Wirtschaft

Verloren im Datenmeer. bild: shutterstock

Das Internet ist nicht die Antwort

Hipster-Milliardäre wollen die Welt retten, Soziopathen beherrschen die sozialen Medien. Das Internet verspricht viel – und hält wenig. So die These des ehemaligen Internet-Enthusiasten Andrew Keen.

06.04.15, 19:41 07.04.15, 16:21

Die beiden Ökonomen Daron Acemoglu und James Robinson weisen in ihrem Buch «Warum Nationen scheitern» überzeugend nach, dass die Industrielle Revolution nicht zufällig in Grossbritannien begonnen hat. Der technische und wirtschaftliche Quantensprung war das Resultat einer gesellschaftspolitischen Evolution. 1688/89 wurde in der «gloriosen Revolution» die Macht des Königs begrenzt und die Eigentumsrechte gesichert. Damit waren die politischen und rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, die es möglich machten, dass Unternehmer die Weiterentwicklung der Dampfmaschine durch James Watt in eine neue Wirtschaftsordnung umzusetzen begannen. 

Revolutionäre Technik, reaktionäre Politik 

Heute sind die Verhältnisse umgekehrt. Der stürmische technische Fortschritt und die Digitalisierung von immer mehr Lebensbereichen würden theoretisch die Möglichkeit für den Aufbau einer neuen Wirtschaftsordnung schaffen. Weil sie nicht von einem Wandel der Gesellschaft und der Wirtschaftsordnung begleitet ist, bleibt die «Dritte Industrielle Revolution» ein Schlagwort. 

Andrew Keens Abrechnung mit dem Internet.

Derzeit sieht es auch nicht danach aus, dass sich das so bald ändern wird. Im Gegenteil, in der Politik macht sich Stagnation oder gar Rückschritt breit. Besonders ausgeprägt ist dieses Phänomen in der Supermacht USA. In Washington gibt es zwar jede Menge mit hoch dotiertem Personal bestückte Thinktanks. Die Wirkung dieser Denkfabriken ist jedoch mehr als bescheiden. 

Das Politsystem braucht einen Schock

Neue Ideen haben im herrschenden politischen Klima keine Chance. Edward Luce, US-Korrespondent der «Financial Times», stellt fest: «Wer versucht, innovative Ideen auch in die Praxis umzusetzen, muss mit einem Karriereknick rechnen. Verschiedene republikanische Präsidentschaftsanwärter leugnen gar die von Menschen verursachte Klimaerwärmung, andere glauben, dass Impfen Krankheiten verursache.» 

Der Politologe Francis Fukuyama zieht in einem Essay im Magazin «Foreign Affairs» ebenfalls eine deprimierende Bilanz: «Die politische Malaise verstärkt sich selbst und auch kleinste Reformen sind unwahrscheinlich geworden. Das System der amerikanischen Politik wird weiter zerfallen, es sei denn, es wird durch einen externen Schock aus seiner Lethargie gerissen.» 

«Schöpferische Zerstörung» in Rochester (NY): Die Kodak-Häuser werden rasiert. Bild: AP Democrat and Chronicle

Joseph Schumpeters These von der «schöpferischen Zerstörung» ist die wahrscheinlich am meisten zitierte Theorie der zeitgenössischen Ökonomie. Sie besagt, dass Innovationen zwar vorhandene Ordnungen zerstören und so dafür sorgen, dass aus den Trümmern des Alten Neues entstehen kann. Angesichts der Kluft zwischen technischem Fortschritt und gesellschaftspolitischer Stagnation wird diese These derzeit ad absurdum geführt. 

«Je gescheiter die Software, desto dümmer der User.»

Nicholas Carr

Der Wind der «schöpferischen Zerstörung» hat sich dank des rasanten Innovationsschubs in einen Sturm verwandelt und fällt nicht nur die morschen Bäume, sondern bedroht den ganzen Wald. Andrew Keen kommt in seinem jüngsten Buch daher zum apodiktischen Schluss: «Das Internet ist nicht die Antwort». 

Keen ist kein moderner Luddite, kein Maschinenstürmer. Er kämpft nicht grundsätzlich gegen den technischen Fortschritt. Er hat sich vielmehr von einem Enthusiasten des Dotcom-Booms zu einem Kritiker des Web 2.0 gewandelt und kennt sich in der Szene aus. Punktgenau legt er den Finger auf den wunden Punkt: Die unglaublichen Widersprüche, die im Silicon Valley und in San Francisco aufeinanderprallen. 

Andrew Keen: Vom Internet-Enthusiasten zum Kritiker.

