Wirtschaft

Roche investiert in die personalisierte Krebsbehandlung und übernimmt dazu den Hauptanteil an US-Krebsspezialist. Bild: KEYSTONE

Krebsbehandlung 

Milliardendeal von Roche

Roche stärkt das Geschäft mit personalisierter Behandlung von Krebskranken. Der Basler Pharmakonzern sichert sich mit einem Milliardendeal die Mehrheit an einem US-Krebsspezialisten.

12.01.15, 07:43 12.01.15, 08:21

Mit einem Milliardendeal sichert sich Roche die Mehrheit am US-Krebsspezialisten Foundation Medicine (FMI). Roche kauft einen Mehrheitsanteil von bis zu 56,3 Prozent der FMI-Aktien durch ein Übernahmeangebot sowie den Erwerb neu auszugebender Aktien. Das Übernahmeangebot umfasse ungefähr 15,6 Millionen Aktien zu einem Preis von 50 Dollar pro Aktie und habe einen Gesamtwert von rund 780 Millionen Dollar, teilte Roche am Montag mit.

Der Angebotspreis bedeute einen Aufschlag von 109 Prozent auf den Schlusskurs vom letzten Freitag. Zudem investiere Roche 250 Millionen Dollar in FMI durch den Kauf von 5 Millionen neu auszugebender Aktien zu einem Preis von ebenfalls 50 Dollar. Der Verwaltungsrat von FMI habe die Transaktion einstimmig genehmigt.

Roche will in einem dritten Schritt die Forschung und Entwicklung von FMI mit potentiell über 150 Millionen Dollar finanziell unterstützen. So sollen die Entwicklung neuer Produkte beschleunigt, der weltweite Verkauf gefördert, Behandlungen für Krebspatienten verbessert und klinische Studien besser geplant und ausgewertet werden. Damit will Roche auch das eigene Krebsgeschäft stärken.

FMI-Chef Michael Pellini und sein Management-Team werden weiterhin das Unternehmen führen, welches operativ unabhängig bleiben wird, wie es weiter hiess. Die Zahl der Verwaltungsräte von FMI soll auf 9 erhöht werden, wovon 3 Vertreter von Roche vorgeschlagen werden. Die Transaktion wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2015 abgeschlossen. (rar/sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Vom Schuldenberg zum Millionär – Die unglaubliche Geschichte eines Zürcher Bitcoin-Zockers

Drei schlaflose Jahre, Schulden bei der Oma und ein Ultimatum der Freundin: Yves bezahlte einen hohen Preis für seine Sucht. Durch das Hochrisikospiel mit dem digitalen Geld häufte er massig Schulden an. Doch heute fährt er mit dem Lotus vor.

Am 24. Juni 2016 war er am Ende. Mit Tränen in den Augen sass Yves Welti, Lebemann, Versicherungsangestellter und Bitcoin-Hasardeur, auf dem Sofa seiner Grossmutter und erzählte ihr alles. Sie war die einzige Person, der er sich anvertraute. Und vielleicht auch die Einzige, die ihn verstand.

Innert zweieinhalb Jahren hatte er 180'000 Franken verloren, einen Schuldenberg von über 90'000 Franken angehäuft und als Nebeneffekt auch sein Leben ins Verderben geritten. Trotz fortlaufender Lohnzahlung …

Artikel lesen