Wirtschaft

Radikaler Reformplan der Republikaner: Diese Steuer könnte die Globalisierung beenden

Die Republikaner wollen einen radikalen Wandel bei Firmensteuern: Importe in die USA sollen benachteiligt werden. Der Plan droht das Gefüge der globalen Arbeitsteilung zu sprengen.

16.02.17, 13:29 16.02.17, 13:42

Benjamin Bidder

Paul Ryan hat Grosses vor. Bild: J. Scott Applewhite/AP/KEYSTONE

Ein Artikel von

Die US-Republikaner haben im Wahlkampf mit einer radikalen Steuerreform geworben. Paul Ryan, Sprecher des Repräsentantenhauses, hat versprochen, jeder Amerikaner solle seine Steuererklärung bald auf einem Formular machen können, das nicht grösser sei als eine Postkarte. Ein amerikanischer Bierdeckel sozusagen.

Teil des Vorschlags ist allerdings eine tiefgreifende Reform der Unternehmensbesteuerung in den USA. Ryan spricht von einem proamerikanischen Ansatz für globale Wettbewerbsfähigkeit und von verantwortungsbewusstem Nationalismus.

Noch ist das Konzept nicht beschlossen. Der Tonfall und die vorgeschlagenen Massnahmen jagen aber schon jetzt den Puls bei Amerikas Handelspartnern in die Höhe. Die EU ist alarmiert – und bereitet eine Klage vor der Welthandelsorganisation (WTO) vor, sollten die Republikaner die Reform tatsächlich umsetzen.

Die Sorge der Europäer hat Gründe. Die Globalisierung hat dazu geführt, dass viele Konzerne Vorprodukte für ihre Güter überall auf der Welt einkaufen, je nachdem, wo sie am günstigsten hergestellt werden. Die geplante US-Steuer könnte diese internationale Arbeitsteilung beenden – und den Startschuss für einen grossen Handelskrieg geben. Das Vorhaben der Republikaner würde «deutliche Nachfrageverschiebungen und Veränderungen grenzüberschreitender Wertschöpfungsketten mit sich bringen», heisst es in einer Analyse der Deutschen Bank. Grund ist ein Mechanismus, den die Republikaner «Border Adjustment Tax» (BAT) nennen.

Wie ein Zoll auf ausländische Produkte

Dieser steuerliche Grenzausgleich würde wie ein Zoll auf ausländische Produkte wirken, wie eine «Einfuhrsteuer in Höhe von 20 Prozent», heisst es in der Untersuchung. Zugleich würden in den USA hergestellte Waren deutlich billiger.

Um dieses Ziel zu erreichen, wollen die Republikaner ihr Steuersystem grundlegend umbauen. Bislang müssen Firmen in den USA Körperschaftsteuer bezahlen. Sie wird berechnet als Prozentsatz des Gewinns. Bislang sind das 35 Prozent.

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Nach der Reform soll diese Gewinnsteuer ersetzt werden durch eine Besteuerung des Cashflow, also der Einnahmen. Grob gesagt sollen davon Ausgaben nur dann noch steuerlich abzugsfähig sein, sofern sie in den USA angefallen sind. Ryans Republikaner wollen dabei einen Steuersatz von nur noch 20 Prozent.

Was wären die Folgen?

Ein Rechenbeispiel: Ein Autohersteller verkauft ein Fahrzeug in den USA für 20'000 Dollar.

Bislang berechnet sich sein Gewinn aus dem Verkaufspreis (20'000 Dollar) minus der Arbeitskosten in den USA (beispielsweise 6000 Dollar für Endmontage und Verkauf in den Vereinigten Staaten) und abzüglich von auch aus dem Ausland eingekauften Vorprodukten (zum Beispiel 10'000 Dollar). Das Unternehmen würde derzeit also 1400 Dollar Steuern zahlen (35 Prozent mal 4000 Dollar).

Unter dem neuen Modell wäre allerdings nur noch der in den USA angefallene Aufwand abzugsfähig, Zahlungen für Importe aus dem Ausland aber nicht (im Beispiel: 6000 Dollar Montage und Verkauf). Die Steuerlast wäre mit 2800 Dollar (20 Prozent Steuer mal 14'000 Dollar) doppelt so hoch.

