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Football Soccer - Real Madrid v Borussia Dortmund - UEFA Champions League - Santiago Bernabeu stadium, Madrid, Spain - 7/12/16 Real Madrid's Cristiano Ronaldo before match. REUTERS/Juan Medina

Cristiano Ronaldo ist eine globale Marke. Eine Tor- und Geldmaschine. Bild: JUAN MEDINA/REUTERS

Das grösste Datenleck der Sportgeschichte – und mittendrin die St.Galler Kantonalbank

Der «Spiegel» hat 1,9 Terabyte Daten – das entspricht umgerechnet 500'000 Bibeln – von der Enthüllungsplattform Football Leaks erhalten und ausgewertet. Die Ergebnisse sollen den Fussball in seinen Grundpfeilern erschüttern. Ob das wirklich geschehen wird und warum die Schweiz im durch und durch verseuchten Fussballgeschäft eine zentrale Rolle spielt, sagt «Spiegel»-Redaktor Jörg Schmitt im Interview. 



So etwas wie Football Leaks gab es noch nie. Die Enthüllungsplattform ist zu einer unvorstellbar grossen Datenmenge gekommen und hat sie dem «Spiegel» zugespielt. Das Ganze ist das grösste Datenleck der Sportgeschichte. Erste Geschichten über Ronaldo und Co., die riesige Mengen von Geld undurchsichtig in der halben Welt herumschieben und so Millionen sparen, sorgten bereits für Furore.

Und das war erst der Anfang. Tröpfchenweise sollen mehr brisante Details über das korrupte Fussballgeschäft veröffentlicht werden. Das verspricht das Investigativ-Team vom «Spiegel». Jörg Schmitt gehört zu diesem Team, das sieben Monate lang recherchiert hat. Für watson nimmt er zu den neun wichtigsten Fakten Stellung: 

Die Steuertricks von Ronaldo, Mourinho & Co.

Im ersten Teil Ihrer Serie heissen die Hauptdarsteller Cristiano Ronaldo und José Mourinho, die für ihre Werbemillionen Briefkastenfirmen in der Karibik benutzen, sowie Mesut Özil. Weshalb gerade die drei?
Jörg Schmitt: Als wir diese gigantische Datenmenge von Football Leaks bekommen haben, hatten wir keine Ahnung, was für Nuggets wir da finden würden. Mit Hilfe unseres angeschafften forensischen Suchprogrammes stellte sich dann im Verlaufe der Recherche immer mehr heraus, was die grossen Themen sind. Und was das Steuerthema betrifft, waren die drei für uns die spannendsten Namen.

Jörg Schmitt

«Spiegel»-Redakteur Jörg Schmitt. bild: zvg 

«Wenn es ums Geld geht, sind wir letztlich immer wieder in der Schweiz. In diesen Kreisen gilt das Schweizer Bankgeheimnis offenbar noch etwas.»

Jörg Schmitt, «Spiegel»-Investigativ-Team.

Die Macht der Spieleragenten

Und? Welches sind die ganz grossen Themen?
Neben den Steuerfragen? Sicher die unerhörte Macht der Spieleragenten. Sie sind die Schlüsselfiguren in diesem kranken Spiel, in dem es fast nur noch ums Geld geht. Den Spielervermittlern widmen wir unseren nächsten Teil der Serie, deshalb kann ich noch nicht alles verraten.

Die Karriere von Cristiano Ronaldo

Die Fussballer als Sklaven

Einverstanden. Können Sie uns aber aufzeigen, wie diese Spieleragenten die Fussballer manipulieren? Wissen die Fussballer selber überhaupt, was mit ihrem Geld geschieht? 
Das Problem ist, dass die Fussballer völlig abgeschottet leben in einer Parallelwelt. Sie sind umgeben von einem Stab von Beratern, Anwälten, Steuerberatern, Bankern, Ärzten und eben Spielervermittlern. Diese flüstern ihnen ein, was sie zu tun haben – und was nicht. Die Spieler sind umzingelt von einem Blutsauger-Apparat und an diesem Apparat wollen alle kräftig mitverdienen und tun das auch. Dieser Dunstkreis hat die Kontrolle über die Fussballspieler. Fussballer sind eigentlich moderne Sklaven; mit dem Unterschied, dass man mit ihnen kein Mitleid haben muss, weil sie so viel verdienen. Wer wo wie viel mitverdient, das werden wir in den nächsten Wochen genauer aufzeigen. 

