Wirtschaft
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Jeder 7. Jugendliche weltweit ist arbeitslos – und jeder Dritte will sein Land verlassen



Die weltweite Jugendarbeitslosenquote ist dieses Jahr nach einer Stabilisation 2016 um 0,1 Prozentpunkte auf 13,1 Prozent angestiegen. Weltweit haben 70,9 Millionen der 15- bis 24-Jährigen keine Arbeit.

Über 35 Prozent der Arbeitslosen sind Jugendliche, wie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) am Montag in Genf mitteilte. Zwischen 2010 und 2016 stieg die Jugendarbeitslosigkeit in Nordafrika, den arabischen Ländern, Lateinamerika und der Karibik an. Fortschritte in Europa, Nordamerika und Subsahara glichen diese Zuwächse wieder aus.

Man müsse die sozialen und arbeitsmarktbedingten Herausforderungen angehen, forderte die stellvertretende ILO-Generaldirektorin Deborah Greenfield. Es brauche Investitionen in Bildung und digitale Kompetenzen, sagte die Direktorin der ILO-Arbeitsmarktpolitik Azita Berar Awad.

Unemployed youth who belong to a nationwide organization of unemployed and retired people camp outside the Casa Rosada government palace, background, to protest government policies that they believe exclude the poor in Buenos Aires, Argentina, Tuesday, Jan. 28, 2014. Argentina is suffering one of the world's highest inflation rates. (AP Photo/Victor R. Caivano)

Arbeitslose Jugendliche in Buenos Aires Bild: AP/AP

161 Millionen Junge in Armut

Insgesamt leben 39 Prozent der jungen Arbeitnehmern in den Entwicklungs- und Schwellenländern in Armut und mit weniger als 3.10 Dollar pro Tag. Das sind 160.8 Millionen Menschen. Drei von vier jungen Menschen in diesen Ländern sind im informellen Sektor angestellt, während es bei den Erwachsenen 60 Prozent sind.

Bis 2030 drängten 25,6 Millionen Menschen zwischen 15 und 29 auf den Arbeitsmarkt – und das fast ausschliesslich in Afrika, hält die ILO weiter fest. Wenn die heimischen Arbeitsmärkte keine Chancen böten, versuchten es viele im Ausland.

Von Migration profitierten Herkunfts- und Aufnahmeländer, so die ILO. Sobald Migranten geregelte Arbeit hätten, würden sie bei der Finanzierung der Sozialsysteme und Verbesserung der Produktivität in den Aufnahmeländern helfen. In der Heimat profitiere die Wirtschaft, weil Angehörige durch die Überweisungen mehr Geld ausgeben können.

Unterschiedliche Nachfrage

Immer mehr junge Leute strebten in andere Länder, weltweit seien es 36 Prozent, zitiert die ILO aus anderen Studien. 44,3 Prozent der jungen Leute wollten aus Ländern in Afrika südlich der Sahara weg, ähnlich viele aus Nordafrika, Lateinamerika, der Karibik und Osteuropa. In Nordamerika seien es nur 17,1 Prozent. Junge Menschen mit höherer Bildung wollten eher weg als Ungebildete. Für die Herkunftsländer sei das ein Problem, weil die Fähigsten abwanderten.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften entwickelt sich denn auch in den verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich: Während in den Industrieländern hochqualifizierte junge Fachkräfte gefragt sind, werden in den Schwellen- und Entwicklungsländern eher gering Qualifzierte gesucht. Diese Situation könnte sich laut ILO mit den neuen Technologien noch verschärfen. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • mogad 21.11.2017 09:16
    Highlight Highlight Armut darf kein Grund sein, keine Kinder mehr zu kriegen. Ich finde aber, das Bevölkerungswachstum müsste gebremst werden. Anstatt Geld in Projekte zu stecken, deren Realisierung z.T. nicht überprüft werden kann, sollte Aufklärung betrieben werden. Die Frauen sollten ermutigt werden, nein zu sagen. Bildung und Verhütungsmöglichkeiten braucht es für Frauen und den Respekt der Männer. Dann: alle Handelsvereinbarungen mit der dritten Welt kritisch überprüfen! "Wir schaffen das" ist ein schlechter Witz, wenn man in Gambia u. anderswo die Fischgründe leerfischen lässt.
  • Dirk Leinher 21.11.2017 09:08
    Highlight Highlight Solange wir unsere föderalistische Ordnung aufrechterhalten, sehe ich es für die Schweiz positiv.

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