Wirtschaft
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Abgas-Affäre: VW stoppt den Verkauf von Neuwagen mit dem Schummelmotor



In this Oct. 5, 2015 file photo the VW sign of Germany's car company Volkswagen is displayed at the building of a company's retailer in, Berlin, Germany. Germany's motor transport agency is ordering a mandatory recall of Volkswagen cars sold with software that enabled them to evade diesel emissions testing, as it was announced Thursday, Oct. 15, 2015. (AP Photo/Markus Schreiber, file)

Bild: Markus Schreiber/AP/KEYSTONE

Volkswagen hat den Verkauf von Neuwagen mit Manipulationssoftware in der EU gestoppt. In einem Schreiben informierte der Konzern VW-Händler über den Schritt, wie ein Sprecher am Mittwoch bestätigte. Zuvor hatte das Branchenblatt «Automobilwoche» (online) darüber berichtet.

In einzelnen Ländern war der Verkauf von betroffenen Dieselautos bereits eingestellt worden. Der Verkaufsstopp in EU-Ländern gelte für Neuwagen, die bereits beim Händler stehen, erklärte der Sprecher.

Es handle sich dabei um eine «sehr begrenzte Anzahl an Fahrzeugen», denn viele neue Dieselwagen erfüllen die Abgasnorm Euro-6 und sind von den Manipulationen nicht betroffen. «In Einzelfällen» könne es aber passieren, dass Kunden schon bestellte Fahrzeuge deshalb nicht ausgeliefert bekommen.

Zulassungsverbot teilweise aufgehoben

In der Schweiz hatte das Bundesamt für Strassen (Astra) am Vortag sein Zulassungsverbot für einige Fahrzeuge aus dem VW-Konzern wieder aufgehoben: Es handelt sich allerdings um Autos, bei denen erwiesen ist, dass sie nicht von den Abgasmanipulationen betroffen sind.

Diese Fahrzeugtypen könnten ab sofort wieder normal zugelassen werden, hiess es. Es handelt sich um die VW-Busmodelle T5 und T6 sowie um die Nutzfahrzeuge Amarok und Crafter von Volkswagen mit Dieselmotoren.

Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe die Angaben von Volkswagen bestätigt, wonach diese Fahrzeuge nicht manipuliert sind, sagte Astra-Sprecher Thomas Rohrbach der Nachrichtenagentur SDA.

Verkaufsverbot für manipulierte Fahrzeuge

Auch verschiedene Modelle der Marken Audi, Seat, Skoda und Volkswagen mit den neueren Dieselmotorvarianten vom Typ EA 288 (Einsatz ab 2012) seien nicht betroffen, schrieb das Astra. Diese können ebenfalls wieder in Verkehr gesetzt werden.

Welche Modelle das sind, lässt sich aber nicht generell sagen, wie Rohrbach erklärte. Das müsse im Einzelfall geklärt werden – mit der jeweiligen Fahrgestellnummer. Diese können Kunden entweder dem Strassenverkehrsamt angeben oder sie auf der VW-Webseite eingeben. Dann erhalten sie Klarheit, ob ein bestimmtes Auto möglicherweise manipuliert ist oder nicht.

Für die mutmasslich manipulierten Fahrzeuge gilt das Zulassungsverbot des Astra weiterhin: Grundsätzlich sind das jene Modelle der Marken Audi, Seat, Skoda und Volkswagen, die mit Dieselmotoren der Ausführungen 1.2TDI, 1.6TDI und 2.0TDI ausgestattet sind und der Euro-5-Abgasnorm entsprechen. (sda/dpa)

VW: Bilder aus der guten, alten Zeit (als Abgase noch Abgase waren)

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