Ganz im Sinne von Präsident Donald Trumps Schlachtruf «America First» würden vor allem Unternehmen profitieren, die möglichst viele Arbeitsschritte in den USA abwickeln. Gesetzt den Fall, ein Autohersteller würde auch alle Vorprodukte in den USA einkaufen, würde die Steuerlast nur 800 Dollar (20 Prozent Steuer mal 4000 Dollar) betragen.

Die Republikaner wollen damit Anreize für Firmen schaffen, mehr Arbeitsplätze in den USA zu schaffen. Die Steuerpläne könnten massive Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft haben. Rund zehn Prozent der deutschen Ausfuhren gehen in die USA. Besonders stark wäre die Autoindustrie betroffen, etwa 15 Prozent der Exporte der Branche gehen in die USA.

Warum wollen viele Republikaner die Reform?

«Das US-Steuersystem ist in Zeiten globaler Märkte veraltet», sagt Michael Wolffgang, Professor für Zoll- und Aussenwirtschaftsrecht an der Universität Münster. Es stamme noch aus einer Zeit, als «auf dem US-Binnenmarkt die meisten Güter herstellt und auch verbraucht wurden». Inzwischen seien die USA aber global vernetzt.

Die Vereinigten Staaten haben auch im weltweiten Vergleich eine relativ hohe Körperschaftsteuer von 35 Prozent. Viele grosse Konzerne nutzen bislang Schlupflöcher, um die Besteuerung ihrer Gewinne zu umgehen. So hat der US-Senat gerade eine Untersuchung zu Microsoft vorgestellt: Der Konzern leitete über Jahre einen Grossteil seiner Einnahmen aus dem US-Geschäft über das Steuerparadies Puerto Rico – und zahlte statt 35 nur ein Prozent Steuern darauf. Aus dem gleichen Grund parkt Apple mehr als 200 Milliarden Dollar ausserhalb der USA.

Mit dem Umbau des Steuersystems hoffen die Republikaner, mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Sie würden mit dem Wechsel von der bisherigen Körperschaftsteuer (35 Prozent) auf die neu Cashflow-Besteuerung (20 Prozent) ihr Versprechen einlösen, Steuersätze zu senken. Erwartete Steuerausfälle durch die Senkung könnten kompensiert werden durch die höhere Belastung von Waren aus dem Ausland. Gerechnet wird mit Mehreinnahmen von bis zu einer Billion Dollar innerhalb von zehn Jahren.

Wichtigster Effekt: Die Republikaner wollen das enorme Handelsbilanzdefizit der USA reduzieren. Die Amerikaner importieren bislang deutlich mehr, als sie exportieren.

Dürfen die Republikaner das überhaupt?

Schwer zu sagen. Für ein Verfahren bei der WTO entscheidend ist die Frage, «ob die Steuer im Endeffekt wie ein Strafzoll wirkt und es zu einer Diskriminierung von Waren aus dem Ausland kommt», sagt Handelsexperte Michael Wolffgang.

Das Konzeptpapier der Republikaner ist an den entscheidenden Stellen schwammig formuliert, das lässt enorm viel Spielraum für Interpretation. Einerseits behauptet Ryan darin, die USA würden mit der Reform lediglich auf ein System umschwenken, «wie es bei unseren Handelspartnern schon seit Langem üblich ist». Ryan verweist auf die von vielen Staaten erhobene Umsatzsteuer.

Diese kennt auch in Deutschland eine Art Border Adjusted Tax, einen Grenzausgleich. So hat etwa die sogenannte Einfuhrumsatzsteuer in Deutschland pro Jahr ein Aufkommen von immerhin fast 51 Milliarden Euro. Belastet werden Waren, die nach Deutschland importiert werden. Der Grund liegt darin, dass Hersteller in ihren Heimatländern Exporte von der dortigen Umsatzsteuer befreien können. Müssten sie keine Einfuhrumsatzsteuer zahlen, hätten sie so einen grossen Wettbewerbsvorteil gegenüber deutschen Firmen. Das ist auch der Grund, warum die WTO keine Bedenken gegen die Einfuhrumsatzsteuer hegt: Sie benachteiligt nicht Einfuhren. Sie verhindert also lediglich, dass einheimische Waren mehr belastet werden als ausländische.

