Wirtschaft
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An britischen Elite-Unis wird so viel betrogen wie noch nie – aus ganz einfachen Gründen

Gekaufte Aufsätze, erschummelte Noten: Laut «Guardian» verzeichnen Oxford, Cambridge und andere Top-Universitäten einen starken Anstieg akademischen Fehlverhaltens - und liefern die Erklärung gleich mit.



epa05804902 (FILE) - A file photograph showing  a general view of the Quad of the Bodleian Library at Oxford University 20 June 2012. Media reports on 20 February 2017 state that Oxford University may open its first ever campus overseas because of Brexit, following talks with French officials about opening a sister campus in Paris. The move could guarantee the university European funding after Brexit.  EPA/ANDY RAIN *** Local Caption *** 50396539

Oxford und andere britische Unis haben ein Problem. Bild: EPA/EPA

Ein Artikel von

Spiegel Online

Oxford, Cambridge und 17 weitere führende britische Universitäten haben in den vergangenen drei Jahren einen starken Anstieg von Fällen registriert, in denen Studenten beim Schummeln erwischt wurden, wie der «Guardian» berichtet.

Nach den Recherchen der Zeitung verzeichneten die Hochschulen im Jahr 2014/15 insgesamt 2640 Fälle akademischen Fehlverhaltens. Im Jahr 2016/17 waren es hingegen 3721 Fälle - ein Zuwachs von rund 40 Prozent. Plagiate machten weit mehr als die Hälfte der Verstösse aus.

Thomas Lancaster, Dozent am Imperial College London und Plagiatsexperte, sagte dem Blatt: «Mehr junge Menschen spüren mehr Druck als je zuvor - und greifen aufs Schummeln zurück, um leichter den Abschluss zu schaffen.» Ausserdem sei es einfacher geworden, fertige Aufsätze und Arbeiten übers Internet einzukaufen.

Ein weiterer Grund: Die Hochschulen sind laut Lancaster besser darin geworden, Verstösse gegen akademische Standards zu dokumentieren. Darauf verweist auch die Leeds University, wo sich die Zahl der Täuschungsfälle in drei Jahren von 181 auf 433 mehr als verdoppelt hat. Auch die Glasgow University verzeichnete einen deutlichen Anstieg, von 161 auf 394 Fälle.

Das sind die besten Universitäten der Welt

Selten schlüsselten die Hochschulen auf, um welche Vergehen es sich im Einzelnen handelt. Doch ein wachsendes Problem, so Lancaster, seien Ghostwriter-Firmen, die Studenten Hausarbeiten und Dissertationen verkauften.

In Grossbritannien sind die Studiengebühren für einheimische und EU-Studenten in den vergangenen Jahren vielerorts drastisch gestiegen. Auch das setze Studierende unter einen höheren Druck, sagte Yinbo Yu von der National Union of Students.

Seit Jahresbeginn sind laut «Guardian» strengere Auflagen in Kraft, die Anbieter von Ghostwriting-Diensten dazu verpflichten, Studenten vor möglichen Sanktionsmassnahmen ihrer Hochschule zu warnen. Die Anbieter fingen junge Kunden nicht nur auf dem Campus, sondern auch in sozialen Netzwerken und mit Werbe-E-Mails ab.

Solche und andere Täuschungsversuche seien eine «echte Gefahr für den exzellenten Ruf des britischen Hochschulwesens», warnte Ian Kimber von der Quality Assurance Agency, die die akademischen Standards an Universitäten in Grossbritannien sichern soll.

lov

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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gubbe 30.04.2018 15:34
    Highlight Highlight Mir scheint, dass heute eine Masterarbeit geschrieben wird um ein Problem zu finden, das vorher nicht da war. Das Problem wird auseinandergenommen und in möglichst komplizierten Worten so zusammengesetzt, dass sich das Problem als etwas völlig Normales liest. Für so etwas gibt es bis 2.5 Jahre Zeit. Was für ein Stress.
    • B-Whit 30.04.2018 17:58
      Highlight Highlight Und genau so arbeiten, die Leute dann auch. Qualität und Quantität gleich null.
      Super mühsame Sitzungen wo genau dein beschriebener Vorgong abläuft. Fragst Dich dann, für was du eigentlich eine Lehre absolviert hast.
      Wenn du mit Hafechäse en Master machst und dann mehr für null output verdienen würdest.
  • BetterTrap 30.04.2018 14:16
    Highlight Highlight 2. Teil

    Es wäre wünschenswert zu wissen, um was für Verstösse es sich eigentlich handelt.. denke da machen Ghostwriter doch den kleineren Teil aus. Plagiatsfälle können schnell passieren, zumindest in den mir bekannten Universitäten kann schon ein verpasstes Zitat oder das Übernehmen von Gedankengängen ohne korrekten Hinweis auf den Urheber zu einer Meldung führen.