Die Quelle

Wer steckt hinter Football Leaks? Wer hat ein Interesse daran, die Korruption und Steuertricks des Fussballgeschäfts zu enttarnen? «Unser Informant nennt sich ‹John› und er ist unser einziger Kontakt», sagt Jörg Schmitt. «John» rede lediglich mit «Spiegel»-Redaktor Rafael Buschmann. Diesem hat «John» sämtliche Daten übergeben. Er besteht auf persönliche Treffen. Ob und was für ein allfälliges Netzwerk hinter «John» steckt, «wissen wir nicht», sagt Schmitt. «Wir können aber sagen, dass die Informationen aus mehr als einer Quelle stammen im Unterschied zu den Panama-Papers.» Auch ob «John» durch Hacken an seine Informationen gekommen ist, weiss der «Spiegel» nicht. «John» jedenfalls bestreitet das. Das öffentliche Interesse sei aber so oder so gegeben. «John» ist relativ jung und gebürtiger Portugiese. Er sieht sich als Robin Hood des Fussballs und möchte diesen entgiften. (feb)  

Die Verstrickung mit dem organisierten Verbrechen 

Was beleuchten Sie nebst den Spielervermittlern?
Schauen Sie. Ein Geschäft wie der Fussball, der in den letzten Jahren in Europa, was das Geld betrifft, derart explodiert ist, zieht immer auch dubiose Zeitgenossen an. Diesem Thema widmen wir eine grosse Geschichte in unserer Serie. Wir zeigen auf, dass der Profifussball heute vielfach eher dem organisierten Verbrechen ähnelt als einem Ideal des Sports. Die Mafia hat im Fussballgeschäft ihre Hände im Spiel. 

Britain Football Soccer - Manchester United v Arsenal - Premier League - Old Trafford - 19/11/16 Manchester United manager Jose Mourinho reacts after a penalty is not awarded to his team Action Images via Reuters / Jason Cairnduff Livepic EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or

José Mourinho, Trainer bei Manchester United. Bild: Jason Cairnduff/REUTERS

epa05613238 Mesut Oezil of Arsenal FC celebrates after scoring a goal during the UEFA Champions League Group A soccer match between PFC Ludogorets Razgrad and Arsenal FC at the Vassil Levski Stadium in Sofia, Bulgaria, 01 November 2016.  EPA/VASSIL DONEV

Mesut Özil zieht die Fäden bei Arsenal.  Bild: VASSIL DONEV/EPA/KEYSTONE

Das Geschäft mit den Bildrechten

Das dritte grosse Thema dürfte, wie im ersten Teil der Serie, etwas mit Steuern zu tun haben. Richtig?
Genau. Es geht um Steuern, Steuerverknappung, Offshore-Geschäfte und Bildrechte. Diese Thematiken haben wir in unserem ersten Teil, den wir bereits publiziert haben, behandelt. Ronaldo und Mourinho, so belegen unsere Dokumente, haben alles versucht, um Geld an der Steuer vorbeizuschleusen. Deshalb spielen sie – um auf Ihre Eingangsfrage zurückzukommen – die Hauptrollen. Mourinho etwa trat seine Bildrechte an eine Firma ab, die den alleinigen Zweck erfüllte, ihm Millionen an Steuer zu sparen. Mourinho und Ronaldo haben Briefkastenfirmen in der Karibik, die ihnen offenbar dabei helfen sollten nur Bruchteile ihrer Werbemillionen versteuern zu müssen.  