Andererseits wollen die Republikaner aber keine Umsatz- oder Mehrwertsteuer einführen.

Wie würde die WTO entscheiden?

Wenn der EU der Nachweis gelingt, dass US-Firmen durch das System einen Vorteil gegenüber dem Ausland haben, wird die WTO der Klage wohl stattgeben. Die Klage kann allerdings erst eingereicht werden, sobald die Steuer in Kraft tritt. Die WTO-Schiedsgerichte entscheiden in der Regel binnen einen Jahres. Geht die unterlegene Seite in Berufung, kann es noch einmal ein Jahr dauern.

Doch es gibt mehrere Haken: Anders als bei Zöllen ist der Nachweis der Wirkung von Steuern viel komplizierter. «Angesichts der Komplexität würde das Verfahren wohl eher zwei Jahre dauern», schätzt Handelsrechtsexperte Wolffgang. Im Falle einer Revision kämen dann noch mal zwei Jahre hinzu.

Bis zu einem Urteil könnten also bis zu vier Jahre vergehen. Sollte die WTO die Steuer dann durchwinken, könnten auch andere Länder beginnen, ihre Wirtschaft auf ähnliche Weise abzuschotten.

Kommt die WTO dagegen zu dem Schluss, die US-Steuer verletze geltendes Handelsrecht, wären die Aussichten auch kaum besser: Viele Konzerne hätten wohl unwiederbringlich Marktanteile in den USA verloren, grenzüberschreitende Produktionsketten wären unterbrochen.

Hinzu kommt: Die WTO hätte keinerlei Mittel, Washington dazu zu bringen, die Steuer zurückzunehmen. Sie könnte lediglich Amerikas Handelspartnern das Recht einräumen, Vergeltung zu üben und selbst Strafen gegen US-Waren zu verhängen. Das allerdings würde den Welthandel zusätzlich schädigen.

Wie ist die Reaktion auf die Pläne innerhalb der USA?

Das Echo in Wirtschaftskreisen ist gespalten. Global Player mit hohem Exportanteil wie Coca-Cola, Google oder IBM haben sich zu einer «Alliance for Competitive Taxation» zusammengeschlossen. Sie unterstützen den Plan. Auf der anderen Seite haben sich Firmen verbündet, die auf günstige Einfuhren aus dem Ausland angewiesen sind. Die grossen Einzelhandelsketten wie Walmart, Target oder Macy's gehören dazu. Ihr Bündnis nennt sich Americans for Affordable Products (Amerikaner für erschwingliche Produkte).

Auch innerhalb der Republikaner ist der Plan umstritten. Vor allem viele Mitglieder des Senats befürchten, die Steuer könnte massive Preissteigerungen zur Folge haben, zum Unmut der Wähler. «Einfach gesagt: Jeder Vorschlag, der die Preise von Corona, Tequila oder Margaritas hochtreibt, ist eine schlechte Idee», twitterte etwa der republikanische Senator Lindsey Graham.

Trumps Chefstratege Steve Bannon werden Sympathien für das Projekt nachgesagt. Peter Navarro, der Handelsberater des Staatschefs, hat sich öffentlich für die Steuer ausgesprochen, sie müsse nur flexibel gehandhabt werden.