Schnell reich werden – und die Welt retten

Dazu gehören scheinbare Details, wie die Tatsache, dass die derzeit erfolgreichsten Unternehmer geradezu einem Kult des Scheiterns huldigen. «Fail harder» ist ein Motto, das im Silicon Valley sehr ernst genommen wird. Wer seine ersten Pleiten hinter sich hat, der will jedoch hoch hinaus. Anders als die Wall Street Banker wollen die neuen Masters of the Universe nicht nur sehr schnell sehr reich werden, sie wollen gleichzeitig eine neue und bessere Welt schaffen.

Mit der Sharing Economy wird uns auch eine gerechte und ökologisch nachhaltige Zukunft in Aussicht gestellt. «Sie gaukeln uns vor, dass das Internet ein diverser, transparenter und egalitärer Ort sei – ein Ort, der die Tradition meidet und soziale und wirtschaftliche Chancen für alle ermöglicht», stellt Keen fest. In der Realität hingegen zeichnet sich etwas ganz anderes ab, eine neue feudale Ordnung. 

«Die Sharing Economy gaukelt uns vor, dass das Internet eine egalitärer Ort sei.»

Andrew Keen

Sie sieht wie folgt aus: An der Spitze stehen die neuen Oligarchen wie Sergey Brin und Larry Page, Peter Thiel oder Travis Kanaick. Sie verfügen über Vermögen, die bis vor kurzem noch undenkbar waren. Wer wirklich dazu gehören will, muss nun über etwa 30 Milliarden Dollar verfügen können. Ein neuer Internet-Klerus, Wissenschaftler und Journalisten, verbreitet die frohe Botschaft der Sharing Economy in den Medien. 

Der breite Mittelstand hingegen, der es nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Leben mit gut bezahlten Jobs und sozialer Absicherung gebracht hat, befindet sich im Niedergang. Es entsteht eine neue Klasse von Leibeigenen, Menschen, die in prekären Verhältnissen leben und mit einem lausigen Mindestlohn über die Runden kommen müssen. All dies erinnert an längst überwunden geglaubte Zustände. «Wie im Mittelalter haben sich Google, Apple und Facebook von der physischen Realität und den zunehmend ärmer werdenden Gemeinschaften abgeschnitten», schreibt Keen. 

Der «Toter-Fisch-Händedruck» von Mark Zuckerberg

Niemand verkörpert die Widersprüchlichkeit der Silicon Valley-Kultur besser als Mark Zuckerberg. Als der Gründer von Facebook noch in Harvard studierte, beschrieben ihn seine Kommilitonen als «sozial autistisch» oder gar als Geek mit einem «Toten-Fisch-Händedruck». Der ehemalige Facebook-Chefingenieur Yishan Wong wollte bei Zuckerberg gar «Anzeichen eines Asperger-Syndroms» festgestellt haben und erklärte, er verfüge über «null Empathie».

Anzeichen eines Asperger-Syndroms? Mark Zuckerberg.

Kein Wunder also, dass das soziale Medium Facebook alles andere als sozial ist. Zahlreiche Studien und Umfragen kommen zum Schluss, dass Facebook & Co. die Menschen egoistisch, neidisch und dumm macht. Nicholas Carr zeigte in seinem Bestseller «Die seichten Untiefen» auf, dass es eine Illusion ist zu glauben, das Internet mache uns klüger. Sein ernüchternder Befund lautete vielmehr: «Je gescheiter die Software, desto dümmer der User.»

«Wir haben massenhaft ehrlosen Reichtum mit minimalem sozialem Verantwortungsbewusstsein. Wir haben einen neuen Adel ohne ‹nobless oblige.›»

Andrew Keen

Sherry Turkle, Psychologin am MIT, befasst sich seit Jahrzehnten mit künstlicher Intelligenz. Auch sie stellt in ihrem einflussreichen Buch «Verloren unter 100 Freunden» fest, dass soziale Medien die menschliche Kommunikation verkümmern lassen. «Wir freuen uns, ständig miteinander in Verbindung zu stehen, erhalten aber selten die volle Aufmerksamkeit des anderen. Wir können in Sekundenschnelle ein grosses Publikum erreichen, aber was wir zu sagen haben, ebnen wir mit einer neuen Sprache der Abkürzungen ein.» 

Die neue Sharing Economy verspricht, dass jeder sein Talent als Künstler oder Journalist ausleben kann. Andrew Keen zertrümmert diese Illusion, auch die berühmte These des «langen Schwanzes» (long tail) von Chris Anderson. Der ehemalige Chefredaktor des IT-Magazins «Wire» will damit ausdrücken, dass die digitale Wirtschaft in der Musikindustrie zu neuen Regeln führt. Selbst kleinste Aufnahmen werden rentabel, weil Transport- und Lagerkosten der analogen Welt wegfallen. 