    Dies natürlich einhergehend mit der Digitalisierung und der besseren Software um Plagiate, fremdes Gedankengut etc. aufzufinden ergibt schnell die steigende Anzahl an Fällen..
  • BetterTrap 30.04.2018 14:11
    Highlight Highlight 1. Teil
    Man staune, steigender Druck, steigende Kosten, mehr Teilzeitarbeit und Teilzeitstudenten.

    Viele Studierende arbeiten nebenbei um sich das Studium zumindest irgendwie finanzieren zu können, hinzu kommt eine immer stärkere Verschulung der Universität mit einhergehender Anzahl Leistungsnachweise pro Woche. Schlussendlich können nur noch die studieren, welche von den Eltern finanziert werden.

    Weiter kommen diese gekauften Arbeiten nicht gerade billig.. es stellt sich wieder wer überhaupt das ganze finanziert, Eltern welche ihre Sprösslinge zu einem Abschluss zwingen?
  • AlteSchachtel 30.04.2018 13:30
    Highlight Highlight Das ist ein Gesellschaftsproblem und nicht nur in England verbreitet.

    https://www.beobachter.ch/bildung/schule/schule-die-streber-eltern

    Je mehr akademische oder halbakademische Titel desto höher der Lohn. Erfahrung oder gar Geschicklichkeit wird kaum honoriert, also kauft sich Titel wer kann....

    Gier und Skrupellosigkeit statt Wissen! Wahrlich tollllle Voraussetzungen für Berufsleute....
  • Scaros_2 30.04.2018 12:56
    Highlight Highlight Die meisten Semesterarbeiten oder Bachelorarbeiten und je nach Hochschule gar die Masterarbeiten sind oft einfach nur ne grosse Farce und Fleiss.

    Man gibt uns gar nicht die Zeit eine Intensive Arbeit zu vollziehen. 14 Wochen bekommt man zeit und dann soll ein resultat her und hat wenn 2 Treffen mit dem verantwortlichen Dozenten. Schlussendlich macht man das was der Dozent sich vorstellt. Vielerorts korrigiert der Dozent nicht mal die Arbeit sondern hat einen Praktikanten der das lesen soll und jener wird dann gefragt was seine Meinung ist. So was ist lächerlich.
    • ReziprokparasitischerSymbiont 30.04.2018 15:56
      Highlight Highlight Ich wurde bei meiner Masterarbeit sehr gut betreut. Nebst dem Prof, der im Büro nebenan arbeitete und stets für Fragen zur Verfügung stand, konnte ich mir auch bei eiber Doktorandin und weiteren Gruppenmitgliedern Hilfe holen. Ich kann mir nicht vorstellen,wie es in einem solchen Umfeld möglich sein soll eine fremde Arbeit einzureichen.
    • Scaros_2 30.04.2018 15:59
      Highlight Highlight Dann bist du 1 von vielen glücklichen die evtl. diese Möglichkeit haben. Aber gemessen and er Quanität von Masterstudenten und der Menge an Dozenten etc. glaube ich das viele nicht diese Möglichkeit haben. Auch sieht es bei >Vollzeitstudenten vs. Teilzeitstudenten anders aus da diese lediglich paar "wenige Stunden" in der Woche überhaupt an der Uni sind.
    • Hierundjetzt 01.05.2018 10:18
      Highlight Highlight Wobei Sacros schon recht hat, es mag zutreffen, dass zB in Orchideenfächern die Betreuung top ist aber bei den aktuellen „Klassengrössen“ und dem Fächerangebot im MSc / MAS Bereich (Uni / FH) kann ich mir schlicht keine gute Betreung vorstellen.

      Und ganz ehrlich, es ist wirklich eher eine Fleissarbeit damit man den Abschluss hat.

      Nicht weiter Schlimm, dass war nach Bologna absehbar. Tertiär A (Uni / FH) wird immer mehr zur erweiterten Volksschule und Tertiär B (Berufsbildung) immer weiter akademisiert. Kann man gut finden oder nicht. Der Trend ist da.
  • Snowy 30.04.2018 12:33
    Highlight Highlight Hätte ich meine Masterarbeit bei einem seriösen und preiswerten Ghostwriter schreiben lassen können - ich hätt´s getan.