Nur der Präsident selbst hat sich offenbar noch nicht entschieden, ob er den Steuerplan gut findet oder nicht. Nur einmal hat sich Donald Trump öffentlich dazu geäussert. «Ich will das nicht», sagte er dem «Wall Street Journal». Die Grenzausgleichsteuer sei ihm zu kompliziert.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kstyle 16.02.2017 18:06
    Highlight Das ewige geschrei geht mir auf die Eier anstatt die change zu sehen sich von USA unabhängiger zu machen scheissen sich alle in die Hosen. Klar wird es nicht einfach aber europa hat auch 500mio einwohner auch wir haben einen grossen markt. Wenn wir uns mit China und Russland zusammen tun kann amerika einpacken. Aber wir machen uns lieber kleiner als wir eigentlich sind.
    31 3 Melden
    • Chrigi-B 16.02.2017 18:38
      Highlight Meine Meinung! Europa, Russland und China. Wiso sollten wir eigentlich mit diesen Doppelmoralspezialisten weiter kooperieren? Viele Probleme haben die Amis mitverursacht - oder waren die treibende Kraft! Schaut euch nur Syrien, Irak etc. an! Wir hatten Unmengen von Flüchtlingen und die Amis, wieviele haben sie aufgenommen? 100'000!!!!!!! Absolute Frechheit! Wir sollten uns unsere Freunde besser aussuchen. Ist mir Putin und die Chinesen ehrlich gesagt lieber, da weist du wenigstens was du bekommst. Keine Scheindemokratie jedenfalls.
      10 7 Melden
    • Soli Dar 16.02.2017 19:11
      Highlight Genau, ich plädiere ebenfalls dafür, dass sich Europa endliche von USA emanzipiert und ja was spricht eigendlich gegen eine engere eurasische statt transatlantische Beziehung...
      9 3 Melden
    • Fabio74 17.02.2017 07:32
      Highlight Nun sind die USA der grösste Markt neben Europa.
      Russland hat wenig zu bieten ausser Rohstoffen. China und Russland sind nicht demokratisch und haben keine freie Justiz
      1 2 Melden
  • Hercules Rockefeller 16.02.2017 17:19
    Highlight Ich denke, wenn sich sogar multinationale Konzerne nicht einig sind, dann ist es eine Thematik, die sich nicht einfach so mal in der Kaffeepause beantworten lässt. Wenn jemand eine solche Steuerreform durchführen kann, dann sind es die USA. Wahrscheinlich zu gross und mächtig, als das da eine WTO reinreden könnte. Betr. Preiserhöhungen müssen wir uns glaube ich grundsätzlich die Frage stellen: "Sind die derzeitigen Spottpreise (egal welche Branche) überhaupt normal?" Sind $2.99 für ein ganzes Burger Menu oder $5 für ein Sweatshirt wirklich etwas wofür man sich auf die Schulter klopfen kann?
    41 2 Melden
  • ujay 16.02.2017 17:13
    Highlight Diese Steuerreform passt zu diesem Presidenten und seinem Horrorkabinett: Dumm und unreflektiert. Viel Spass USA.
    9 16 Melden
  • Majoras Maske 16.02.2017 16:04
    Highlight Das kann doch nur negativ werden, oder nicht?

    Durch Importsteuern werden Produkte so teuer, dass sie auch im Inland hergestellt werden. Trotzdem wird der Druck für kostengünstige Produktion, d. h. vor für Löhne, gross sein. Also dürfen sich dann Amerikaner mit unter Druck geratenen Löhnen teuere Produkte kaufen?

    Die Basis des Wirtschaftswachstums ist aber der breite Konsum und der würde doch damit weiter geschwächt. Und eine weitere Kreditkrise wär nicht wünschenswert.
    23 7 Melden
    • Salz & Pfeffer 16.02.2017 17:29
      Highlight Ebenfalls kommt doch der Aspekt Angebot/Nachfrage?
      Billige Produkte aus dem Ausland werden teurer und werden verdrängt, somit haben die amerikanisch Anbieter weniger billige Konkurrenz und können wieder höhere Preise anbieten?

      Finde das ganze Vorhaben auch ein wenig merkwürdig.
      6 4 Melden
    • Majoras Maske 16.02.2017 20:19
      Highlight Das Problem ist nur, dass die Konsumenten grundsätzlich tiefer in die Taschen greifen müssten. Und viele Amerikaner haben schon jetzt Mühe überhaupt über die Runden zu kommen, von daher wirkt dieser Vorschlag auf mich reichlich selbstzerstörerisch. Und zu glauben, dass sie dann alles selber herstellen können und das über Nacht und auch zu fairen Löhnen und mit nachhaltigen Jobs für alle ist doch ziemlich naiv. Amerikaner können Produkte nicht zu China-Preisen herstellen, selbst wenn alles automatisiert wird (was dann wiederum keine Jobs und somit keine Konsumenten für das Ganze generiert).
      6 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 16.02.2017 15:25
    Highlight eine Frage an Kenner dieser Thematik.