Die unrühmliche Rolle der Schweiz

Die Briefkastenfirmen der Stars sind das eine, die Konten, auf welchem ihr Geld schliesslich landet, das andere. Ist es wirklich so, dass ein grosser Teil der Fussball-Millionen in der Schweiz deponiert ist?
Jorge Mendes ist der erfolgreichste Spielerberater der Gegenwart. Er berät eine Heerschar von Stars; unter ihnen Ronaldo und Mourinho. Und alle Mendes-Leute hatten Konten im Umfeld der St.Galler Kantonalbank. Einige zusätzlich bei der Hyposwiss und bei der Mirabaud. Wenn es ums Geld geht, sind wir letztlich immer wieder in der Schweiz. In diesen Kreisen gilt das Schweizer Bankgeheimnis offenbar noch etwas.

St. Gallens Roy Gelmi nach dem Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Luzern und dem FC St. Gallen, am Sonntag, 23. Oktober 2016, in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Die St.Galler Kantonalbank ist einer der grossen Sponsoren des FC St.Gallen.  Bild: KEYSTONE

Die Folgen für die Spieler 

Womit wir beim Kern des Problems sind. Sind die Machenschaften der Fussballstars überhaupt illegal? Verändert sich etwas durch die Veröffentlichung Ihrer «Spiegel»-Fakten?
Ich bin zwar Jurist, aber kein Staatsanwalt und kein Richter. Ich kann nicht beurteilen, ob das, was die Fussballer gemacht haben, vor dem spanischen Gesetz legal, illegal oder ein Graubereich ist. Es ist aber auffällig, dass alle Mendes-Leute nach derselben Struktur vorgehen und alles Geld über Offshore-Firmen laufen lassen. Wäre also alles so sauber und so unproblematisch, wäre der Aufwand dafür schlicht zu gross. Das würde man nicht tun, die würden es direkt zahlen. Laut unseren Recherchen prüfen die Steuerbehörden jetzt Steuererklärungen von mehreren Profis von Real Madrid

Das Team, der Raum, die Recherche 

18,6 Millionen Dokumente hat der «Spiegel» von Football Leaks bekommen. Gemeinsam mit Investigativnetzwerk EIC hat ein siebenköpfiges Team all die Daten durchforstet und ausgewertet. Die Recherche dauerte sieben Monate. Nebst einem forensischen Suchprogramm, mit dem die Datenflut überhaupt erst zu bewältigen war, hat der Medienkonzern am Hauptsitz in Hamburg einen Raum speziell für das Football-Leaks-Projekt eingerichtet. Der Raum ist total abgekapselt. Er hat eine eigene Kommunikation, einen externen Server auf Datenlegern, der nicht mit dem Hausnetz verbunden ist. Nur ganz wenige Redakteure haben Zutritt zum Raum, eine Milchscheibe schützt vor Blicken von aussen. (feb). 

epa05664517 Real Madrid's players observe a minute's silence for the plane crash victims of the Brazilian soccer team Chapecoense before the UEFA Champions League match between Real Madrid and Borussia Dortmund at Santiago Bernabeu stadium in Madrid, Spain, 07 December 2016.  EPA/JuanJo Martin

Für einige Spieler von Real Madrid könnten die nächsten Wochen ungemütlich werden.  Bild: EPA/EFE

Die Sauerei 

Sind die Leute aus dem Mendes-Umfeld nervös?
Dass sie sich nicht mehr so wohl fühlen, zeigen E-Mails, die wir besitzen. Die Jungs sind hochgradig nervös. Sie wollen keinen zweiten Fall Messi. Ihre Geschäfte können also nicht sauber sein. In Deutschland wären viele der Steuertricksereien so sicher nicht gegangen. Ob es in Madrid geht, wo viele Real-Fans Steuerbeamte sind, das kann ich nicht sagen. Fakt ist, Mourinho und Co. haben alle Steuerschlupflöcher genutzt, die es gibt. Juristisch mag das vielleicht in Ordnung sein. Eine Sauerei ist es dennoch. Wenn so ein Typ wie Ronaldo über alles durchgerechnet einen Steuersatz zwischen fünf und sieben Prozent hat, auf der anderen Seite ein Arbeiter bei Seat einen Steuersatz von 35 Prozent, dann stimmt einfach etwas nicht. 

Was noch kommt?

