicht. Da schreibt einer, der sich selber als Hillbilly bezeichnet, über diese Leute.
      Was daran rassistisch sein soll, nähme mich wunder?
      Oder fühlst dich als Weisser einfach gern als Opfer?
      49 9 Melden
    • Posersalami 11.12.2016 10:33
      Highlight Herr Löpfe ist kein Linker.
      13 9 Melden
    • Johnny Guinness 11.12.2016 16:52
      Highlight Löpfe fasst nur zusammen, was Vance - einer der im Rust Belt aufgewachsen ist - in seinem Buch Hillbilly Elegy schreibt. Das ist nicht rassistisch, oder trollt Grundi hier nur?
      22 0 Melden
    • Therealmonti 16.02.2017 14:07
      Highlight Krass ist allenfalls, was Du schreibst, Grundi72!
      7 0 Melden
  • Amboss 10.12.2016 21:24
    Highlight Das Problem ist doch, dass Hillary wohl exakt analysiert hat, was die Probleme und Sorgen dieser Hillbillies sind, nicht aber, was sie wirklich wollen, wie man sie überzeugen kann.

    Einfach Geld verteilen ist zu wenig. Es geht nur in zweiter Linie uns Geld. Wichtiger ist Würde. Die wollen nicht Almosen erhalten, sondern eine Perspektive, wie sie ihr Leben selbst meisten können, wie sie für dich selbst sorgen können.

    Trumpf gibt so eine Perspektive (oder gaukelt sie vor), Hillary nicht.

    Ist bei uns genau so. Weshalb wohl wählen viele Geringverdiener SVP und nicht SP?
    143 6 Melden
    • Thomas Bollinger (1) 11.12.2016 00:08
      Highlight Perspektive erhält man durch Weiterbildung. Etwas, was Hillibillies und viele SVP Wähler verachten, weil es Veränderungswille braucht.
      102 30 Melden
    • Crecas 11.12.2016 00:10
      Highlight Stimmt genau. Für mich der Unterschied: Trump hat die ganze Zeit nur gelogen - 70% seiner Statements waren Lügen, dass funktioniert normalerweise nicht.
      31 16 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.12.2016 00:22
      Highlight Top analysiert
      26 9 Melden
    • Big ol'joe 11.12.2016 07:30
      Highlight Was für Perspektiven bieten die denn? Das ist häuchlerisch. Der grosse Unterschied ist eher das Clinton realistin ist und sagt, wir als Gesellschaft sind schuld, dass wir solche Systeme auch zulassen, aber wir können es auch ändern. Trump: ausländer, elite, linke was auch immer sind Schuld. Weg damit, Problem gelöst.
      Das ist keine Perspektive!
      Durch die Ausmerzung des Fremden gelangen wir in eine Spirale, die zum Faschismus führt. Wir müssen endlich Verantwortung tragen, wir, die Gesellschaft, sind Schuld. Wir könnens ändern... Nicht durch Abschiebung der Schuld, sondern durch Akzeptanz dessen
      26 2 Melden
    • Amboss 11.12.2016 09:29
      Highlight @Thomas: Das mag grundsätzlich stimmen, und dennoch ist diese Argumentation äusserst arrogant. Denn: ganz konkret: was für eine Weiterbildung mit Perspektive soll ein 50-jähriger Arbeitsloser machen, der in einem Kaff in den hinteren Apalachen wohnt? Das ist echt schwierig.

      Und genau weil Hillary (bei uns die SP) diese Antwort nicht geben, werden sie von den Hilbiillies nicht gewählt. Es bleibt die Arrogante Antwort,mehr nicht.

      Trump verspricht zumindest, das Problem anzugehen (neue Jobs schaffen), Hillary bietet diesen Leuten ev ein paar Almosen, aber kein Ausweg mit Würde
      12 9 Melden
    • Thomas Bollinger (1) 11.12.2016 12:18
      Highlight @Amboss - wenn man erst mit 50 beginnt, ist es natürlich zu spät. Ich bin 52, habe 4 grundsätzlich verschiedene Berufe gehabt bei 8 Arbeitgebern, habe in drei schweizer Städten gearbeitet (und bin immer umgezogen) und nein, ich habe keine Matur. Es braucht eben etwas Hunger. Ist das jetzt arrogant? Häjänusode.
      17 1 Melden
    • Amboss 11.12.2016 16:53
      Highlight @joe: Trump ist noch nicht im Amt, bis jetzt war es Wahlkampf. Und fixfertige Lösungen müssen noch nicht präsentiert werden. Im Wahlkampf geht es doch darum, den Leuten zu signalisieren: ich nehme euch Ernst.trump hat das gemacht
      Das hätte Hillary aber doch auch tun können. Wieso hat sie es nicht gemacht?
      4 5 Melden
    • Amboss 11.12.2016 17:03
      Highlight @Thomas: Es gibt auch Leute, die wollen einfach einen Job.

      Die nicht alle paar Jahre der Arbeit nachziehen möchten.
      Die nicht Arbeitsnomaden sein wollen, sondern soziale Wesen mit Verwurzelung an ihrem Wohnort.