    Falls die USA diese Steuerreform so umsetzen, könnten doch im schlimmsten Fall viele Jobs gefährdet sein. z.B. bei in der Schweiz ansässigen Firmen aus den USA.
    Oder sehe ich zu schwarz ?
    17 3 Melden
  • Wehrli 16.02.2017 15:09
    Highlight Wär ein sauberer Schuss ins eigene, amerikanische Knie.
    Auf die Zuliefererteile aus dem Ausland würde das Ausland dann auch 20% erheben und die amerikansiche Industrie wäre noch mehr im A.
    34 4 Melden
  • zsalizäme 16.02.2017 14:41
    Highlight Dann soll Europa und die Asiaten halt das gleiche machen. Ist jetzt nicht so, dass wir brutal auf amerikanische Produkte angewiesen wären. Statt ein iPhone gibt's dann halt ein Samsung oder Huawei. Die USA ist nicht der Mittelpunkt der Erde.
    55 4 Melden
    • Saraina 16.02.2017 15:31
      Highlight Schon, aber die USA sind ein grosser Markt.
      23 2 Melden
    • Zarzis 16.02.2017 15:37
      Highlight Ja, und China ist 4x so gross, Indien fast 5x. Die verhasste EU fast 2x.
      Das kann nur gut gehen wenn es nur die USA acht. Sonst fallen wir auf das frühe 19. Jahrhundert zurück.
      Damals hat England den Freihandel eingeführt und damit den Aufstieg Englands erst möglich gemacht.
      P.S. ich weiss das die Industralisierung auch ein wichtiger Punkt ist, nur die hätte England ohne Freihandel und Export, so viel gebracht wie beides.
      18 3 Melden
    • Menel 16.02.2017 17:19
      Highlight Für uns ist der Export in die USA doch wichtiger, als der Import von US-Produkten, oder nicht?
      10 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.02.2017 17:59
      Highlight @zsalizäme Also statt ein Chinesisches Importprodukt zu kaufen bei dem der Gewinn dann in Irland versteckt wird, erwerben sie zur Strafe der Amerikaner ein anderes Chinesisches Importprodukt? Das klingt nicht gerade hart.
      5 0 Melden
    • zsalizäme 17.02.2017 07:39
      Highlight @Shalashaska Nein, klingt nicht hart, kann aber verherende Folgen haben für Apple. (um auf dieses Beispiel einzugehen)
      2 0 Melden
  • Kommemtar 16.02.2017 14:36
    Highlight Aus meiner Sicht ist das der Falsche Weg einer Steuerreform.

    Ich bin für die Einführung einer Mikrosteuer auf sämtlichen Elektronischen Transaktionen.

    Somit würde die Realwirtschaft entlastet (keine Steuern auf Waren), die Kapitalmärkte belastet (Umverteilung des Kapitals) und man zerstört nicht ganze Wertschöpfungsketten.

    Zusätzlich Lenkungssteuern auf Schädliche Produkte wie Öl, Alkohol, Tabak, usw. und gut ist.
    57 15 Melden
    • Menel 16.02.2017 17:21
      Highlight Ich fände auch, dass es grundsätzlich eine Mwst. Erleichterung auf Produkte gibt, die nachhaltig sind. Dh. je nachhaltiger ein Produkt, um so weniger Mwst. ist drauf. Damit wären solche Produkte konkurrenzfähig und der Konsument könnte eine wirklich Entscheidung fällen, was er konsumiert und nicht sein Lohn.
      12 5 Melden
    • Leventis 16.02.2017 18:50
      Highlight @Menel: So wie zBsp bei uns jetzt die Lebensmittel tiefer besteuert werden als andere Konsumgüter oder Kaffee zum Mitnehmen tiefer als vor Ort trinken, nur mit mehr verschiedenen, abgestuften Steuersätzen?
      Finde ich grundsätzlich nicht schlecht. Wäre aber bestimmt verzwickt. Man könnte Produktkategorien schaffen und Energieaufwände berechnen. Zusätzlich benötigte Arbeitsplätze würden so in der Steuerverwaltung geschaffen. Jemand muss ja dann entscheiden, dass das Plastikzahnbürsteli aus schweizer Produktion nachhaltiger ist als das Zahnholz welches den weiten Weg aus Indien hinter sich hat. ;)
      5 1 Melden
    • Menel 16.02.2017 19:16
      Highlight @Leventis, ich würde es bei Alltagsgegenständen erst mal alleine auf das Produkt beschränken und nicht die Herkunft. Also, wenn ich die ganze Verpackung auf den Kompost schmeissen kann und auch das Produkt oder das Produkt zB. ein Cradle to Cradle Produkt ist, dann kommt weniger Mwst. drauf.
      Wenn man das ganze dann auch auf Nahrungsmittel erweitern würde, müsste man natürlich wieder neue Massstäbe ansetzen.