Sie haben mit Ronaldo angefangen. Wie geht es weiter?
Das war nur der Anfang, das kann ich versichern. Es kommen noch einige grosse Namen.

Federer in den Top 20 und Ronaldo vor Messi: Das sind die reichsten Sportler aller Zeiten

Die Entwicklung der Rekordtransfers im Fussball

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sauraus 10.12.2016 16:25
    Highlight Highlight Punkt. 5
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  • Kstyle 09.12.2016 18:11
    Highlight Highlight Das liebe geld wird den fussball noch zu grunde richten. Wenn es an atraktivität verliert werden auch wieder kleinere brötchen gebacken.
    • CASSIO 11.12.2016 08:15
      Highlight Highlight Brot und Spiele!!!
  • Hugeyun 09.12.2016 16:43
    Highlight Highlight Hoffentlich nutzt der 'Spiegel' seine Chance objektiv darüber zu berichten und nicht auf ein Hauptachse-Clicks-Niveau a la 'Blick' und 'Bild' abzurutschen
    • herschweizer 11.12.2016 11:38
      Highlight Highlight Das ist ein Kaufangebot. Der Spiegel hat kein Interesse den Fussball als einen Anker gewisser Gesellschaftsschichten zu destabilisieren. Das Chaos wäre noch grösser als der zu erwartende Nutzen einer Veröffentlichung.
  • Wehrli 09.12.2016 13:31
    Highlight Highlight Das Problem beim Europäischen Fussball is der Cash-durchlauf. EIne grosse Menge Schwarzegeld aus Europa und aus dem Osten werden durch die KLubs weissgewaschen, da möchte man nicht auch noch 30% Steuern drauf zahlen, denn das ist in etwas der Satz den die Mafia nimmt bei anderen Methoden. Ob wir das System ändern können? Wer weiss, auf jeden Fall sind die Steuerbehörden drann und es wird enger.
    • CASSIO 11.12.2016 08:17
      Highlight Highlight Das ist auch meine Einschätzung des Fussballgeschäfts: eine riesige Waschmaschine, um dreckige Gelder wieder weiss zu waschen. Nur wer wird sich hier schon die Finger verbrennen?
  • piedone lo sbirro 09.12.2016 13:27
    Highlight Highlight reiche ausländische steuerhinterzieher (wirtschaftskriminelle) sind bekanntlich die hauptklientel der svp, die das bankgeheimnis in die bundesverfassung verankern will. (matter initiative).
    • pamayer 09.12.2016 20:01
      Highlight Highlight Jä nei!
      Schweizer Vorrang! Ausländer raus. Burkas verbieten. Linke Journalisten verhaften...