Die Theorie vom «langen Schwanz» zerbricht an der Realität

Was in der Theorie plausibel tönt, zerbricht an der Realität. Statt einer «Langen Schwanz»- entsteht eine «Gewinner-räumen-alles-ab»-Ökonomie. Wenige Superstars beherrschen die Szene. «Je mehr Inhalte online angeboten werden, desto dramatischer wird der Gegensatz zwischen dem massiven Erfolg ein paar weniger Hits und der völligen Bedeutungslosigkeit von allem anderen», stellt Keen fest. 

Was für Musik gilt, trifft auch für die Gratiskultur in den Medien und neuerdings im Bildungswesen zu. Gratis-Online-Portale haben zu Massenentlassungen bei den traditionellen Zeitungen geführt, Gratis-Hochschulstudien gaukeln bloss eine neue Fairness der Bildungschancen vor: Die Studenten von Harvard können direkt mit ihren Professoren diskutieren, die anderen müssen zuschauen.

130-Millionen-Dollar Yachten und Blondinen

Die Kluft zwischen der privilegierten Elite und dem Rest wird nicht nur grösser, sie wird auch immer deutlicher sichtbar. Andrew Keens' Zwischenbilanz nach rund einem Vierteljahrhundert Internet fällt vernichtend aus: «Die Technologie mag neu sein, doch sie hat die Macht- und Vermögensverhältnisse nicht überwunden.» 

Der neue Feudalismus im Silicon Valley ist – weil ihm jede soziale Verantwortung fehlt – noch schlimmer als derjenige im Mittelalter. Das Fazit ist niederschmetternd: «Wir haben 130-Millionen-Dollar-Yachten und Milliardäre, die von Blondinen und Butlern begleitet werden», stellt Keen fest. «Wir haben massenhaft ehrlosen Reichtum mit minimalem sozialem Verantwortungsbewusstsein. Wir haben einen neuen Adel ohne ‹nobless oblige›. Was wir nicht haben, ist eine Antwort auf die sich verschärfenden wirtschaftlichen Probleme und die soziale Ungleichheit des frühen 21. Jahrhunderts.» 

Mehr zum Thema: So erklärte das «Time»-Magazin das Internet

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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    Alle Leser-Kommentare
  • smoe 07.04.2015 11:00
    Highlight Der Artikel ist in etwa so, als würde man die FIFA kritisieren, dass sie entgegen ihren Behauptungen nicht durch Fussball die Welt verbessert. Aha, wirklich? Glaubt das den jemand noch ernsthaft? Ist Fussball deswegen schlecht? Wohl kaum.

    Keens Kritik – so berechtigt sie ist – ist weder neu noch aussergewöhnlich. Zumindest in der Szene, die sie kritisiert. Er stösst seit jeher vor allem auf Ablehnung wegen seiner Missbilligung von Anonymität im Web und User-Generated-Content ala Wikipedia und Youtube. Im graust davor, dass Ungebildete sich einfach so im Internet verwirklichen können und in Konkurrenz zu etablierten Institutionen treten können. Wird deshalb jeder reich, der sein Schlafzimmergesangs-Video auf Youtube stellt? Nein, natürlich nicht. Deshalb die Idee als Art kommunistische Propaganda abzutun, ist lachhaft.

    Es ist einfach zu sagen, das Internet zerstöre vorhandene Ordnungen, wenn fast sämtliche Branchen es mindestens ein Jahrzehnt lang komplett verpennt haben. Wir werden nie erfahren, wie das Internet heute aussähe, wenn Filmstudios, Taxiunternehmen, Zeitungshäuser, etc. das Motto «Fail Harder (don't be afraid of failure; embrace it)» etwas ernster genommen und sich auf #Neuland getraut hätten …

