Wirtschaft
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Chefs der «Panama-Papers»-Kanzlei aus Haft entlassen

Partner of the Panama-based law firm Mossack Fonseca, Ramon Fonseca sits in his office in during an interview in Panama City, Thursday, April 7, 2016. Fonseca, a co-founder of Mossack Fonseca, one of the world's largest creators of shell companies, said that documents investigated by the ICIJ were authentic and had been obtained illegally by hackers. (AP Photo/Arnulfo Franco)

Ramon Fonseca, Partner der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, die im Zuge der Panama-Papers-Enthüllungen ins Visier der Justiz geraten ist, wurde aus der Haft entlassen. Bild: Arnulfo Franco/AP/KEYSTONE



Die beiden Gründer der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, die im Fokus der Ermittlungen um die «Panama Papers» steht, sind auf Kaution freigelassen worden. Das zuständige Gericht in Panama-Stadt entliess Jürgen Mossack und Ramón Fonseca am Freitag (Ortszeit) gegen eine Zahlung von je einer halben Million Dollar aus der Haft.

Das Gericht erklärte, die beiden Juristen dürften das Land nicht ohne gerichtliche Genehmigung verlassen. Gegen die beiden wird derzeit wegen des Verdachts der Geldwäscherei ermittelt.

Mossack und Fonseca waren im Februar festgenommen worden. Dabei ging es allerdings nicht um die Gründung Zehntausender Briefkastenfirmen zur Ausnutzung von Steuerschlupflöchern. Vielmehr wurde der Firma vorgeworfen, an einem brasilianischen Korruptionsnetzwerk mitgewirkt zu haben.

In mehreren Ländern Lateinamerikas gibt es derzeit Ermittlungen zum «Lava-Jato»-Skandal um Schmiergeldzahlungen bei der Vergabe von Bauprojekten. Im Fokus steht der brasilianische Baukonzern Odebrecht.

Im April 2016 hatte ein Mediennetzwerk weltweit über 200'000 von Mossack Fonseca gegründete Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen parkiert haben sollen. Die Veröffentlichung führte zu Ermittlungen auf der ganzen Welt und zu einer Debatte über Steueroasen und Geldwäscherei. (wst/sda/dpa)

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