Wirtschaft
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ZUR MK VON INTERPHARMA UEBER DIE MEDIKAMENTENPREISE  STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG, 13. FEBRUAR 2014, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG –   Eine Maschine verteilt Arzneikapseln in Blisterpackungen, aufgenommen am 1. Februar 2010 im Fabrikations- und Logistikgebaeude des Pharma-Unternehmens Acino in Aesch im Kanton Basel-Landschaft. Acino entwickelt und produziert Arzneimittel und Generika fuer Dritte. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Rüffel wegen hoher Medikamentenpreise

Preisüberwacher kritisiert Pharma: «Es ist kein Geschäftsmodell, Schweizer abzuzocken»

Nach Preisüberwacher Stefan Meierhans sind viele Medikamentenpreise in der Schweiz zu hoch. Die Pharmabranche müsse akzeptieren, «dass es kein nachhaltiges Geschäftsmodell ist, Schweizer abzuzocken».

Er schliesst auch Bundesrat Alain Berset in seine Kritik ein. Der Gesundheitsminister gehe «längst nicht energisch genug» gegen die hohen Preise vor, sagte Meierhans in einem Interview mit der SonntagsZeitung: «Es gibt keinen Grund, weshalb wir bei den umsatzstärksten Generika bis zu fünfmal mehr zahlen als die Holländer.»

Preisueberwacher Stefan Meierhans praesentiert den Jahresbericht am Freitag, 28. Februar 2014, in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Wirft den Pharmafirmen Abzockerei vor: Preisüberwacher Stefan Meierhans. Bild: KEYSTONE

Sämtliche «Geschenke» streichen

Er zieht dabei eine Parallele zum Schweizer Finanzplatz: Genauso wie dieser müsse sich auch die Pharmabranche neuen Gegebenheiten anpassen. Er fordert daher, dass «sämtliche Geschenke» an die Firmen gestrichen werden, «damit die Krankenkassen nicht weiterhin jedes Jahr Millionen zu viel vergüten müssen». Der Innovationszuschlag etwa gehöre gestrichen – dafür gäbe es schliesslich die Patentierung.

Weiter will Meierhans die höheren Währungskurse bei der Preisfestlegung abschaffen, weitere Staaten in den Länderkorb aufnehmen und eine raschere Überprüfung der Spezialitätenliste. Auf dieser wird festgelegt, welche Medikamente vergütet werden. «Ich fordere hier quasi den Führerschein auf Probe für Medikamente.» Neue Präparate sollen demnach nur provisorisch für drei Jahre auf die Liste. In dieser Zeit müssten sie sich bezüglich Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit bewähren.

Den Pharmafirmen würde es nicht das Genick brechen, «wenn die Preise aufs europäische Niveau sinken», zeigt sich Meierhans überzeugt. Schliesslich würden sie nur wenige Prozente ihres Weltumsatzes in der Schweiz generieren. (trs/sda)



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