    Semesterarbeiten oder ähnliches sind häufig reine Fleissarbeiten - der Nutzen war für mich (als jemand der nicht in die Wissenschaft gehen wollte) auf dieser Stufe gering.
    Anders siehts bei Doktorarbeiten aus (abgesehen von Medizin). Dort ist der Austausch mit dem Doktorvater ohnehin sehr intensiv und die Arbeit hat viel mehr wissenschaftlichen Tiefgang.
    • Hierundjetzt 30.04.2018 12:43
      Highlight Highlight Als so intensiv wie bei dem SVP Dr. Mörgeli und seine „Doktorarbeiten“ bei denen es nur darum ging ein Buch in Frakturschrift in ein Buch mit moderner Schrift (Groteskvariante) zu übertragen?


    • Posersalami 30.04.2018 13:09
      Highlight Highlight Es geht dabei aber nicht nur um ihren persönlichen Benefiz, sondern auch darum, nachzuweisen das man den entsprechenden Fleiss und intellektuelle Reife hat für einen Master.
    • Zap Brannigan 30.04.2018 13:39
      Highlight Highlight Und dafür gibts natürlich beim Studentenwatson Herzen. Ein Master soll sich ein Thema selbstständig erarbeiten können. Das zeigt er mit der Masterarbeit. Aber ich weiss, altmodisch. Heute will man nur noch ein Papierli mit möglichst wenig Aufwand. Immer lustig, wenn die jungen Bewerber, die sich viel auf ihren Master einbilden (am besten gleich Chef werden) merken, dass das die Firmen auch wissen. Der Abschluss ist das Eintrittsticket, danach muss zuerst mal geliefert werden. Die überraschten Gesichter sind jeweils amüsant.
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 30.04.2018 12:33
    Highlight Highlight 2 Anmerkungen :

    1.) In Grossbritannien sind die Studiengebühren für einheimische und EU-Studenten in den vergangenen Jahren vielerorts drastisch gestiegen.

    In 15 Jahren studieren nur noch Sprösslinge reicher Eltern.
    Und bei uns ?


    2.) Ich lese nirgends, wie die 3721 Fälle sanktioniert wurden. Gab es einen Klaps auf den Po oder eine 10£ - Ordnungsbusse. Ich gehe mal davon aus, dass die Kinder von reichen Eltern ein Arrangement mit der Schule fanden.

    Ist heute der Ehrliche nur noch der Volltrottel ?
    • El diablo 30.04.2018 13:59
      Highlight Highlight Bei uns sind die Studiengebühren recht günstig. Ein Semester kostet an der HSG (Wo ich gerade bin) in etwa 1500.- und das ist eher viel für ein Studium in der Schweiz. Das sollte für die meisten Einkommensklassen finanzierbar sein.
    • lilie 30.04.2018 14:05
      Highlight Highlight Bei uns sind die Studiengebühren auch gestiegen. Zu meiner Zeit (vor 15 Jahren) warens glaubs Fr. 635.-, jetzt Fr. 720.- pro Semester.

      Wenn das jemanden dazu treibt zu betrügen, dann wundere ich mich. Schliesslich besteht immer noch die Möglichkeit, Stipendien zu beantragen - und die Legi bringt ja viele Vergünstigungen mit sich.

      Nein, ich glaube, betrogen wird, weil man betrügen kann. Und vermutlich passiert nicht mehr, als dass einem der Kurs aberkannt wird (ausser natürlich bei Diplom/Doktorarbeiten).

      Ich bin der Meinung, mit Geld hat das nichts zu tun - eher mit Charakter.
    • N. Y. P. D. 30.04.2018 14:34
      Highlight Highlight Dann ist es also noch "human".
      Ich hoffe, die Politik schaut, dass alle weiterhin die Chance haben zu studieren, falls sie über die nötigen Voraussetzungen verfügen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • werther 30.04.2018 12:26
    Highlight Highlight kenne selber einen abgänger uzh, der seine doktoratsarbeit in osteuropa hat schreiben lassen.
    • N. Y. P. D. 30.04.2018 12:35
      Highlight Highlight Äh,
      und er hat abgeschlossen?

      Oder kommt der Härtetest erst noch ?
    • Hierundjetzt 30.04.2018 12:41
      Highlight Highlight Na dann, viel Glück an der mündlichen Prüfung 😂
    • loquito 30.04.2018 12:41
      Highlight Highlight Also, dann hat er entweder einen Superghostwriter, einen schlexhten Doktorvater oder einfach nur Glück...
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