      Wenn Geringqualifizierte ihr Lebensmodell (, wofür ich ihnen gratuliere) leben müssen, um durchs Leben zu kommen, dann gute Nacht.
      Dann muss man sagen: Kein Wunder holt Trumpf diese Wähler ab
      5 3 Melden
    • Thomas Bollinger (1) 11.12.2016 19:27
      Highlight @Amboss - tja, und wo das hinführt sehen wir ja. Begrenzter Horizont und arbeitslos. Schön für Trump, für alle anderen bleibt nur die psychische und wirtschaftliche Depression. Stimmt: Dann gute Nacht.
      4 1 Melden
    • Amboss 12.12.2016 15:57
      Highlight @Thomas:
      Eigentlich sind es nicht die Linken, die Leute ausgrenzen. Dass ausgerechnet Trump es schafft, diese Leute abzuholen, muss die Demokraten mehr als nur nachdenklich stimmen.

      Ich finde einfach, es muss auch für Leute, die vielleicht nicht ihren Biss haben, Jobs zu finden und ein Leben in Würde zu führen, nicht von Almosen abhängig sein.

      Aber für die Demokraten, bei uns für die SP ist das Wählersegment "geringqualifiziert, ausserhalb der Zentren lebend" schlichtwegs ein blinder Fleck, tut mir leid.
      2 2 Melden
  • Domino 10.12.2016 20:55
    Highlight Wie hier unterschieden wird und die Menschen in verschiedene Gruppen eingeteilt werden. Man könnte meinen es herrscht ein Krieg der Rassen...
    Eigentlich geht ja die politisch Linke von der Gleichheit aller Menschen aus, aber heute bin ich mir nicht mehr so sicher...
    36 67 Melden
    • Electric Elephant 10.12.2016 23:12
      Highlight Linke? Oje!
      15 25 Melden
    • sdv520 10.12.2016 23:34
      Highlight das buch wurde von einem "hillbilly" geschrieben, der es geschafft hat aus diesem teufelskreis von perspektivlosigkeit zu entkommen. er nennt die probleme seiner "leidensgenossen" beim namen. wenn du jetzt wieder mit den linken kommst, hast du wirklich nichts verstanden.
      77 11 Melden
    • Jhn 11.12.2016 00:29
      Highlight 1) Hillbilly hat nichts mit Rasse zu tun.

      2) Wo wird im Artikel davon gesprochen jemanden anders zu behandeln als den Rest?
      51 10 Melden
  • Thinktank 10.12.2016 20:38
    Highlight Trump wurde von ziemlich vielen Amerikanern gewählt auch in Florida. Es ist noch nicht definitiv erwiesen, ob alle diese Zurückgebliebenen sich getäuscht haben. Würde man in derselben Art über Schwarze berichten, wäre es automatisch Rassismus. Ihr könnt noch hundert weitere ähnliche Artikel bringen, leider begreift ihr den Kern des Wandels nicht, der sich nicht mehr aufhalten lässt. Die Menschen bewerten die aktuelle Situation und die Zukunft. Ist die Zukunft bedroht, reagieren auch aktuelle Gutverdiener so, als ob sie heute benachteiligt wären. Bad news für Umverteiler.
    63 113 Melden
    • Aged 10.12.2016 22:23
      Highlight @think: "leider begreift ihr den Kern des Wandels nicht, der sich nicht mehr aufhalten lässt" - und was ist der *kern des wandels* genau?
      65 15 Melden
    • Domino 10.12.2016 23:52
      Highlight Der Kern des Wandels is zurück zur Natur, Survival of the fittest. Keine Almosen und Umverteilung mehr. Eine Zukunft die einem und seinen Kindern Sicherheit gibt und nicht jeder dahergelaufene Aufgenommen wird. Wachstum wird nicht mehr vor alles gestellt. Zuerst schaut man für sich und sein Umfeld. Nur wer einbezahlt bekommt auch etwas zurück. Mehr selbstbewusstsein und auch mal nein sagen.
      Vor allem am Beispiel Europa fürchten sich die Amerikaner. Europa wird es schwierig haben die vielen Fehler der 'Elite' rückgängig zu machen.
      Und jetzt los mit den Blitzen.
      32 67 Melden
    • Crecas 11.12.2016 00:07
      Highlight @think
      Der Kern des Wandels würde mich auch interessieren. Was mich auch interessieren würde, wäre welche Handlung inder Vergangenheit, während dem Wahlkampf oder seit der gewonnenen Wahl dich glauben lässt, dass Trump das Medium und der Führer dieses Wandels ist. Jede einzelne seiner Aktion spricht das Gegenteil.
      34 7 Melden
    • Jhn 11.12.2016 00:34
      Highlight Ja, ist ziemlicn bewiesen. Trump hat die meisten Wahlversprechen schon zumindest stark relativiert:

      1) die mauer wird jetzt doch zu teilen einfach ein zaun sein (der bereits existiert)

      2) clinton wird nichz strafrechtöich verfolgt.

      3) obamacare ist doch nicht ganz so schlecht und teile davon werden behalten.