      Natürlich ist das Thema komplex. Aber ich halte die Idee echt überdenkenswert. Denn die meisten wollen eigentlich nachhaltig konsumieren, es ist nur zum Teil nicht im Budget.
      8 2 Melden
    • Leventis 16.02.2017 19:38
      Highlight @Menel: Das muss ja auch keiner von uns beiden zu Ende denken. Dafür bezahlen wir ja unsere Politiker. Wenn die etwas verflixtes wie die USR3 hinbekommen haben, dann müsste sowas wohl direkt einfach zu machen sein..
      Grundnahrungsmittel könnte man da ja eigentlich voll befreien. Geht ja schliesslich nicht ohne. Thailandurlaubsflüge, wie ich mir gerade einen geleistet habe, könnten dafür fairerweise mit, sagen wir mal, mindestens 100% besteuert werden.
      Ich danke schon mal für den Gedankeninput!
      5 0 Melden
    • Taebneged 16.02.2017 20:40
      Highlight Die aktuell gewählten Politker sind wahrscheinlich genau anders rum gestrickt. Ich finde die diskutierten Ansätze sehr interessant.
      1 0 Melden
    • Imagine 16.02.2017 21:58
      Highlight Ganz meine Meinung @Kommemtar, die Mikrosteuer auf alle Finanztransaktionen brauchen wir! Viele Probleme gelöst, einfache Abrechnung und kaum Belastung für die Wenigverdienenden :-) Auch das bedingungslose Grundeinkommen liesse sich so finanzieren.
      http://www.microtax.ch/de/medien/
      4 0 Melden
  • Andrija Sljivic 16.02.2017 14:19
    Highlight Das sollte doch auch so sein das Waren im Herstellungsland günstiger zu kriegen sind und nicht wie momentan: z.b. Ladekabel hier 19.90 und das von aliexpress keine 2.- kostet... und das ist nur ein Beispiel das ich heute schon auf watson gelesen habe.

    Ganz abgesehen von den kinderarbeitfabriken für h&m u.a.