    Die paar dubiosen Gestalten des Valleys sind im gleichen Ausmass das Internet, wie Sepp Blatter Fussball. Ist das Internet selbst die Antwort? Ja, auf einige Fragen. Auf alle? Nein, die ist 42.
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  • Zeit_Genosse 07.04.2015 08:06
    Highlight Wir halten einige Milliardäre mehr aus. Doch, dass sich die einigermassen analog funktionierende Welt in das unsicher werdende, von wenigen beherrschte Internet verlagert und dabei die Weltverbesserung geprisen wird, sollte uns mehr zu denken geben. Das Internet ist nicht ein zusätzlicher Ort, sondern das Schwarze Loch, auf das sich alles zu bewegt. Niemand weiss, ob dort der "better place" ist. Etwas Skepsis sei erlaubt während ich diese Zeilen ins Internet tippe.
    5 2 Melden
  • Kronrod 07.04.2015 07:21
    Highlight Der 1. April war letzte Woche. Im Silicon Valley herrscht nicht Feudalismus, sondern Meritokratie. Im Feudalismus gibt es Adelige, welche den Reichtum über Generationen weitervererben. Im Feudalismus wird man reich durch erben. Im Silicon Valley hingegen wird man reich durch Leistung. Wer etwas erschafft (Google, Facebook, Apple, etc.), das die Leute wollen, wird reich. Es wird zwar nicht immer mit fairen Mitteln gekämpft, doch am Ende bietet das Silicon Valley immer noch eine der fairstmöglichen Arten, reich zu werden.
    5 7 Melden
  • Kronrod 07.04.2015 07:07
    Highlight FYI: Als guter Journalist sollte man "Quantensprung" vermeiden. Dieses Wort bezeichnet in der Physik nämlich den kleinstmöglichen Sprung. Weniger geht nicht.
    13 2 Melden
  • Donald 07.04.2015 06:46
    Highlight "Gratis-Online-Portale haben zu Massenentlassungen bei den traditionellen Zeitungen geführt"
    Ihr gesteht also eure Schuld ein. Das ist schön. Trotzdem lassen eure allgemeinen journalistischen Leistungen leider zu wünschen übrig. Damit meine ich aber nicht diesen Artikel.
    1 10 Melden
  • Gelöschter Benutzer 07.04.2015 02:43
    Highlight Jaja..wir haben bessere Technologie also geht es uns damit besser? Jedes etablierte System versucht sich selbst zu erhalten bis zum geht nicht mehr und behindert Neuerungen die sich dann etablieren und so weiter....Die Revolution frisst ihre Kinder. Sinnlos.
    4 1 Melden
  • Jol Bear 06.04.2015 23:32
    Highlight "Wer rettet die Welt?" - es ist davon auszugehen, dass diese Frage ab jenem Zeitpunkt gestellt wurde, nachdem sich Menschen erstmals bewusst geworden sind, dass sie in einer Welt leben. Trotzdem hat sich diese Welt, von temporären Rückschlägen abgesehen, stets in eine bessere entwickelt: ausreichend Nahrung für einen immer grösseren Teil einer wachsenden Bevölkerung, zunehmende Lebenserwartung in immer mehr Regionen der Erde dank medizinischem Fortschritt, Kenntnisse über Hygiene etc. Oft prophezeite Weltuntergänge sind bisher nicht eingetreten. In den meisten Teilen der Erde ist das soziale Netz im Fall eines Scheiterns besser eingerichtet als je zuvor, zweifellos nicht überall, aber insgesamt wahrscheinlich besser als in der Vergangenheit. Wenn eine neuartige Technologie einige Milliardäre hervorbringt, schliesst das nicht aus, dass der "unter dem Strich" langfristig positive Trend hinsichtlich besserer Lebensqualität aufgehalten wird.
    8 4 Melden
  • Dagobert Duck 06.04.2015 22:51
    Highlight Tja... Wenn keine echte Wertschöpfung generiert wird, Unternehmen aber dennoch Mia Gewinne ausweisen, kommen einige ins Grübeln, andere stecken es achselzuckend weg. Der Artikel bringt aber wenig Neues. Neuer Wein in alten Schläuchen. Die nächste Blase platzt, das ist sicher.
    6 4 Melden
  • Statler 06.04.2015 21:48
    Highlight «The internet was a big playground - and then they came and built a mall on it»...
    Das Internet könnte durchaus eine Chance sein. Aber weil unsere Wirtschaft den Profit nach wie vor über alles stellt, musste sich das Ganze zwangsläufig so entwickeln. Solange sich an unserem derzeitigen Wertesystem nichts ändert, wird nichts Gutes entstehen.
    24 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.04.2015 18:30
      Highlight sprichst mir aus der Seele...
      1 0 Melden
  • Der Tom 06.04.2015 20:44
    Highlight Wie war die Frage eigentlich?
    21 0 Melden
    • Philipp loepfe 06.04.2015 21:51
      Highlight Wer rettet die Welt?
      4 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.04.2015 17:56
      Highlight ich denk mir die ging in eine Richtung: Was rettet uns vor all dem Mist den wie Menschen so fabriziert haben?
      1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.04.2015 20:21
    Highlight Danke
    7 2 Melden

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