      ...weil nicht der Appenzeller Käse, sondern das Bankgeheimnis das Beste gehütete Geheimnis ist und bleibt.
  • Kaspar Stupan 09.12.2016 11:40
    Highlight Highlight Was regen sich alle auf? Ihr seit ja die Leute die das finanzieren, ihr schaut Fussball, ihr geht ins Stadion, ihr kauft Schuhe und Dress von diesen Leuten! Und wisst ihr wieso das geht, weil die Mehrzahl (nicht alle) der Zuschauer einfach nicht wirklich IQ'mässig so toll sind. Sie wollen einfach Unterhalten werden, wie im alten Rom, Brot und Spiele damit sie nicht sehen was sonst noch läuft.Also,nichts sagen wenn man ein Teil des Problems ist und nicht Teil der Lösung! In Madrid entlässt eine Bank 2000 Mitarbeiter und gleichzeitig sponsort sie Real weiter,aber die 2000 sind im Stadium, krank!
    • SonicDomination 09.12.2016 12:57
      Highlight Highlight Der IQ und irgendwelche Kollektivbeleidigungen an den Grossteil der Fussbalfans tun hier jetzt nicht wirklich was zur Sache.
    • Zrombi 09.12.2016 13:30
      Highlight Highlight Schon komisch... Und trotzdem liebe ich den Fussball über alles...
  • FrancoL 09.12.2016 10:56
    Highlight Highlight Machen wir uns nichts vor! Der finanzielle Irrsinn der im Sport und speziell im Fussball unterwegs ist hat seine Basis bei einer grossen, sehr grossen Zahl von Fans, die für den Fussball fast alles machen, dazu kommt noch eine Heerschar an TV-Guckern die auch Geld springen lassen und der Irrsinn ist perfekt.
    Auch diese Aufdeckung des lockeren Umgangs mit den Steuern wird nicht stark am Lack der Stars kratzen, der Hardcore-Fan wird zu seinen Stars halten und der Rest wird es mit den Worten abtun: "ist halt so, kann man nichts machen".
    Grosse Konsequenzen wir es wie üblich kaum haben.
    • Wehrli 09.12.2016 13:32
      Highlight Highlight Leider werde ich ja via Bilag dazu gezwungen die Idioitie Fussball zu finanzieren. Also staatliche Subvention für mafiöse Zirkel. Proscht!
    • FrancoL 09.12.2016 14:58
      Highlight Highlight @Wehrli; Es ist nie sinnvoll alles zu vermischen. So gesehen dürfte SRF nun bald nichts mehr ausstrahlen ausser die Nachrichten und auch da nur wenn die Nachricht nicht überbezahlt wurde.
      Auch in der Filmbranche ist etliches in der Schieflage und wenn man da die Steuern betrachten würde würde es ähnlich aussehen wie bei den Fussballern, also wäre die Unterhaltungsbranche auch zu umgehen. Da brauchen wir bald keine TV-Anstalten mehr.
  • Linus Luchs 09.12.2016 10:53
    Highlight Highlight Ronaldo, Mourinho & Co. nutzen ein System, das von neoliberalen Kreisen nicht für Fussballprofis eingerichtet wurde, aber von Reichen, Superreichen und Konzernen jeder Art genutzt wird. Gerade die Schweiz trägt wesentlich dazu bei, dass diese Möglichkeit der Steuerflucht erhalten bleibt. Es sei erneut darauf hingewiesen: Unsere Bundesräte Schneider-Ammann und Maurer sprechen sich öffentlich für Offshore-Konten aus, ohne Konsequenzen! Steueroasen sind das Krebsgeschwür in der internationalen Staatengemeinschaft, an dem die nicht reiche Bevölkerung immer mehr zu leiden hat.
    • FrancoL 09.12.2016 11:03
      Highlight Highlight Es ist aber die Mehrheit der Stimmenden die diesem Irrsinn nicht Einhalt gebieten will, die Mehrheit der Stimmenden die diese Politiker wählt die den Weg für diesen Irrsinn bereiten.
      In einer Demokratie kann man nun nicht immer die Politiker anprangern man muss sich selbst an der Nase nehmen. Und wieso wollen viele sich nicht gegen diesen Irrsinn auflehnen? Weil viele sich den Weg zum einfachen Geld wünschen und hoffen da einmal auch teilnehmen zu können.
      So schaufelt man sich sein eigenes Grab.
    • Nausicaä 09.12.2016 17:27
      Highlight Highlight FrancoL. Ich stimme Ihnen zu, nur denke ich nicht, dass die Stimmenden (zum Grossteil) so stimmen, weil sie sich den Weg zum einfachen Geld wünschen. In der Psychologie gibt es den Beschrieb eines 'Komplexes' (weiss nicht mehr wie der heisst, hat mir jemand erzählt), dass man lieber in einer ungerechten Welt lebt und sich einredet sie wäre gerecht, als anzuerkennen, dass sie ungerecht ist. Ich denke bei den meisten läuft es auf das hinaus.
    • FrancoL 09.12.2016 18:45
      Highlight Highlight @Saja;
      Was Du sagst kann durchaus stimmen und ich bin natürlich nicht der Meinung dass alle aus dem gleichen Grund "für die Reichen" stimmen. Doch habe ich eben besonders häufig Aussagen gehört wie:
      "ich möchte ja dann auch nicht so viele Steuern bezahlen wenn ich zu Geld komme"

      Für mich persönlich ist es ein Irrsinn wie heute zum teil gestimmt wird und nicht wegen der politischen Ausrichtung sondern wegen den haarsträubenden Begründungen.