    Ja dann scheiss auf die globalisierung... ES MUSS ANDERST GEHEN!!!
    43 10 Melden
    • Walter Sahli 16.02.2017 15:10
      Highlight Natürlich geht es anders (oder anderst ;-) ). Die heutige Globalisierung existiert nur, weil Transporte im Vergleich zu allem Anderen praktisch nix kosten. Sobald der Ölpreis massgeblich steigt ist schluss mit Waren in der Welt rumkarren...natürlich nur solange, wie wir mit Verbrennungsmotoren rumfahren.
      30 0 Melden
    • Leventis 16.02.2017 19:01
      Highlight Das Ladekabel kostet hier ja nicht zehnmal mehr als bei Aliexpress weil es hier produziert würde, sondern weil unterwegs noch ein paar mitverdienen, Lagerungs- und Vorhaltekosten entstehen und auch MwSt entrichtet werden muss..
      Bei Direktbestellung entfallen diese Kosten zumindest hier wo's teuerer ist. Zudem werden Einzelsendungen aus China meines Wissens von der "Weltpostorganisation" zu verbilligten Entwicklungsländer-Konditionen abgerechnet. Nur so ist es möglich, das USB-Kabel günstiger aus China zu bestellen als gebraucht vom Cousin aus dem Nachbardorf mit der Post zukommen zu lassen.
      4 0 Melden
  • mrmikech 16.02.2017 14:15
    Highlight Wäre dann für Deutschland einen anreiz das Süden Europas sowie dem Deutschen Konsument kaufkrächtiger zu machen. Gute Sache für Europa also.
    18 6 Melden
  • Geofinder 16.02.2017 14:08
    Highlight Und wir machen ein riesen Tam Tam um USR III. So wie ich das sehe ist jedes Land Autonom und kann tun und lassen was ws will. Nur wir hier in der Schweiz bekommen kalte Füsse wenn uns irgend eine Institution auf irgendwelche "Schwarze Listen" setzt. Irgendwie komisch oder nicht? Abgesehen davon sollten wir langsan daran denken uns alle Gedanklich zu Globalisieren, wir leben alle auf dem gleichen Planet. Das würde ein zusammenleben enorm erleichtern und bereichern. In diesem Sinne viel Erfolg
    19 47 Melden
    • Kommemtar 16.02.2017 14:27
      Highlight Klar sind Länder Autonom und können selber Entscheiden. Sie müssen aber auch mit den Konsequenzen Leben...

      Ausserdem müssen Verträge beachtet werden! Sonst machen sie keinen Sinn mehr.
      47 3 Melden
  • Snaggy 16.02.2017 14:00
    Highlight "Ich will das nicht. Ist mir zu kompliziert" 😂
    66 1 Melden
    • Walter Sahli 16.02.2017 14:34
      Highlight Das ist Amerikanisch für "Kä Luscht!"
      55 3 Melden
    • zsalizäme 16.02.2017 14:40
      Highlight Erinnert mich an Arnold Schwarzenegger aus "Simpsons der Film".

      "Ich nehm die drei!"

      oder,

      "Ich bin hier um zu regieren, nicht um zu studieren."
      23 0 Melden
    • bokl 16.02.2017 18:19
      Highlight "Ich bin hier um zu lenken, nicht um zu denken" heisst es auf deutsch.

      "I am here to lead not to read" im Original. Und da ist doch Trump ziemlich nah dran. Leider.
      10 0 Melden
  • Posersalami 16.02.2017 13:48
    Highlight Was ist das wieder für ein Titel? Niemand wird die Globalisierung beenden (können), auch nicht die USA. Im Zweifelsfall läuft die Globalisierung dann eben an den USA vorbei, das Land ist nicht der Nabel der Welt! Wobei noch nicht einmal das passieren wird.
    42 12 Melden
  • walsi 16.02.2017 13:40
    Highlight Das die Länder, welche in die USA exportieren davon nicht begeistert sind ist jetzt nicht so verwunderlich. Wahre wohl überraschend wenn sie begeistert wären.
    32 0 Melden
    • Fabio74 16.02.2017 14:45
      Highlight Trifft auch die CH-Wirtschaft
      12 3 Melden
  • koks 16.02.2017 13:38
    Highlight der vorteil solcher pläne ist, dass globalisierung wieder mehrheitsfähig sein muss, um von der bevölkerung mitgetragen zu werden.
    24 1 Melden
    • Knut Atteslander 16.02.2017 14:36
      Highlight Das ist ein bisschen das Problem an der Globalisierung. Die Wirtschaft ist schon lange global mit den entsprechenden Vorteilen. Die Politik/Gesellschaft hinkt da um Jahrzehnte hinterher.
      20 4 Melden
    • koks 16.02.2017 15:25
      Highlight du meinst die wirtschaft mit den entsprechenden vorteilen wie den millionengehältern für ihre ceo’s und den immer reicher und steuerbefreiter werdenden aktionären? und da soll jetzt gesellschaft und politik nachziehen?
      20 0 Melden
    • Knut Atteslander 17.02.2017 08:01
      Highlight Ja weil die Exzesse nur so gedämmt werden können. Oder glaubst Du mit nationaler Politik, mit einer nationalen Gesellschaft kannst Du internationale Probleme lösen?
      2 0 Melden

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