      4) doch nicht alle immigranten werden ausgeschafft

      5) am klimawandel ist doch vielleicht etwas dran.

      6) anti establishment: trumps kabinett besteht quasi nur aus schwerreichen establishmentfiguren.

      7) muslim register wird wohl doch nicht gemacht.
      39 7 Melden
    • Aged 11.12.2016 14:28
      Highlight @domino: "Der Kern des Wandels is zurück zur Natur, Survival of the fittest.".
      Zurück zur Natur ist von J.j. Rousseaux, seine Weltanschauung ist zwar interessant, hängt aber von Weltbevölkerung, Ansprüchen und Redourcen ab.
      "Survival of the fittest" heisst doch einfach ein Einziger überlebt, weil es eben keine zwei "fittest" geben kann. Ist halt so ein Marketing-Ausdruck, ohne die das Leben eh stattfindet.
      9 0 Melden
  • Sophia 10.12.2016 20:27
    Highlight Einer wie Trump wird überhaupt kein Problem lösen, der ist mit seinem Ego bereits überlastet. Die Dummen sind immer jene, die den wirklich blöden Sprüchen auf den Leim gehen. Bisher hat noch kein Populist die Welt verbessert, sondern alles nur noch verschlimmert. Und den Ärmsten der Gesellschaft geht es immer dreckig, mal ein bisschen weniger, mal ein bisschen mehr. Gerade die aber sind am meisten auf Populisten und Phrasendrescher anfällig. Das Rad der Geschichte wird auch diesmal ruhig weiterdrehen, bis wieder bessere Zeiten kommen.
    94 24 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.12.2016 00:25
      Highlight Trump Wolter nur herausfinden ob er President werden kann, aber den Job nicht
      22 5 Melden
    • Saraina 11.12.2016 10:25
      Highlight Doch, mit dem Präsidentenjob kann er sich, seine Familie und den Superreichen, die ihm Wahlkampfgelder gespendet haben nämlich greatly bereichern. Also im Prinzip nicht anders, als das Hillary gemacht hätte, nur dass er Lüge, Menschenverachtung und Rassismus zur Anerkennung verhilft. Und he! Aufheben von Arbeitnehmerrechten, Regulierung von Banken und Industrie, Steuersenkung für Betriebe auf Kosten des Normalbürgers ist später auch für die demokratische Elite praktisch!
      10 2 Melden
  • Nausicaä 10.12.2016 20:23
    Highlight Das ist echt eine ganz vertrackte Geschichte... Schildert Vance 'nur' die Problematik, oder bringt er auch Ansätze zur 'Problemlösung'?
    35 3 Melden
    • AdiB 11.12.2016 08:01
      Highlight Da musst du wohl sein buch kaufen um es herauszufinden.
      3 1 Melden
    • Nausicaä 11.12.2016 11:08
      Highlight :) Ja das hab ich sowieso vor. Bin einfach noch nicht dazu gekommen. Bin halt trotzdem neugierig.
      1 0 Melden
  • Yonni Meyer 10.12.2016 19:52
    Highlight Mal so ganz thema-unspezifisch, aber «Hillbilly» wäre bei einer Wahl Clintons mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum «Brangelina» des Weissen Hauses geworden.
    93 21 Melden
    • Crecas 10.12.2016 20:04
      Highlight Sehr sehr gut! 😄😄😄😄
      36 11 Melden
    • moontraveller 10.12.2016 22:57
      Highlight Die Blitzer haben wohl den Witz nicht verstanden :D
      17 4 Melden
  • Spooky 10.12.2016 19:43
    Highlight Wo ist denn das Problem? Ihr Linken habt ja immer gesagt, diese Wahl sei eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Die Hillbillies haben die Cholera gewählt. Punkt.
    47 113 Melden
    • elco 10.12.2016 20:03
      Highlight Nein, sie haben den Satan gewählt.
      68 43 Melden
    • felixJongleur 10.12.2016 20:43
      Highlight Kein Problem, alles dufte, er wird seine Versprechen einhalten und seine Wähler werden sich in 4 Jahren great again fühlen!
      68 8 Melden
    • Mnemonic 10.12.2016 22:08
      Highlight Spooky, Du weisst voll
      bescheid was?¿ ;-)
      21 8 Melden
    • Aged 10.12.2016 22:28
      Highlight @spook: was hat jetzt das mit Linken zu tun? Man könnte ja immer durchaus fürs Volk sein oder geht das nicht mehr?
      33 10 Melden
    • Jhn 11.12.2016 00:35
      Highlight Ziemlich sicher dass viele "Linke" doch einfeutig eher Clinton wollten.

      Insofern: nein, sorry, dein kommentar stimmt nicht @spooky.
      21 10 Melden

«Wir sind die grössten Loser – wenn das BGE mit uns klappt, dann klappt es überall»

Im Zuge eines Experiments darf der Finne Juha Jarvinen zwei Jahre von einem Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) leben. Nach nur einem halben Jahr geht er bereits seinem Traumjob nach – und arbeitet mehr als zuvor.

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