      Noch irrer finde ich die Tatsache dass etliche (viele) ganz Vernünftige wenn sie zu Geld kommen sich nachher mehr als nur unvernünftig benehmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nausicaä 09.12.2016 10:11
    Highlight Highlight Also dieser Sklavenvergleich...der hinkt nicht, der kriecht.
    • Nausicaä 09.12.2016 17:39
      Highlight Highlight Warum der Vergleich kriecht: Sklaven befanden sich in ökonomischer Abhängigkeit, waren aber wohl kaum generell 'unmündig' (oder doof) in dem Sinn, der hier durch den Vergleich angedeutet wird. Dass den Fussballern eine solche Unmündigkeit attestiert wird und dass sie damit quasi von moralischen Vorwürfen geschützt werden, ist dann ein weiteres Problem, das der Interviewte generiert...
  • Karl Müller 09.12.2016 09:59
    Highlight Highlight Ich gehe mal davon aus, dass die dezidierte Anti-NDG- und Pro-Datenschutz-Plattform Watson kein Bit aus diesen widerrechtlich beschafften Daten veröffentlichen wird, habe ich Recht?
    • Felix Burch 09.12.2016 10:06
      Highlight Highlight Woher weisst du, wie und wer die Daten beschafft hat?
    • Drybom 09.12.2016 10:11
      Highlight Highlight Seit wann ist "Pro-Datenschutz-Plattform" etwas negatives?
    • You will not be able to use your remote control. 09.12.2016 10:32
      Highlight Highlight Hey Kari,

      watson ist pro Whistleblower. Und die Position ist konsistent: Normale Leute sollen nicht institutionell überwacht werden. Wird jemand beim Umgehen von Gesetzen erwischt, dann soll ein Gericht darüber entscheiden.

      Die Kritik an das NDG war nicht, dass damit widerrechtlich Daten beschaft werden können, sondern, dass damit das automatische, flächendeckende Datenbeschaffen legalisiert wird.

      Gezielte Polizeiarbeit war auch vorher erlaubt und ist erwünscht. Leider muss diese meist von unbetroffenen Dritten erbracht werden, die man dann Whistleblower nennt und dafür bestraft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PatCrabs 09.12.2016 09:35
    Highlight Highlight Für die Reichen (ob nun Sportler oder Industrielle) gelten andere Regeln als für uns - was für eine Überraschung!
  • FrancoL 09.12.2016 09:32
    Highlight Highlight Was diese Stars verdienen will und mag ich nicht beurteilen, letztendlich sind des die Menschenmassen die Einen Sportler reich machen und das ist ein sehr sehr weites Thema.
    Dass wir aber heute immer noch Instrumente haben die es einem Ronaldo ermöglichen seien Steuersatz auf 6-7% seiner Einnahmen "zu drücken" ist der blanke HOHN. Es zeigt aber auch wie krank ein Ronaldo ist und da nützen auch seine Wohltätigkeitsveranstaltungen und Spenden nichts, ja sie stehen nun erst recht in einem schiefen "Werbelicht" da.
    Steuern zahlen + Spenden dann könnte man klatschen.
    • goncman 09.12.2016 11:52
      Highlight Highlight Ausserdem spendet er vielleicht, um eben Steuern zu sparen (kann man ja von den Steuern abziehen) und nicht weil er ein "guter" Mensch ist.
  • TobiWanKenobi 09.12.2016 09:27
    Highlight Highlight Ich finde, dass man von Fusssball-Profis moralisches Handeln verlangen kann. Egal von wie vielen geldgeilen Säcken sie beeinflusst werden, die wissen ganz genau, was richtig ist und was nicht. Mitleid wäre die falsche Reaktion der Öffentlichkeit. Es geht nicht zuletzt auch darum, künftigen Fussballergenerationen aufzuzeigen, dass sie in einer grossen gesellschaftlichen Verantwortung stehen. Vielleicht wäre es gar nicht mal so schlecht, ein Exempel zu statuieren und sich den einen oder anderen vorzuknüpfen. Denn möglich wäre das bestimmt.

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